Fünf Tage lang wollen wir uns diese Woche wieder ganz dem Buch widmen. Los geht’s mit Büchern über Elizabeth II.: Unzählige Werke wurden während ihrer Regentschaft bereits über die Queen veröffentlicht. Seit ihrem Tod im September 2022 wird der Buchmarkt jedoch regelrecht überschwemmt mit neuen Bildbänden, Biografien und Neuauflagen älterer Werke. Doch welche Bücher sind – nach so vielen vorausgegangen Ausgaben – wirklich noch eine nähere Betrachtung wert? Ich habe mir Buch um Buch angeschaut und meine 5 Favoriten ausgesucht. von Virginia

1. Hugh Roberts: Die Diamanten der Queen

Das 2012 erschienene Buch „Die Diamanten der Queen“ ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Schmuckstück! Der großformatige und von Queen Elizabeth II. autorisierte Bildband ist eine prächtige Ausgabe mit über 320 gestochen scharfen Fotografien im XXL-Format, die erstmals eine genaue Betrachtung des königlichen Diamantschmucks ermöglichen. Gezeigt werden Stücke aus den Privatschatullen englischer Königinnen von 1830 bis heute. Der Aufbau des Buches ist chronologisch: Es beginnt mit Queen Adelaide, führt über Queen Victoria, Queen Alexandra, Queen Mary und Queen Elizabeth bis zu Queen Elizabeth II. Dabei werden im Laufe der Zeit neu hinzugekommene Schmuckstücke, alte Schätze an neuen Trägerinnen und Abänderungen an den ursprünglichen Juwelen dokumentiert. Kostbarkeiten, die von einer Trägerin besonders geliebt und dadurch berühmt wurden, wie Queen Marys „Girls of Great Britain and Ireland“ Tiara von 1893 oder  „The Nizam of Hyderabad Necklace“ von 1935 werden im Buch extra hervorgehoben.

Ein anderes Beispiel ist das „The George IV State Diadem“ (1820) von Bridge & Rundell, dass bereits von Queen Adelaide getragen wurde, heute aber vor allem mit Queen Elizabeth in Verbindung gebracht wird, die das Diadem bei allen Parlamentseröffnungen trug und auf zahlreichen Banknoten, Münzen und Briefmarken damit abgebildet ist. Und nicht zu vergessen: Queen Marys „Loveknot“ Tiara, die durch Prinzessin Diana ikonisch wurde! Ergänzt werden die herausragenden Fotografien der Schmuckstücke durch Abbildungen von Gemälden, Fotografien, auf denen die Diamanten getragen werden, Stichen sowie Schriftstücken, die einen Bezug dazu haben. Besonders interessant sind auch die bislang unveröffentlichten Fotos der Queen und weiterer Familienmitglieder. Der angehängte königliche Stammbaum hilft dabei, nicht den Überblick zu verlieren und alle royalen Trägerinnen der Schmuckstücke zweifelsfrei zuordnen zu können. Der taubenblaue hochwertige Leineneinband rundet den Gesamteindruck aufs Allerschönste ab.

Die besten Bücher über Queen Elizabeth: Die Diamanten der Queen

Die Diamanten der Queen

Fazit: Die Diamanten der Queen aus dem Gerstenberg-Verlag ist ein sensationell schönes und unglaublich informatives Coffeetable-Buch – herausgegeben zum Diamanten Thronjubiläum der Queen ist es bis heute ohne Konkurrenz

2. Robert Hardman: Queen of our Times – Das Leben von Elizabeth II.

Die aktuellste und wohl vollständigste Biografie über die Queen, die es derzeit gibt, ist „Queen of our Times – Das Leben von Elizabeth II.“ von Robert Hardman. Erschienen im Oktober 2022 im Luebbe-Verlag ist es das intime Portrait einer Ausnahmepersönlichkeit, die unser aller Leben geprägt hat; unabhängig davon ob wir Briten sind oder nicht. Der renommierte Autor, Dokumentarfilmer und Journalist, dessen Tätigkeitsschwerpunkt auf dem britischen Königshaus und historischen Themengebieten liegt, hat für seine Biografie akribisch recherchiert und Exklusivmaterial aus den Royal Archives eingearbeitet. Das Vertrauensverhältnis, dass er sich über viele Jahre hinweg zu der Royal Family erarbeitet hat, ermöglichte ihm im Laufe seiner Tätigkeit immer wieder besondere Einblicke hinter die Mauern des Buckingham Palace. Hardman zeichnet spannend das Leben von Queen Elizabeth II. nach und hat auch für eingefleischte Fans noch die ein oder andere Neuheit in petto. Ein integrierter Bildteil komplettiert die Biografie.

Die besten Bücher über Queen Elizabeth: Queen of our Times

Fazit: Dieses Buch gehört unbedingt in die Reihe „Die besten Bücher über Queen Elizabeth“ – Für Fans der Queen und alle, die es noch werden möchten, ist Queen of our Times eine große Empfehlung!

