Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Stilwandel?

Dieser Beitrag und die damit verbundenen Konsequenzen kursieren schon länger in meinem Kopf. Und am vergangenen Sonntag habe ich schließlich Ernst gemacht. Wer mir bei Instagram folgt, weiß, dass ich mich an diesem verregneten Tag von 90 Prozent meiner Garderobe verabschiedet habe – vor allem Blusen und Blazer mussten weichen. Ein radikaler Schritt? Vielleicht, aber ein konsequenter, denn ich trage die Sachen wirklich schon länger nicht mehr.

Von einem Stilwandel im eigentlichen Sinne kann ich nicht sprechen, denn mein Stil hat sich nicht gewandelt, er hat sich weiterentwickelt, ist gereift, genauso wie ich. Ursachen gibt es mehrere: Der typische Preppy-Stil – mit Blazer, Chino, Blüslein, Perlenkette und abgewetzter Barbourjacke – den ich über Jahre hinweg geliebt und gepflegt habe, gehört an die Universität, aber nicht in ein oberbayerisches Alpendörfchen. Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass ich mich an dem Look ein wenig sattgesehen habe. In meiner Garderobe gab es zuletzt Stillstand. Das kann eine Erleichterung sein, denn Grübeleien bleiben einem am Morgen erspart, ist auf die Dauer aber nicht befriedigend, denn so wie sich meine Persönlichkeit weiterentwickelt, so sollte es auch mein Kleiderschrank – zumal ich mich beruflich mit Mode beschäftige.

Die wichigste Ursache ist jedoch meine Schwangerschaft und die Geburt von Amalia. Erstens ist mir in der Schwangerschaft aufgefallen, mit welch‘ geringer Garderobe man im Alltag auskommt. Und zweitens bevorzuge ich seitdem Kleidung, die bequem und praktisch ist. Keine Angst, ich rede nicht von Jogginghosen und ausgebeulten T-Shirts, sondern von toll sitzenden Jeggings, Seidenshirts, Tunikas und Kaschmirpullovern. Die Aufzählung macht deutlich, in welche Richtigung sich meine Garderobe entwickelt: Ich bevorzuge inzwischen Kleidungsstücke die perfekt sitzen (gerne auch vom Schneider!) und setzte noch mehr als zuvor auf hervorragende Qualität: Seide, Schurwolle, Kaschmir, Alpaca und Jersey dominieren meine Kleiderstangen. Gerne dürfen die Oberteile und Kleider etwas weiter geschnitten sein. Allzu Feminines wie Rüschen und Blümchen gefällt mir nicht mehr. Mein liebstes Kleidungsstück ist momentan ein beiges XXL-Kaschmirjäckchen, das noch aus der Schwangerschaft stammt.

Alles was mich einengt, und dazu zählen vor allem meine gefühlten 100 Blazer und Slimfit-Blusen mit Kragen, kommt nun zu Kleiderkreisel und kann von Euch zum Schnäppchenpreis erworben werden. Ich poste hier einen Beitrag, sobald die Sachen online sind. Beim „Ausmisten“ habe ich mir immer wieder die Fragen gestellt: Ziehe ich dieses Stück noch an? Und fühle ich mich wohl darin? Wenn nicht: Weg damit. Mein nun stark dezimierter Kleiderschrank ist übrigens auf einmal wieder eine wahre Inspirationsquelle für mich. Nicht nur, weil ich einige Kleidungsstücke wiederentdeckt habe, sondern weil ich die Stücke neu geordnet habe – statt nach Funktion, nun nach Farbe. Probiert es mal aus. Es hat den interessanten Nebeneffekt, dass Ihr feststellt, welche Farben in Eurem Schrank dominieren. Bei mir sind es Creme, Schwarz, Dunkelblau, Himmelblau, Grün, Pink und Beige. Und der viele Platz auf der Kleiderstange ist auch etwas Tolles, denn der macht den Kopf wieder frei für Ideen.

stilwandel-2

Weiter Woll-Poncho zum Kaschmirpullover statt Steppjacke zur Bluse-V-Pullover-Kombination

Und nun? Sollte ich das „preppy“ aus dem Logo entfernen? Ich denke nicht, denn mein Stil ist immer noch preppy, nur eben inzwischen erwachsen. Mich interessiert übrigens brennend, wie das bei Euch Mamas war – hat sich Euer Stil auch nach der Geburt Eures Kindes geändert?

