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Es gibt Orte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Kloster Eberbach im Rheingau ist genau so ein Ort! Schon die Anfahrt durch eine sanft hügelige Landschaft ließ entspannte Urlaubsstimmung aufkommen. Als wir schließlich Schritt für Schritt das weitläufige Klostergelände erkundeten, war es endgültig um mich geschehen: Was für eine fantastische neue Location für die Fürstlichen Gartenfeste! Das waren meine persönlichen Highlights. von Virginia
Kloster Eberbach: Neue Location für’s Fürstliche Gartenfest
Mächtige Klostermauern, weitläufige Gartenanlagen, historisches Fachwerk und eindrucksvolle Kreuzgewölbe: Das Kloster Eberbach im Rheingau gehört seit diesem Jahr zu den Veranstaltungsorten der Fürstlichen Gartenfeste. Verwöhnt von den bisherigen Standorten wie Schloss Fasanerie bei Fulda oder Schloss Wolfsgarten bei Frankfurt hatte ich gar nicht allzu hohe Erwartungen. Ein Kloster klingt eher beschaulich als spektakulär. Doch da habe ich mich gründlich geirrt! Zwischen den historischen Gemäuern präsentierten die gewohnt sorgfältig ausgewählten Aussteller ihre Schätze für Garten, Haus und Lebensart. Es duftete nach Kräutern, über das gesamte Gelände wehte fröhliches Stimmengewirr und in der ehrwürdigen Klosterkirche empfing die Besucher eine angenehme Kühle und andächtige Ruhe. Verstärkt wurde die besondere Atmosphäre durch Chorgesänge, die immer wieder durch die Basilika hallten.
Fast 900 Jahre Geschichte zum Anfassen
Kloster Eberbach blickt tatsächlich auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück! Gegründet wurde die ehemalige Zisterzienserabtei im Jahr 1136. Über Jahrhunderte hinweg lebten und arbeiteten hier Mönche, bewirtschafteten die umliegenden Weinberge und machten das Kloster zu einem der bedeutendsten geistlichen und wirtschaftlichen Zentren Europas. Heute zählt die beeindruckende Anlage zu den schönsten und am besten erhaltenen Klöstern Deutschlands. Wer durch die Kreuzgänge schlendert oder die imposante Basilika betritt, spürt noch immer die besondere Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes. Gerade deshalb passt das Fürstliche Gartenfest so wunderbar hierher: Die historische Kulisse verleiht den ausgestellten Pflanzen, Gartenideen und handwerklichen Kostbarkeiten einen wahrhaft besonderen Rahmen. Wer noch tiefer in die Geschichte von Kloster Eberbach eintauchen möchte, hat dazu bei einer Führung Gelegenheit. Oder Ihr folgt einfach den Hinweisschildern über das Gelände.
Mein Highlight war das Laienrefektorium: Der ehemalige Speisesaal der Laienbrüder mit seinen historischen Weinkeltern, monumentalen Weinpressen und dem gedämpften Licht, das durch die bleigefassten Buntglasfenster fällt, atmet Geschichte
Kloster Eberbach in „Der Name der Rose“
Manch einem kommt beim Umherstreifen vielleicht die eine oder andere Ecke vertraut vor. Kein Wunder – Kloster Eberbach diente bereits mehrfach als Filmkulisse! Mitte der 1980er Jahre wurde Umberto Ecos Erfolgsroman „Der Name der Rose“ hier verfilmt. Sean Connery verkörperte den Franziskanermönch William von Baskerville und machte den Film zu einem internationalen Erfolg. Viele der eindrucksvollsten Szenen entstanden direkt in den Räumen des Klosters. Wer heute durch die Kreuzgänge oder die gewaltigen Säle wandert, kann sich lebhaft vorstellen, wie hier einst Kamerateams, Schauspieler und Filmtechniker zwischen den jahrhundertealten Mauern arbeiteten und fragt sich, wie wohl das tägliche Leben der Mönche vor vielen Jahrhunderten ausgesehen haben mag.
Meine Lieblingsaussteller auf dem Fürstlichen Gartenfest Eberbach
Das eigentliche Herzstück des Fürstlichen Gartenfestes in Kloster Eberbach sind natürlich die vielen Aussteller, die jedes Jahr aufs Neue für Inspiration sorgen. Zwischen Pflanzen, Wohnaccessoires, Mode, Feinkost und Handwerkskunst gab es auch diesmal wieder einige Stände, an denen ich deutlich mehr Zeit verbracht habe als ursprünglich geplant.
1. Carlchen B
Auf den Stand von Carlchen B. habe ich mich schon im Vorfeld unglaublich gefreut! Seit Langem bin ich ein großer Fan von Kathis wunderschönen Schmuckstücken und ihrem cleveren Mix-&-Match-System für Ohrringe. Umso schöner war es, die vielen verschiedenen Steine endlich einmal „in echt“ anschauen und durchstöbern zu können. Dabei habe ich festgestellt: Die Fotos auf der Website und insbesondere im Schmuck-Konfigurator geben die Farben erstaunlich naturgetreu wieder! Dennoch ist es hilfreich, die Schmuckstücke einmal anzuprobieren. Plötzlich bekommt man ein viel besseres Gefühl dafür, welche Farben dem eigenen Typ schmeicheln und welche Kombinationen man besonders gerne trägt. Daher: Wenn Ihr schon länger mit einem Schmuckstück von Carlchen B liebäugelt, kann ich Euch den Besuch auf einem Gartenfest oder Pop-up-Event nur empfehlen. Außerdem könnt Ihr dort immer wieder besondere Einzelstücke entdecken. Mein liebster Fund: goldene Kugelstecker mit facettiert geschliffenen Cognac-Quarz-Oliven – ein Traum!
