Dani
Outfitpost: Wie kombiniert man einen Lederrock klassisch?

{Werbung*} Kann man einen Lederrock eigentlich auch klassisch kombinieren? Oder denkt Ihr bei Textilien aus Leder gleich an Motorräder und wilde Rockerbräute? Also ich mag das natürliche Material sehr – sowohl bei Leggings als auch bei (Midi-)Röcken. Und als mich der Onlineshop De Bijenkorf fragte, ob ich Euch nicht mal zeigen möchte, wie ich einen Lederrock klassisch kombiniere, habe ich gerne zugesagt. Bei mir trifft hartes Leder am liebsten auf feine Seide.

Tolles Paar: Lederrock trifft Seidenbluse

Meine wichtigste Mode-Lektion in Sachen Ledertextilien: Brecht und upgradet das Material stilistisch. Vor ein paar Jahren habe ich einen Leder-Midirock beispielsweise zum feinen Alpakapullover kombiniert. Das Outfit gefällt mir immer noch sehr. Die Alpaka-Leder-Kombi funktioniert genauso bei einer Leder-Leggings, wie ich Euch hier gezeigt habe. Doch nicht nur Leder und Wolle sind ein Dreamteam. Mindestens genauso schön, und noch etwas eleganter, ist der Look mit einer feinen weißen Seidenbluse. So wird aus einem rockigen Lederock – schwups – ein feines Outfit für’s Candellightdinner oder sogar einen Theaterbesuch. Wem die Kombination mit schwarzen Pumps und Perlenohrringen zu steif ist, trägt einfach Samt-Loafer und farbenfrohe Statementohrringe zum Lederrock-Seidenblusen-Look.

Simssee Oberbayern

Lederrock klassisch kombinieren mit einer Seidenbluse

Spannend: Schon bei meinem ersten Outfit mit einem Ledermidi habe ich eine Holzwand und einen See als Hintergrund für das Shooting gewählt – ich mag den Kontrast aus Leder, Holz und Wolle bzw. Seide anscheinend sehr – dieses Mal haben wir die Bilder am herrlichen Simssee in Oberbayern geschossen

Wo kann man Lederröcke kaufen?

Neben Seide, Alpaka- oder Kaschmirwolle, kann auch Grobstrick in Weiß oder einem Naturton sehr gut zu einem Lederrock aussehen – vor allem zu knielangen und Mini-Varianten. Mein Lederrock stammt übrigens von Repeat, ein Unternehmen, das sich eigentlich auf die Herstellung hochwertiger Wolltextilien, vor allem Kaschmir, spezialisiert hat, seit einigen Jahren aber immer wieder auch Lederröcke und Leder-Leggings im Angebot hat (hier z.B. vorgestellt). Da Lederröcke momentan wieder sehr angesagt sind, findet Ihr aber auch tolle Echtleder- und Kunstlederröcke in verschiedenen Längen und mit oder ohne Falten bei den Marken NA-KD, Boss oder Whistles. Bei Ted Baker habe ich auch eine Variante in Braun entdeckt, ich persönlich würde aber immer zum zeitlosen schwarzen Lederrock greifen.

Echtleder oder Kunstleder-Rock?

Außerdem müsst Ihr Euch zwischen glänzendem und matten Leder entscheiden. Ob Ihr zu einem Echtleder- oder Kunstleder-Rock greift, bleibt Eurem Geschmack überlassen. Natürlich ist Leder nicht vegan, allerdings gebe ich zu bedenken, dass ein Echtlederrock deutlich länger hält, ja, Euch über Jahrzehnte Freude bereitet und dank Patina sogar immer schöner wird, wogegen Kunstleder schnell „abblättert“. Außerdem wertschätzt man Kleidungsstücke einfach mehr, für die man mehr Geld ausgegeben hat. Wenn Ihr Euch also für einen Lederrock entscheidet, dann investiert ruhig auch ein bisschen was. Mein zartes weißes Seidenblüslein stammt übrigens von Eterna. Ich finde eine kragenlose Bluse hübscher zum Lederrock als Varianten mit Kragen, da der Look ansonsten zu streng wird. Farblich sehen Weiß, Creme und Naturtöne am besten zum schwarzen Leder aus. Ich kann mir aber auch Dunkelblau ganz gut vorstellen.

Wie kombiniert man einen Lederrock?

Das Echtleder des Repeat-Rocks hat so eine tolle Qualität und umschmeichelt die Beine

Wie kombiniert man einen Lederrock klassisch?