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28 Kommentare
  • Laura sagt:

    Liebe Dani,

    ich bin zwar noch nicht Mutter, aber ich kann diesen Wandel auch bei mir beobachten. Ich greife,jetzt wo mein Studium auch so langsam beendet ist und ich ins Arbeitsleben einsteigen werde, immer mehr zu gedeckteren Tönen. Blusen trage ich immer noch gerne, aber Blazer zum Beispiel sind (bis auf wenige Ausnahmen) aus meinem Kkeiderschrank verbannt worden. Ich kombiniere inzwischen auch gerne mal Sneakers oder mal eine lockere Boyfriendjeans, wenn es um einen Freizeitlook geht – hätte es früher nicht gegeben. Und schon jetzt weiss ich: ich werde dir sicher das ein oder andere Teilchen abnehmen.
    Liebste Grüße

    Laura

  • Lauren sagt:

    Liebe Dani,

    dein Artikel regt zum nachdenken an.

    Dein „abgewandelter“ Stil ist super und gefällt mir immer noch sehr gut. Ich liebe den Preppystil, aber der Blog hat ebenso viel mehr zu bieten, als sich daran zu orientieren und letztendlich ist mir als treue Leserin die Authentizität wichtiger als Bilder in Barbour Jacken.

    Liebe Grüße
    Lauren

  • Marlena sagt:

    Liebe Dani,
    mit Spannung habe ich die Begründung deiner Aussortierung erwartet. Etwas in die Richtung habe ich mir in etwa gedacht. Nach dem Theodor letzten Dezember zur Welt kam, habe ich gehofft wieder in möglichst viele meiner „alten“ Kleidung zu passen. Das tat ich auch, aber bequem war es nicht mehr. Ausserdem war auch ich postiv überrascht mit wie wenig man auskommen kann während der Schangerschft und fing schon an so einiges auszusortieren. Ein paar Monate nach der Geburt habe ich fast 70% aussortiert, da ich auch der Meinung war, als Mami sollte es alltagstauglich, beuquem aber auch ein bisschen chic sein. Ich würde mich über einige Outfitposts mit deiner neuen-alten Garderobe freuen!Ich hoffe das als nächstes ein Jancker meine Gardorbe ergänzt, wenn wir in Aschau sind :)
    Wir wünschen dir alles Gute

    Marlena und Theodor

  • Julia sagt:

    Liebe Dani,

    als Mutter eines 9 Monate alten Sohnes fand ich Deinen Bericht sehr interessant, denn mir geht es ganz ähnlich. Meine Blusen und Blazer hängen seit der Schwangerschaft unangetastet im Schrank, während Shirts und Pullover sowie Strickjäckchen mehr Konjunktur denn je haben. Da ich derzeit noch mehr oder weniger voll stille, achte ich allerdings momentan noch darauf, dass die Stoffe leicht zu reinigen sind… . Kaschmir ist also herrlich, aber leider im Moment noch unpraktisch. (Oder hast Du mit der Reinigung entsprechende Erfahrungen?)
    Da ich nach dem Ende meiner Elternzeit (in ferner Zukunft, da ich mindestens 1,5 Jahre nicht arbeiten werde) wieder als Lehrerin arbeite, werde ich meine Garderobe wohl nicht umsortieren – „prep schools“ lassen grüßen… Ich bin sehr gespannt auf die weiteren (Outfit-?)posts von Dir und wünsche Dir viel Spaß mit Deiner „neuen“ Garderobe!