2. Joseph Knitwear
Joseph Knitwear stellt seit Jahren gemeinsam mit Carlchen B. aus – und die beiden sind auch ein echtes Dream-Team: Die handgefertigten Wollschals in traumhaften Farben ergänzen Kathis Schmuckstücke einfach perfekt! Im herzlichen Gespräch erzählte mir Gründerin Sabine Brandt-Joseph von ihren Anfängen an der Strickmaschine und ihrer Motivation, ihr eigenes Label aufzubauen. Bei jedem ihrer Worte spürte man die Begeisterung für ihr Handwerk. Sabine brennt für hochwertige Materialien, harmonische Farbwelten und die traditionelle Fertigung ihrer Accessoires. Besonders wichtig sind ihr erstklassige Garne, die Möglichkeit, Kundenwünsche umzusetzen, und die Freiheit, ihr Label nach den eigenen Vorstellungen zu führen. Jede Mütze, jeder Schal und jedes Tuch wird von ihr handgefertigt. Gerade deshalb kann es in der kalten Jahreszeit auch einmal zu längeren Wartezeiten kommen – ein Umstand, den ihre Kundinnen gerne in Kauf nehmen. Ob ich mich wohl in einen Fransenschal – passend zu den Ohrringen – verliebt habe?
3. Friesische Wollweberei
Am Stand der Friesischen Wollweberei von Heinz-Jürgen und Monika Gerdes war nach wenigen Sekunden klar: Hier würde ich nicht ohne Einkauf weiterziehen! Schon beim ersten Anfassen hatte ich mich in das Easy Grey Rock Kissen verliebt. Gefertigt aus australischer Merinowolle, wunderbar weich und in einem zeitlosen Neutralgrau gehalten, verkörpert es genau die nordische Zurückhaltung, die ich so sehr liebe. Doch das Kissen überzeugt nicht nur optisch: Im Inneren verbirgt sich ein hochwertiges Inlet aus Leinen mit natürlicher Wollfüllung – ein Detail, das man heute nur noch selten findet. Der Ausstellungsort tat natürlich sein Übriges: Im Kapitelsaal, dem ehemaligen Versammlungsraum der Mönche, kamen die edlen Materialien und stilvollen Farbkombinationen besonders schön zur Geltung.
4. Herb’s Bioland Gärtnerei
Schon zum wiederholten Mal habe ich begeistert bei Herb’s Bioland Gärtnerei gestöbert. Die Dötlinger Gärtnerei bietet jedes Jahr aufs Neue eine beeindruckende Auswahl an Kräutern, Duft-, Aroma- und Blütenstauden, die wunderschön präsentiert und nach Bioland-Richtlinien kultiviert werden. Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, leicht lösliche Mineraldünger und unnötig hohe Gewächshaustemperaturen verzichtet das Team bewusst. Das Ergebnis sind robuste, langlebige Pflanzen aus zertifizierter Öko-Kultur – und genau das sieht man. Besondere Kräuter, spannende Gemüsesorten und jede Menge Pflanzenraritäten machen den Stand zu einem kleinen Paradies für Gartenliebhaber.
Toll für Kinder: Am Stand des Eventhofs Kisselmühle konnten die kleinen Besucher nicht nur echte Alpakas bestaunen, sondern an langen Biertischen auch gleich ihre Wolle zu hübschen Ornamenten filzen
5. Saatgut Dillmann
Wer gerne gärtnert, kennt das Problem: Eigentlich möchte man nur kurz schauen – und plötzlich wandern doch wieder mehrere Tütchen Saatgut in den Einkaufskorb. Bei Saatgut Dillmann hätte ich am liebsten großzügig zugeschlagen. Neben regionalem, naturbelassenem und biozertifiziertem Premium-Saatgut bietet das Unternehmen liebevoll zusammengestellte Saatgut-Boxen an. Besonders begeistert haben mir die außergewöhnlichen Themenwelten: Grüne Smoothies, Mittelalterliches aus dem Klostergarten, Bibelpflanzen, historische Gemüsesorten, Sommerfrische oder sogar Sylt-Saatgut – wahlweise in hochwertiger Holzbox oder im Karton erhältlich. Wie soll man sich da entscheiden?
Natürlich durfte auch der traditionelle Stopp bei Bonour’s nicht fehlen: Es gab Falafel-Hummus-Wraps und aromatischen Nana-Minztee – hmmm! Dazu probierten wir verschiedene marokkanische Köstlichkeiten mit Zitrone, Mandel und Pistazien, mein persönliches Highlight war das traditionelle Honiggebäck Chebakia – macht süchtig!
Mein Fazit zum Fürstlichen Gartenfest in Kloster Eberbach
Was dieses neue Fürstliche Gartenfest in Kloster Eberbach für mich so besonders macht, ist die Verbindung aus außergewöhnlicher Location, inspirierenden Ausstellern und einer Atmosphäre, die man so nur selten erlebt. Die spektakuläre Kulisse des ehrwürdigen Klosters, die spannende Filmgeschichte rund um „Der Name der Rose“ und die liebevoll ausgewählten Aussteller ergeben zusammen eine besondere Mischung. Ich jedenfalls habe nicht nur schöne Eindrücke mit nach Hause genommen, sondern auch neue Lieblingsstücke – und eine ziemlich lange Wunschliste.
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