Lady-Frage

Liebe Ladys,
in der letzten Zeit habe ich meinen Kleiderschrank ziemlich gründlich entrümpelt und eine Menge Dinge verschenkt, gespendet oder entsorgt. Darunter waren viele Stücke, die ich seit Jahren besitze, aber in letzter Zeit nur noch von einer Ecke in die andere räumte. Mit meiner deutlich verschlankten Garderobe treibt mich die Frage um, wie viele Kleidungsstücke eine Frau denn eigentlich benötigt und wie viel sich wohl so bei anderen Frauen im Schrank findet.

Ich besitze momentan knapp 150 Teile, die ich auch alle (saisonweise) regelmäßig trage, darunter Kleidung und Schuhe. Nicht mitgezählt habe ich Mäntel und Jacken, Sportsachen, Wäsche etc. Dazu muss ich sagen, dass ich in einem relativ konservativen Umfeld arbeite, sodass sich Büro- und Freizeitgarderobe nur teilweise überschneiden. Trotzdem glaube ich, dass ich meinen Bestand theoretisch noch um die Hälfte reduzieren könnte und immer noch genug hätte, um jeden Tag passend gekleidet zu sein. Wie sieht es bei Euch im Kleiderschrank aus, wie viele Kleidungsstücke besitzt Ihr? Tragt Ihr alles regelmäßig? Und was wäre nach Eurer persönlichen Einschätzung Euer Minimum, mit dem Ihr bequem leben könnt, also für alle üblichen Lebenslagen ausgestattet seid, ohne alle zwei Tage waschen zu müssen?

Danke im Voraus für Eure Antworten und herzliche Grüße,
Kathrin

punkt
Liebe Kathrin,

ich habe gerade kurz überlegt, ob ich mal schnell zu meinem Schrank laufe und zähle. Aber das habe ich mich dann doch nicht getraut. 150 klingt viel, aber ich schätze, dass es bei mir ähnlich ausschaut. Ich denke, wirklich notwendig ist viel weniger, aber wer mag schon gerne verzichten? Du schreibst, dass sich Büro- und Freizeitgarderobe bei Dir nicht decken, da habe ich es leichter. Alles, was ich bei der Arbeit trage, führe ich auch privat aus. Andersherum ist das nur bedingt der Fall. Es gibt aber sicherlich Kleidungsstücke, die auch bei Dir zu beidem passen. Ich denke da an weiße, rosafarbene oder hellblaue Blusen, Seidentops und Pumps.

Businessröcke sehen mit einem schönen Shirt oder Pulli gar nicht mehr nach Arbeit aus. Einen einfachen dunklen Hosenanzug oder ein Kostüm kannst Du durch Tücher, verschiedenfarbige Tops und Strümpfe immer wieder neu erscheinen lassen. Bei einigen klassischen Businesslinien gibt es sowohl Hose als auch Rock und/oder Etuikleid passend zum Blazer. So sparst Du an den (meist teuren) Basics. Schau Dir doch auch einmal unsere Basisgarderobe der Lady an. Im Prinzip reicht das, wenn da nicht diese wundervollen Schuhe wären…

Alles Liebe
Constanze, die sich im Moment fragt, was eigentlich Menschen machen, die bei der Arbeit keine kuscheligen Pullover tragen können. Erfriert Ihr nicht im Kostüm?

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13 Kommentare
  • Dani sagt:

    Liebe Kathrin,

    eine sehr interessante Frage, die ich mir auch schon häufiger gestellt habe. Ich denke, gerade eine „schlankere Garderobe“ fördert die Kreativität im Umgang mit der Kleidung (und natürlich die Wertschätzung für die einzelnen Dinge!). Das sieht man schön an Blogger-Aktionen wie der von Sarah von Josie Loves, die über einen bestimmten Zeitraum nur eine begrenzte Anzahl von Kleidungsstücken zur Verfügung hat und diese dann aber immer wieder mit tollen Accessoires neu und originell miteinander kombiniert.

    Auch ich habe gerade weniger Kleidung zur Verfügung, weil mein Babybauch wächst und mir einfach nicht mehr alles passt. Ich weigere mich aber auch sehr viel neu zu kaufen, was ich nach der Schwangerschaft nie wieder tragen werde. Bisher komme ich mit der reduzierten Gaderobe aber genauso gut aus wie vorher.

