Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Lady-Tipps: Anna Atkins, Rodin & Kraft

In der Rubrik „Der Lady-Tipp“ präsentieren wir Euch kleine Fundstücke aus dem Internet, Ausstellungen, Aktionen, Bücher, Filme oder Läden. In unseren heutigen Lady-Tipps stellen wir Euch eine Tapete vor, die Murals Wallpaper anlässlich des internationalen Frauentages in Hommage an die erste weibliche Fotografin, Anna Atkins, entworfen hat. Außerdem mit dabei sind eine Rodin-Ausstellung in Bremen und das Buch „Kraft“ von Jonas Lüscher.

1. Murals Wallpaper X Anna Atkins

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März hat sich das Design-Team von Murals Wallpaper etwas Besonderes überlegt: Es kreierte eine Tapete, welche die erste weibliche Fotografin, Anna Atkins, ehrt. 20 Prozent der Einnahmen durch diese Tapete werden der Fawcett Society gespendet, eine Organisation die Gleichstellung und Rechte von Frauen bei der Arbeit, Zuhause und im öffentlichen Leben fördert. Die britische Botanikerin und Illustratorin Anna Atkins veröffentlichte das erste Buch, das ausschließlich mit Hilfe eines fotografischen Verfahrens illustriert worden war – der Bildband „British Algae: Cyanotype Impressions“. Da Atkins Mutter bei der Geburt starb, wuchs sie bei ihrem Vater auf, ein Universalgelehrter, der ihr als Frau die Möglichkeit gab, Studien zu betreiben und sich weiterzubilden. 

Mit Hilfe des fotografischen Verfahrens der Cyanotypie gelang es Anna, akkurate Abbildungen von wissenschaftlichen Proben anfertigen zu können

Murals Wallpaper ehrt die Pionierin mit einer eigens designten Tapete im Atkins-Stil/Bild-Credits: Muralswallpaper

2. Rodin-Ausstellung in Bremen

Zur Erinnerung an Auguste Rodin, der vor 100 Jahren starb, finden heuer weltweit Veranstaltungen und Ausstellungen zum Leben und Schaffen des französischen Bildhauers statt – u.a. in Paris, New York, San Francisco, Philadelphia, Mexico City – und Bremen! Die Kunsthalle Bremen zeigt vom 07. März bis 11. Juni vor allem Skulpturen aus der eigenen Sammlung, wie die radikal veristische Figur „Johannes der Täufer“ und die verkleinerten Ausführungen von drei Figuren aus Rodins berühmter Skulpturengruppe „Bürger von Calais“. Ergänzt werden Rodins Werke durch Skulpturen von Camille Claudel, Clara Rilke-Westhoff sowie Aufnahmen der deutschen Fotografin Candida Höfer, die sie von der Gruppe „Bürger von Calais“ an ihren zwölf Standorten weltweit gemacht hat. Am 15. März um 18 Uhr zeigt die Kunsthalle außerdem zum ersten Mal die TV-Dokumentation “Rodin – Wegbereiter der Moderne” in Kooperation mit ARTE.

Das Musée Rodin veröffentlicht auf der Online-Plattform rodin100.org alle Veranstaltungen, die Rodin weltweit als Wegbereiter der Moderne feiern

3. Jonas Lüscher – Kraft

Aus seiner dreijährigen Arbeit an einer Dissertation sei „leider nichts geworden, dafür ist nun der vorliegende Roman entstanden, in den einiges eingeflossen ist, über das ich im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit nachgedacht habe“, heißt es am Ende von Jonas Lüschers Debüt-Roman Kraft. Entstanden ist eine wissenschaftsskeptische Gelehrtensatire mit Rhetorikprofessor Richard Kraft in der Hauptrolle. Kraft wird zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley eingeladen. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll er begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Mehr als die intellektuelle Herausforderung reizt Kraft das Preisgeld, denn er ist verschuldet und muss die Scheidung von Ehefrau Heike finanzieren. Leider wird die interessante Preisfrage im Buch eher am Rande behandelt. Als Skeptiker ist Kraft von dem zu begründenden Optimismus überfordert, stattdessen verliert er sich immer wieder in Grübeleien über sein Leben.

Kraft ist im C.H.Beck-Verlag erschienen und kostet 19,95 Euro. Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, lebt in München. Seine Novelle „Frühling der Barbaren“ (C.H.Beck 2013) entwickelte sich zum Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis.

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