Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Zero Waste: Unser (fast) plastikfreies Badezimmer
Ein Zero Waste Badezimmer mit Stil

Ein Zero Waste Badezimmer mit Stil

Ich habe es in unserem Beitrag über nachhaltiges Reisen ja schon angedeutet: Wir leben seit einigen Wochen plastikfrei. Und nicht nur das: Wir versuchen auch andere Verpackungen zu vermeiden, wo es nur geht. Der Auslöser für diese Entscheidung waren die verschmutzten Strände, die wir während unserer Griechenland-Reise gesehen haben. Ich habe lange überlegt, ob ich die Thematik hier überhaupt aufgreifen soll, denn es gibt genügend Zero-Waste-Blogs. Doch Euer Feedback war überaus positiv und deshalb stelle ich Euch heute unser minimalistisches und (fast) plastikfreies Bad vor.

Zahnbürsten aus Bambus & festes Shampoo

Die Umstellung auf ein plastikfreies Badezimmer ist mir zum Glück nicht sonderlich schwer gefallen, denn ich habe auch vorher nur wenige, ausgewählte Kosmetikprodukte besessen und Glasflaschen gekauft, wo es möglich war. Neu zugelegt haben wir uns Zahnbürsten aus Bambus. Und auch festes Shampoo zu nutzen, war eine neue Erfahrung für mich. Außerdem habe ich angefangen mit guten Inhaltsstoffen wie Bienenwachs und Kokosöl zu experimentieren und stelle beispielsweise das Haarwachs meines Mannes sowie ein Peeling inzwischen selbst her – so wissen wir auch ganz genau, was in den Produkten enthalten ist. Der angenehme Nebeneffekt: Es stehen nicht mehr so viele unattraktive Plastikflaschen im Bad herum. Wie nach meinem Wechsel zu Naturkosmetik vor einigen Jahren kann ich mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder wie zuvor einzukaufen. Vielleicht kann ich ja auch dieses Mal einige von Euch inspirieren. Zero Waste Badezimmer: Seife von Erui

1. Hände waschen

Unsere Hände waschen wir uns eigentlich schon immer mit fester statt mit flüssiger Seife. Interessanterweise soll das sogar hygienischer sein und es vermeidet natürlich die unschöne Plastikflasche. Ausprobiert haben wir beispielsweise schon die Seifen von Nablus. Momentan testen wir das österreichische Label Erui (dazu bald mehr). Aber Achtung: Leider enthalten auch viele Naturkosmetik-Seifen wie Weleda und Alterra Palmöl, wenn auch aus nachhaltigem Anbau.

Die hübsche Kinderbürste links stammt übrigens vom Bürstenhaus Redecker

Zero Waste Badezimmer: Hautpflege von Dr. Hauschka

2. Hautreinigung und Pflege

Zur Reinigung meines Gesichts verwende ich schon lange die Reinigungsmilch von Dr. Hauschka in der Glasflasche – sie riecht fantastisch und ist sehr ergiebig. Als Bodylotion und Gesichtsöl nutzen Amalia und ich (sowohl im Sommer als auch im Winter) das Rosen-Pflegeöl von Hauschka*, es ist ebenfalls sehr ergiebig, wenige Tropfen genügen. Auch mit der Rosen-Deomilch von Hauschka bin ich sehr zufrieden. Das großartige Parfum von Susanne Michalke habe ich Euch hier vorgestellt. Nicht auf dem Bild zu sehen ist unser SOS-Notfall-Gel von Oliveda (siehe hier), das wir bei Mückenstichen, Verbrennungen oder kleinen Verletzungen auftragen, es kühlt und wirkt entzündungshemmend.

*Gelegentlich gönne ich mir auch das tolle Gesichtsöl von Dr. Scheller

Zero Waste Badezimmer: Selbstgemachtes Gesichtspeeling

Tipp: Selbstgemachtes Gesichtspeeling

Vor allem Peeling-Produkte enthalten häufig Mikroplastik-Teilchen, die durch den Ausfluss direkt in der Umwelt landen, denn sie können nicht herausgefiltert werden. Ich mache mir darum mein Gesichtspeeling ganz einfach selbst. Alles was Ihr dafür benötigt sind 3 Teelöffel Kaffeesatz, sowie je einen Teelöffel Olivenöl und Honig. Mischt das Ganze gut durch und tragt es dann auf der Haut auf. Wenn Ihr den Kaffee vorher durchtrocknen lasst, könnt Ihr das Peeling sogar einige Tage aufbewahren. Übrigens: Selbst Rossmann vertreibt inzwischen ein Peeling auf Kaffeebasis, denn der Kaffee pflegt die Haut und sorgt mit seinem Koffeinanteil für eine gute Durchblutung. Viel besser ist jedoch die selbstgemachte Variante, denn sie vermeidet Müll und nutzt den Kaffeesatz, den Ihr sonst wegwerfen würdet.