    Herzliche Grüße von der Nordsee in die Alpen,
    Julia

  • Caroline sagt:

    Liebe Dani,

    auch wenn ich nicht Mama geworden bin hab ich diesen Stilwechsel schon vor ein paar Jahren vollzogen, was aber nicht heißt, dass ich ihn nicht gerne noch sehe!
    Somit auch zu Deiner Frage nach dem Logo… lass doch ruhig so wie es ist, für die jüngeren Ladys, aber auch, weil der Preppy-Look zu Deiner Vergangenheit und Dir gehört!

    Ich freu mich auf viele neue Bilder!

    Herzliche Grüße,
    Caroline

  • Manu sagt:

    Liebe Dani,

    den Stilwandel, der einem Kind folgt, kann ich nur bestätigen. Ich liebe seitdem weich fließende Tuniken mit dezenten Mustern über engen Hosen und habe vor allem meine zahlreichen schmal geschnittenen Kleider und Blusen nicht mehr angezogen. Sie sind unpraktisch mit Kind – sie lassen zu viele Einblicke gewähren, schränken die Bewegungsfreiheit ein…Inzwischen finde ich Tuniken, edle weitere Pullover und enge Hosen auch schicker als den eher uniformierten Look. Nur das Ausmisten, das habe ich noch nicht geschafft.

    Herzlich,

    Manu

  • M.Daniela sagt:

    Liebe Dani,

    ich muss gestehen auch ich war sehr gespannt auf Deine Begründung und muss ganz liebevoll schmunzeln.
    Du bist voll und ganz im Mamasein angekommen und das ergeht jeder jungen Mama so, dass sich auch die Garderrobe verändert. Bei mir vollzog sich der Wandel schon vor 10 Jahren.
    Berufsbedingt war ich Kostüme und Blusen gewohnt und mein Schrank war voll davon.
    Da ich schnell wieder in meine Kleidung passte, versuchte ich dem Stil treu zu bleiben und auch ich musste mir nach geraumer Zeit eingestehen, dass es schlichtweg unpraktisch ist.

    Die Blusen habe ich allerdings behalten bzw. mit den Jahren ausgetauscht.Passen sie doch perfekt zu Cardigan, Kaschmirpulli und Janker. Auch Blazer sind mit den Jahren nach meinem 3 Kind wieder in den Schrank eingezogen, wenn auch unkompliziertere Exemplare aus Tweed und Wolle.

    Ich achte auch sehr auf nachhaltige und hochwertige Qualität.In den letzten Jahren habe ich auf ein paar edle Stücke von Cucinelli gespart. Es lohnt sich in gutes Kaschmir zu investieren, da diese Stücke nun öfter gewaschen werden müssen.

    Nach wie vor trage ich noch gerne Trenchcoat und Mäntel. Wir sind ja nicht nur Mama und die Barbourjacken sind doch gerade jetzt das Stück, welches Dich perfekt begleitet.Stilvoll, praktisch unkompliziert.

    Seidentücher sind nach wie vor eines meiner wichtigsten Stücke im Schrank. Genauso wie Capes,welche schnell übergeworfen werden können, wenn es schnell gehen muss…
    Es lohnt sich auch in Schmuckstücke zu investieren, da diese schnell jedes unkomplizierte Outfit aufwertet. Allerdings musste ich feststellen, das in den Kleinkinder Jahren dünne Armbänder oft unpraktisch waren. Immer zog ein kleiner Finger beim Laufen daran und ich verlor es so zu schnell. Armreife sind da praktischer…

    Ich bin gewiss, Du hast da einen sehr guten Weg eingeschlagen und es macht Spaß sich neu zu finden.
    Übrigens ist mein Schrank auch nach Farben sortiert. Alles in derselben Reihenfolge und in der jeweiligen Farbfamilie. So geht es am Morgen oder allgemein am Schnellsten.

