Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Muttertag: Ein Dank an unsere Mütter

Muttertag: Ein Dank an unsere Mütter

Was Mamas ein Leben lang leisten, das versteht man erst so richtig, wenn man selbst Mutter ist. Sie stillen Babys in den unmöglichsten Positionen in den Schlaf, machen die Nächte mit dem kranken Kleinkind durch, schmieren Butterbrote in der Früh, jubeln am Fußballfeld, organisieren Kindergeburtstage, basteln stundenlang an Regentagen und führen innerliche Kämpfe, wenn das Kind langsam erwachsen und selbstständig wird – von der Geburt wollen wir gar nicht erst reden. In der Regel geben Frauen ihre Karriere für die Kinder auf und nehmen in Kauf, weniger als Männer zu verdienen. Gründe genug, sie am Muttertag zu ehren – oder?

500 weiße Nelken

Am 14. Mai ist Muttertag. Der Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft war – wie Halloween oder Valentinstag – ursprünglich ein amerikanischer Feiertag. Sein Anfang liegt in der US-amerikanischen Frauenbewegung. Anna Marie Jarvis veranstaltete am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestages ihrer Mutter ein „Memorial Mothers Day Meeting“. Ihre Mama wiederum hatte zum ersten Mal ein „Mothers Day Meeting“ organisiert, bei dem sich Mütter zu aktuellen Themen austauschen konnten. Als Liebesbeweis an ihre Mutter ließ Anna Maria Jarvis 500 weiße Nelken vor der örtlichen Kirche an andere Mütter verteilen. Die nächsten Jahren widmete sie ganz dem Ziel, einen offiziellen Muttertag ins Leben zu rufen.

Ehret die Mutter

Die Bewegung von Jarvis wuchs rasch. 1914 beschloss der US-Kongress offiziell: Als Zeichen der Verehrung für die Mutter solle künftig der 2. Sonntag im Mai als nationaler Feiertag begangen werden. In Deutschland gibt es den Muttertag offiziell seit 1923*. Hierzulande war er von Anfang an vor allem ein Tag der Blumenverkäufer. Diese warben schon in den ersten Jahren mit Plakaten wie „Ehret die Mutter“ in ihren Schaufenster. Und in den meisten Bundesländern dürfen Blumenläden an diesem Sonntag offiziell geöffnet haben. Übrigens: Die Gründerin des Muttertags hat es bereut, den Tag ins Leben gerufen zu haben und kämpfte dafür, dass er wieder abgeschafft wird. Denn in den USA werden die Ausgaben an diesem Tag (im Schnitt 172 Dollar pro Mutter) nur noch vom Weihnachtsgeschäft übertroffen. In Deutschland werden immer noch größtenteils Blumen verschenkt. Und das ist auch gut so. Oder wie seht Ihr das?

Kähler Vase Hammershoi anthrazit

Kähler Vase Hammershoi anthrazit

Merci Maman: Kette mit Namen der Kinder

Auch eine schöne Idee: Bei Merci Maman könnt Ihr Eurer Mama eine Kette gravieren lassen – z.B. mit den Namen der Kinder/Bild-Credit: Merci Maman

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Fleurop entstanden

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5 Kommentare
  • Alexandra Z sagt:

    Sehr schön! Von Merci Maman haben mir meine Freunde eine Kette mit einem kleinen Goldanhänger mit einem F drauf zum 30. Geburtstag letztes Jahr geschenkt. Fand ich eine ganz ganz wunderbare Idee und habe mich sehr gefreut, Ich trage so selten Ketten, aber die trage ich fast täglich.

    LG
    Alexandra

  • Helena sagt:

    Mütter leisten viel und dafür sollte ihnen gedankt werden. Deshalb gefällt mir auch prinzipiell ein Artikel zu dem Thema.

    Ich finde es aber traurig, einen Satz wie „In der Regel geben Frauen ihre Karriere für die Kinder auf.“ zu lesen. Im Moment tut sich so viel, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern soll. Wer Teilzeit arbeitet, ist danach nicht weniger gut qualifiziert als diejenigen, die Vollzeit gearbeitet haben. Die Karriere der Mutter muss deshalb mit der Geburt des Kindes nicht beendet sein.
    Wir Frauen müssen trotzdem weiterhin gemeinsam für noch bessere Bedingungen kämpfen. Zu oft Sätze wie den Zitierten zu lesen, demoralisiert uns aber und suggeriert, wir müssten uns zwischen Kindern und Karriere entscheiden.
    (Wenn eine Frau mit der Entscheidung für nur eins von beidem glücklich ist, dann ist das genauso wunderbar. Ich will die Hoffnung, beides hinzukriegen, aber noch nicht aufgeben. :-))

  • Dani sagt:

    Liebe Helena,

    Du meinst, es ist eine Self Fulfilling Prophecy? Ja, vielleicht hast Du recht und ich habe bei dem Satz selbst kurz geschwankt, aber leider ist er momentan immer noch die Realität. Das heißt aber nicht, dass ich nicht absolut dafür eintrete, dass sich die Situation für Frauen und Mütter im Speziellen bessert – was die Karrierechancen angeht, die Bezahlung und natürlich auch die Vereinbarkeit mit Familie.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Helena sagt:

    Liebe Dani,

    ja, genau so hatte ich es gemeint. Auch von der Gender-Pay-Gap habe ich mal die Meinung gelesen, sie sei eine Self-Fulfilling Prophecy. Das halte ich zwar als alleinige Erklärung völlig übertrieben, aber ich glaube schon, dass der „Fehler“ auch bei uns Frauen selbst liegt, wenn wir nicht stark genug für unsere Rechte eintreten. Und warum wir das nicht tun, hat auf jeden Fall vielfältige Gründe. Ich denke, mit der Wichtigste ist, dass die meisten von uns so erzogen wurden, dass wir uns schnell zufrieden geben, nicht aufmurren und den Frieden wahren.
    Die Gender-Pay-Gap ist zwischen Frauen und Männern, die denselben Beruf ausüben, ja auch wirklich klein. Trotzdem kann man sich fragen, ob zum Beispiel die Löhne im Sozialsektor so niedrig wären, wenn dort hauptsächlich Männer arbeiten würden, oder ob sie sich das nicht bieten lassen würden.
    Du hast aber Recht, dass Mütter sich in den meisten Fällen mehr für ihre Familie aufopfern als Väter und dass das auf jeden Fall hoch geschätzt werden soll!

    Viele liebe Grüße
    Helena

  • Jens sagt:

    Sehr schöner und informativer Artikel zum Thema Muttertag.

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