Dani
Der Lady-Blog testet: Naturkosmetik von puremetics

Zwei Monate lang habe ich mit dem Rest des Lady-Blog-Teams, also Sybille, Sabine, Virginia und Alexandra, jetzt die Naturkosmetikprodukte von puremetics getestet. Das niedersächsische Unternehmen richtet sich an alle, die „sich zwischen Weltretter und Beautyjunkie nicht entscheiden wollen“. Alle Produkte werden biologisch, vegan und plastikfrei hergestellt. Und das Team rund um Gründer Chido verfolgt dabei einige sehr kreative (Verpackungs-)Ansätze.

puremetics: plastikfrei & vegan

Ob Shampoo, Lippenpflegestift oder Bodylotion – bei puremetics werden alle Produkte zu 100 Prozent plastikfrei verpackt! Und nicht nur das: Von der Produktion bis zum Büro-Alltag versucht das 11-köpfige Team rund um Gründer Chidobe Ogbukagu Abfall zu vermeiden wo es nur geht. So sind die Niedersachsen auch beim Bezug ihrer Rohstoffe  ständig im Gespräch mit Herstellern und Zulieferern, um auf Plastik zu verzichten. Versendet wird via DHL GOGREEN, einem Programm, das CO2-Ausgleich durch verschiedene Umwelt-Projekte garantiert. Müll soll aber auch durch Reduzierung von unnötiger Kosmetik verhindert werden. So legt purmetics Wert darauf, Allrounder zu erschaffen, wie das Amla-Pulver, das zum Haarewaschen, als Maske, Peeling und Nahrungsergänzung verwendet werden kann, oder das 3in1 Dusch-Fluff, welches reinigt, peelt und cremt. Artikel die kleine Macken haben, werden als Sonderangebot verkauft – sogar die Späne, die beim Schneiden der Seifen entstehen, können erworben werden. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Cleanhub zusammen und sammelt bei jeder Bestellung 1 kg Plastikmüll aus den Gewässern.

Wir finden: Das klingt alles fantastisch, und haben darum das Angebot sehr gerne angenommen, ein paar der plastikfreien Produkte von puremetics zu testen.

puremetics: plastikfreie Naturkosmetik im Test

1. Shampoo in Pulverform

Eines der innovativsten Produkte von puremetics ist ein Shampoo in Pulverform, das am Abend vor der ersten Nutzung mit Wasser angerührt in einen Spender gegeben wird und dann etwa 4 Wochen lang verwendet werden kann. Alternativ kann es auch in Pulverform direkt auf dem Kopf angewendet werden. Bei uns stieß es auf geteiltes Echo:

Alexandra: „Ich habe das Shampoo-Pulver „Hafermilch Zitrone“ ausprobiert und mich für die Anrührmethode entschieden, obwohl ich eigentlich lieber Produkte mag, die ich sofort nutzen kann und nicht erst bearbeiten muss. Die Konsistenz nach dem Anrühren ist etwas zäh, kann man aber mit mehr Wasserzugabe gut verdünnen. Ich habe ein leeres Marmeladenglas zum Lagern genutzt. Das Haarewaschen war sehr angenehm, aber auch relativ geruchsneutral. Weder Zitrone noch Hafermilch habe ich rausgerochen. Nach dem Waschen haben sich die Haare frisch und locker angefühlt. Allerdings muss ich sagen, dass meine Haare bei herkömmlichen Shampoos ungefähr 2-3 Tage halten, bis sie anfangen strähnig zu werden. Diesen Effekt hatte ich beim puremetics Shampoo nach einem Tag. Natürlich muss sich die Kopfhaut umstellen, aber auch nach mehrfacher Nutzung hat sich keine längere Haltbarkeit am Kopf eingestellt.“

Sabine: „Das Shampoo-Pulver „Hafermilch Zitrone“ ist perfekt für alle, die sich ein flüssiges und dennoch plastikfreies Shampoo wünschen. Denn das Pulver verwandelt sich mit 150 ml aufgekochtem Wasser über Nacht in ein cremiges Shampoo und ist im angerührten Zustand dann etwa 4 Wochen lang haltbar. Mir persönlich hat dieses leicht nach Zitrone riechende Shampoo sehr gut gefallen. Die Haare fühlten sich geschmeidig und gepflegt an.“

