- Ripple Glas: Vom antiken Rippenglas zum modernen Interior-Trend - 31. August 2026
- Heilpflanzen-Porträt: Die Hagebutte & ihre Anwendung - 12. August 2026
- Lady-Tipps: Lini’s Bites, Ted Lasso & Walter Trier Ausstellung - 6. August 2026
Es gibt Dinge, die nimmt man lange nicht bewusst wahr – und dann sieht man sie plötzlich überall. Mir geht’s gerade so mit geriffeltem Glas. Nicht so glatt und zurückhaltend wie klares Glas strahlt es eine gewisse Eleganz aus. Ich mag Stücke mit kleinen Details, die sie besonders machen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Deshalb habe ich mich auch gleich in die Ripple-Gewürzgläser von Lieblingsglas verliebt! Zeit, sich mit dem Trend zu befassen! von Virginia
Geriffeltes Glas in der Antike
Obwohl Ripple-Glas nach skandinavischem Interior-Trend aussieht, ist die Idee dahinter erstaunlich alt. Schon in der Antike wurde Glas mit strukturierten Oberflächen gestaltet. Bei den sogenannten Rippenschalen wurde eine heiße Glasscheibe über eine Form gelegt und in Form gebracht; die charakteristischen Rippen entstanden anschließend durch das Eindrücken des noch weichen Glases mit Werkzeugen. Die Riffel hatten auch praktische Gründe: Sie machten die Schalen stabil und griffsicher. Auch die Ägypter experimentierten mit strukturiertem Glas; jedoch etwas anders: Statt echter Riffeln im Glas verzierten sie ihre Gefäße mit farbigen Fäden, die im heißen Zustand mit einem Kamm zu wellen- oder zickzackförmigen Mustern gezogen wurden. Das Ergebnis ist ähnlich: Die glatte Oberfläche verändert durch Struktur ihre Wirkung. Licht bricht sich an den Rippen und das Glas bekommt eine ganz andere Haptik.
Was ist Ripple Glas genau?
Der Begriff „Ripple Glas“ bezeichnet keine eigene Glasart, sondern wird heute meist für Glas mit einer geriffelten oder gewellten Oberfläche verwendet. Die charakteristische Struktur bricht das Licht, erzeugt feine Reflexionen und verleiht dem Glas eine besondere Haptik. Geriffeltes Glas wird für Trinkgläser, Vasen, Karaffen und andere Wohnaccessoires ebenso verwendet wie für Aufbewahrungsgläser.
Ich habe eine Schwäche für schlichtes Design, das durch ein Detail besonders wird: Leinen, das ein bisschen knittert, Keramik mit leicht rauer, unglasierter Oberfläche, Holz mit sichtbarer Maserung und eben Glas mit Rillen
Ripple Glas: Ein Trend made in Denmark
Neu ist also nicht die Rille, sondern vielmehr die Art, wie wir sie heute interpretieren. Und das können – meiner Meinung nach – die Dänen besonders gut! Das dänische Label Holmegaard arbeitete bereits in den 1930ern mit geriffeltem Glas. Die Primula-Vase von Jacob E. Bang ist ein schönes Beispiel dafür: Ihr feines, vertikales Muster fängt das Licht ein und verleiht dem mundgeblasenen Glas eine lebendige Oberfläche. Wenn man sich die Vase heute anschaut, wirkt sie vertraut – kein Wunder: Glasvasen in dieser Machart finden sich mittlerweile überall. Auch bei Lyngby Porcelæn gehört die Riffelung fest zur Designgeschichte: Die ikonische Lyngby-Vase entstand in den 1930er-Jahren, zunächst aus Porzellan. Ihre schlichte, zylindrische Form mit den charakteristischen vertikalen Linien steht für den aufkommenden Funktionalismus und die Ideen des Bauhauses. Heute gibt es die Lyngby-Form in verschiedenen Größen und Farben und eben auch aus mundgeblasenem Glas. Dazu kamen vor einigen Jahren geriffelte Teelichthalter.
Zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe ich den Trend bei der Ripple-Serie von Ferm Living: Die dänische Designmarke brachte ihre Ripple-Gläser und eine passende Karaffe 2016 auf den Markt. Mit den Jahren kamen viele weitere Stücke hinzu: Trinkgläser, Weingläser, Champagnerschalen, Karaffen und vieles mehr. Ich mag die Mischung aus Strenge und Leichtigkeit. Die Rillen sind einerseits regelmäßig-grafisch, fast skulptural und fangen andererseits das Licht ein, lassen das Glas funkeln und geben ihm etwas ausgesprochen Haptisches. Insbesondere in schlichtem skandinavischem Interior und in Kombination mit weichen, organischen Formen finde ich Ripple einfach wunderschön.
Bei geriffeltem Glas geht es nicht nur um die Form – sondern auch um das Spiel mit dem Licht: die Flamme spiegelt sich in den kleinen Rillen, das Licht wird gebrochen und wirft feine Schatten / Ich gruppiere im Herbst gerne Lyngby-Glasvasen
Lieblingsglas: Ripple Glas in der Küche
Was ich am Trend besonders mag: Die schicke Riffelung ist längst nicht mehr auf Trinkgläser und Dekoobjekte beschränkt, sondern zieht auch in den Haushalt ein, wie z.B. bei Aufbewahrungsgläsern. Während „rund und klar“ in Sachen Vorratsglas lange meine Favoriten waren, schleicht sich auch hier seit einiger Zeit immer mehr meine Begeisterung für Ripple-Glas ein. Wie schön sind bitte die geriffelten Vorrats- und Gewürzgläser von Lieblingsglas? Die eckige Form mit den abgerundeten Kanten gefällt mir ohnehin ausgesprochen gut, aber in Kombination mit dem Ripple-Glas finde ich sie besonders gelungen. Sie wirken dekorativ, ohne dass die Küche gleich nach „Deko“ aussieht.
Sind geriffelte Gewürzgläser überhaupt pflegeleicht?
Besonders praktisch: Ich hatte im Vorfeld tatsächlich etwas Sorge, dass sich in der geriffelten Glasoberfläche beim Kochen Schmutz absetzen könnte. Aber diese Sorge war komplett unbegründet: Die Rillen befinden sich nämlich auf der Innenseite der Gläser – Ripple-Optik also, ohne dass man sich anschließend mit jeder einzelnen Rille und einem kleinen Bürstchen beschäftigen muss. Pflegeleicht und hygienisch für die Küche – very smart!
Unser Lieblingsglas Rabattcode für Euch
Aufgepasst: Wer die Lieblingsgläser ebenfalls einmal ausprobieren möchte, für den haben wir einen Code: Über unseren Lieblingsglas-Link erhaltet Ihr 12% Rabatt auf alle Produkte im Lieblingsglas-Shop.
Hübsche Alltagshelfer: Meine Gewürze sind jetzt in den praktischen Ripple Gläsern von Lieblingsglas untergebracht
- Lieblingsglas: Endlich Ordnung in unserem Gewürzschrank!
- Zero Waste: Unsere plastikfreie Küche mit Lieblingsglas
- Korsika-Sundowner mit Alexas Alphabet, Polly & Lieblingsglas
- Redecker: Bürsten & Besen made in Germany










