Mode-Tipps von Jackie Kennedy-Onassis

Jackie Kennedy hat sich im Laufe der Jahre auch in Bezug auf Mode immer wieder ein wenig verändert. Zu Beginn ihrer Auftritte in der Öffentlichkeit musste sie stets formell erscheinen. Eine Aufgabe, welcher die Präsidentengattin immer formvollendet nach kam. In den späteren Jahren, als sie mit Aristoteles Onassis verheiratet war, wurde sie als Jackie O berühmt für ihre eleganten und legeren Outfits, die bis heute in abgewandelter Form tragfähig sind. von M.Daniela

1. Etuikleid & Kostüm

Jackie Kennedy lies sich gerne ihre Kostüme maßschneidern. Oleg Cassini, ein amerikanischer Modeschöpfer mit russischen Wurzeln, entwarf zwischen 1961 und 1963 um die 300 Kleider für Jackie. Dabei hielt er sich gerne an die Pariser Mode und schon damals munkelte man, dass er sich auch stark an Chanel orientierte. Die Kleider waren in der Regel unifarben und sowohl in zarten Pastelltönen als auch in kräftigen Farben gehalten. Charakteristisch war ihre leichte A-Linie, die passende Jacke dazu war kurz geschnitten und kastenförmig. Tolle Kostüme und Etuikleider im Jackie-Stil könnt Ihr Euch beispielsweise bei Dolzer anfertigen lassen.

2. Kleider außerhalb offizieller Anlässe

Auch weniger formelle Kleider entwarf Cassini für seine Stilikone, die sich – nicht zuletzt durch seine Beratung – stark von der Biederkeit der damaligen Zeit absetzte und somit das Glamouröse in die Mode brachte. Besonders elegant waren Kleider mit ausgestellten Röcken und V-Ausschnitt, welche gerne durch einen Gürtel auf Taille gebracht wurden.

Jackie Kennedy in einem roséfarbenen Kostüm und passendem Pillbox-Hut

3. Pillbox-Hut & Bouffant

Der Pillbox-Hut wurde erst durch Jackie berühmt. Es handelte sich hierbei um einen steifen runden bis ovalen Hut ohne Krempe, welcher oben abgeflacht ist. Das bekannteste Bild, das der Welt in Erinnerung blieb, ist der roséfarbene Hut, den Jackie am Tag der Ermordung Ihres Mannes trug. Diese Art von Hüten unterstrichen ihre klassische Eleganz. Der in New York ansässige Friseur Kenneth Bartelle kreierte eigens für Jackie die legendäre Föhnfrisur. Dabei werden die Haare am Oberkopf antoupiert und fallen seitlich als Föhnwelle in Form. Heute ist diese Frisur zwar aus der Mode geraten. Doch es gibt abgewandelte, moderne Versionen und vielleicht kommt der Bouffant ja auch wieder in Mode.

Mit ihrer Föhnfrisur und dem Pillbox-Hut gilt Jackie heute als Inbegriff der First Lady

4. Perlen & Statement-Ohrringe

„Pearls are always appropriate!“ – Jackie, welche übrigens lieber Jaqueline genannt wurde, soweit es französisch ausgesprochen wird, liebte ihr Leben lang Perlen. Sie hielt dies für jeden Anlass angemessen und ich muss ihr zustimmen. Gerne trug sie Schmuckstücke von Kenneth Lane, so wie ihre bekannte mehrstrangige Perlenkette. Noch heute könnt Ihr Vintagestücke von ihm erwerben. Eine tolle Alternative ist der wunderschöne Perlenschmuck von Yana Nesper. Doch Jackie liebte auch auffällige Ohrringe, denn diese ergänzten wundervoll ihre sonst eher schlicht gehaltenen Outfits. Besonders gerne trug sie mit Diamanten umrundete Perlen oder hängende Ohrringe mit Smaragden und Diamanten. Sehr gut gefallen mir auch ihre bekannten Blütenohrringe. Groß und doch fein. Aber auch die tropfenförmigen Perlenohrringe wirken sehr feminin und lassen das Herz einer Lady höher schlagen. Auch hier griff sie gerne auf die Kollektionen von Kenneth Lane zurück. Ähnliche Varianten findet Ihr z.B. bei J.Crew.

