Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
St. Peter-Ording: das Sylt auf dem Lande

Gestern hat Euch Constanze von meinem Kurzurlaub in Hamburg berichtet. Wir haben jedoch nicht nur die Stadt unsicher gemacht, sondern sind bei dem traumhaft schönen Wetter auch an die Nordsee gefahren – genauer gesagt nach St. Peter-Ording. Das malerische Seebad gehört zu den schönsten Orten an der Küste, und zwar nicht nur aufgrund der leckeren Fischbrötchen.

Das Besondere am Seebad Sankt Peter-Ording ist der etwa 12 Kilometer lange und bis zu 2 Kilometer breite Sandstrand. Hinzu kommen Wanderdünen, die den St. Peter-Bewohnern in früheren Zeiten ganz schön zu schaffen machten. Die Ordinger gaben sogar zweimal ihre Kirche auf, nachdem sie sich jahrelang regelmäßig den Weg zum Gottesdienst freischaufeln mussten. Besonders sind auch die Salzwiesen, die weitgehend im natürlichen Zustand belassen werden und deshalb von zahlreichen Tümpeln durchzogen sind.

Weitere Wahrzeichen sind die für diesen Landstrich untypische, nachträglich angepflanzte Bewaldung und die Pfahlbauten auf dem Strand. Der erste dieser Pfahlgebäude wurde 1911 errichtet und nannte sich Giftbude, weil es dort wat gift (etwas gibt). St. Peter-Ording ist was die Übernachtungszahlen betrifft das größte deutsche Seebad, außerdem gilt es neben Sylt als das beste deutsche Revier zum Wind- und Kitesurfen. Wir haben uns an diesem herrlichen Tag einfach nur treiben lassen, jede Menge Fischbrötchen und Softeis gegessen, Strandspaziergänge unternommen und sogar dem Meer noch einen Besuch abgestattet.

In den Strandkörben von Gosch hat man einen wundervollen Blick auf die reizvolle Landschaft St. Peter Ordings: Dünen und Wald auf der einen, Salzwiesen und Sandstrand auf der anderen Seite. Zu späterer Stunde haben wir uns neben Krabben- und Fischbrötchen auch eine erfrischende Weinschorle gegönnt – kann das Leben schöner sein?

Vermutlich war eine Springflut für die starke Muschelschwämme am Strand verantwortlich. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und eine Paar Mitbringsel wanderten in meine Taschen.

Der Strand von St. Peter-Ording ist sehr beliebt bei Wind- und Kitesurfern, aber auch bei Strandseglern und Kitebuggyfahrern. Außerdem haben wir jede Menge Drachen gesehen.

Ich liebe die typischen reetgedeckten Backsteinhäuser Norddeutschlands. Häufig sind sie in St. Peter umgeben von Hagebutten-Hecken, die unglaublich große Früchte tragen.

Wie könnte es auch anders sein: Neben Weinschorle und Fischbrötchen gab es natürlich auch den einen oder anderen Kaffee für die müden Strandwanderer.


8 Kommentare
  • Valerie sagt:

    Sehr schön. Könnte ein Ferienziel für mich werden.

    Viele Grüße
    Valerie

  • Silke sagt:

    Ein sehr schöner Reisebericht!

  • classionista sagt:

    Wie toll… super schöne Fotos, macht Lust auf Meer ! :-)
    Ich lauf immer über die Seebrücke ans Wasser und dann den Strand hoch bis Ording, meistens hab ich dann den (Kite-)Surfern noch ein bißchen zugeschaut und bin dann übern Deich zurück: Also bei den Strandseglern vorbei (3. letztes Foto ;-))
    Das Schilf raschelt da immer so schön im Wind…

  • Dani sagt:

    @ Mel: Ja so sind wir im Grunde auch gelaufen. Und Strecke auf dem Deich ist einfach wundervoll…

  • Sonja sagt:

    Huhu Dani, sag mal: was hast du denn dafür schöne Schuhe? Die sind mir schon ein paar Mal aufgefallen.

  • Constanze sagt:

    Nicht zu vergessen unser kleiner Abstecher auf den Waldspielplatz… wo ich als Kind schon wunderbar mit meinem großen Bruder toben konnte, ging das heute mit Dani noch fast genauso gut. :)

  • Dani sagt:

    Liebe Sonja, das sind Timberlands mit – inzwischen – jede Menge Patina. :-)

  • Maja sagt:

    Ich war leider noch nie da aber mein Freund hat mir schon viel von Sankt Peter erzählt. Die Familie hat da immer den Sommerurlaub verbracht. Ich möchte auch gerne mal hin und bei den schönen Bildern wird das sicher ein schöner Urlaub.
    Grüßle
    Maja

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