Zero Waste Badezimmer: Alepposeife

3. Körper reinigen

Ja, man kann nicht nur seine Hände, sondern auch seinen Körper mit Seife reinigen. Nach einiger Recherche haben wir uns für eine Bio-Alepposeife aus 99 Prozent Olivenöl und 1 Prozent Lorbeeröl entschieden. Die traditionelle Olivenölseife aus dem Syrischen Aleppo ist universal einsetzbar, sowohl für die Körperpflege als auch für die Rasur (siehe Punkt 10) und mein Mann verwendet sie sogar für die Haare. Die Kernseife kann man darüber hinaus auch zum Herauswaschen von Flecken verwenden. Sie enthält weder Duft- noch Farbstoffe und ist somit besonders für Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Es gibt etliche Anbieter von Alepposeife, unserer ist „Zhenobya“. Wir sind begeistert!

Zero Waste Badezimmer: Dekorative Kosmetik

4. Dekorative Kosmetik

Bei der dekorativen Kosmetik hapert es noch etwas, was die plastikfreie Verpackung betrifft. Ich nutze gelegentlich eine Tönungslotion von Dr. Hauschka in der Glasflasche, einen Augenbrauenstift von Alterra, der ganz einfach angespitzt werden kann sowie eine Wimpernzange aus Edelstahl. Noch keine plastikfreie Alternative habe ich für meinen Concealer von Alterra und meine Wimperntusche von Alverde gefunden. Concealer gibt es auch als Stift, z.B. von Sante. Ich stelle ihn mir jedoch eher wie einen Abdeckstift vor und bin nicht überzeugt, ob das Ergebnis vergleichbar ist.

Zero Waste Badezimmer: Zahnbürsten von Hydrophil

5. Zähne putzen

Bei den Zahnbürsten haben wir uns für die Bambus-Variante von Hydrophil entschieden, es gibt jedoch inzwischen auch viele andere Anbieter auf dem Markt, sogar der dm hat inzwischen eine Variante im Angebot. Die Hydrophil ist in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich, der Bürstenkopf besteht aus BPA-freiem Nylon, das im Restmüll entsorgt werden muss, der Bambusstil kann auf den Kompost. 10 % des Gewinns wandert laut Hersteller an den gemeinnützigen Verein Viva con Agua. Von Hydrophil gibt es auch eine Kinderzahnbürste, allerdings kam Amalia damit nicht gut zurecht und so nutzt sie bisher weiterhin eine Variante aus Plastik. Statt Zahnpasta aus der Tube verwenden wir Zahnpasta-Tabs, die Ihr z.B. in Unverpackt-Läden kaufen könnt. Die Tabs werden zerbissen und bilden dann Schaum im Mund.

Zero Waste Badezimmer: Haarbürste mit Schweinborsten

6. Haare kämmen

Zum Haare kämmen verwende ich schon seit Jahren eine Rund-Haarbürste mit Wildschweinborsten, welche die Kopfhaut besonders fein massiert und Talg sowie Schmutz hervorragend herausbürsten kann. In Kombination mit einem Stiel aus Olivenholz sind diese Bürsten besonders langlebig. Sobald sich Schmutzreste in der Bürste bilden, könnt Ihr diese ganz einfach mit einem Reinigungsbürstchen entfernen. Beides erhaltet Ihr z.B. an guten Bürstenständen. Meinem Mann habe ich übrigens einen hochwertigen Kamm aus Horn von der Hornmanufaktur Petz geschenkt.

