Dani
Anja Baumheier: Die Erfindung der Sprache

In der Rubrik „Lady-Tipps“ präsentieren wir Euch kleine Fundstücke aus dem Internet, Ausstellungen, Aktionen, Bücher, Filme oder Läden. In den heutigen Tipps stellen wir Euch das Buch „Die Erfindung der Sprache“ von Anja Baumheier mit großartigem skurril-schrulligen Humor vor. Außerdem mit dabei sind Schlafsessel von ell+ell – vielleicht ja eine Alternative zum Schlafsofa – und das Start-up „Unverpackt für Alle“, das auf ein Mehrwegpfand-System setzt.

1. Anja Baumheier: Die Erfindung der Sprache

„Die Erfindung der Sprache“ von Anja Baumheier war für mich eine absolute Überraschung, denn ich kannte bisher noch kein Buch der Dresdner Autorin („Kranichland“, “Kastanienjahre”) und der Rowohlt-Verlag schickte es mir mit den Worten zu: „Liebe Daniela, das Buch könnte genau Deinen Geschmack treffen“. Und wie es das hat! Ich liebe ja leicht skurrile Bücher (siehe auch Petite von Edward Carey) und ich mag es sehr, wenn sie im Norden oder auf kleinen Inseln spielen. Und schräg-humorvoll dürfen sie auch sein! „Die Erfindung der Sprache“ vereint all das und jongliert dabei auch noch so herrlich mit der Sprache, dass das Lesen zum Genuss wird. Worum es geht? Der schrullige Adam, gebürtiger Ostfriese, ist Dozent für Sprachwissenschaften an einer Berliner Universität und hat ein paar ausgeprägte Zwänge: Er redet in Gedanken mit einer Leuchtreklame und einem Koffer, liebt die Zahl 7 und hat ein Problem mit unerwarteten Ereignissen – und die häufen sich, seitdem ihm das Buch „Die Erfindung der Sprache“ in die Hände fällt.

Anja Baumheier: Die Erfindung der Sprache

„Die Erfindung der Sprache“ von Anja Baumheier ist im Verlag Kindler erschienen und kostet ca. 20 Euro

2. Praktisch: Schlafsessel statt Schlafsofa

Ich weiß gar nicht, wie viele Jahre ich jetzt nach einem schönen Schlafsofa gesucht habe. Also nicht so eines, das man „guten Gewissens“ ins Gästezimmer verfrachten kann, sondern ein Modell, dass im Wohnzimmer die Blicke auf sich zieht und dann bei Bedarf auch mal in ein Gästebett umgebaut werden kann – Ihr versteht was ich meine? Ich habe es jetzt aufgegeben, bin aber bei meiner Recherche auf Schlafsessel gestoßen – wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen von Euch eine Alternative zum Schlafsofa. Diese Funktions-Polstermöbel lassen sich – schwups – vom bequemen Sessel in eine Schlafstätte verwandeln. Von ell+ell gibt es zum Beispiel recht klassische Modelle mit 3 verschiedenen Steppungen und Samtbezug in acht verschiedenen Farben. Bloss die Fuß-Modelle würden mich wieder stören. Aber ich bin bei dem Thema auch einfach schwierig und deshalb wird unser IKEA-Sofa aus Studentenzeiten wohl auch die nächsten drölfzig Jahre bei uns wohnen. Wie habt Ihr das Problem gelöst?

Praktisch: Schlafsessel statt Schlafsofa von ell+ell

Ihr könnt die Schlafsessel von ell+ell in verschiedenen Farben, Polsterungen und mit unterschiedlichen Füßen kaufen, aufgeklappt kann eine Person bequem darauf schlafen/Bild-Credit: Möbel Karmann

3. Unverpackt umgedacht: Unverpackt für alle

Die Idee von „Unverpackt für Alle“ finde ich so gut, dass ich die Crowdfunding Kampagne von Leonhard Kruck 2019 bereits bei Startnext unterstützt habe. Inzwischen hat das Start-up die Finanzierung erfolgreich hinter sich gebracht. Um auch diejenigen unter Euch erreichen zu können, die keinen Unverpackt-Laden in der unmittelbaren Umgebung habe, nutzt das Unternehmen die Mehrwegbehältern aus Glas, die wir bisher nur von einigen Joghurtgläsern kennen. Statt Jogurt werden aber Tee, Kaffee, Reis, Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze, Chiasamen und vieles mehr in den Gläsern verpackt, die Ihr dann ganz einfach in Eurem Supermarkt wieder abgeben könnt. Die Nahrungmittel stammen so weit es geht aus unserer Region (Quinoa und Linsen aus Bayern!) und sind bio- oder sogar demeter-zertifiziert. Die Co2-neutralen Bestellungen sind aus ganz Deutschland möglich, Ihr müsst aber mindestens 6 Gläser abnehmen.

Unverpackt umgedacht: Unverpackt für alle

Die Gläser werden übrigens in einem Graskarton verschickt, der verbraucht in der Herstellung weniger Wasser, bis zu 75% weniger CO2 und 97% weniger Energie als Holz und ist zu 100% kompostierbar

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