  • Bianca sagt:

    Was für ein toller Post. Nach meiner Schwangerschaft war es ähnlich. Statt in Blusen und Chinos hatten bequeme und trotzdem schicke Klamotten Hochkonjunktur. Das ist auch heute noch so. Denn auch meine Bürooutfits sind so abgestimmt, dass ich nach der Arbeit auf den Spielplatz gehen kann. Zeit zum Umziehen bleibt zwischen Feierabend und dem Abholen meines Sohnes aus der Kita nämlich nicht. Deshalb lege ich mir auch viele hochwertige Stücke zu, die untereinander leicht zu kombinieren sind. Das erleichtert auch morgens die Auswahl.
    Als Mutter verändert sich der Modestil häufiger. Und ich finde, er entwickelt sich in eine sehr positive Richtung.
    Viele Grüße
    Bianca

  • Dani sagt:

    Ihr Lieben,

    es ist ja total interessant, wie vielen von Euch es ähnlich ging! Anscheinend ist das ein normaler Prozess, den jede Frau ab einem gewissen Alter/Kind mitmacht. Ich habe mir so etwas schon gedacht. :-)

    Liebe Lauren, liebe Daniela, die Barbourjacke habe ich nicht aus meinem Schrank verbannt. :-)
    Liebe Julia, ich bin inzwischen dazu übergegangen, die Kaschmirsachen mit einem entsprechenden Weichspüler einfach bei 20 Grad mit dem Wollprogramm in der Waschmaschine zu waschen. Danach liegend trocknen. Funktioniert super.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Alexandra sagt:

    Liebe Dani,

    schön, dass es nicht nur mir nach meiner Schwangerschaft so geht, sondern anderen auch. Das Gefühl im Kleiderschrank etwas verändern zu wollen, ist auch bei mir ganz dringend.
    Allerdings ist es bei mir ehr genau anders herum. Beruflich habe ich mich die letzten Jahre dem sportlich- legeren Stil meiner Bürokollegen angepasst. Turnschuhe statt Pumps, T-shirts statt Blusen, große Schals statt Blazer. Aber so richtig wohl fühle ich mich damit nicht. Ich konnte mich allerdings dadurch ohne Zukäufe mit den ganzen Shirts, Pullovern und Jeans durch die Schwangerschaft mogeln.
    Jetzt stille ich langsam ab und kann endlich wieder meine geliebten Blusen rausholen. Ich fühle mich mit Kragen einfach sehr viel angezogener als nur mit einem Shirt.
    Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich die kunderbunte Farbpalette meines Kleiderschrankes nicht mehr leiden mag. Das ist etwas, was ich mir für das kommende halbe Jahr fest vorgenommen habe. Eine klare Farblinie in meine Garderobe zu bringen. Weiß, dunkelblau, beige und ein helles grau. Ein paar wenige Farbtupfer, wie zum Beispiel meine gelben Pullover, dürfen bleiben, auch das eine oder andere braune und schwarze Teil darf bleiben, aber es gibt sehr viele Sachen, die einfach raus müssen. Hinzu kommt, dass wirklich sehr viele meiner Kleidungsstücke schon super alt sind. Da sie fast alle teure Markenkleidung sind, sieht man ihnen das Alter nicht an, Aber ich trage sie natürlich schon lange mit mir rum und wie du richtig sagst, man sieht sich dann auch einfach an diesen Stücken satt.
    Außerdem möchte ich wieder mehr Kleider und Röcke tragen. Ich habe so viele schöne, die einfach in den Schubladen versauern. Und jedes Kleidungsstück, das ich mehr als ein Jahr ( vor der Schwangerschaft) nicht mehr getragen habe, muss jetzt raus.

