Lady-Tipps: Schloss Fleesensee, Day Ballerinas & Bikini-Museum
Dani

In der Rubrik „Lady-Tipps“ präsentieren wir Euch kleine Fundstücke aus dem Internet, Ausstellungen, Aktionen, Bücher, Filme oder Läden. Heute empfehlen wir Euch das Schlosskonzert „Queens of Soul“ unter freiem Himmel vor der Kulisse von Schloss Fleesensee. Außerdem mit dabei: Original-Ballerinas von Audrey Hepburn, die Ihr im Traditionsschuhhaus Day in Zürich besichtigen könnt, sowie das Bikini-Museum Rappenau, das den 80. Geburtstag des Zweiteilers feiert.

1. Schloss Fleesensee: Soul-Klassiker unter freiem Himmel

Ein Sommerabend im Schlosspark, Soul-Klassiker unter freiem Himmel und dazu ein Glas Vino in der Hand – klingt doch einfach herrlich, oder? Genau dieses besondere Erlebnis erwartet Euch am 11. Juli 2026 beim Schloss-Konzert im Schloss Fleesensee im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Unter dem Titel „Queens of Soul“ steht ein musikalischer Abend ganz im Zeichen großer Soul-Diven wie Aretha Franklin, Diana Ross und Beyoncé. Die US-amerikanischen Sängerinnen Onita Boone und Kennedy sowie die schwedische Sängerin Ida Sand interpretieren gemeinsam mit der mehrfach Grammy-nominierten SWR Big Band die größten Soul-Hits neu – voller Kraft, Emotionen und sicherlich ganz vielen Gänsehautmomenten. Besonders reizvoll ist die Kulisse: Der historische Schlosspark von Schloss Fleesensee verwandelt sich an diesem Abend in eine stimmungsvolle Open-Air-Bühne. Bereits vor Konzertbeginn laden Food-Stationen und sommerliche Drinks zum entspannten Genießen ein.

Wer das Konzert mit einer kleinen Auszeit verbinden möchte, macht gleich ein Sommerwochenende daraus: Dank der tollen Lage in der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Schloss ohnehin eine Reise wert/Bild: Schloss Fleesensee

Diesen und viele weitere Veranstaltungstipps rund um die klassische Lebensart
findet Ihr auch in unserem Veranstaltungskalender

2. Day Ballerinas: Originale von Audrey Hepburn in Zürich

Kaum ein Schuh steht so sehr für den zeitlosen Stil von Audrey Hepburn wie der klassische Ballerina: elegant, feminin, schlicht und herrlich unkompliziert. Audrey liebte flache Schuhe nicht zuletzt deshalb so sehr, weil sie mit rund 1,70 Metern in den 1950er-Jahren als eher groß galt und durch hohe Absätze nicht noch größer wirken wollte. Wer einige dieser Originale einmal aus nächster Nähe sehen möchte, sollte dem Zürcher Traditionsgeschäft Day am Rennweg 6 einen Besuch abstatten. Im 1935 von Alfred Day gegründeten Schuhhaus sind derzeit acht farbenfrohe Original-Vintage-Ballerinas aus dem Privatbesitz von Audrey Hepburn ausgestellt. Die Schuhe wurden 2017 vom heutigen Inhaber Licio Greco bei einer Christie’s-Auktion in London ersteigert. Zwar handelt es sich bei den ausgestellten Modellen nicht um Ballerinas der Marke Day, sie dienten jedoch als Inspiration für eine limitierte Audrey-Hepburn-Kollektion des Hauses. Jede der acht Farben war von einem der ersteigerten Originalpaare inspiriert.

Bei Day in Zürich sind acht Original-Ballerinas aus ihrem Privatbesitz zu sehen/Bild-Credit: Day 

3. Bikini-Museum Bad Rappenau: Der Bikini wird 80 Jahre alt!

Ohlala! Der Bikini feiert dieses Jahr seinen 80. Geburtstag! Das knappe Kleidungsstück, das wie kein anderes für Sommer, Sonne und Urlaub steht, wurde 1946 vom französischen Designer Louis Réard erfunden – und sorgte natürlich erst einmal für einen echten Skandal. Heute ist der Zweiteiler, benannt nach der Inselkette Bikini-Atoll, aus unseren Sommergarderoben längst nicht mehr wegzudenken. Passend zum Jubiläum lohnt sich ein Blick nach Bad Rappenau zwischen Heidelberg und Heilbronn. Dort eröffnete vor sechs Jahren das weltweit erste Bikini-Museum. Ihr könnt hier nicht nur in die spannende Geschichte der Bademode eintauchen, sondern auch zahlreiche außergewöhnliche Exponate bestaunen: Neben historischen Badeanzügen und seltenen Sammlerstücken gibt es echte Kultobjekte der Popkultur zu entdecken – darunter den legendären roten Baywatch-Badeanzug von Pamela Anderson. Ein ebenso überraschender wie unterhaltsamer Ausflugstipp für alle, die sich für Modegeschichte und Popkultur begeistern.

Mode-Exkurs: Und was war vor dem Bikini?

Auch wenn der Bikini offiziell erst 1946 erfunden wurde, gab es zweiteilige Bademode bereits deutlich früher. Schon um 1900 entwarf der Freiburger Valentin Lehr zweiteilige Badebekleidung für Anhänger der Freikörperkultur. In den 1920er- und 1930er-Jahren wurden Zweiteiler langsam populärer. Gleichzeitig waren die gesellschaftlichen Regeln rund um Badekleidung noch äußerst streng: Frauen, die am Strand „zu viel“ Haut zeigten, mussten sogar mit Verhaftungen rechnen. 1932 verbot der sogenannte Zwickelerlass in Preußen das Tragen von Zweiteilern in der Öffentlichkeit. Unter den Nationalsozialisten wurden die Vorschriften weiter verschärft, erlaubt waren fast nur noch hochgeschlossene Einteiler mit Beinansatz. Umso größer war der Skandal, als Louis Réard 1946 den Bikini präsentierte. Was damals als provokant galt, wurde später zum Symbol für Freiheit, Sommer und weibliche Selbstbestimmung.
Er lebe hoch, der Bikini!

 

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