    Anfang des Jahres hatte mich übrigens auch die Aufräumwut gepackt und ich habe meinen Kleiderschrank gründlich durchsortiert. Zum Schluss hatte ich drei riesige Stapel mit Kleidung die zum Second Hand Laden, zu Ebay und zum Flohmarkt kamen. Außerdem habe ich mir die Zeit genommen und eine Bestandsliste mit allen meinen Kleidungsstücken erstellt. Dazu geschrieben habe ich auch, wie häufig ich die Stücke anziehe. Das war hochinteressant, denn es macht deutlich, was man wirklich braucht und schätzt.

    Herzliche Grüße
    Daniela

  • Mia sagt:

    Puh ich denke es hängt auch vom Freizeitstil ab, wenn der sehr von deiner Arbeitskleidung abweicht, sind es natürlich mehr Sachen im Schrank. Ob man soviel braucht ist eine Sache, aber ich liebe zb buntes und manches lässt sich nur mit wenigem kombinieren. Ich habe eine große Kiste aussortierter Sachen auf dem Dachboden, die eine Nummer zu klein sind aber die ich wirklich mag. Und mein Kleiderschrank quilt über. Dies ist aber ebenfalls berufsbedingt, Einzelhandelskauffrau Textil. Von mir wurde erwartet, dass ich jeden Tag was neues anziehe und auch nicht jeden Montag das gleiche etc ;-) Da kommt eine Menge zusammen. Seit ich in Elternzeit bin habe ich dafür aber fast nichts gekauft und viele meiner „Arbeitsklamotten“ bleiben links liegen….
    Ich denke es tut der Seele gut aufzuräumen, ich finde schon, dass man einfach klarer sieht was man hat wenn man weniger hat, ich schaffe es nur nicht an diesen Punkt zu kommen :D
    Ich habe bei mir bemerkt, je mehr ich habe, desto weniger habe ich den Überblick, desto eher denke ich, ich hätte nichts passendes zum Anziehen…

  • Sabine sagt:

    Liebes Lady-Blog-Team,

    ich beschäftige mich regelmäßig damit und versuche, meinen Kleiderschrank zu reduzieren. Ich reise viel und bringe mir dementsprechend auch Kleidung mit, an der dann mein Herz auch ganz besonders hängt. Immer wieder bin ich in sehr armen Ländern unterwegs und verschenke dort meine Sachen. So ist es mir am liebsten: Meine Sachen an jemanden geben, den ich kenne. Denn ich mag sie ja immer noch, sonst hätte ich sie mir nie gekauft. Und dann kann ich auch viel besser Bye Bye zu liebgewonnenen Stücken sagen. Und wenn man dann auch noch ab und an Fotos bekommt von den Menschen, die meine Sachen anziehen und sich darüber freuen, ja, das „Makes my day!“
    Ich habe auch in meinem Blog zu dem Thema etwas geschrieben.

    http://sl4lifestyle.wordpress.com/2014/03/28/brauche-ich-das-wirklich-noch/

    Euch allen eine schöne Adventszeit. Weiter so! Klasse Arbeit.

    LG
    Sabine

  • Lisa sagt:

    Lustigerweise lebe ich gerade am absoluten und: es funktioniert.
    Ich bin gerade für zwei Monate in Nairobi, wo ich beim ZDF hospitiere und durfte maximsal 30 Kilo mitnehmen. Das klingt viel, ist es aber nicht unbedingt, vor allem nicht, wenn man sich auf Temperaturen zwischen zehn und 35 Grad einstellen muss (ja, gerade in dieser Zeit schwanken die Temperaturen hier stark – gerade ist noch Regenzeit mit 12 Grad, wenn ich Ende Januar zurück fliege müssten die 35 Grad zu erreichen sein).
    Ich musste circa zehn Kilo Kleidung, die noch in den Koffer gepasst hätten und ich gerne mitgenommen hätte, Zuhause lassen. Letzten Endes habe ich nur einen roten Trench, vier paar Schuhe, fünf Shrts, fünf Tops, fünf Strickwesten, eine kurze Hose, drei lange, dünne Hosen, unter die ich im Zweifel Strumpfhosen ziehe, einen Rock und zwei Kleider und einen Hosenanzug mitgenommen.
    Nun ist das für mich zugegebenermaßen keine absolute Traumsituation, aber: das morgendliche Überlegen, was ich anziehen soll, fällt fast weg, was den Tag super entspannt beginnen lässt. Und seien wir mal ehrlich: im Prinzip will ich ohnehin mit meiner Leistung überzeugen und nicht, weil ich meine Garderobe besonders toll zusammenstelle oder Ähnliches. Und ich glaube, dass ich, zurück in Deutschland, erst einmal ausmisten und mich von sehr viel Ballast trennen werde – denn genau das sind so viele Kleider.