3. David Souden: Queen Elizabeth II. – Ihr Leben in Bildern

Ein Buch über die Queen, in Zusammenarbeit mit der BBC – daran kam ich nicht vorbei und ich wurde nicht enttäuscht! Beworben wird Queen Elizabeth II. – Ihr Leben in Bildern als Hommage an das Leben der Königin und nichts weniger als das ist es geworden. Der handliche Bildband blickt auf unvergessliche Momente und besondere historische Ereignisse zurück und zeigt neben den populärsten Aufnahmen der Monarchin auch zahlreiche Fotografien die zuvor kaum oder gar nicht veröffentlicht wurden. Die Gliederung des Buches – Kindheit, Krieg und Nachkriegszeit, Hochzeit und Familie, Krönung, Öffentliches Leben, Commonwealth, Königliche Familie, Vermächtnis – gibt dem Ganzen Struktur und zeichnet nicht nur den Lebensweg einer beeindruckenden Frau, sondern auch fast ein ganzes Jahrhundert mit seinen Veränderungen nach. Sicherlich gibt es noch umfangreichere Bildbände über die Queen. Mir gefällt jedoch gerade, dass es den Leser nicht mit einer Überzahl an Bildmaterial erschlägt, sondern die Inhalte mit Bedacht wählt.

Queen Elizabeth II. - Ihr Leben in Bildern

Fazit zu Queen Elizabeth II. aus dem Prestel Verlag: Daumen hoch für dieses gelungene Stück Zeitgeschichte!

4. Alexandra Shulman: Elizabeth II – Princess, Queen, Icon

Nach dem Tod der Queen hat die National Portrait Gallery „Elizabeth II – Princess, Queen, Icon“ herausgegeben, um das Leben der Jahrhundertmonarchin zu würdigen. Mit über 1000 Portraits bietet es eine beeindruckende Sammlung der wichtigsten offiziellen Fotografien aus der Regierungszeit Elizabeths II. sowie unzählige Aufnahmen der Königin, die zu wichtigen historischen Ereignissen aufgenommen wurden. Ergänzt wird die beachtliche Kollektion durch Fotografien aus dem Privatleben der Queen, die ab Geburt auch ein Stück weit ihr Familienleben nachzeichnen. Das Buch fasst die wichtigsten Fotos und Portraits überschaubar zusammen, lässt das Leben einer großen Frau Revue passieren und zeigt eindrucksvoll, wie aus einer kleinen Prinzessin, die niemals den Thron besteigen sollte, eine Ikone der modernen britischen Kultur und Geschichte wurde. Ergänzt wird das Buch durch Werke von Schlüsselkünstlern, die Elizabett II. ab 1926 portraitiert haben; darunter Cecil Beaton, Dorothy Wilding, Andy Warhol, Annie Leibovitz und David Bailey.

Die 5 besten Bücher über Queen Elizabeth

TIPP: Eine Vielzahl der im Buch vorgestellten ikonischen Portraits kann man bei der National Portrait Gallery als Post-/Klappkarten oder sogar als Posterdruck bestellen. Toll zum Verschenken an Royal-Fans!

5. Wendy Holden: Teatime mit Lilibet

Zuletzt möchte ich Euch den Roman „Teatime mit Lilibet“ von Wendy Holden ans Herz legen. Es handelt sich um ein kurzweiliges Buch über die jungen Jahre der britischen Prinzessin Elizabeth und ihrer Schwester Margaret. Die Erzählung basiert auf den Erinnerungen der Schottin Marion Crawford, die viele Jahre als Gouvernante der beiden Prinzessinnen im britischen Königshaus gearbeitet und 1950 ihre Erinnerungen in dem unautorisierten Buch „Little Princesses“ veröffentlicht hat. Kurz zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten: Marion Crawford, eine sozial engagierte Lehrerin aus Edinburgh mit ursprünglich völlig anderen Lebensplänen, wird 1932 durch Zufall vom Herzog und der Herzogin von York als Gouvernante für ihre beiden Töchter Elizabeth und Margaret engagiert. Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, dass die kleine Prinzessin Elizabeth in nicht allzu ferner Zukunft Königin von Großbritannien werden würde. Marion Crawford, genannt „Crawfie“, begleitet die Mädchen 17 Jahre lang beim Erwachsenwerden und versucht ihren Schützlingen inmitten all des Prunks, der Egozentrik und des strengen Protokolls etwas Normalität zu vermitteln.

Sie macht mit den beiden Prinzessinnen Weihnachtseinkäufe bei Woolworth, fährt U-Bahn, besucht ein Kino, planscht in öffentlichen Schwimmbädern und bringt ihnen so behutsam den Alltag der britischen Gesellschaft nahe, der ihnen ansonsten womöglich verborgen bliebe. Obgleich das Buch historische Berichte als Grundlage hat, entspringt natürlich vieles der Phantasie der Autorin und nicht jedes Wort sollte für bare Münze genommen werden. Jedoch ermöglicht es eben auch einen Blick durch’s Schlüsselloch in den Alltag im Buckingham Palace, in die Erziehung der beiden Prinzessinnen und in die Funktionsweise der britischen Monarchie. Marion Crawford wurde aufgrund der unerlaubten Veröffentlichung ihrer Memoiren bis zu ihrem Tode durch die Royals gemieden, ihre Zeit mit den beiden jungen Mädchen hat jedoch sicherlich ihre Spuren hinterlassen. Vielleicht ist es auch ein Stück weit dem Einfluss „Crafwies“ zu verdanken, dass Elizabeth zeitlebens ein großes Interesse und viel Wertschätzung für die einfachen Dinge hatte.

Wendy Holden: Teatime mit Lilibet

Fazit: Tea Time mit Lilibet ist gelungener Roman über die Kindheits- und Jugendjahre einer beeindruckenden Monarchin – was sind denn für Euch die besten Bücher über Queen Elizabeth?

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