Haare waschen mit festem Shampoo

7. Haare waschen

Jetzt wird es etwas komplizierter. Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es Shampoo auch als Stück zu kaufen gibt. Dabei gibt es gar nicht so wenige Hersteller. Entweder handelt es sich um eine Shampooseife oder um ein festes Shampoo (bekannt unter den Begriffen Shampoo Bits, Shampoo Bars oder Solidshampoo), also um ein Shampoo, dem Wasser entzogen und das so in eine feste Form gebracht wurde. Vermutlich müsst Ihr ein wenig herumprobieren, bis Ihr das perfekte unverpackt-Shampoo für Euch gefunden habt. Ich habe zunächst die ShampooBits der Rosenrot Manufaktur getestet und bin damit super zufrieden. Auch mit der Shampooseife von Levia komme ich gut zurecht.

Der Vorteil der Shampooseife: Sie enthält keine Tenside, die Schaum erzeugen aber in der Kritik stehen, weil sie die Kopfhaut austrocknen und schwer abbaubar sind. Der Nachteil: Bei hartem Wasser, wie wir es haben, muss man nach der Haarwäsche noch eine sogenannte „Saure Rinse“ ins Haar geben. Dafür fülle ich eine Milchflasche einfach bis oben mit Wasser und gebe 3 Esslöffel Bio-Apfelessig dazu. Nach der Wäsche spüle ich meine Haare mit dieser selbstgemachten Spülung und wasche sie danach nicht mehr aus. Der Duft verfliegt nach wenigen Minuten. Eine Saure Rinse ist bei der Verwendung von ShampooBits nicht nötig. Untergebracht sind unsere Dusch- und Shampoo-Seifen  übrigens in einem Seifensäckchen. Es schützt die Seifen und sorgt dafür, dass das Wasser gut ablaufen kann.

Zero Waste Badezimmer: Arganöl

8. Haarpflege & Styling

Nach der Haarwäsche gebe ich gerne noch ein wenig Öl in meine zu Trockenheit neigenden Spitzen. Dafür verwende ich am liebsten reines Arganöl, z.B. von ARGAND’OR, hier abgefüllt in ein Glasfläschchen von Dr. Hauschka. Aufgrund seines hohen Gehaltes an Antioxidantien und Vitamin E ist es perfekt für trockene Haare geeignet. Außerdem gönne ich ihnen einmal in der Woche eine Kur mit Bio-Kokosöl – gibt’s z.B. bei Rossmann und dm. Eine Anleitung findet Ihr hier.

Haarwachs selber machen

Tipp: Selbstgemachtes Haarwachs

Wie oben schon berichtet, stellen wir das Haarwachs meines Mannes inzwischen selbst her. Wir haben uns dafür Bienenwachs von einem lokalen Imker besorgt. Gebt etwa 3 Teile Kokosöl und 1 Teil Wachs in ein Schüsselchen und erhitzt es in einem Wasserbad. Rührt gelegentlich um, sodass eine homogene Flüssigkeit entsteht. Sobald die Masse fest ist, gebt sie in Euer Wunschgefäss und wischt die Schüssel schnell mit einem Tuch aus. Euer Wachs könnt Ihr nun offen aushärten lassen und bei Bedarf jederzeit wieder erhitzen. Je mehr Wachs Ihr dazu gebt, desto fester wird die Masse.

Zero Waste Badezimmer: Satino Black Toilettenpapier

9. Toilettenpapier, Taschentücher & Wattestäbchen

Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz jemals auf dem Lady-Blog schreiben werde, aber: Ich schwöre auf das Satino Black Toilettenpapier. Es besteht aus Recyclingpapier in Premiumqualität, ist weich und reißfest. Es wird vollständig CO2-neutral hergestellt und ist weltweit das einzige Toilettenpapier, das die Gütezeichen FSC-Recycling Europäisches Eco-Label und Cradle to Cradle führen darf. Cradle to cradle bedeutet, dass die Rohstoffe entweder unendlich wiederverwendet (der technische Kreislauf) oder biologisch abgebaut und der Natur zurückgegeben (der biologische Kreislauf) werden. Wir kaufen immer einzelne Rollen im Unverpackt Laden. Sie sind zwar teurer als normale Rollen, halten aber auch mindestens dreifach so lange. Statt einzelner Taschentuch-Packungen verwenden wir Taschentücher im Karton. Und unsere Bio-Wattestäbchen kaufen wir beim Rossmann mit Papierschaft.

