Lovely Places: Tuxedo in Düsseldorf

Durch das Magazin Heritage Post bin ich vor einiger Zeit auf das Geschäft Tuxedo in Düsseldorf aufmerksam geworden, das vor acht Jahren von Ela Reck eröffnet wurde. Bei meinem ersten – und bestimmt nicht letzten – Besuch dort, musste ich feststellen, dass ich in dem kleinen, liebevoll eingerichteten Shop fast alles hätte mitnehmen wollen. von Sybille

Außergewöhnliche Kollektionen und tolle Materialien

Ela Reck kam durch ihren Job in einer Fashionagentur mit vielen nicht wirklich schönen Läden in Berührung: Lieblose Einrichtung, konzeptlose Sortimente und leidenschaftslose Verkäuferinnen waren und sind leider immer noch an der Tagesordnung. Und da sie fasziniert war von individuellen, persönlich geführten Geschäften, wie es sie z.B. in Antwerpen und Paris gibt, entschloss sie sich dazu, genau solch ein Geschäft in Düsseldorf zu eröffnen. „Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen während ihres Aufenthaltes eine gute Zeit zu geben, sie ehrlich und typgerecht zu beraten, sie mit außergewöhnlichen Kollektionen, tollen Materialien und besonderer Verarbeitung zu verzaubern“, beschreibt Ela Reck ihre Philosophie.

tuxedo-4

Tuxedo-Geschäftsführerin Ela Reck in einem Anzug des Südtiroler Unternehmens Bergfabel

tuxedo-5

An jeder Ecke des Ladens finden sich kleine, liebevolle Details – selbst in der Umkleidekabine

Sean Penn als Namenspate

Dabei vermischen sich die Produkte in dem bezaubernden Mini-Conceptstore immer mehr. Düfte gehören mittlerweile genauso dazu wie Schutzengel und Ladekabel, Schmuck und Dessous. Ausschlaggebend für die Auswahl der Kollektionen ist einzig und alleine Recks Bauchgefühl. Sie möchte für ihre Kundinnen einfach immer wieder wunderschöne Dinge finden. „Da ich überwiegend mit Stammkunden arbeite, versuche ich Tuxedo jede Saison neu zu erfinden, folge aber natürlich immer meinem roten Faden“, so Ela Reck. Das bedeutet Farbe (besonders im Winter), Mustermix und tolle Materialien. Der außergewöhnliche Name „Tuxedo“ ist Sean Penn zu verdanken. Na ja – einer Fotostrecke in der italienischen Uomo Vogue. Während der Namensfindungsphase sah Ela Reck beim Blättern in der Zeitschrift eine Fotostrecke mit ihrem Lieblingsschauspieler Sean Penn in wunderschönen Smokings.

Kleider in einer angezogenen Länge

Die Strecke hieß „Tuxedo“ und damit stand der Name des Geschäftes fest. „Er klingt gut, eignet sich für das Logo, einmal gehört vergisst man ihn nicht und außerdem gefiel mir die Brücke zum traditionellen, kleinen Schwarzen und die Verwischung der geschlechtlichen Grenzen. Eine Frau im Smoking – große Klasse“. Weil Ela Reck soviel Wert auf hohe Materialqualität und zeitlose Schnitte legt, kann sie manche Dinge überhaupt nicht leiden. UGG Boots, Daunenjacken mit Kojotenkragen, zerrissene, künstlich gebleichte Jeans, jede Form von Bling Bling und die aktuellen kleinen Pelzpatchpüppchen sind für sie absolute Tabus. Für das kommende Frühjahr empfiehlt die Düsseldorferin Kleider in einer schönen angezogenen Länge. Dazu wird lässiger Strick kombiniert – für unaufgeregte, selbstverständliche Outfits. Typisch Tuxedo eben.

tuxedo-2

Outfit im typischen Tuxedo-Style mit Marinière, weitem Rock, Blouson und Turnschuhen.

tuxedo-3

Im nächsten Frühjahr dürfen wir uns auf Kleider freuen – hier ein Modell von Samantha Sung – allerdings aus der letzten Saison

Fotos: Nina Gutenkunst – Das Kreativlabor

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.