Da der Look mit den Pumps und den Perlenohrringen eher streng ausfällt, habe ich die Seidenbluse nicht ganz straff in den Rock gesteckt/Die hübschen Perlenohrringe stammen übrigens von Die Halsbandaffaire

Meine 5 Stil-Regeln für einen Lederrock

1. Brecht und upgradet Euren Rock stilistisch mit Seide oder Wolle.

2. Greift am besten zum schwarzen Lederrock, Blau und Braun sind nicht so zeitlos.

3. Oben herum sehen Weiß, Creme oder Naturfarben am schönsten aus.

4. Tragt zum Leder-Midirock am besten ein enges Oberteil, zum kurzen Lederrock sieht auch Grobstrick gut aus.

5. Passende Accessoires sind Pumps, Loafer, Perlen oder Statementohrringe.

Dreamteam: Lederrock und Seidenbluse

Ein kleines farbliches Highlight muss es bei mir eigentlich immer geben – dieses Mal sind es korallefarbene Nägel

5 Tipps wie Ihr einen Lederrock kombinieren könnt

Was ich an diesem Look besonders mag: Beide Materialien fallen herrlich weich – obwohl man es also durchaus auch zu formellen Anlässen tragen kann, fühlt man sich in dem Outfit absolut wohl

In unserer Basisgarderobe haben wir Euch aufgelistet, welche Basics sich im Kleiderschrank der Lady befinden

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit De Bijenkorf entstanden

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pinterest-lederrock

11 Kommentare
  • Gaby sagt:

    Liebe Dani,

    leider kann ich Lederröcke nicht empfehlen, da nicht Jeder/Jede auf die Herkunft achtet bzw. bereit ist Geld auszugeben…
    Ich hatte in den 80ern Lederröcke, Lederhosen, Lederkleider und kann aus Erfahrung sagen, dass sie nur bei einer bestimmten/begrenzten Temperatur angenehm waren…

    Liebe Grüße

    Gaby

  • AR sagt:

    Liebe Dani,
    Meine Großmutter (Jahrgang 1914 und erzogen als Spielgefährtin der letzten preußischen Kaiserenkel) hat gerne einen Lederrock getragen, wenn sie mit uns als Kinder wild gespielt hat. Und sie war wirklich eine vollendete Dame, die bei all dem Quatsch, den sie mit uns gemacht hat, nie die Haltung verloren hat und immer sehr geschmackvoll gekleidet war. Daher gehört für mich seit jeher ein Lederrock in die Garderobe einer Lady.
    VG Alexandra

  • Gaby sagt:

    Liebe Alexandra, liebe Dani,
    als Münchnerin hat man naturgemäß keinen Bezug zum preußischen Kaiser, ohne den dem deutschen Volk viel Leid erspart geblieben wäre.
    Aber das ist Geschichte, die mit der heutigen Mode nichts zu tun hat. Allerdings gibt es im Lady-blog zeitgemäße Beiträge wie ,Mein plastikfreies Bad‘, da passt die Herstellung eines Lederrocks nun überhaupt nicht dazu. Und wer braucht im Home-Office oder beim Corona-Spaziergang einen Lederrock?

    Nix für unguad
    Gaby

    P.S. Damit von mir kein falscher Eindruck entsteht: ich bin immer gepflegt und passend angezogen ;-)

  • Amalia sagt:

    Liebe Dani,

    da ist Dir wieder einmal ein überzeugendes, weil elegantes und langlebiges Outfit gelungen, das mir gut gefällt. Leder ist ein natürliches Material, das mit den Jahren immer schöner wird und das man sogar vererben kann. Ich habe verschiedentlich gehört, dass lederne Hosen südlich des Weißwurstäquators, wo das blasierte „selbst bei Hofe“ von Nesthäkchens Großmutter vielleicht keinen amüsanten Nachklang hat, zuweilen sogar in zweiter Generation getragen würden.
    Was die Farben angeht, mag ich neben dem klassischen Schwarz auch cognacfarbenes Wildleder sehr gern.

  • Gaby sagt:

    …. leider habt ihr das alle nicht verstanden. Es geht nicht um vererbte Lederteile (meine Louis Vuitton Taschen erbt mal meine Tochter). Es geht um Menschen, die glauben mit einem Lederrock wird man zur Lady, die sich aber hochwertige, tierfreundliche (das ist sowieso der falsche Ausdruck) Röcke nicht leisten können und zum Billigprodukt greifen mit allen negativen Folgen. Und was besagten Äquator betrifft: Hirsch(!)leder kommt zumindest nicht aus Massentierhaltung!!