Zero Waste Badezimmer: Rasierhobel

10. Die Rasur

Auch die Verwendung eines sogenannten Rasierhobels war neu für mich. Ich traue es mich ja fast nicht zu sagen, aber ich war zuvor wirklich immer noch mit diesen Einweg-Plastikrasierern zugange. Die nostalgischen Rasierhobel sehen nicht nur sehr chic aus (sind auch in Gold erhältlich), sie sind auch überaus nachhaltig. Ihr müsst nur gelegentlich mal die Klinge austauschen. Und ich habe mir sagen lassen, das wird auch hinfällig, wenn man sich noch einen Klingenschärfer dazu besorgt. Ich bin jedenfalls total begeistert von diesem schlichten, hervorragend funktionierenden Gerät, das wirklich unblutig rasiert. Als Rasierseife verwende ich übrigens die oben vorgestellte Alepposeife.

Habt Ihr noch Fragen oder Tipps für mich? Dann freue ich mich sehr über einen Kommentar!

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18 Kommentare
  • Andreas De Martini sagt:

    Hallo Dani,
    wirklich super tolle Tipps – danke für den Beitrag :) Werde auf jeden Fall demnächst mal versuchen, mir mein Haarwachs selbst herzustellen! So einen Rasierhobel habe ich mir letztens schon besorgt – werde wohl nie wieder eine Alternative benötigen.

    Liebe Grüße aus Kathmandu,
    Andreas

  • Lea sagt:

    Hallo:) vielen Dank für den tollen Artikel. Ich sortiere meine Kosmetik aktuell noch aus und versuche ebenfalls, „Zero Waste“ anzustreben. Die Zahnbürste werde ich auch einmal ausprobieren, mit den Tabs kann ich mich jedoch noch nicht anfreunden!
    Ich habe jedoch eine kleine Anmerkung. Zunächst wird Lorbeer mit doppeltem e geschrieben und Talg mit g. Solche Fehler bin ich auf diesem Blog nicht gewohnt.

    Liebe Grüße aus Norderney
    Lea

  • Dani sagt:

    Liebe Lea,

    herzlichen Dank für Deine Hinweise zur Rechtschreibung – ich habe die genannten Stellen ausgebessert. So etwas kann schon mal passieren, wenn man des Nachts arbeitet… :-)

    Viele Grüße
    Dani

  • Käthi sagt:

    Liebe Dani,
    ein bemerkenswertes Vorgehen, dass ihr da für euch gewählt habt, und in der Tat ein sehr inspirierender Artikel. Man muss schon aus der Komfortzone heraus, um all dies umzusetzen. Auch damit hast du Recht: Neben dem wertvollen Umweltaspekt sieht es ansprechender aus, wenn natürliche oder naturnahe Materialien im Bad stehen anstelle von Plastik. Ihr habt meinen vollen Respekt, ich weiß uns würde es sehr schwer fallen, den alltäglichen Verbrauch unserer Familie so nachhaltig umzustellen. Mit diesen wunderbaren Gedankenanstößen findet aber demnächst mein Gesichtspeeling mit selbstgemixtem Kaffee-Elixier statt. Das ist eine tolle Idee und kann ja ein erster Schritt sein. Ein Blick in die web-map zeigte mir einen Unverpackt-Laden in meiner Stadt – auch den werde ich mir gelegentlich mal ansehen.
    Herzliche Grüße
    Käthi

  • Annette sagt:

    Liebe Dani,

    vielen Dank für die vielen tollen Ideen, ich werde demnächst mal was Gesichtspeeling ausprobieren. Statt Papiertaschentücher kann ich Stofftaschentücher empfehlen. Ich finde sie sind zu unrecht aus der Mode geraten und es gibt einfach sehr schöne Tücher.

    Herzliche Grüße
    Annette

  • Dani sagt:

    Liebe Käthi, liebe Annette,

    danke für Euren Zuspruch und ja, probiert mal das Peeling aus, ich finde es super! Und es ist so schnell gemacht.

    Über Stofftaschentücher haben wir hier auch schon geredet und mein Mann wäre sofort bereit welche zu verwenden, aber ich komme da irgendwie nicht ran. Wenn ich richtig erkältet bin, müsste ich ja immer einen ganzen Stapel mit mir herumschleppen – oder wie machst Du das Annette? Mehrmals verwenden finde ich nicht so…

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Christina sagt:

    Liebe Dani,

    vielen Dank für diesen interessanten und inspirierenden Artikel! Ich bin wirklich positiv überrascht, wie stilvoll und ansprechend plastikfreie Alternativen sein können und werde nun versuchen, einige Punkte auch in meinem Badezimmer umzusetzen.

