Emil bellt: Ein Jahr mit Franz – und immer noch ein wenig Baby!
Sybille

Wie die Zeit vergeht! Unser Turbodackel Franz ist tatsächlich schon ein Jahr alt. Herzlichen Glückwunsch! Aber: Er muss noch eine ganze Menge lernen. Vor allen Dingen Gelassenheit. Die kann sich Franz – genauso wie einige andere Dinge – natürlich bei mir abschauen und das muss er auch mal langsam tun. Denn anstatt sich wie ein seriöser Kanzlei-Hund zu benehmen, ist Franz manchmal noch ein waschechtes Dackel-Baby. eine Kolumne von Blog-Dackel Emil

Apropos Kanzlei: Wenn ich dort ankomme, erledige ich zunächst gewissenhaft eine meiner wichtigsten Aufgaben: Ich begrüße alle Mitarbeitenden. Gut, bei einer Kollegin fällt die Begrüßung vielleicht etwas nachdrücklicher aus. Dort gibt es nämlich Leckerlis. Und wenn die Ausgabe nicht zügig erfolgt, erinnere ich freundlich, aber entschieden daran. Und Franz? Der kennt nur eine Geschwindigkeit: Vollgas! Er schießt durch die Eingangstür, rast durch sämtliche Büroräume und verteilt gute Laune, als gäbe es dafür eine Prämie. Sobald er mich entdeckt, willen er nur noch spielen! Sofort! Ich lasse mich gelegentlich zu einer kurzen Runde hinreißen – schließlich muss der Nachwuchs ja beschäftigt werden. Meistens erkläre ich ihm jedoch, dass ein Dackel seinen Job ernst zu nehmen hat und Disziplin an erster Stelle steht!

Zu Franz Geburtstag war ich übrigens eingeladen; leider hatten Frauchen und Herrchen andere Pläne – schade – ich hätte der Party etwas Stil verliehen und den jungen Gästen gezeigt, wie sich ein ernstzunehmender Dackel benimmt

Dann reißt er sich (manchmal) zusammen, begleitet – mehr oder weniger freiwillig – sein Frauchen an den Schreibtisch und beschäftigt sich dort mit seinem Spielzeug. Ich schaue derweil, ob im Büro alles seine Ordnung hat. Im Laufe des Vormittags kommt ein gemeinsamer Kontrollgang nach draußen dazu. Schließlich muss überprüft werden, was auf der Straße passiert und ob am Lieblingsbaum wichtige Neuigkeiten hinterlassen wurden. Nach so viel Arbeit ist ein ausgiebiger Powernap unverzichtbar. Wir müssen schließlich fit sein für unsere Tätigkeit als Feelgood-Manager: mit treuen Dackelblicken, kleinen Fangspielen oder anderen hochprofessionellen Wohlfühlmaßnahmen. Nicht selten hören wir dann den schönsten Satz des Tages: „Das ist ja wie Therapie!“ Tja, wir nennen das einfach unseren Job.

Mission erfüllt. Die Kanzlei ist versorgt, die Stimmung bestens – und wir Dackel haben wieder ganze Arbeit geleistet. Und wie ist das bei Euch? Seid ihr auch Wohlfühl-Manager – oder habt Ihr einen ganz anderen Job?

 
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