Moderne Massivholz-Möbel: Natur trifft auf Design*

{*Anzeige} Stylisch, trendig, elegant – diese Eigenschaften hätte man vor zehn Jahren vermutlich nicht sofort mit Massivholzmöbeln in Verbindung gebracht. Doch heute sieht das ganz anders aus, denn im Interior-Bereich steht mittlerweile fest: Massivholz kann einiges! Hier lest Ihr, warum und wie Eiche, Zirbe und Co. zu Designwundern avancierten und warum es sich unbedingt lohnt, in Naturmöbel zu investieren. ein Gastartikel von Martin

Natürlich währt am längsten

Zunächst: Massivholz-Möbel sind nicht günstig. Das nötige Kleingeld hat natürlich nicht jeder sofort parat. Allerdings zahlt sich die Investition in massives Holz schnell aus. Denn wo ein günstiges, furniertes Möbelstück oder ein Exemplar aus Spanplatten eher früher als später zum Sorgenkind wird, überstehen robuste, stabile Holzmöbel so gut wie jede Krise und sind damit echte Erbstücke. Schließlich mussten auch die Bäume, aus denen sie gefertigt sind, mit verschiedensten Witterungsbedingungen zurechtkommen können. Und mehr noch: Da sich die Bäume gegen Umwelteinflüsse behaupten mussten, hat so ein Massivholz antibakterielle Eigenschaften. Setzen sich also in einem Massivholzmöbel Keime fest, sterben sie bald wieder ab, da sie keine Feuchtigkeit bekommen. Diesen praktischen Effekt könnt Ihr übrigens auch in der Küche nutzen, indem Ihr Holzschneidebretter statt Plastikexemplaren verwendet.

Der Trend: Möbel aus unbehandelten Zirbenholz

Massivholz-Möbelstück haben sogar positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Vor allem bei unbehandelten Holzoberflächen wird Feuchtigkeit konstant aufgenommen und wieder abgegeben. So verbessern Holzmöbel im Alleingang das Raumklima. Dass Holzmöbel jedem Raum eine gewisse Ruhe verleihen, lässt sich kaum abstreiten. Ein kleines Stück Wald in den eigenen vier Wänden kann bewirken, dass wir uns zuhause besser entspannen. Vor allem in urbanen Wohnräumen, wo wir täglich mit geradlinigen Designs aus Glas und Beton konfrontiert sind, können Holzmöbel ein Stück Natur in die eigene Wohnung bringen. Je nach Holzsorte können die Möbel einen ganz eigenen Duft ausstrahlen. Ein Massivholz-Bett aus einer Zirbe zum Beispiel enthält Öle und Harze, die ein unverwechselbares Aroma im Schlafzimmer erzeugen. Allerdings kann der Geruch nur austreten, wenn die Oberfläche des Möbelstücks unbehandelt ist. Aus diesem Grund setzten immer mehr Hotels auf Möbelstücke aus unbehandelten Zirbenholz.

Interieur-Trend: Massivholzmöbel

Massivholz-Möbel werden meist auf eine der folgenden Arten verarbeitet:

  • Keine Oberflächenbehandlung: Nur wenige Holzsorten können unbehandelt bleiben, aber vor allem Zirbenholz wird oft nicht geölt, lackiert oder auf andere Arten bearbeitet. Denn nur durch unbehandelte Oberflächen kann der Zirbenduft austreten.
  • Behandlung der Oberfläche mit Öl: Klassische Holzsorten für den Möbelbau wie Eiche oder Kastanie neigen bei unbehandelter Oberfläche zu Splitterbildung und werden daher meist mit Öl behandelt.
  • Behandlung der Oberfläche mit Lack und/oder Farbe: Diese Art der Bearbeitung macht die Oberfläche zwar womöglich glatter und bunter, bedeutet aber auch, dass sie vollständig verschlossen wird. Lacke und Farben versiegeln das Holz, sodass positive Eigenschaften wie Luftregulierung und antibakterielle Wirkung wegfallen.

