Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Sonnenbrillen-Special Teil 1: Eine kleine Geschichte

Jackie O., Greta Garbo, Elvis Presley und Audrey Hepburn machten sie zu ihrem Markenzeichen, Marilyn Monroe bewarb sie sogar in einer Werbekampagne. Peggy Guggenheim hat sie gesammelt, Karl Lagerfeld und Udo Lindenberg gehen ohne sie nicht aus dem Haus. Die Italienerinnen besitzen im Durchschnitt drei Modelle. Elton John mag sie mit Kristallen besetzt und Joschka Fischer führte sie im Bundestag ein: Die Sonnenbrille war das typischste Accessoire des 20. Jahrhunderts und ein Ende ihres Erfolgskurses ist nicht in Sicht.

Must-Have der jungen Generation

Die Sonnenbrille wurde im 19. Jahrhundert dort erfunden, wo sie heute auch wieder zum Großteil produziert wird: in China. In Mode kam sie allerdings erst in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, zeitgleich mit dem Trend zur gebräunten Haut – beides steht schließlich für Urlaub, Reisen und Freizeit. Getragen wurde sie bis in die 50er vor allem am Strand oder auf der Piste. Das Kino und beliebte Musikstars trugen jedoch dazu bei, dass sich die Sonnenbrille in den 60ern und 70ern zum Must-Have der jungen Generation entwickelte. Den Anfang machte der Kultfilm Frühstück bei Tiffany: Das Bild von Audrey Hepburn mit einer dunklen Brille und einem Kleinen Schwarzen vor dem Schaufenster des Edeljuweliers veränderte das Verhältnis der Lady zu ihrer Sonnenbrille. Sie wird Statusobjekt.

Extravagante Sonnenbrillen-Modelle

Audrey Hepburn trug in Frühstück bei Tiffany übrigens eine „Yu Hu“ von Oliver Goldsmith. Die Londoner Manufaktur war bei der High Society heiß begehrt: Grace Kelly liebte ihre Goldsmith genauso wie Nancy Sinatra oder Prinzessin Margaret. Greta Garbo setzte lieber auf die Foster Grant. Auch Jacqueline Kennedy machte die Sonnenbrille zu ihrem Markenzeichen und versteckte sich hinter den dunklen Gläsern vor neugierigen Blicken. Kultstatus erlangte in den 60ern die Pilotenbrille von Ray-Ban. Auch diesmal war wohl ein Kinofilm nicht ganz unschuldig: Der Road Movie „Easy Rider“ mit Peter Fonda führte zu einem Verkaufsboom des Modells. Die 80er setzen vor allem auf extravagante Konstruktionen. Ob Eifelturm, Herzen, Igel oder Sonnenschirm – jedes denkbare Objekt eignete sich für ein Gestell.

 Zeitlose Brillenklassiker

In den 90ern trug die Jugend vor allem sportliche Modelle, die 0er-Jahre liebten die extragroßen Sonnenbrillen. Heute werden die eher klotzigen Modelle wieder von feineren, schlichteren aber auch farbenfrohen Modellen abgelöst. Die Cat-Eye-Brille ist im Kommen und schließt man von Brillen- auf Sonnenbrillen-Trends so werden wir vielleicht auch runde Brillengläser bald wieder auf der Straße sehen. Doch trotz der schnellen Trends und des großen Angebots gibt es ein paar Brillen-Klassiker und Brillen-Grundformen. Wenn Ihr einmal herausgefunden habt, welche Form Euch am besten steht, könnt Ihr Euch stundenlanges Probieren ersparen. Morgen werde ich im zweiten Teil des Sonnenbrillen-Specials darum einige zeitlose Klassiker vorstellen.

ray-banDer beliebteste Sonnenbrillen-Hersteller Ray-Ban feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag/Bild-Credit: Ray-Ban

Bild-Credit“Audrey“: Shutterstock.com

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1 Kommentar
  • Stefanie L. sagt:

    Liebe Dani, danke für die tollen Infos! Der Link zu den 60er Jahre Modellen ist super und ich bin gespannt auf morgen. Suche nämlich noch ein zeitloses Modell. Liebe Grüße Steffi

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