Blog-Dackel Emil bellt: Wo ist ein Friseur, wenn man ihn braucht?
Sybille

Zu einem seriösen Office-Dackel gehört selbstverständlich ein gepflegtes Erscheinungsbild. Wir sind hier schließlich nicht irgendein Rudel, sondern arbeiten in verantwortungsvollen Positionen als Feelgood-Manager. Während ich jedoch großen Wert auf einen ordentlichen Haarschnitt lege und mein Fell stets professionell gepflegt ist, entwickelt sich Franz optisch zunehmend in Richtung explodiertes Sofakissen. Das Fell wächst in alle Himmelsrichtungen, die Augenbrauen sehen aus wie Mottenflügel und alles steht ab, als hätte er morgens in eine Steckdose gebissen. von Emil

Franz selbst sieht das Problem naturgemäß nicht. Im Gegenteil: Er genießt sein wildes Erscheinungsbild offenbar sehr und ist hochzufrieden damit, aktuell von sämtlichen Friseurbesuchen verschont zu bleiben. Einerseits kann ich ihn verstehen – ich finde es schließlich auch nur bedingt entspannend, wenn meine (wirklich nette) Hundefriseurin am Fell herumzupft und dazu sagt: „Die abgestorbenen Haare müssen ja mal raus.“ Andererseits gehört ein gepflegter Schnitt nun einmal zum Office-Outfit. Punkt. Aber: Einen Friseurtermin für Franz zu ergattern, scheint momentan so realistisch wie ein spontaner Platz in der ersten Reihe bei einem Beyoncé-Konzert. Franz‘ Frauchen hat wirklich alles versucht.

Dackel-Diskriminierung!

Neben monatelangen Wartezeiten („Also in drei Monaten hätten wir noch was frei…“) mussten wir feststellen, dass Dackel in Ostwestfalen-Lippe offenbar systematisch benachteiligt werden. Ja, richtig gelesen: Dackel-Diskriminierung! Tatsächlich bekam Franz‘ Frauchen allen Ernstes Antworten wie: „Termine hätten wir schon, aber Dackel nehmen wir nicht.“ Bitte was? Wir sind Hunde wie jeder andere auch. Wir haben vier Beine, Fell und ein berechtigtes Interesse an einer gepflegten Frisur. Nur weil unser Fell vielleicht ein wenig behandlungsintensiver ist als bei anderen Hunden, ist das noch lange kein Grund für derartige Ausgrenzung. Zwischenzeitlich wurde uns sogar erzählt, dass es daran liege, dass Dackel hinterhältig seien und bei Überforderung einfach nach der pflegenden Hand schnappen! Das ist empörend!

Zunehmende Frisurverwilderung

Also ich habe noch NIEMALS nach irgendwem geschnappt! Franz‘ Frauchen war so empört, dass sie kurzzeitig sprachlos war – dabei ist sie echt schlagfertig. Und nun stehen wir da: mit einem zunehmend verwildernden Franz, einer tiefen Vertrauenskrise gegenüber der Hundefriseurbranche und ohne erkennbare Lösung. Selbst Hand anzulegen ist übrigens keine Option. Einen hochenergetischen Dackel wie Franz ohne Erfahrung frisieren zu wollen, dürfte ungefähr so schwer sein wie Kartoffeln im Laufen zu schälen. Die Lage ist also ernst. Wie sieht es bei Euch aus?

Werden Dackel bei Euren Friseuren auch diskriminiert oder gibt es noch Hoffnung für Franz und seine eskalierende Frisur?

Fotos: Josefine T., Steffi Behrmann

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