  • Kathrin sagt:

    Hallo zusammen,

    lieben Dank für eure Antworten!
    150 Teile klingt wahrscheinlich auch nach mehr, als es tatsächlich ist, rein optisch sieht mein Kleiderschrank relativ übersichtlich aus. Weiter reduzieren werde ich mich wohl erstmal nur noch nach dem Prinzip „auftragen und nicht ersetzen“.

    Was ich für mich festgestellt habe, ist dass farbige Unterteile das Kombinieren um einiges vereinfachen, weil man gleich wesentlich mehr Möglichkeiten hat. Ich bin da mittlerweile großer Fan der Röcke von Hallhuber, die haben viele schöne Modelle in A-Line oder Bleistiftform in verschiedenen Farben (dunkelgrün, weinrot, marine…).

    Viele Grüße

    Kathrin

    PS: Kostüm und Hosenanzug geht auch gut mit einem schönen, nicht zu dicken Rollkragenpulli unter dem Blazer, zumindest, wenn das Umfeld nicht 100% formell ist. :-)

  • Amalia sagt:

    Eine Freundin erklärte es vor einigen Jahren „eins ‚rein, eins ‚raus“ zum Verwaltungsprinzip ihres Kleiderschrankes.
    Ich finde das zumindest als Orientierungshilfe gar nicht schlecht, man kann sich beim Shoppen dann fragen: Habe ich so etwas schon, brauche ich wirklich ein zweites (drittes, fünftes) davon? Ist es Ersatz für ein abgetragenes Teil? Oder ist es etwas ganz anderes, mit dem neue Kombinationen möglich sind?

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Dani sagt:

    Liebe Amalia, dieses Prinzip sollte ich mir mal bei meinen Blusen zu Eigen machen. Ich habe so viele ähnliche Modelle… :-)

  • Silberdistel sagt:

    Oh das ist eine schwierige Frage. Ich habe letzthin auch ausgemnistet. Ich denke 150 ist gar nicht soo viel, habe aber meine Kleider noch nie gezählt.
    Im Blogpost „Checkliste: Basisgarderobe der Lady“ werden (ohne Wäsche, Schuhe und Assecoires) auch 38 Teile genannt. Wenn man dann von den Teilen vielleicht je 4 Farben (schwarz, weiss, und 2 Farben)hat, ist man bereits auf 150…
    Ich habe auch begonnen, wenn ich etwas neues kaufe, etwas altes wegzugeben, sonst verliere ich mit der Zeit den Überblick. Auch Teile die ich merh als 1 Jahr nicht getragen habe, werden weggegeben (ausser 1-2 festliche Kleider für spezielle Anlässe). Denn auch wenn sie mir gefallen, gabe es ja Ggründe warum ich sie nicht getragen habe..

  • meyrose sagt:

    Ganz pauschal lässt sich die Frage sicher nicht beantworteten. Hier kannst Du genau sehen, wie viele Sachen ich zum Beispiel habe:
    http://www.meyrose.de/2014/01/21/kleiderschrankinventur/

    Schwerpunkt in Zahlen sind Accessoires. Die anderen Sachen versuche stets weiter zu reduzieren.
    Meine Arbeitskleidung deckt sich teilweise mit der für Kundentermine.
    Liebe Grüße
    Ines

  • Amalia sagt:

    @ Dani
    Blusen sind eine Ausnahme – wenn man sie ernsthaft trägt, braucht man täglich eine frische, und ein gewisser Vorrat hilft, damit man nicht nur noch mit Waschen und Bügeln beschäftigt ist. Ich habe bestimmt allein zehn weiße Blusen, die aber auch alle in Betrieb sind.

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Mariam sagt:

    Ich habe tatsächlich meine Sachen zusammengezählt (oder fast, da weisse Sachen gerade in der Wäsche sind, da habe ich die aus dem Gedächtnis zusammengezählt) und ich habe ca 60-70 Sachen, insgesamt Uni-Kleidung, Zuhause-Kleidung und Sommerkleidung. Nicht gezählt wurden Stallkleidung, Manteln, Schuhe, Accessoires und Wäsche. Einige Sachen fehlen bei mir noch, die eine Lady vielleicht besitzen sollte, aber durchaus reicht mein Kleiderschrank genau für 2 Wochen, bevor ich Wäsche waschen muss. Für eine Studentin komplett ausreichend. Ich kaufe neue Sachen auch fast nur dann, wenn ich ein altes Kleidungsstück ersetzen muss.