    Man sieht sich auf Kleiderkreisel ;-)

    Liebe Grüße
    Alex

  • Julia sagt:

    Liebe Dani,

    super, danke für den tollen Waschtipp! Darf ich fragen, mit welchem Waschmittel/ Weichspüler Du so gute Erfahrungen machst? Ich probiere es dann selbst gern aus.

    Herzliche Grüße!
    Julia

  • Marlena sagt:

    Vielleicht sollten wir alle mal unsere Kleiderkreisel Namen nennen,dann könnte man einige seiner Teile noch untereinander tauschen/verkaufen….. ;)

  • Katrin sagt:

    Liebe Dani,
    bei mir war es ganz ähnlich. Durch die Schwangerschaft und die Zeit danach hat sich auch bei mir der Kleidungsstil weiterentwickelt. Da ich in einem sehr konservativen Beruf tätig bin war für mich vor der Babypause Perlenkette & Ohringe / Anzug / Kostüm / Etuikleid kombiniert mit Bluse oder im Winter auch mal einem edlen Pullover obligatorisch. In der Freizeit war mein Stil klassisch Preppy ;-). Auch ich habe in der Schwangerschaft bemerkt, dass man sehr wenige Kleidungsstücke benötigt um sich gut anzuziehen. Hatte in der Schwangeschaft dann einige wenige tolle Stücke zum arbeiten angeschafft und auch bemerkt dass man nicht viel braucht um gut angezogen zu sein. ;-) In der Elternzeit habe ich dann wie du auf Kleidung die chick & bequem ist umgestellt. Diesem Grundsatz bin ich dann auch für den beruflichen Wiedereistieg treu geblieben und habe meine Business Outfits entsprechend entfachtet. Leider konnte ich mich bislang nicht ganz so gut von den Dingen trennen und hatte vieles zwar nicht mehr im Schrank aber noch im Keller. Nun in der 2 Schwangerschaft habe ich endlich begonne die Kleidung rigoros wegzugeben bzw. zu verkaufen. Alles was ich seit der Geburt meiner Tochter nicht getragen habe kommt weg ;-) und nun fällt mit das erstaunlicherweise ganz leicht. Es ist zwar etwas Arbeit, erleichtert aber ungemein.
    Beste Grüße
    Katrin

  • Julia sagt:

    Prima, vielen Dank, Dani! :-)

  • Amalia sagt:

    Liebe Dani,
    was für eine interessante Beobachtung, und genauso faszinierend auch die Reaktionen darauf!
    Auch bei mir hat sich nach der ersten Schwangerschaft ein Stilwandel bemerkbar gemacht. Im ersten Moment schien er auch ziemlich radikal zu sein, und ich habe etliche Kleidungsstücke aussortiert – zum Glück jedoch nicht alle weggegeben. Denn es hat sich herausgestellt, dass ich vieles davon doch noch mochte und mit einigem Abstand auch wieder getragen habe. Umgekehrt ist meine zeitweilig sehr ausgeprägte Vorliebe für besonders pflegeleichte und bequeme Kleidung auch wieder zurückgegangen, beispielsweise sind die Treggings komplett wieder aus meiner Garderobe verschwunden, desgleichen die meisten der formlosen Kaschmirstrickjacken und sonstigen Wollzelte.
    Einiges ist jedoch geblieben:
    – eine Tendenz, eher Etuikleider mit Blazer als Kostüme mit Blusen zu tragen,
    – eine Vorliebe für enge Hosen, die ich früher nie getragen hätte,
    – eine Vorliebe für klassische Hemdblusen, die immer angezogen aussehen und sich trotzdem gut waschen lassen,
    – eine deutliche Trennung der Kleidung für berufliche, gesellschaftliche und private Anlässe,
    – mehr Farbenfreude durch ‚pursuit of preppiness‘,
    – und: die Barbourjacke kommt zurzeit eher mit aufs Pferd als in die Stadt.
    Liebe Grüße
    Amalia

  • Liebe Dani,

    ja der Stil ändert sich. Ich war während des Studiums auch sehr preppy. Wenn ich mir heute Bilder von damals anschaue, finde ich mich sehr brav und bieder. Und komme mir heute viel modischer vor. Aber an einer Mittzwanzigerin sieht eine Perlenkette eben auch doch anders aus als an einer fast-40jährigen.

