Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
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Zero Waste: So nachhaltig ist der DM inzwischen!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dies ist kein bezahlter Werbeartikel für den Drogeriemarkt dm. Und der dm ist auch noch weit davon entfernt, ein nachhaltiger Supermarkt zu sein. Aber er befindet sich auf einem sehr guten Weg und gerade für alle, die keinen Bio- oder Unverpackt-Laden im Ort haben, ist er eine gute Anlaufstelle für ökologische Produkte. Was mir besonders gefällt: Der dm ist sehr offen für nachhaltige Start-ups mit innovativen Ideen.

dm hat den Geist der Zeit erkannt

Wer keinen Bio-Supermarkt und erst recht keinen Unverpackt-Laden im Ort hat, sollte ruhig mal genauer ins Sortiment von dm schauen. Denn die Drogeriekette hat den Geist der Zeit erkannt und nimmt immer mehr Bio-Produkte und Artikel mit nachhaltigen Verpackungen ins Sortiment auf. So steckt die Schokolade der dm-Bio-Eigenmarke beispielsweise in einer Folie, die kompostiert werden kann, Nudeln und Toilettenpapier sind in Papiertüten untergebracht. Außerdem hat die Drogerie inzwischen schon mehrere verschiedene Marken für Holzzahnbürsten, Zahnpasta-Taps und neuerdings auch festes Shampoo im Angebot. Und schon lange bin ich ein Fan der Alana-Produkte.

Zusammenarbeit mit Start-ups

Die Baby-Sachen von Alana sind wunderbar schlicht, unisex und aus bester Bio-Qualität gefertigt. Toll finde ich auch, dass dm immer wieder mit innovativen Start-ups zusammenarbeitet, wie z.B. mit Einhorn oder Share. Für jedes share-Produkt, das dm verkauft, wird ein gleichwertiges Produkt an Menschen in Not gespendet. Die Gründer der Marke legen dabei besonders großen Wert auf Transparenz. Auf jedes einzelne share-Produkt ist ein Code gedruckt, mit dem die Käufer auf sharefoods.de nachverfolgen können, wohin ihre Spende fließt. Fazit: dm, Ihr seid auf dem richtigen Weg! Schön wäre es – und längst überfällig -, wenn auch die Naturkosmetik noch nachhaltiger verpackt werden könnte.

 

Unsere Erfahrungen mit Alana, der Bio-Marke von dm

Amalia hatte als Baby mehrere Kleidungsstücke der Bio-Baby-Eigenmarke Alana und wir waren immer sehr überzeugt von der guten Qualität und dem schlichten, schönen Design

Nachhaltige Waschmittel bei dm

Wir kaufen bei dm gerne das Waschmittel von Frosch im Karton, das Kaiser Natron und die Öko-Spültaps mit selbstauflösender Folie, die Essig-Essenz von Kühne ist in einer Glasflasche untergebracht

 

So nachhaltig ist der dm inzwischen

Gerade im Hygiene-Bereich hat der dm in letzter Zeit viele nachhaltige Produkte ins Sortiment genommen, beispielsweise Wattestäbchen aus Baumwolle, Holzzahnbürsten, palmölfreie Seife oder Festes Shampoo

Nachhaltige Produkte bei dm

Auch in Sachen langlebige Haushaltsprodukte legt der dm ordentlich nach, und wer unbedingt Einmal-Besteck braucht, sollte wenigstens in eine Variante aus Holz statt Plastik investieren

dm Bio Eigenmarke

Das Nahrungsmittel-Sortiment hat der dm vor allem im Bio-Bereich kontinuierlich in den letzten Jahren erweitert, vieles ist in Gläsern oder Papier untergebracht, besonders gut gefällt mir die Schokolade mit kompostierbarer Folie

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NACHTRAG:

1. Inzwischen gibt es beim Drogeriemarkt auch Bienenwachstücher zu kaufen. Sie bestehen aus Bio-Baumwolle, sind mit Bienenwachs, Harz und Jojobaöl beschichtet und sind eine umweltfreundliche Alternative zu Alu- und Frischhaltefolie. Wie Ihr diese Bienenwachstücher selbst machen könnt, haben wir Euch hier verraten.

2. Seit 2. September 2019 führt der dm komplett plastikfreie Tampons von „The Female Company“ im Sortiment. Die weltweit ersten Tampons in Papierhülle bestehen aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, die Box ist aus Recycling-Karton hergestellt. Mit jeder Packung spendet das Unternehmen eine waschbare Stoffbinde an Frauen in Indien.

