Lady-Frage

Liebes Lady-Blog-Team,
ich habe eine Frage zur Fußbekleidung. Täglich stehe ich in meinem Beruf viele Stunden auf den Beinen und fühle mich aufgrund meines Berufsumfeldes verpflichtet, hohe Schuhe zu tragen. Doch obwohl meine Füße daran gewöhnt sind, bekomme ich häufig im Laufe des Tages Fußschmerzen. Ganz auf High Heels verzichten möchte ich aber nicht, habt Ihr vielleicht ein paar Tipps für mich?

Liebe Grüße
Bernadette

punkt

Liebe Bernadette,

High Heels sind ein zweischneidiges Schwert. Natürlich sehen wir mit hohen Hacken einfach gut aus. Die Beine werden optisch verlängert und durch die Anspannung in den Waden sehen sie gleich knackiger aus. Auch der Gang verändert sich automatisch – mit High Heels kann man schließlich nicht durch die Gegend schluffen. Und jetzt kommt das große Aber: High Heels sind schlicht und einfach schädlich für die Füße. Ein Hallux valgus, der Schiefstand der großen Zehe, ist kein Spaß und kann häufig nur durch eine OP behoben werden. Die Deformierung der Füße kommt vom ständigen Tragen hoher und enger Schuhe. Auch wenn Du das wohl nicht hören möchtest: Weg mit den High Heels bei der Arbeit! Auch niedrigere Absätze machen ein schönes Bein und sind angemessen. Natürlich ist gegen ein gelegentliches Tragen der hohen Heels nichts einzuwenden. Ein paar Tipps gegen schmerzende Füße bekommst Du zum Beispiel hier. Prinzipiell gilt: Jeder Fuß ist anders und empfindet eine andere Höhe als bequem.

Deine ideale Absatzhöhe kannst Du messen (oder einfacher von einer Freundin messen lassen). Dafür setzt Du Dich mit ausgestreckten Beinen auf den Fußboden mit dem Gesicht zu einer Wand. Jetzt lässt Du deine Füße einfach entspannt nach vorn fallen und rutscht so lang in Richtung Wand bis Deine Zehen diese berühren. Nun musst Du nur noch den Abstand zwischen Ferse und Wand messen und schon hast Du Deine optimale Höhe. Gegen müde Beine und geschwollene Füße habe ich einen tollen Tipp von meiner Freundin Ilonca, die als Pharmazeutin jeden Tag in der Apotheke steht: Sie schwört auf Thrombosestrümpfe, auch wenn sie dadurch nur noch lange Hosen bei der Arbeit trägt. Weitere Tipps sind, immer mal wieder das Schuhwerk zu wechseln und Einlagen zu tragen, die ein gutes Fußbett schaffen. Ansonsten hilft es auch so oft wie möglich barfuß zu laufen. Das stärkt die Bänder und entspannt den Fuß. Ich wünsche Dir auch mit Blockabsätzen oder Kittenheels viel Erfolg im Job!

Alles Liebe
Constanze, die bei der Arbeit meist Segelschuhe oder Ballerinas trägt und jetzt in den Ferien am liebsten in ihren neuen geblümten Leinenschuhen durch die Gegend radelt und spaziert

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9 Kommentare
  • Rena sagt:

    Liebe Bernadette, eine Dame in meinem Umfeld, die ich sehr schätze, und die ich als wahre Lady bezeichnen würde, trägt fast ausschließlich flache Schuhe, und sieht immer sehr elegant damit aus! Diese Dame verfügt über einen wunderbaren Fundus an flachen Schuhen der elegantesten Art, z. B. von Tods, oft in Loafer- oder Mokassin-Form. Dazu trägt sie gerne Hosen, die bis zum Knöchel gehen oder aber auch knielange Röcke und Kleider. Diesen Stil finde ich absolut nachahmenswert und ladylike, und ich habe noch keine Sekunde hohe Schuhe an ihr vermisst.