  • Gaby sagt:

    P.S. Stella McCartney ist das perfekte Beispiel für international anerkannte lederfreie Mode …

  • Dani sagt:

    Liebe Gaby,

    ich bin bei dem Thema immer hin- und hergerissen. Ich liebe meine beiden Lederhandtaschen (Vintage-Louis und The Bridge), die ich seit Jahren besitze. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, Schuhe aus Kunstleder zu kaufen. Genauso wenig wie ich Polyester trage. Trotzdem weiß ich natürlich auch um die Problematik die Du ansprichst, siehe z.B. hier: https://www.lady-blog.de/leder-und-pelze-aus-fernost-gift-auf-unserer-haut/

    Ich hoffe, was die Frau zur Lady macht, ist nicht der Lederrock oder der Pelz, sondern die bewusste Konsumentscheidung, der Verzicht auf 12 Handtaschen und der Kauf von einer zeitlosen Lederhandtasche, die über Jahre geliebt und getragen wird. Und ich schreibe ja sogar im Artikel: „Außerdem wertschätzt man Kleidungsstücke einfach mehr, für die man mehr Geld ausgegeben hat. Wenn Ihr Euch also für einen Lederrock entscheidet, dann investiert ruhig auch ein bisschen was.“

    Dass man in wenige, hochwertige Stücke investieren soll, schreibe ich in jedem zweiten Artikel und ich hoffe, dass das Gros der Leser weiß, wie wichtig mir der Aspekt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es jetzt besser ist, auf Leder zu verzichten und dafür einen Billig-Kunstlederrock zu kaufen, der dann nach einer Saison weggeworfen wird. Denn – verbessere mich, wenn ich da nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge bin – einen gleichwertigen Ersatz wie etwa bei Fake-Pelz, gibt es bei Leder noch nicht. Und Leder ist auch einfach ein ganz wundervolles natürliches Material. Last but not least wollte ich mit diesem Artikel auch diejenigen ansprechen, die bereits im Besitz eines Lederrocks sind und sich ein paar frische Ideen wünschen, wie sie ihn kombinieren können.

    Alles Liebe,
    Dani

  • Sybille sagt:

    Da muss ich Dani unterstützen. Man darf im übrigen nicht vergessen, dass das sog. „vegane“ Leder (ist auch nur Kunstleder) oder auch Fake-Pelze aus PVC oder Polyurethan hergestellt wird. Dieses wird aus Erdöl gewonnen und ist nicht biologisch abbaubar – im Gegensatz zu „echtem“ Leder oder Pelz. Außerdem wird beim Waschen jedes Mal Mikroplastik an die Umwelt abgegeben. Mal ganz davon abgesehen, dass man darin unglaublich schwitzt. Es gibt tatsächlich Alternativen aus Kork, Ananas oder Pilzen, die allerdings noch nicht so weit verbreitet sind.

  • Gaby sagt:

    Liebe Dani, liebe Sybille,

    vielen Dank für Eure Antworten.
    Es geht mir nicht darum echtes Leder durch Kunstleder zu ersetzen. In bestimmten Bereichen kann man auf robustes Leder nicht verzichten. Ein Motorradfahrer (ich nicht ;-))braucht diesen Schutz und ein Reitsattel (ich schon) überlebt Jahrzehnte. Ich habe seit Jahren eine pastellmintgrüne Tasche aus PET-Flaschen (Mat & Nat), die nicht nur wie aus Leder aussieht, sondern auch genauso viel aushält. Aber eine Tasche ist auch etwas, das man braucht um seine Utensilien unterzubringen, während ein Rock oder eine Hose eben nicht zwingend aus irgendeiner Art Leder sein müssen.

    Liebe Grüße

    Gaby

    P.S. Die Fotos sind natürlich sehr schön, das hat aber weniger mit besagtem Rock zu tun. Deine Fotos sind immer eine Augenweide :-)

  • Dani sagt:

    Übrigens gerade gelesen: Hermès startet mit Lederalternative: https://www.modepilot.de/2021/03/12/hermes-startet-mit-einer-lederalternative

  • Gaby sagt:

    Liebe Dani,

    das höre/lese ich gerne. Zum Glück gibt es langsam ein Umdenken.

    Liebe Grüße

    Gaby

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