Bild-Credits: dm/Shutterstock.com

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8 Kommentare
  • Sabine sagt:

    Liebe Dani,
    Was für ein wundervoller Artikel?
    Bei uns in Hamburg konnte ich das Toilettenpapier allerdings bis jetzt nur im Biomarkt bekommen. DM bietet es hier nicht an. Auch stand bei meinem letzten Besuch die Essigsäure in Plastikflaschen da. Dann geh ich doch lieber zu Hamburger Drogerie BUDNI. Diese stellen seit einiger Zeit ebenfalls ihre Produkte, gerade Eigenmarken auf Zero-Waste um.
    Herzliche Grüße
    Bini

  • Dani sagt:

    Liebe Sabine,

    herzlichen Dank für Deinen Kommentar – ja, jeder Markt kann wohl individuell entscheiden, was bei seiner Zielgruppe gut ankommt. Rosenheim scheint mir da schon sehr fortschrittlich zu sein. Ich hoffe, die anderen ziehen bald nach! Aber in Hamburg hast Du ja zum Glück eh eine große Auswahl an Märkten und Läden.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Kathrin sagt:

    Hallo Dani,
    gerade das Thema überflüssiges und Einmalplastik vermeiden finde ich super. Wir haben inzwischen von Duschgel auf feste Seife umgestellt, das macht schon mal einen erstaunlich großen Unterschied, bei festen Haarprodukten teste ich gerade noch, habe da aber mit meinen Locken noch nicht die ideale Lösung gefunden.
    Bei so Sachen wie kompostierbarem Plastik bin ich eher skeptisch – diese Sachen landen mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem im gelben Sack, lassen sich in den Sortieranlagen nicht sauber von konventionellem Plastik trennen und senken damit die Qualität des recycelten Kunststoffs – das ist für mich eher ein Fall von „gut gemeint, aber nicht gut gemacht“.

    Liebe Grüße
    Kathrin

  • Dani sagt:

    Liebe Kathrin,

    ja, kompostierbares Plastik gehört wirklich auf den Kompost und darf nicht im Bio-Müll entsorgt werden. Dass es im Restmüll „schadet“ wäre mir jetzt nicht bekannt. Auf unserem Kompost zersetzt sich die Folie übrigens wirklich erstaunlich schnell.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Juliane sagt:

    Liebe Dani, hier in Italien hat gerade ganz in meiner Nähe ein DM aufgemacht und ich bin mehr als glücklich. Endlich eine leistbare Alternative zu den sehr überteuerten Bio-Supermärkten. Dass sich kompostierbares Plastik wirklich auf dem Kompost zersetzt war mir neu und ist eine wunderbare Nachricht. Da war ich bisher auch skeptisch. Ich mag deine Zero-Waste-Tipps sehr. Hast du vielleicht auch welche dazu wie man am besten Lebensmittel einfriert? Schönen Urlaub einstweilen.

  • Sarah sagt:

    Dani, was ist das für ein Rasierer, der auf einem der Bilder zu sehen ist? Ist der nur für Männer oder auch für Frauen? Der hat dann wahrscheinlich aber nicht diese Schutz-Geschichte wie die Venus-Rasierer? Mich nervt das nämlich, dass Venus so teuer und gleichzeitig nicht nachhaltig ist, habe aber noch keine Alternative…

  • Dani sagt:

    Liebe Juliane,

    das freut mich, ich habe es vor einigen Jahren in Italien besonders schwer gefunden, plastikarm einzukaufen. Zum Einfrieren: Wir frieren sehr wenig ein, da unser Gefrierfach mini ist. Aber ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass man hervorragend in Gläsern einfrieren kann. Schau z.B. mal hier: https://www.smarticular.net/lebensmittel-einfrieren-im-glas-und-ohne-plastik-so-klappts/

    Herzliche Grüße aus Schweden, wo es Milch und Jogurt nur im Tetrapak gibt,
    Dani

  • Dani sagt:

    Liebe Sarah,

    das ist ein Rasierhobel, der kann von Männern und Frauen genutzt werden. Und ich schwöre auf meinen! Ich würde sogar behaupten, er war bisher die beste Anschaffung, seit unserer Umstellung auf einen plastikfreien Haushalt. Glaube mir: Das Rasieren funktioniert wirklich völlig unblutig. Ich verwendet nicht mal einen Rasierschaum o.ä. sondern einfach meine Alepposeife unter der Dusche, siehe auch hier, letzter Punkt: https://www.lady-blog.de/zero-waste-unser-fast-plastikfreies-badezimmer/

    Herzliche Grüße
    Dani

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