    Mit den Kindern kam der Wunsch nach bequemer und praktischer Kleidung. Wobei ich sagen muss, dass sich das wieder etwas zurückentwickelt hat, seitdem die Kinder älter sind und man sie nicht mehr mit Klebefingern und -mündern auf dem Arm hat. Inzwischen besitze ich wieder einige Blusen. Gerne aus Seide und gerne locker (die ich allerdings nicht gerade zum Spagetti Bolognese kochen anziehe). Ich wasche übrigens sowohl die Seidenblusen als auch meine heissgeliebten Kaschmirpullis in der Waschmaschine. Alles im Schonwaschgang und im Wäschenetz. Ich nehme tatsächlich Perwoll.

    Ich mag übrigens inzwischen Lederjacken sehr gerne statt Blazer. Man ist angezogen, aber kleine Klebefinger stören nicht und man kann sie einfach abwischen. Besitze inzwischen mehrere und finde, sie machen das Outfit gleich chic und edel, wenn man unterwegs ist.

    Bin sehr gespannt wie sich Dein Stil weiterentwickelt. Mir gefallen Deine neuen Outfits übrigens besser als die sehr preppy-mäßigen. Das Top oben ist toll und Deine Herzchenballerina auf Insta ebenso. Weiter so!

    Liebe Grüße Kathrin

  • Claudia sagt:

    Liebe Dani,

    ich kann mich nur anschließen – auch ich habe meinen Stil nach der Schwangerschaft verändert.

    In der ersten Zeit mit Baby war ich tatsächlich ein bisschen überfordert, was ich den zu Hause (also jeden Tag zu Hause!), in der Krabbelgruppe, auf dem Spielplatz anziehen soll. Ich habe dann auch eine Frage dazu hier auf dem Lady Blog gestellt und mich von den Antworten inspirieren lassen….

    Mittlerweile ist meine Tochter 3 Jahre alt und ich habe meinen Stil wiedergefunden bzw. weiterentwickelt. Ich trage sowohl im Sommer als auch im Winter sehr gerne hochwertige Jerseykleider – im Sommer mit Ballerinas oder Bootsschuhen, im Winter mit blickdichter Strumpfhose und Stiefeln. Ich bin damit mit wenigen Kleidungsstücken sehr schnell angezogen, kann mit Accessoires variieren und die Kleider auch in die Waschmaschine packen. Außerdem trage ich natürlich Jeans und meine geliebten Ringelshirts, dazu einen Trenchcoat oder einen Gehrock aus Jersey!

    Liebe Grüße
    Claudia

  • Sabine S. sagt:

    Liebe Dani,

    Du erlebst eine natürliche Umstellung der Bedürfnisse, und fühlst Dich wohler mit Deiner neuen Garderobe, gemixt mit ein paar alten Reststücken aus Deinem vorigen Leben (das ergibt sich nun mit Kind). Da Du sehr stilvoll bist, wirst Du uns bestimmt hier inspirieren, denn auch Deine älteren Fans (ich bin 53) gehen langsam dazu über, sich etwas mehr casual anzuziehen, nicht umsonst heist der Dresscode oft nur noch smart casual bei Events. Ich habe gerade meine Sommergarderobe aus dem Schrank entfernt und die Wintersachen wieder reingehängt, da ist mir aufgefallen. dass ich die meisten Blazer nicht einmal anhatte. Und da ich jede Saison alles raushole, durchwische und alle Sachen in Spacebags vakuumiert lagere, habe ich immer nur Sachen im Schrank, die passen in der Größe und in der Saison. Trotzdem beobachte ich auch bei mir eine Veränderung hin zu mehr,,informeller“ Kleidung. Also Bluse mit Jeans und Cardigan. Eher Daunenmantel statt Wollmantel, eher Schal statt Hermestuch …
    Selbst mein Mann trägt nach 30 Berufsjahren morgens keine Krawatte mehr…
    Eigentlich ein bischen schade, denn ich fürchte, dass vielleicht alle gleich rumlaufen, das will ich aber nicht!
    Es bleibt spannend. Alles Gute für Deine Familie!

