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Die Osterfeiertage und Ferien sind eine gute Gelegenheit um mal wieder das eine oder andere Museum zu besuchen. Wir haben unsere vier liebsten aktuellen Ausstellungen in Hamburg, Iphofen bei Würzburg, München und Kaiserslautern zusammengestellt. Es geht um Modefotografie, Haare, Handtaschen und eine wiederentdeckte Landschaftsmalerin. Übrigens: In der Regel haben auch Kinder ein großes Interesse etwas Neues dazuzulernen – wenn man sie etwas an die Hand nimmt. Viele Museen bieten auch eigene Kinderführungen an. von Sybille & Dani
1. Hamburg: Das Schaffen von F.C. Gundlach
F.C. Gundlach war einflussreicher Fotograf, Sammler, Stifter und Galerist. Seine ikonischen Modefotografien vor allem aus den 1950er bis 1970er Jahren, die nie nur Mode abbildeten, finden sich heute in vielen Sammlungen und Museen. Im Hamburger Bucerius Forum zeigt die Ausstellung „F.C. Gundlach. You’ll Never Watch Alone“ vom 8. Mai bis 16. August neben seinen bekannten Fotografien auch unveröffentlichte Schwarzweiß- und Farbaufnahmen sowie Werke von Vorbildern, Weggefährten und Nachfolgern. Die Ausstellung beleuchtet Gundlachs vielfältiges Schaffen und zeigt ihn auch als Galeristen, Laborbesitzer und Lehrer in Hamburg und Berlin. Durch sein vielseitiges Wirken nahm er Einfluss auf die visuelle Kultur seiner Zeit, während er gleichzeitig von Trends, gesellschaftlichen Strömungen und politischen Entscheidungen geprägt wurde. Die Ausstellung beleuchtet diese wechselseitigen Einflüsse. Dabei wird aufgezeigt, wie eng Fotografie mit kulturellen und sozialen Entwicklungen verwoben ist und wie wegweisend seine Visionen für unser heutiges Bildverständnis waren. Die Ausstellung findet im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg statt. (Syb)

Die Ausstellung widmet sich dem Wirken von F.C. Gundlach (1926-2021)/Bild-Credits: Stiftung F.C. Gundlach
Bucerius Kunst Forum
Alter Wall 12
20457 Hamburg
2. Iphofen: Handtaschen aus 100 Jahren
Im Knauf-Museum in Iphofen bei Würzburg dreht sich seit dem 22. März (bis 8.November) alles um ein heißbegehrtes Accessoires: die Handtasche. Die Ausstellung „Trag mich! Handtaschen aus 100 Jahren“ zeigt rund 80 außergewöhnliche Modelle von privaten Leihgebern und nimmt uns mit auf eine stilvolle Zeitreise durch ein Jahrhundert. Von den ersten praktischen Begleitern des frühen 20. Jahrhunderts bis zu Ikonen wie der Chanel 2.55 oder der legendären Kelly Bag von Hermès wird schnell klar: Handtaschen sind weit mehr als nur hübsche Alltagshelfer. Sie spiegeln gesellschaftliche Entwicklungen, neue Freiheiten und auch den Wandel der Frauenrolle wider. Während in den 1920ern erstmals Vielfalt in Formen und Materialien aufkam, etablierten sich in den 1950er und 1960er Jahren zeitlose Klassiker, die bis heute als Sinnbilder für Eleganz gelten. Italienische Designer wie Gucci, Fendi oder Prada brachten frischen Wind in die Branche und machten die Handtasche endgültig zum Statement-Piece. Edle Leder, aufwendige Verschlüsse, Stickereien und überraschende Materialien zeigen, wie viel Kreativität und Können in den kleinen Kunstwerken steckt. (Dan)
Die Ausstellung lädt auch dazu ein, den eigenen Blick auf Mode zu hinterfragen. Welche Tasche begleitet uns im Alltag – und was sagt sie eigentlich über uns aus? Bild-Credit: Benedikt Feser/Knauf-Museum Iphofen
Knauf-Museum Iphofen
Am Marktplatz
97346 Iphofen
3. Kaiserslautern: Wiederentdeckung von Tina Blau
Das mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserlautern, zeigt noch bis zum 25. Mai 2026 die Ausstellung Tina Blau. Im Freien. Werke der österreichischen Malerin Tina Blau (kann es einen schöneren Nachnamen für eine Malerin geben?). Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Tina Blaus künstlerische Entwicklung zwischen 1862 und 1916. Ihre Malerei zeigt eine moderne Auffassung von Natur als sinnlich erfahrbaren, sich wandelnden Raum – weit ab von künstlichen Atelierkulissen. Die selbstbewusste Künstlerin behauptete sich übrigens auch als erfolgreiche Ausstellerin und Lehrende an Kunstschulen für Frauen in München und Wien. Stimmungsvolle Landschaften der Fotografin Simone Nieweg und eine interaktive Arbeit des Medienkünstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau ergänzen die Werke von Blau. Damit ist die Ausstellung auch ein Dialog über Landschaftsbilder vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt, wie sich Wahrnehmung, Darstellung und Bedeutung von Natur verändert haben. (Syb)
Tina Blau – Gracht in Dordrecht, um 1905/08, Bildcredit: Privatsammlung/Sylvia Kovacek
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museumspl. 1
67657 Kaiserslautern
4. München: Wissenswertes rund um’s Haar
Haare sind weit mehr als ein modisches Ausdrucksmittel. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion und sind dabei eine universelle Sprache, die seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen verhandelt. Die Ausstellung HAAR – MACHT – LUST in der Kunsthalle München präsentiert bis zum 4. Oktober eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, in der die vielschichtigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar beleuchtet werden. Das tut sie mit über 200 historischen und zeitgenössischen Werke aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum. Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel aber auch Couture-Kreationen zeigen ein breites Panorama berührender und überraschender Geschichten rund ums menschliche Haar. Begleitend zur Ausstellung gibt es zahlreiche Events, wie etwa eine Rapunzel-Challenge oder ein Flechtfrisuren-Workshop. (Syb)
Ob lang, kurz, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils/Bild-Credit: Kunsthalle/Robert Haas
Kunsthalle München
Theatinerstraße 8
80333 München
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