Viginia: „Das Shampoo-Pulver „Teebaum Rosmarin“ wurde meinen Erwartungen leider nicht gerecht: Meine Haare waren jeweils einen Tag nach dem Waschen bereits strähnig, sodass ich sie praktisch täglich waschen musste. Tägliches Waschen und Föhnen ist jedoch weder für die Haare noch für die Umwelt gut. Meine Kopfhaut hat zudem nach einigen Tagen Nutzung arg geschmerzt, sodass ich den Test vorzeitig abgebrochen habe. Der letzte Punkt betrifft die Konsistenz des angemischten Shampoos. Eine Nutzung aus meinem Glas-Pumpspender war leider nicht möglich, da das Shampoo einfach zu fest war und sich nicht herauspumpen ließ. Auch ein Herausschütteln aus der Flasche war nur unter Zugabe von Wasser möglich. Insgesamt war die Nutzung also sehr unhandlich und einfach unpraktisch im Alltag. Das Shampoo war für mich mehr Frust als Lust und stellt für mich keine Alternative zu meinem festen Shampoo dar.“

Sybille: „Ich fand die Pulveridee spannend und habe das Shampoo Hafermilch-Zitrone auch als solches benutzt. Dazu gibt man etwas von dem Pulver in die Hand, schäumt es ein wenig auf, verteilt es auf den Haaren und wäscht es sehr gründlich aus. Nach der Wäsche lassen sich die Haare gut durchkämmen, was eindeutig für die Pflegewirkung spricht. Ansonsten benötige ich nämlich immer einen Leave-in-Conditioner. Außerdem mag ich den zarten Zitronen-Duft.“

puremetics: plastikfreie Naturkosmetik im Test

Das Shampoo von puremetics steckt in einer Kraftpapier-Tüte und muss vor der ersten Nutzung angerührt werden, die 50g-Tüte ergibt etwa 200ml flüssiges Shampoo

2. Pflege- und Haarseifen von puremetics

Neben Produkten in Pulverform bietet puremetics natürlich auch Seifen an. Wir haben die Gesichtspflegeseife Wildrose, die Duschpeelingseife Olive-Mohn und die Haarseife Rizinus Repair getestet. Außerdem hat uns das niedersächsische Unternehmen eine tolle Testbox mit Seifenminis zukommen lassen. Insgesamt waren wir mit den Seifen sehr zufrieden.

Gesichtspflegeseife Wildrose

Virginia: „Die Seife wird in einer Verpackung aus hauchzartem Kraftpapier geliefert. Die knallpinke Farbe hat bei mir aber leider für keinen Aha-Effekt gesorgt. Im nassen Zustand hinterlässt die Seife an wirklich allem leuchtend pinke Spuren und färbt alle anderen Seife in der Seifenschale ebenfalls ein. Vielleicht könnte man hier etwas nachbessern und die Seife farblich etwas dezenter gestalten? Denn unabhängig von der Farbe gefällt sie mir sehr gut. Sie lässt sich zu einem ganz weichen zarten Schaum aufschäumen, pflegt die Haut wunderbar und duftet wie ein ganzes Rosenmeer.“

Duschpeelingseife Olive-Mohn

Virginia: „Die Olive-Mohn-Seife hat mich auf ganzer Linie überzeugt! Sie kommt in einer schlichten Verpackung aus dünnem Kraftpapier und sorgt auch nach dem Auspacken optisch für Genuss. Offen in der Dusche lagernd ist sie wirklich hübsch anzusehen, duftet ausgezeichnet und peelt dank der enthaltenen Mohnsamen sanft und natürlich.“

Haarseife Rizinus Repair

Sabine: „Die Haarseife „Rizinus Repair“ ist mir persönlich in der Handhabung ein wenig zu groß. Aber ansonsten ist das tensidefreie Shampoo mit Rizinusöl und farblosen Hennaessenzen, welches nebenbei als Kur wirkt, einfach top. Auch hier fühlten sich meine Haare nach dem Waschen geschmeidig und weich an. Hinzu kommt ein dezenter Duft.“

puremetics: plastikfreie Naturkosmetik - unsere Erfahrungen

Allen, die die verschiedenen Seifen von puremetics einmal ausprobieren wollen, können wir die Seifenminis empfehlen – die Box kann im Anschluss zum Transport von Seifen auf Reisen verwendet werden//Übrigens: Jede der Seifen kann auch komplett unverpackt bestellt werden – Ihr habt die Wahl 