Auch diese Blütenohrringe von Schwester Schwester hätten Jackie sicherlich sehr gefallen

5. Trenchcoat & Mantel

An kühlen Tagen trug Jackie am liebsten einen Trenchcoat. Noch heute dürfte dieser Klassiker im Schrank jeder Lady zu finden sein. Immer eine gute Investition ist ein Burberry-Mantel. Aber auch bei Zara oder in günstigeren Boutiquen findet Ihr immer mal wieder hochwertig verarbeitete Stücke. Ganz bekannt ist ein Bild, auf dem sie einen dunkelblauen Mantel mit goldenen Knöpfen von Ives Saint Laurent trägt. Aber auch ein camelfarbener Kamelhaarmantel war ein gern getragenes Kleidungsstück in ihren späteren Jahren.

6. Leichte Hose mit schwarzem Rollkragen

Jackie trug oft die zur damaligen Zeit bekannten Flared Pants mit einem schwarzen Rollkragen-Pullover, einem feinen Shirt oder einer Seidenbluse. Dieses legere und doch elegante Outfit trug sie am Strand oder bei Bootsausflügen (in weiß), auf dem Fahrrad (in einer Jeans-Ausführung) oder in der Stadt beim shoppen (in einer eleganten dunklen Farbe). Letzteres dann auch gerne mit Blazer. Dazu kombinierte sie gerne Tücher von Hermès, um die Haare in Form zu halten sowie auffälligen Schmuck. Aber nie zu viel von allem.

Beim Reiten setzte Jackie auf eine helle Rollkragen-Hosen-Kombination

7. Dunkle Sonnenbrille

Jackie ohne große dunkle Sonnenbrille ist fast nicht vorstellbar. Sie trug gerne ein Modell von Nina Ricci. Wir haben es heute einfacher: In jedem Brillenfachgeschäft kann man gute und günstige Modelle in allen Formen erwerben. Als Mama von drei Kindern gefällt mir dieser Mode-Tipp von Jackie fast am besten. Denn auch an „Augenring-Tagen“ ist eine solche Brille eine stilvolle Lösung. Ich bin mir sicher, dass Jackie gerade nach dem Tod ihres Mannes oft Augen hatte, die ihren Kummer verraten hätten. Auch nach der Scheidung von ihrem zweiten Ehemann Aristoteles Onassis, war sie oft mit Brille zu sehen. Sie verstand es immer diskret zu bleiben – selbst von Journalisten umlagert.

8. Hermèstuch & Handschuhe

Ich denke, dazu gibt es nicht viel zu sagen. Ein Hermèstuch spricht für sich. Jackie verstand es, dieses in allen möglichen Variationen zu tragen – als Halstuch natürlich, aber auch als Kopftuch am Strand oder bei Regen. Bei Hermès auf der Homepage findet Ihr wundervolle Tragemöglichkeiten für Seidencarres, mit denen man passend zur heutigen Mode Jackies Vorbild folgen kann. Und es muss ja nicht unbedingt ein Stück von Hermès sein. Ein feines Seidentuch, z.B. von Roeckl oder Codello, ist immer elegant. Jackie trug stets Handschuhe bei Ihren Auftritten. Ganz bekannt sind ihre ellenbogenlangen weißen Handschuhe aus Leder. Originelle Varianten erhaltet Ihr z.B. bei Sermoneta Gloves.

9. S.T.Dupont

Jackie war begeisterte Dupont-Kundin und besaß ein klassisches Ligne 2 Feuerzeug. Es wurde für sie mit einem schlichten „J“ graviert. Als sie 1973 einen passenden Stift bei S.T.Dupont bestellte, war das die Geburt einer weiteren Dupont-Ikone. Die Idee zur Form des Classique-Stiftes war vom „Roller“ des Feuerzeuges inspiriert. Natalie Portman benutzt im Film „Jackie“ übrigens ebenfalls ein Feuerzeug und Stift der französischen Traditionshauses.

