Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Damenschuhe richtig pflegen

Schuhe und Nägel haben eines gemeinsam: Sie verraten viel über ihren Träger. Selbst wer sonst großen Wert auf stilvolle Kleidung legt, zerstört den guten Eindruck mit schlecht gepflegten Schuhen. Doch auch abseits von Rendezvous und Geschäftsessen lohnt es sich seine Schuhe liebevoll zu behandeln: Ihr Leder bleibt länger geschmeidig und ihre Lebenszeit verlängert sich dadurch ungemein. Also Ladies, Haushaltshandschuhe übergezogen und los geht’s!

Leder: Das beste Material für Schuhe

Leder ist seit Jahrhunderten das geeignetste Material für komfortable Schuhe. Gutes Leder ist atmungsaktiv, wasserdicht und geschmeidig bei gleichzeitiger Festigkeit. Aus Kostengründen werden seit einiger Zeit verstärkt auch andere Obermaterialien in der Schuhproduktion verwendet. Diese Kostenersparnis führt jedoch fast immer zu einer Verminderung des Tragekomforts. Strümpfe mit hohem Chemiefaseranteil verstärken die negative Wirkung und können neben unangenehm riechenden Füßen sogar Hautkrankheiten auslösen. Gute Lederschuhe haben aber nicht nur ihren Preis, sie fordern auch viel Zuwendung.

Lederarten: Von Rindbox bis Straußenleder

Leder ist nichts anderes als eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut. Und wie unsere Haut braucht es ab und an Pflegeprodukte. Schuhcreme verhindert, dass das Leder brüchig und stumpf wird. Eine kleine Massage erhält die Geschmeidigkeit. Im Handel erhaltet Ihr vor allem Schuhe aus Rindbox, Boxcalf (Kalbleder), Rauleder, Nubuk- und Veloursleder. Velourleder ist die Fleischseite der Haut, die für die Schuhherstellung nach Außen gewendet wird. Seltener findet Ihr Schuhe aus Chevreau (sehr dünnes Ziegenfell), Lackleder, Reptil- oder Straußenleder. Bei der Pflege Eurer Schuhe solltet Ihr immer die Bedürfnisse des Leders beachten.

1. Säubern

Mit einer harten Bürste befreit Ihr Eure Schuhe zunächst vom gröbsten Dreck. Salz- oder Kalkablagerungen könnte Ihr mit einem in Essigwasser getauchten Baumwolltuch abreiben. Nasse Schuhe solltet Ihr niemals an der Heizung trocknen, sondern sie lediglich mit Zeitungspapier ausstopfen.

2. Pflegen

Feines Leder verwöhnt Ihr mit einer Creme in der Farbe Eurer Schuhe. Vergesst dabei nicht die Schuhränder. Testet die Schuhcreme an einer unauffälligen Stelle, denn ein zu dunkles Präparat hinterlässt unschöne Flecken. Für Schuhe mit andersfarbigen Ziernähten verwendet Ihr farblose Schuhcreme. Vermeiden solltet Ihr Schnellpflegecreme mit Schwämmchen, sie schaden dem Leder. Tragt die Creme stattdessen sparsam mit einem weichen Lappen auf. Es gilt: Weniger ist mehr. Festere Schnürer wie Timberlands und Pennyloafer mit maskulinem Stil könnt Ihr wachsen. Verwendet eine Wachspaste und lasst die Schuhe danach trocknen.

3. Polieren

Damit Eure Schuhe einen schönen Glanz erhalten, müsst Ihr sie zum Schluss noch polieren. Greift dafür zu einer weichen Polierbürste aus Pferdehaar. Alternativ eignet sich auch ein zusammengeknüllter Nylonstrumpf hervorragend. Poliert die Schuhe in Richtung Naht. Schuhe aus Velour oder Nubuk werden weder eingecremt noch gewachst, sondern nur mit einer Raulederbürste gereinigt und anschließend imprägniert.

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1 Kommentar
  • Mia sagt:

    Dieser Artikel ist sehr interessant. Schuhe kaufen macht immer sehr viel Spaß. Wer aber lange Freude an seinen Schuhen haben will muss sie aber auch richtig reinigen und pflegen. Leider wissen viele Menschen nicht genau wie sie ihre Schuhe am besten reinigen und pflegen sollen. Daher freut es mich sehr das ihr in diesem Artikel wertvolle Infos und Tipps gebt. Mir sind leider auch schon mal teure Schuhe kaputt gegangen weil ich sie nicht richtig gepflegt habe. Weil es ausgerechnet noch eines meiner Lieblingspaare war hat es mich lange Zeit sehr geärgert.

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