Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Zero-Waste-Woche: Nachhaltige Küchentextilien

Einer der Grundsätze des Zero-Waste-Lifestyles und auch des Lady-Blogs lautet: Investiert in langlebige Klassiker. Das gilt für den Kleiderschrank oder die Wohnungseinrichtung genauso wie für – die häufig vernachlässigten –  Alltagsutensilien. Wie Ihr Eure Küche von unnötigem Einwegplastik wie Einwegwaschlappen oder Papierservietten befreit und sie durch ästhetisch ansprechende, nachhaltige Küchentextilien ersetzt, zeige ich Euch in diesem Artikel.

Leinen, Leinen, Leinen!

Da ich mich für hochwertige Bürsten und Besen genauso begeistern kann, wie für rahmengenähte Schuhe, besitzen wir schon seit längerem richtig schöne Alltagsgegenstände in Küche und Badezimmer, also beispielsweise hochwertige Geschirrtücher, Tischdecken und Servietten aus Leinen. Auch beim Scheuerlappen und dem Poliertuch setzen wir inzwischen auf unkaputtbares Leinen. Im Zuge unserer Umstellung auf einen plastikfreien Haushalt, habe ich mir außerdem ein paar wunderschöne Baumwollspüllappen vom dänischen Hersteller Solwang zugelegt. Ihr könnt sie immer wieder in der Waschmaschine waschen und sie sehen auf dem Waschbeckenrand sogar richtig nett aus.

Zero Waste: Nachhaltige Küchentextilien

1. Geschirrhandtücher & Servietten aus Leinen

In unserem Haushalt befinden sich inzwischen nur noch Geschirrtücher und Servietten aus Leinen. Die meisten sind in zeitlose Naturtöne wie Creme, Beige und Grau getaucht, ein paar Varianten habe ich auch bei MeinMonogramm besticken lassen. Die Tücher muss ich nach der Wäsche nicht bügeln, sie sind nahezu unkaputtbar, sehr saugstark, fusseln nicht, können als Auskleidung beim Brotbacken und sogar als kleines Tischdeckchen dienen. Noch Fragen?

Zero Waste: Geschirrhandtücher & Servietten aus Leinen

2. Baumwollspüllappen von Solwang

Die Spüllappen von Solwang habe ich in einem kleinen Lädchen in Hamburg Wellingsbüttel entdeckt und sie gleich in mehreren Farben erworben. Die dänische Firma stellt neben Spüllappen beispielsweise auch Geschirrtücher und Gästehandtücher in dem hübschen Strick-Look her. Ihr könnt die Lappen bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen und über Jahre hinweg verwenden. Für mich eine der schönsten Neuanschaffungen in unserer Zero-Waste-Küche.

Zero Waste: Spüllappen von Solwang

3. Abdeckhauben

Die Abdeckhauben von Ever&Again habe ich Euch hier schon vorgestellt. Wir selbst besitzen eine mittelgroße und eine kleine Variante und beide sind bei uns dauerhaft in Einsatz. Ob selbstgemachte Aufstriche, Dressings oder Reste vom Mittagessen – die farbenfrohe, handgefertigte Alufolie-Alternative verhindert den Austritt von Gerüchen und Feuchtigkeitsverlust. Und das Beste: Die Hauben können einfach in der Spülmaschine mitgewaschen werden.

Alternative zu Alufolie: Abdeckhauben von Ever & Again

4. Scheuer- & Poliertuch aus Leinen

Unser strapazierfähiges Scheuertuch aus Leinen ist in lockerer Köperbindung gewebt und deshalb ideal, um es mit dem Schmutz am Boden aufzunehmen. Da Leinen viel Feuchtigkeit auf- und auch wieder abgeben kann, trocknet es schneller als ein Baumwolltuch. Die glatte Oberfläche der Leinenfasern sorgt zudem dafür, dass es von Natur aus antibakteriell und schmutzabweisend ist. Auch unser Poliertuch besteht aus Leinen. Bevor Mikrofaser Einzug in unsere Haushalte gehalten hat, war das übrigens Gang und Gäbe. Die Tücher sind hier und hier bei Manufactum erhältlich.

Zero Waste: Scheuer- und Poliertuch aus Leinen

5. Seihtuch

Auch ein Seihtuch gehört inzwischen zu meinem festen Küchenrepertoire. Es ist – wer hätte es gedacht – aus Leinen gefertigt. Ich verwende das Tuch vor allem zur Herstellung von Frischkäse und Pflanzenmilch (Kokosmilch und Hafermilch). Ihr könnt es aber beispielsweise auch zur Fertigung von Fruchtsäften, Sirup, Marmeladen oder Suppen verwenden. Das Tuch ist hygienisch und umweltfreundlich und kann in der Waschmaschine gereinigt werden.

Zero Waste: Seihtuch

6. Wiederverwendbare Einkauftsnetze & -beutel

Unsere Einkaufsnetze und Beutel aus Biobaumwolle haben wir ebenfalls dauerhaft im Einsatz. Ob zum Trocknen von Walnüsse, zum Sammeln von Bärlauch oder zum Einkaufen von Obst oder Gemüse – die Beutel sind superpraktisch und können immer wieder verwendet werden. Ich bewahre in meinem Einkaufskorb stets einen der Beutel auf. Meine schlichten Beutelchen stammen von Fesch & Fair, Ihr könnt ähnliche Varianten inzwischen in jedem Bioladen kaufen.

Zero Waste: Nachhaltige Textilien für die Küche

Zero Waste: Wiederverwendbare Einkauftsnetze & -beutel

UNSERE ZERO-WASTE-WOCHE


1 Kommentar
  • Kerstin sagt:

    Liebe Dani,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich bin normalerweise eine „stille“ Leserin und wollte mich nun auch einmal zu Wort melden: Ich freue mich sehr, dass das Thema Nachhaltigkeit / „Zero-Waste“ jetzt auch auf eurem Blog angesprochen wird. Ich beschäftige mich seit einer Weile mit diesem Thema, habe aber noch keinen guten Ersatz für Schwämme und Spüllappen gefunden. Dieser Artikel war also genau richtig für mich.

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin

    Kerstin

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