Mit seiner schlanken Form wurde der Luxus-Kugelschreiber zum Symbol modernen Designs/Bild-Credit: S.T.Dupont

10. Jackie Bag

Zu guter Letzt widme ich mich der legendären „Jackie-Bag“ von Gucci – eine der bekanntesten Taschen des italienischen Luxusunternehmens. Im Jahr 1958 entworfen, wurde sie erst „Bovier-Bag“ nach Jackies Mädchennamen benannt. Seit 1961 trägt sie den Namen Jackie-Bag und ist bis heute ein unumstrittener Klassiker. Jackie trug die Henkeltasche über Jahrzehnte in verschiedenen Varianten. Bis heute ist die Tasche – jede Saison ein wenig abgewandelt – bei den aktuellen Kollektionen von Gucci zu sehen.

Bild-Credits: Die Bilder sind Werke der Regierung der Vereinigten Staaten und gemeinfrei

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9 Kommentare
  • Dani sagt:

    Liebe Daniela,

    vielen lieben Dank für diesen informativen Artikel. Du hast mich dazu inspiriert, mir mal wieder einen Rollkragenpullover zuzulegen! Und ich brauche definitiv noch mehr Statement-Ohrringe. :-)

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Alexandra Z sagt:

    Wunderbar! Ich trage ja total gerne Rollkragen und so eine große Sonnenbrille werde ich mir dieses Jahr auch wieder zulegen, damit kann man einfach nichts falsch machen!
    Danke für den schönen Beitrag, eine Anmerkung habe ich allerdings noch ;-)
    Jackie Kennedy wurde nie von Aristoteles Onassis geschieden, da er vorher starb.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Charlotte sagt:

    Toller Beitrag! Könnt ihr noch was zu ihren Schuhen schreiben? Und ich würde so ein Jackie-Outfit gerne mal „in echt“ nachgestylt sehen. :)

    Liebe Grüße
    Charlotte

  • M.Daniela sagt:

    Liebe Alexandra,

    danke für deine Information.
    Es stimmt. Sie lebten in Scheidung. Während der Vorbereitungen zur Scheidung ist Aristoteles Onassis am 15. März 1975 verstorben. Jackie hielt sich zu diesem Zeitpunkt mit Ihren Kindern in New York auf. Somit lebten sie zwar in Scheidung, waren aber offiziell noch verheiratet.

  • M.Daniela sagt:

    Liebe Charlotte,

    ich persönlich finde, dass ein klassisches Jackie Outfit sowohl mit spitzen halbhohen Lederpumps als auch mit Ballerinas abgerundet wird. Bei festlichen Anlässen dürfen die Schuhe aber auch gerne etwas höher ausfallen.
    Das Modell „Vara“ von Ferragamo,welches es in abgewandelter Form in verschiedenen Höhen gibt, dürfte ein Schuh sein den Jackie heute gewiss tragen würde.

  • Wienlady sagt:

    Liebe M.Daniela, ein toller Beitrag. Als kleines Mädchen hab ich mir immer , heimlich natürlich, die Zeitschriften meiner Oma angeschaut. Interessiert haben mich dabei immer nur die Fotos von Jackie und Fürstin Gracia. Freue mich schon sehr auf den nächsten Artikel. Liebe Grüße – Wienlady

  • Rena sagt:

    Absolut! Jackie O. ist auch meiner Meinung nach immer noch eine wunderbares Stilvorbild.
    xx Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  • Was ich mir beim Betrachten der Bilder von Jackie O. immer wieder denke: Sie hatte ein unheimlich faszinierendes Gesicht. Schön? Irgendwie war sie das, auch wenn sie keine klassisches Schönheit war. Sie hatte einfach unheimliches Charisma. Sowas kann man nicht trainieren – entweder man hat es, oder man hat es nicht! Wenn man es dann noch schafft, den passenden Stil zu finden, kommt eine Ikone wie sie dabei heraus. Eine großartige Frau war sie, in jeder Hinsicht!

  • Bianca sagt:

    Ein sehr sehr schöner Post. Ich finde, Jackie hatte einen tollen und unverwechselbaren Stil, von dem wir uns wirklich auch heute noch viel abschauen können.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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