Kommode aus Zirbenholz

Braun und grün: Nachhaltigkeit bei Massivholz-Möbeln

Ein Grund für die steigende Beliebtheit von Massivholz-Möbeln ist auch ihre Umweltbilanz. Möbel aus massivem Vollholz sind in vielerlei Hinsicht deutlich nachhaltiger als ihre günstigen Kollegen aus Spanplatten oder furnierten Billighölzern. Der Aspekt der Nachhaltigkeit ergibt sich einerseits aus der Langlebigkeit der natürlichen Möbel – bei richtiger Pflege bleibt ein Massivholz-Möbelstück mitunter über mehrere Generationen erhalten. Andererseits gilt nachhaltig natürlich auch, was die Produktionsbedingungen betrifft, denn Holz ist bekanntlich ein nachwachsender Rohstoff. Heimische Hölzer werden immer nur in dem Ausmaß verarbeitet, wie sie auch wieder nachwachsen können. Unter anderem deshalb solltet ihr ihnen den Vorzug geben und auf tropische Hölzer wie zum Beispiel Teak verzichten.

Jedes Stück ein Unikat!

Wohntrends hin oder her, letztendlich ist die eigene Wohnung ein Rückzugsort, der immer individuell ausgestattet wird. Ikea-Klassiker wie Billy sind Kult, doch ansonsten wollen wohl die wenigsten von uns Massenware zuhause. Die Massivholz-Möbel passen perfekt in den Megatrend Individualisierung, denn dank des Naturmaterials ist kein Exemplar gleich. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Bäume identisch aussehen, was Maserung und Astlöcher betrifft, ist gleich Null. Dementsprechend hat jedes Möbelstück aus Massivholz einen eigenen Charakter. Natürlich wird damit gerade die Wahl eines großflächigen Holzmöbels immer auch eine kleine Überraschung, schließlich kann man sich die Zeichnung im Holz nicht explizit aussuchen. Außerdem gehört zum individuellen Charakter eines Massivholz-Möbelstücks auch die Tatsache, dass jede Holzsorte mit der Zeit nachdunkelt. Wenn Ihr Euch also in einen ganz bestimmten Braunton verliebt habt, müsst Ihr Euch darauf einstellen, dass das Holz in ein paar Jahren etwas dunkler aussehen kann.

Massivholzbett von Linetti

Interieur-Trend: Kommode aus Massivholz

Happy End: Massivholz richtig pflegen

Mit Massivholzmöbeln verhält es sich wie mit allen Qualitätsprodukten – je besser Ihr sie pflegt, desto länger bleiben sie erhalten. Denn so widerstandsfähig Massivholz ist, braucht es doch hin und wieder ein bisschen Aufmerksamkeit. Die richtige Pflege hängt dabei immer davon ab, ob das Holz vorbehandelt oder im Naturzustand belassen ist.

1. Schützt das Möbelstück vor Hitze und Wasser, stellt also keine heißen Teetassen direkt auf den Holztisch.

2. Reinigt das Holz wenn möglich trocken, alternativ mit einem leicht angefeuchteten Tuch.

3. Gleicht Dellen und Kratzer durch Wasserdampf aus, indem ihr ein feuchtes Tuch auf die betreffende Stelle legt und mit einem mittelheißen Bügeleisen kurz und punktgenau über die Stelle geht. Der Dampf dringt in das Holz ein und lässt es aufquellen, sodass die Delle verschwindet.

4. Verzichtet auf Holzpflegemittel, da diese teils sehr aggressive Stoffe enthalten und das Holz angreifen können.

5. Frischt die Ölversiegelung etwa alle sechs Monate mit einem hochwertigen Hartwachsöl auf.

6. Stellt das Massivholz-Möbelstück an einer günstig beleuchteten Stelle auf, das heißt: nicht im direkten Sonnenlicht und nicht teils im Licht, teils im Schatten. Dadurch dunkelt das Holz gleichmäßig nach und trocknet nicht aus.

Interieur-Trend: Kommode aus Zirbenholz

*dieser Beitrag ist in Kooperation mit Linetti entstanden//Über den Autor: Als einer der Geschäftsführer von Linetti – dem Onlineshop für stilvolle Massivholzmöbel – ist Martin Krebs unter anderem in der Produktentwicklung tätig. Für ihn ist es ein Herzenswunsch, all jenen Menschen weiterzuhelfen, die sich ebenfalls wieder mehr Natürlichkeit im eigenen Wohnraum wünschen und dabei nicht auf modernes Design verzichten wollen.

Bild-Credits: Linetti.com

1 Kommentar
  • Dana sagt:

    Sehr schön beschrieben, es ist fast eine Schande, den Geruch des Zirbelholzes mit Oberflächenbehandlung einzuschränken.

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