Buch „Mode lesen“ von Fiona Ffoulkes

Angeregt durch eine enthusiastische Kritik in der FAZ erwarb ich vor kurzem das Buch „Mode lesen“ von Fiona Ffoulkes. Da es hieß, es sei eine leicht verständliche Einführung in die Geschichte und Gegenwart der Mode, die dazu führen würde, aktuelle Modetrends besser einzuschätzen, machte ich mich sofort daran, das Buch zu lesen. Von Sybille

Der Inhalt startet vielversprechend

Und – ich war enttäuscht. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass es schwerlich möglich ist, die Damen- und Herrenmode der letzten Jahrhunderte auf 250 Seiten zusammenzufassen, geschweige denn zu analysieren. Der Inhalt startet zunächst vielversprechend mit dem Kapitel „Stilkunde“. Auf etwa 40 Seiten erklärt die britische Autorin Fiona Ffoulkes, wie die Mode vergangener Jahrhunderte die Kleidung der Gegenwart beeinflusst. Unterstützend illustriert wird das Kapitel mit Fotos alter und aktueller Kollektionen. Das hört sich grundsätzlich sinnvoll an. Was mich aber wirklich geärgert hat, war die Oberflächlichkeit der Texte und die häufige Verwendung von Allgemeinplätzen. Auf der anderen Seite setzt die Stylistin, Beraterin und Dozentin Begriffe voraus, die ein Modelaie nicht unbedingt kennt.

Themen werden nur kurz angerissen

Das betrifft leider nicht nur das Kapitel Stilkunde, sondern auch alle folgenden. Themen werden stets nur kurz angerissen. Wenn man mehr wissen möchte – etwa über das Thema Materialien – dann bleibt einem nichts anderes übrig, als zu weiterführender Literatur zu greifen. Auch die Auswahl der von ihr vorgestellten Designer fand ich sehr willkürlich. Neben Chanel, Dior, Hermes und YSL werden nur noch Armani, Prada und Ralph Lauren ein wenig ausführlicher vorgestellt. Mein Fazit: Für jemanden, der sich nie mit Mode beschäftigt hat, ist „Mode lesen“ eine gute Einstiegslektüre. Allen, die tiefer in das Thema einsteigen möchten, empfehle ich sämtliche Bücher von Ingrid Loschek.

mode lesen ffoulkesMode Lesen von Fiona Ffoulkes ist im Verlag Haupt erschienen

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„Mode lesen“ behandelt Themen wie das Ballkleid oder bestimmte Stoffsorten leider nur sehr oberflächlich


4 Kommentare
  • Caroline sagt:

    Hallo Sybille,

    danke für Deinen Artikel… sonst hätte ich das Buch wohl gekauft und wäre mal wieder enttäuscht worden.
    Leider ist es ja bei den meisten „einfachen“ Fachbüchern so: Viele schöne Bilder, aber die Infos sind eher allgemein und für jemanden der sich schon ein wenig damit beschäftigt hat keine großen Neuigkeiten. Dafür müsste man dann schon tiefer einsteigen… aber verlockend ist es doch jedesmal wieder!

    Liebe Grüße…
    Caroline

  • Bianca sagt:

    Hallo Sybille,

    du hast völlig Recht mit der Kritik an diesem Buch. Ich finde, selbst Oberflächlichkeit ist in diesem Fall eher geschmeichelt, was die Texte und Informationen angeht. Was mir aber gefällt, ist das Seitenlayout, was durchaus ansprechend ist und mich eben zum Kauf des Buches bewogen hat. Im Bücherregal sieht es auf jeden Fall hübsch aus, auch wenn es wahrscheinlich nie wieder gelesen wird.

    Liebe Grüße
    Bianca

  • Sybille sagt:

    @Bianca: Da muss ich dir zustimmen. Das Layout ist gut und auch das Titelbild sehr schön. Aber das war es dann auch schon.

    LG
    Sybille

  • Rena sagt:

    Leider habe ich ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Modebücher nicht das halten, was sie versprechen. Sehr enttäuscht war ich zum Beispiel von „Einfach gut angezogen: Wie jede Frau ihren eigenen Stil findet“ von Anna von Griesheim.

    LG
    Rena
    http://dressedwithsoul.blogspot.de/

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