  • Caroline sagt:

    Eine tolle Frage! Und ich musste gerade sehr lachen:

    „aber durchaus reicht mein Kleiderschrank genau für 2 Wochen, bevor ich Wäsche waschen muss“

    Diesen Gedanken kenne ich, als Studentin ohne Waschmaschine war das wichtig zu wissen! Dummerweise hab ich die Angewohnheit meine Lieblingsklamotten ständig zu tragen und obwohl mein Kleiderschrank sicherlich für einige Zeit reichen würde hätte ich dann das Gefühl „nichts“ zum Anziehen zu haben…

    Vor einiger Zeit habe ich schon mal „Eins rein, zwei raus“ praktiziert und vielleicht sollte ich das wiederholen. Denn bei dem Gedanken meine Klamotten zu zählen ist mir gar nicht wohl :)

  • Angi sagt:

    Die Frage nach dem wieviel hat mich wieder mal auf diesen Blog geführt, momentan entrümpele ich meinen Kleiderschrank ja auch…
    Allerdings auch deswegen, da ich neue Kleidung shoppe und benötige und meinen Schrank nicht noch weiter belasten wollte (entrümpelt habe ich verschlissenes, nicht mehr passendes und nicht mehr gemochtes).

    Irgendwo habe ich mal gelesen der Durchschnittsdeutsche besäße im Schnitt ca. knapp 100 Teile (wohl ohne so Dinge wie Socken und Schals usw.) – dann bin ich wohl der perfekte Durchschnitt ;-)…

    Irgendwie finde ich es aber schwierig da eine konkrete Zahl festzulegen, da es ja immer noch auf den Job (Gärtner, Krankenschwester, Banker, Manager, Sekretärin usw. – erstere besitzen ja meistens typische Berufskleidung) und allgemein das Umfeld ankommt – ich benötige in meinem Job nur normale Kleidung, die zwar gepflegt und passend sein muss und bitte nicht zu knapp, aber sich nicht an bestimmten, sehr festen Regeln orientieren muss – das schmälert die Kleidungsmenge ja auch enorm.

    Die Methode bei Neuanschaffung entsprechend auszusortieren im Gegenzug finde ich auch sehr gut, allerdings halte ich mich daran nicht ganz so starr (es kann auch ein Objekt aus einem anderem Wohnbereich sein, das dafür entfernt wird), Hauptsache es hält sich einigermaßen die Waage.
    Und eine gewisse Auswahl finde ich auch sehr wichtig für´s seelische Wohlempfinden und Mode kann schlichtweg auch Freude machen – das aussuchen von Schnitten, Stoffen, Mustern und Farben die einem stehen könnten hat auch etwas sehr sinnliches und Kleidung unterstreicht nun mal den persönlichen Geschmack/Stil (und da ist es ja nur für den einzelnen wichtig, was ihm persönlich Freude bereitet).

    Ich denke, bei Kleidung ist das wie mit anderen schönen Dingen, das man Spaß daran haben darf/soll und das Ausmaß nicht überhand annehmen soll.

    Das Thema Bekleidung waschen ist ja auch schon angesprochen worden – zu oft waschen müssen ;-) möchte ich auch nicht und vorallem nicht permanent immer die gleichen Kleidungsstücke, da es die Bekleidung natürlich extremer belastet/strapaziert.

    Aber die eigenen Einkäufe besser zu überdenken und keine sinnlosen Spontankäufe/“Schrankleichen“ mehr zu tätigen – über die man sich hinterher meist weniger freut – empfinde ich als wichtig und somit auch ressourcenschonend in vielerlei Hinsicht.

    Inzwischen habe ich den Anspruch entwickelt, das mir ein Kleidungsstück mindestens zu 95% gefallen und passen/stehen muss um quasi in meinen Einkaufskorb landen zu dürfen, sonst bleibt es liegen (da ich eher der mollige Typ bin und es nicht immer so einfach ist, hierfür schnittmäßig und farbenmäßig passende Kleidung zu finden, ging ich öfter einmal Kompromisse ein, mit denen ich aber nie glücklich war und eben so auch „Schrankleichen“ produzierte) – in diesem Fall stimmt: weniger ist mehr.

    LG, Angi

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