Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Die Zubereitung von Schwarzem Tee

Die Briten gelten in Sachen kulinarisches Geschmackserlebnis nicht gerade als Vorreiter in Europa. In diesem Punkt können wir uns allerdings etwas von ihnen abschauen: Der Genuss von Tee ist in der ganzen Bevölkerung verbreitet und gehört selbstverständlich zum Tagesablauf. Er steht für guten Geschmack, eine feine Lebensart und Geselligkeit. Doch wie bereitet man einen leckeren schwarzen Tee zu? Wir haben ein paar Tipps für Euch!

Auch Tee hat Spitzenjahrgänge

Es ist nicht anders als beim Wein: Für einen guten schwarzen Tee spielen das Wetter, der Jahrgang, die Sorte, die Pflückart und –zeit, die Verarbeitung und das Anbaugebiet eine Rolle. Der Teebaum ist auf ein tropisches oder suptropisches Regenwaldklima angewiesen. Ursprünglich kam er aus China, wurde von den Briten aber bald in ihrer indischen Kolonie angebaut. Bis heute sind vor allem die kräftigen indischen Teesorten und Mischungen (sog. Blends) beliebt. Der Darjeeling – mein Lieblingstee – ist der Champagner unter den Tees.

Teesorten: Assam oder Celon?

Er wird als Nachmittagstee in der Regel ohne Milch getrunken. Entscheidend ist hier die Ernte: Der First-Flush ist zart und blumig (Ernte März-April), der Second-Flush-Tee voll und fruchtig (Juli-August). Daneben erhält man im Handel In-Between-Tees (Mai-Juni), und den Autumnal-Tee (September-Oktober). Der Assam-Tee ist ein Morgen-Tee mit malzigem Geschmack, der sich gut mit Milch und Zucker verträgt. Leichter ist der Ceylon. Er hat eine hocharomatische, fein-herbe Note und kann als Morgen- oder Nachmittagstee mit kalter Milch genossen werden. Beim beliebten Earl Grey handelt es sich übrigens um eine Teemischung, der das duftig-bittere Öl der Bergamotte-Frucht hinzugefügt wird.

Die Zubereitung von Schwarzem Tee

Milch, Zucker & Zitrone

Neben der Sorte sorgt auch die Qualität für den Geschmack. Man unterscheidet hier zwischen ganzen und gebrochenen Blättern, Fanning (für Teebeutel verwendet) und Dust (Teestaub). Teebeutel finden wir auch in vielen britischen Haushalten. Eine wirkliche Alternative sind sie jedoch nicht – und erst recht keine Teekultur. Schwarzer Tee wird von den Briten gerne mit Milch und Zucker, oder einem Zitronenschnitz verfeinert. Da die Milch Bitterstoffe bindet, werden vor allem starke Tees  „white“ getrunken. Probiert Euren Tee jedoch erst einmal ohne Zusatz, Spitzenjahrgänge solltet ihr prinzipiell ohne Milch und Zucker genießen.

Die richtige Zubereitung

Verwendet für die Zubereitung des Tees immer frisches Leitungswasser. Warmes, oder schon einmal erhitztes Wasser enthält wenig Sauerstoff und macht den Tee fad. Teeeexperten wärmen ihre Teekanne mit heißem Wasser vor und benutzen für grünen oder Gewürztee eine andere Kanne. Patina darf übrigens ruhig in der Teekanne bleiben. Es genügt, sie nach der Benutzung mit heißem Wasser auszuspülen. Je nach Beschreibung dosiert Ihr den Tee und lasst ihn dann ziehen. Grundsätzlich gilt: Kurz ziehen lassen ist anregend (bis 3 Minuten), eine lange Ziehdauer beruhigend. Tee solltet Ihr immer luftdicht, vor Fremdeinflüssen geschützt und nicht in der Nähe von Gewürzen aufbewahren.

Gut zu wissen…

Tee wird in England den ganzen Tag getrunken. Der Early Moring Tea ist der Tee vor dem Frühstück, der im Bett eingenommen wird. Der Afternoon-Tea, oder Low-Tea, wird zwischen 15 und 18 Uhr getrunken. Neben schwarzen Tees gibt es herzhafte und süße Köstlichkeiten. Zum sogenannten Cream Tea gehören neben Tee nur Scones mit Clotted Cream und Konfitüre. Der High Tea ist eine Abendmahlzeit die um 18 Uhr eingenommen wird. Zum Tee wird Kuchen und eine Brotzeit gereicht. Beim Champagner oder Royal Tea wird neben Tee auch Champagner oder Kir Royal gereicht.

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