3. Deostick Zitrone

Viginia: „Der Duft ist himmlisch frisch und die Größe handlich und praktisch für unterwegs. Dennoch konnte mich das Zitronendeo mit Babassuöl und Sheabutter leider nicht vollständig überzeugen. Denn: Die Konsistenz ist sehr fest und beim Auftrag etwas rauh. Um das Deo auftragen zu können, muss ein recht hoher Druck ausgeübt werden. Die Verpackung ist komplett aus dickem Kraftpapier, ein großes Plus! Leider ist aber die Anwendung genau dadurch auch irgendwie mühselig und unpraktisch, da das Herausschieben und festhalten des Deosticks während des Auftrags gar nicht so einfach ist. Die Wirksamkeit ist in unserer Familie durchmischt – von „wirkt super“ bis „wirkt gar nicht“ war alles vertreten. Das scheint mir aber generell sehr typabhängig zu sein – einen Versuch ist es wert!“

4. Trockenshampoo

Dani: „Was mich an purmetics am meisten begeistert – die tolle plastikfreie Verpackung – ist beim Trockenshampoo auch mein größter Kritikpunkt. Denn das Pulver mit dem Duft nach frisch gewaschener Wäsche lässt sich nach mehrmaliger Nutzung nicht mehr aus dem Spender befreien. Da der Streuer verstopfte, habe ich es aus dem – an sich sehr praktischen – Behälter genommen und in ein Gas gegeben. Dort bewahre ich normalerweise auch die Speisestärke auf, die ich als Trockenshampoo verwende. Denn bei hellem Haar benötigt man eigentlich gar nicht mehr.“

Unsere Erfahungen mit puremetics: plastikfreie Naturkosmetik

Mein Tipp: Wer das Trockenshampoo für dunkle Haare ausprobieren möchte, oder sich ein Trockenshampoo mit Duft wünscht, kann sich das Trockenshampoo bei puremetics auch im Nachfüllpack ohne Spender kaufen

5. Peel-Off Maske Anti Aging mit Hyaluron

Sybille: „Die Hyaluron-Maske wird mit Wasser zu einem Brei angerührt. Nach dem Auftragen trocknet die Maske an und kann dann vom Gesicht abgezogen werden. Der Maskenbrei sah zwar gewöhnungsbedürftig aus und lässt sich eher schlecht verteilen, aber meine Haut hat sich nach dem Maskenfest gut und weich angefühlt und es gab keine Rötungen.“

puremetics: plastikfreie Naturkosmetik getestet

Unser Fazit zu puremetics

Wir haben die Produkte natürlich zum Teil sehr unterschiedlich wahrgenommen. Doch während das Shampoo in Pulverform bei den meisten von uns nicht so richtig gut ankam, waren wir von den Seifen begeistert. Das Produktdesign mit den schlichten Verpackungen aus Kraftpapier ist rundum gelungen und hat uns allen gefallen – in einigen Fällen, wie dem Deo-Stick oder dem Trockenshampoo könnte an der Konstruktion noch etwas gefeilt werden. Toll finden wir auch, dass – um Plastik zu vermeiden – auf Papier, statt auf Glas gesetzt wird, denn Glas ist nicht nur sehr bruchanfällig sondern auch im Transport viel schwerer und teurer. In einigen Fällen ist es sogar möglich ganz auf die Verpackung zu verzichten. Überzeugend finden wir auch, wie versucht wird auf allen Unternehmensebenen auf Plastik zu verzichten.

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3 Kommentare
  • Ani sagt:

    Dankeschön für den tollen Artikel, der zum Ausprobieren Lust macht. Die Unternehmensphilosophie hört sich sympathisch an und eure verschiedenen Erfahrungsberichte finde ich sehr hilfreich.

  • Nina sagt:

    Ein toller und ehrlicher Artikel. Mir gefällt es sehr, dass hier alle Autorinnen zu Wort kommen. Bei Kosmetik ist es ja nun mal so, dass die Wirkung vom Haut- und Haartyp abhängt.
    Ich lese die Artikel über Naturkosmetik hier sehr gerne. Weiter so!

    Liebe Grüße
    Nina

  • Pippi sagt:

    Hallo,

    habe den Blog-Artikel mit großem Interesse gelesen. Danke sehr.

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