    Das Gesichtspeeling werde ich auch ausprobieren. Als Peeling für die Hände nehme ich immer gerne eine Mischung aus Olivenöl und Zucker.

    Herzliche Grüße

    Christina

  • Iris sagt:

    Liebe Dani,

    ich versuche auch seit einigen Jahren den Müll in meinem Haushalt so weit wie möglich zu reduzieren. Leicht ist es nicht immer da ich mich auch nicht mit allzu unpraktischen oder halben Lösungen zufrieden geben möchte. Deshalb möchte ich hier noch ein paar meiner Anregungen weitergeben.

    Als erstes habe noch eine Tipp für dich was das Abschminken angeht. Anstelle von normalen Wattepads verwende ich seit einigen Jahren kleine, wieder auswaschbare Microfaser Tücher (gibt es zb. recht günstig bei Amazon). Natürlich sind Wattepads ja nicht aus Plastik aber es hilft trotzdem bei der allgemeinen Müllvermeidung wenn man gar keine mehr braucht. Ich mache die etwa 7×7 cm großen Pads einfach leicht feucht, anschließend gebe ich die von dir erwähnte Reinigungsmilch von Dr. Hauschka drauf und verwende es zum Abschminken von Augen und Gesicht. Anschließend gebe ich die benutzten Pads in einen Wäschesack wo sie trocken und darauf warten können bis ich sie mit der nächsten 30° Wäsche mitwasche. Funktioniert echt spitze!

    Einen weiteren Tipp habe ich noch was die Monatshygiene angeht. Ich verwende schon lange keine gewöhnlichen Tampons oder Binden mehr sondern benutze nur meine Menstruationstasse aus Silikon. Du kannst dich mal selbst online über die Vorteile informieren. Ich kann nur sagen, ich würde nie mehr was anderes verwenden! ;)

    Vor dem Rasierer den du erwähnt hast fürchte ich mich noch ein bisschen. Ich habe mir schon öfter überlegt, mir auch so einen zuzulegen aber gerade bei der Rasur im Intimbereich oder unter den Achseln habe ich wirklich Angst mich zu schneiden. Wie kommst du damit so zurecht?

    LG, Iris

  • Gaby sagt:

    Liebe Dani und alle anderen Umweltbewussten,

    sowohl der Artikel als auch die Kommentare freuen mich sehr!
    Ich kann dauerhafte Haarentfernung nur empfehlen, ich bin die lästige Rasiererei endgültig los, Haare sind nur noch auf dem Kopf ;-) und da ich einen Hund und ein Islandpferd habe und entsprechend bei wirklich jedem Wetter draußen bin, ist auch der letzte Schnupfen mehr als 10 Jahre her und das Thema Taschentuch erledigt…

    Ganz liebe Grüße und weiter so

    Gaby

  • Dani sagt:

    Liebe Christina,

    ja das Peeling für die Hände mit Olivenöl und Zucker habe ich auch schon ausprobiert. Danach hat man Hände wie ein Babypopo! :-) Toll, dass ich Dich inspirieren konnte!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Dani sagt:

    Liebe Iris,

    danke für Deine wertvollen Ergänzungen. Abschminkpads habe ich persönlich noch nie verwendet, bei mir reicht es, das Gesicht mit der Lotion zu waschen. Und was Zweiteres betrifft… da bin ich noch am überlegen! ;-)

    Ich weiß gar nicht, warum sich so viele Frauen vor dem Rasierhobel fürchten, ich habe mich bisher kein einziges Mal geschnitten. Nirgendwo. :-) Ich kann ihn Dir wirklich nur wärmstens ans Herz legen, die beste Investition seit langem!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Annette sagt:

    Liebe Dani,

    in der Hochphase einer Erkältung benutze ich dann doch häufig Papiertaschentücher, aber die restliche Zeit habe ich immer Stofftaschentücher dabei, man nutzt sie ja auch mal für was anderes als zum Naseputzen während einer Erkältung. Für meine kleine Tochter nehme ich sie auch.

