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Tanzt Ihr gerne? Wenn ja, dann solltet Ihr unbedingt einen Blick in die Bücher werfen, die ich Euch heute vorstelle. Und wenn nicht: Dann ebenfalls und erst recht! Tanzen ist nämlich nicht nur ein Sport, sondern eine Kunstform! Und diese kann sogar gesund machen, wie das Buch „Tanz einfach“ zeigt. Weiterhin stelle ich Euch die „Philosophie des Tanzens“ und den Bildband „Memory is fragile“ sowie zwei wunderschöne Kinderbücher über das Ballett vor. von Sybille
1. Peter Lovatt: Tanz einfach!
Tanzen ist viel mehr als schlichtes „Bewegungstraining“. Es kann einen wichtigen Einfluss auf viele Lebensbereiche haben und sogar gegen Ängste und Depressionen helfen. Wie das gelingt, erklärt der ehemalige Profitänzer, promovierte Psychologe und Neurowissenschaftler Dr. Peter Lovatt in seinem Buch „Tanz einfach!“, erschienen im VAK-Verlag. Lovatt tanzt nicht nur jeden Tag selbst, sondern untersucht in dem von ihm gegründeten Dance Psychology Lab die Auswirkungen des Tanzes auf das Gehirn und unsere emotionale Wiederstandsfähigkeit. Seine Theorie: Durch Tanz finden wir zu einem selbstbewussteren Körpergefühl, lernen auf den Körper zu vertrauen und fühlen uns insgesamt besser. Lovatt teilt die besten Schritte, Figuren und Bewegungsabläufe mit uns und wendet sich auch an diejenigen, die glauben, sie könnten nicht tanzen. Der Clou: Im „Rezeptteil“ seiner „Tanzapotheke“ verschreibt der Autor – der in Großbritannien auch Dr. Dance genannt wird – den passenden Tanz für jedes Problem. So verhilft Bauchtanz zu mehr Selbstsicherheit, Ballett sorgt für ein Gefühl von Eleganz und Stolz, Zumba für Partystimmung. Peter Lovatt zeigt auch auf seinem Instagram-Kanal @drpeterlovatt auf unterhaltsame Weise, wie man Tanz in den Alltag integrieren kann.
2. Maximilian Probst/Ursina Tossi (HG): Die Philosophie des Tanzens
Was hat Tanzen mit Apnoe-Tauchen zu tun? Ist Tanz politisch? Und warum schämen wir uns beim Tanzen? Mit diesen und noch viel mehr Fragen, beschäftigt sich „Die Philosophie des Tanzens“, erschienen bei mairisch. Es geht im Buch also, im Gegensatz zum erstgenannten Werk, nicht (nur) um die Bewegung an sich und was sie mit Körper und Hirn anstellt, sondern es widmet sich dem Thema mit politisch-philosophischem Anspruch. Die Herausgeber nähern sich zusammen mit 14 Autorinnen dem Tanz an und fragen auch danach, was zum Beispiel das Tanzen von klein auf so besonders macht oder erklären die Unterschiede zwischen Standardtänzen und einer Performance. Die Philosophie des Tanzens ist ein Buch für alle, die gerne selbst tanzen, aber auch für alle, die mehr über das Tanzen wissen möchten.
3. Geraldine Elschner: Die kleine Tänzerin
Das wunderschön gestaltete Bilderbuch „Die kleine Tänzerin“ aus der Minedition zeigt die Entstehungsgeschichte der weltberühmten Skulptur von Edgar Degas. Die Autorin Geraldine Elschner hat die wahre Geschichte hinter der Skulptur in Fiktion umgesetzt, Olivier Desvaux hat sie mit Illustrationen belebt. Die kleine Jeanne, die in einem der armen Vororte von Paris wohnt, träumt immer schon von Tanz und Musik. Sie möchte Ballerina an der Pariser Oper sein und besteht die Aufnahmeprüfung. Es folgen harte, mit Proben angefüllte Tage. Der Maler Edgar wohnt den Proben bei und bittet Jeanne für ihn Model zu stehen und verewigt sie in seiner Skulptur „Die kleine Tänzerin“. Die ursprüngliche Statue bestand aus Wachs, heute kann man Bronzeabgüsse in der Dresdner Skulpturensammlung oder im Kunsthaus Zürich sehen. In einem kleinen Anhang wird die wahre Geschichte hinter der Skulptur erläutert und Autorin und Illustrator erklären ihre persönliche Liebe zum Tanz – ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Tänzerinnen und Tänzer.
4. Oidtmann/Oliveira: Ballett – Deine ersten Schritte in die Welt des Tanzes
Deine ersten Schritte in die Welt des Tanzes, erschienen bei Seemann Henschel, nimmt uns mit in die Welt des Balletts und erklärt in kurzen Worten diese wunderbare Kunstform: von der Ballettkleidung und den ersten Tanzschritten über die berühmtesten Stücke bis zu den bekanntesten Ballerinen und Ballerinos, wie Vaslav Nijinksy oder Misty Copeland. Auch Vorschläge für eigene Tanzübungen oder für die Erfindung eines eigenen kleinen Stückes gehören dazu. Das Buch weckt Begeisterung und ist der perfekte Einstieg ins Ballett. Kein Wunder, denn Autorin Rachel Oidtmann ist selbst ausgebildete Tänzerin und vermittelt ihr Wissen spielerisch und sehr kindgerecht – unterstützt durch wunderschöne Illustrationen, die auch die Themen Diversität und Vielfalt widerspiegeln. Das Buch wird alle kleinen Ballettliebhaberinnen und -liebhaber ab 6 Jahren begeistern und ist ebenfalls ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.
5. Constanza Macras/Dorky Park (HG): Memory is fragile
Für Fans des zeitgenössischen Tanzes ist der opulente Bildband „Memory is fragile“, ebenfalls erschienen bei Seemann Henschel, ein Muss! Er widmet sich dem Werk der Choreografin Constanza Macras. Mit ihrer 2003 gegründeten Tanz- und Theaterkompanie „Constanza Macras/Dorky Park“ überschreitet sie auf der Bühne die Grenzen zwischen Tanz, Theater, Musik und Film und verbindet damit Popkultur, Politik und Virtuosität zu atemberaubenden Bühnen-Erlebnissen. Die Fotografien von Thomas Aurin zeigen deutlich, wie farbenprächtig und lebhaft die Inszenierungen von Macras sind, die sie in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens um die ganze Welt führten. Persönliche Erinnerungen einiger langjähriger Weggefährtinnen von Macras gewähren einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen.
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