    Sabine

  • Mari W. sagt:

    Schön zu sehen, dass es nicht nur mir so ging. Nach der Geburt meiner Tochter hat vieles einfach nicht mehr gepasst, besonders Blusen und Blazer waren nichts für den Spielplatz. Irgendwie habe ich mich auch nicht mehr wohl darin gefühlt. Als ich wieder angefangen habe zu arbeiten, musste ich irgendwie einen guten Kompromiss zwischen Bürokleidung und Spielplatzkleidung bzw. kindertauglicher Kleidung finden und habe mit dem großen Ausmisten im Kleiderschrank begonnen. Das ist jetzt 3 Jahre her und ich bin immer noch dabei:-).

    Toller Beitrag und ich bin schon gespannt auf neue Outfit-Beiträge!

  • meyrose sagt:

    Interessante Veränderung. Passen Deine alten Sachen denn wieder? Könntest Du Sie tragen, wenn Du noch Lust dazu hättest? Hat sich Dein Stil also verändert, während Du eh neue Sachen brauchtest, oder weil Du einfach anderes wolltest?

  • Joana sagt:

    Ein sehr schöner Stilwandel! Auch ich miste gerade Blusen und V-Pullover aus zugunsten weiter geschnittener Pullover, Blusen etc., die ich gerne mit engen Hosen und Stiefeletten kombiniere. Bei mir hat das weniger mit Mutterschaft zu tun, als vielmehr damit, dass ich den Eindruck habe, mit dem 30. Lebensjahr habe ein neuer Abschnitt begonnen. Ich fühle mich nun zu alt für den Schulmädchenlook und mag auch an mir selbst trotz gleichbleibender Größe ganz eng anliegende Oberteile nicht mehr so gerne.
    Sehr freuen würde ich mich über Empfehlungen, woher du deine Kleidung nun beziehst, gerade auch hinsichtlich Winterkleidung.

  • Liebe Dani,

    ich bin total (positiv) überrascht, denn Du warst für mich immer der Inbegriff einer Preppy-Dame! Aber ich finde es toll und es ist natürlich die logische Konsequenz und zeigt auch, dass Du Dich einfach weinterentwickelst. Bestimmt kommt in zehn Jahren wieder so ein Umdenken, aber das macht die Sache doch spannend.

    Ich habe „vor“ den Kindern auch gerne die typische Preppy-Garderobe getragen, aber wenn ich die Bilder von damals heute anschaue, finde ich, dass ich richtig „alt“ und madamig aussehe und nicht wie Mitte 20. Seit das erste Kind auf der Welt ist, habe ich mich auch verändert und bevorzuge sehr moderne, junge Kleidung, die aber vor allem lässig und bequem, aber auch chic ist. Dazu hochwertige Accessoires, fertig. Ich ziehe zu einer schwarzer Overzise-Weste, gerader hellgrauer Wollhose und weißem Smoking-Bluse dann einfach mal weiße Adidas-Schuhe an. ;-)

    Liebe Grüße
    Anna

    http://salon-stories.de

  • Anna sagt:

    Liebe Dani,
    ich kann Dich sehr gut verstehen, auch ich habe mich dabei ertappt, seit längerer Zeit immer öfter an Blusen, Poloshirts und co. vorbei anstatt zuzugreifen. Ich sehe es, ähnlich wie Du, als Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Kleidungsstils und sicherlich hat es auch etwas damit zu tun, inzwischen ein paar Jährchen älter zu sein.