    Herzliche Grüße
    Annette

  • Andrea sagt:

    Danke für diesen inspirierenden Artikel! Nachhaltigkeit ist für mich auch ein wichtiges Thema wobei ich noch nicht so weit bin. Danke für den Anstoss mein Konsumverhalten zu überdenken.
    Ich kann Iris nur zustimmen mit der Monatshygiene. Ich bin vor einem halben Jahr auf die Menstruationstasse umgestiegen und bereue es, das nicht schon früher getan zu haben. Es ist so viel praktischer und umweltfreundlicher! Die Firma Ruby Cup aus Dänemark betreibt sogar ein soziales Projekt damit.

  • Charlotte sagt:

    Da sind tolle Tipps bei, die ich teils unbewusst schon umsetze, andere, die mich inspirieren wie die Zahnbürsten.

    Eine Anmerkung bzw. ein kleiner Tipp zu dem Thema Seife. Ob das Stück Seife grundsätzlich hygienischer ist als Flüssigseife weiß ich nicht. Ich benutze selbst seit Jahren aus Überzeugung Seife am Stück – zumal ich die Behälter der Flüssigseifen allesamt hässlich finde und eine Glasflasche am Waschbecken für unpraktisch halte.

    Allerdings hatte ich im Frühling eine richtige Grippe. Ein lieber Freund, Arzt, der mich in der Zeit besuchte, bat dann direkt um ein extra Stück Seife. Dabei erkläre er mich auf, dass sich bei allem sorgfältigen Abwaschen meine Grippeviren auf der Seife halten und andere anstecken könnten, wenn sie die Seife benutzen. Kurz darauf stand er mit einer Flasche Flüssigseife vor der Tür. So man hier darauf achtet, den Druckknopf nicht mit den Händen, sondern mit dem Handrücken oder dem Unterarm zu bedienen, bleibt hier die Ansteckungsgefahr gebannt. Seitdem habe ich für Krankheitszeiten Flüssigseife im Haus – die aber wirklich nur dann zum Einsatz kommt.

  • Dani sagt:

    Liebe Charlotte,

    die New York Times widmete sich kürzlich in einer Gesundheitskolumne der Frage, wie groß die Infektionsgefahr durch feste Seifenstücke ist – und kam zu dem Ergebnis, dass diese keine Bakterien oder Krankheiten übertragen. Die Times berief sich dabei u.a. auf eine Studie dem Jahr 1965: Forscher hatten ihre Hände für das Experiment mit fünf Millionen Bakterien kontaminiert – darunter Ecoli und Staphylokokken – und wuschen anschließend ihre Hände mit einem Seifenstück. Danach benutzten unbelastete Personen die Seife. Und siehe da: Die Bakterien wurden nicht auf die nachfolgenden Benutzer übertragen.

    Das Problem ist nicht die Seife, sondern die Aufbewahrung. Bakterien mögen es gerne feucht. Wichtig ist es darum, eine Seifenschale zu verwenden, bei der das Wasser gut ablaufen kann und die Seife rasch trocknet. Ich kann z.B. unserer Seifenschale aus Emaille von Münder-Email empfehlen. Außerdem sollte man das Schälchen regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Dann besteht für gesunde Menschen auch keine Gefahr, sich beim nächsten Waschgang anzustecken. :-)

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Dani sagt:

    Liebe Annette,

    wo hast Du denn die Stofftaschentücher gekauft? Oder nutzt Du welche von früher?

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Sabine sagt:

    Liebe Dani

    Ich benutze seit einigen Monaten auch nur noch Stofftaschentücher. Zum größten Teil habe ich sie aus dem Nachlass meiner Urgroßmutter und meiner Großmutter, welche meine Mutti immer noch nagelneu im Schrank liegen hatte. Für unterwegs in der Handtasche, um mehrere Tücher geschützt zu transportieren, hab ich ein spezielles Täschchen/Hülle, welches meine Oma als junges Mädchen selbst bestickt hat. So ist es sogar noch eine Erinnerung an sie.
    Wenn du nicht das Glück hast noch welche neu aus Nachlässen deiner Familie zu bekommen, dann schau mal in Handarbeitsgeschäften vorbei oder bei Karstadt und Kaufhof, die haben immer noch ein kleines Angebot. Sind richtig tolle dabei. Für Herren, wie auch für Frauen.

    Liebe Grüße
    Bini

  • Annette sagt:

    Liebe Dani,

    ich nutze auch die Taschentücher aus dem Nachlass meiner Großeltern bzw. welche, die meine Mutter schon als Kind hatte.

    Liebe Grüße
    Annette

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