Tierportraits, die das Herz berühren

Das erste Mal traf ich Gabriele Hübner-Klose auf dem Wiesbadener Pfingstturnier. Ihr Stand war einer von vielen im Zeltdorf und doch etwas ganz Besonderes, denn aus ihrem Zelt schauten mir Pferdeköpfe mit glänzenden Augen entgegen. Keine Echten wohlgemerkt, sondern wunderschöne Portraits. Gabriele ist eine Berliner Pferdemalerin. von Alexandra

Als Freddy 20 wurde, war der Moment gekommen

Pferdeportraits, die kennt man eigentlich nur von ganz berühmten Pferden, von herausragenden Leistungsträgern ihrer Rasse. Mein Freddy war das alles eher nicht und trotzdem etwas ganz Besonderes für mich. Mein Seelenpferd. Daher ließ mich der Gedanke nicht los, ihn einmal portraitieren zu lassen und so für mich ein wertiges Erinnerungsstück zu erhalten. Als Freddy 20 wurde, war für mich der Moment gekommen, mit Gabriele Hübner-Klose Kontakt aufzunehmen. Gabi Hübner-Klose kommt sehr gerne persönlich vorbei, um die Pferde zu fotografieren und ein wenig kennenzulernen. Unser Fototermin fiel leider auf einen ziemlich grauen und regnerischen Sommertag. Die 1,5 Stunden mit Gabi vergingen wie im Flug und einige Wochen später erhielt ich postalisch eine CD mit den geschossenen Bildern. Ich durfte selbst aussuchen, welches der Bilder als Grundlage für das Portrait herhalten sollte.

Mit Herzklopfen zu der Verabredung

Am besten gefiel mir eigentlich gleich das erste Bild der Serie, da hatte mein alter Herr noch nicht kapiert, dass er fotografiert wurde und schaute ganz unaufgeregt und mit dieser Gelassenheit um die Ecke, die ich so an ihm liebte. Leider war das Bild unscharf, trotzdem bat ich Gabi dieses Bild, wenn es denn möglich wäre, für das Portrait zu nehmen. „Kein Problem!“ war ihre Antwort. Ein halbes Jahr später verabredeten wir uns zur Übergabe des Bildes. Die persönliche Übergabe ihrer Arbeiten ist Gabriele Hübner-Klose sehr wichtig. Ich kam mit Herzklopfen zu der Verabredung, bei der auch noch ganz viele andere Pferdebesitzer ihre Bilder überreicht bekamen. Ich war aufgeregt, denn ich hatte ein bisschen Angst, dass ich vielleicht enttäuscht sein würde, meinen Freddy auf dem Bild nicht so wiederzufinden, wie ich ihn in meiner Erinnerung habe. Dass er starr und leblos, eben nur wie ein Bild wirken würde.

Seine warmen Augen schauen sorgenvoll

Es kam aber natürlich ganz anders. Gabis besonderes Talent ist es, die Lebendigkeit der Tiere, die sie portraitiert, in ihren Bildern einzufangen. Heute noch, ein paar Jahre nachdem ich mich für immer von meinem geliebten Vierbeiner verabschieden musste, bekomme ich Gänsehaut, wenn ich vor dem Bild stehe und meinem Pferd in die Augen schaue. Seine warmen Augen schauen ein bisschen sorgenvoll, aber vollkommen gelassen und wissend in die Welt. Ich kann auf dem Bild die kleinen weichen Härchen um seine Nase sehen, die ich so gerne gestreichelt habe, die auf keinem Foto von ihm zu sehen sind. Man sieht, dass Gabi Hübner-Klose ein Pferdemensch ist und in ihren Bildern die Seele der Tiere zu transportieren weiß.

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Aus so einer Fotografie fertigt Gabi…

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… beispielsweise dieses hübsche Portrait

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Da ich ja mittlerweile in Berlin lebe, hatte ich das große Vergnügen Gabi in ihrem hübschen Haus im Grünen besuchen zu dürfen und ihr dort beim Arbeiten über die Schulter zu schauen. Ich könnte stundenlang dabei zusehen, wie unter ihrer Hand, Strich für Strich, die Pferde und Hunde auf Papier Gestalt annehmen. Neben Pferden portraitiert die ehemalige Kunstlehrerin nämlich auch Hunde. Hund und Pferde, das gehört einfach zusammen, sagt sie. Recht hat sie!

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