    Angespornt von Deinem Beitrag habe ich sogleich am Wochenende meinen Kleiderschrank etwas aussortiert und habe nun ebenfalls einige schöne Stücke bei Kleiderkreisel zum Verkauf, die ich entweder viel zu lange nicht getragen habe oder die mir inzwischen nicht mehr passen. Ich hoffe, Du bist damit einverstanden, wenn ich hier nun auch Werbung in eigener Sache mache, doch ich glaube, dass sich hier viele Lady-Blog-Fans darüber freuen. Zudem sprechen wir vermutlich unterschiedliche Käufer an, da es verschiedene Größen sind.
    Ihr findet mich bei Kleiderkreisel unter dem Benutzernamen annamaedi
    Ich freue mich also auf viele shopping-begeisterte Ladies :-)

    Viele Grüße
    Anna

  • Amalia sagt:

    Ihr Lieben,

    ein bißchen nachdenklich stimmt mich die Tendenz zur neuen Légèrté der Lady als Mutter bzw. jenseits der Dreißig schon – was bedeutet das für die Zukunft (oder das Ende?) der förmlichen Damenoberbekleidung? Oder für den Dresscode der Lady überhaupt? Aber das ist ein weites Feld…

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Dani sagt:

    Liebe Amalia,

    ich frage mich in der Tat, ob es „nur eine Phase“ ist und mir die Kleidungsstücke vielleicht in 1 oder 2 Jahren wieder gefallen. Aber – wie auch immer – ich brauche definitiv frischen Wind in der Garderobe. Ach ja, und einen der dunkelblauen Samtblazer habe ich aus der „Kleiderkreisel-Kiste“ doch wieder herausgenommen. Er ist einfach zu schön. :-)

    Ich würde bei mir übrigens nicht von mehr Légèrté sprechen, sondern von mehr Komfort. Es ist eben doch ein Unterschied ob man einen Jogginganzug oder eine feine Seidenhose mit einem kuschligen Kaschmirpullover trägt. Das möchte ich auch gerne noch einmal betonen: Bei mir hat der Stilwandel NICHTS damit zutun, dass Amalia mich in irgendeiner Weise in meiner Kleiderwahl einschränkt. Sie bespritzt mich weder mit Essen, noch reißt sie meinen Schmuck kaputt o.ä., es ist bei mir, wie gesagt, eher ein Streben nach mehr Komfort.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Lea sagt:

    Ich finde es eigentlich sehr schade, da der frühere Stil schon sehr viel Stil ausgestrahlt hat. Ich fand es sehr schön dass es noch Frauen gibt die sich wirklich gut, stilvoll und elegant kleiden. Ich persönlich bin etwas enttäuscht dass der klassische Stil nun doch sehr im Hintergrund bleibt.
    Für mich ist der Blog daher nicht mehr ganz so glaubwürdig wie er es mal war. Schade

  • Anja sagt:

    Ich habe gerade zufällig diesen Blog entdeckt. Behaltet eure Barbour Jacken! Falls eure Kinder kleine Mädchen sind, haben sie in ein paar Jahren fast alle eine tiefgreifende Leidenschaft….Pferde !!! Bei meiner Kleinen fing es mit Reitstunde im Kindergartenalter an. Jetzt ist sie 13 Jahr, hat ein eigenes Pferd und Mama als TT (umgangssprachlich Tuniertrottel). Ich verbringe somit fast jeden Tag in der Reithalle und an den Wochenenden im Sommer auf diversen Tunieren. Da das Wetter meist sehr unbeständig ist, sind Barbour Jacken und Gummistiefel in allen Variationen ein absolutes Muss. Im Winter gerne auch mit Cashmirpullovern. Blusen und Blazer sind reinigungsbedingt eher unpraktisch.

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