    Liebe Grüße, Rena

    http://www.dressedwithsoul.com

  • Katharina sagt:

    Liebe Bernadette,

    Deine Gedanken kann ich sehr gut nachempfinden. Ich arbeite ebenfalls in einem sehr schicken Umfeld und trage täglich Kostüm, immer mit Strümpfen, nie mit nackten Beinen, egal, wie heiß es ist, und immer hohe Schuhe.

    Manchen Tag würde ich die Pumps am Liebsten aus meinem Leben verbannen. – Da es aber nicht geht, komme ich meist mit flachen (aber schicken) Schuhen ins Büro und wechsle erst dort in die hohen Schuhe, ebenso zum Feierabend oder für die Mittagszeit, wenn kein Termin ansteht. Wenn die Füße sich einmal in den hohen Schuhen nicht ganz wohl fühlen, ziehe ich auch im Job die flachen Schuhe an, in meinem Büro, solange kein Kundenkontakt besteht, kein Termin auf der Agenda ist. Schuhe sind ja rasch gewechselt. Dann können sich die Füße ein wenig erholen.

    Ich persönlich habe den Hersteller „Unützer“ für mich entdeckt, von dem fast jeder Schuh bequem bei mir sitzt und die Füße auch nach langen Tagen mit Abendveranstaltung und viel Stehen einigermaßen fit sind. Gut sitzende Schuhe sind – wie immer – das A und O. Auf Qualität zu achten, lohnt, wobei jeder Fuß ja anders ist und jede selbst schauen musst, welcher Schuh bei ihr gut sitzt.

    Ein wenig Fußgymnastik ab und an tut ebenso gut, wie das Besprühen der Beine bzw. der Strümpfe mit leichtem Wassernebel (ich benutze das Eau Thermale von Avène), der die Beine durch Verdunstung kühlt. – Das Prinzip des „Schwitzens“. Herrlich! Ich bin so froh, dies für mich entdeckt zu haben, durch einen Strandbesuch kam ich darauf. Darauf wollte ich im Sommer nicht mehr verzichten. Das Thermalwasser habe ich immer bei mir und wenn ich Abkühlung, Erfrischung, Entlastung brauche, ist es rasch zur Hand.

    Kompressionsstrümpfe sind auch eine tolle Sache, es gibt sie ja mittlerweile in vielen Farbtönen – in dezenten oder auffälligen Tönen, nicht nur bloß in dem beige-grün-grau, an das die Meisten bei „Stützstrümpfen“ denken. Es gibt sie als Standard-Strümpfe oder auf Maß und schon eine leichte Unterstützung bringt Erleichterung für Füße und Beine, gerade wenn Du lange und viel stehen musst. Gerade, wenn Du dunkle Strümpfe tragen solltest, fallen Kompressionsstrümpfe gar nicht auf. Es gibt sogar bei Rossmann von der Hausmarke eine leichte Stützstrumpfhose, die es sich vielleicht auszuprobieren lohnt, bevor Du ins Sanitätshaus gehst, um Dich einmal beraten zu lassen. Die Füße und Venen werden es auf jeden Fall danken.

    Solltest Du aber – bei allen Versuchen – täglich schmerzende Füße haben, solltest Du vielleicht doch über eine Alternative zu hohen Schuhen nachdenken. Denn latente Schmerzen sind nie gut und die Folgen kommen erst später. Dies ist meine Meinung, ich bin der Auffassung, dass der Körper uns Signale gibt, die wir unbedingt beachten sollten.

    Und nun lege ich meine Füße hoch und lasse sie ein wenig entspannen. :-)

    In diesem Sinne, herzliche Grüße,

    Katharina

  • meyrose sagt:

    Den Tipp zur Bestimmung der idealen Höhe kannte ich noch nicht. Ist der ärztlich angeraten? Wo hat der seinen Ursprung? Gerade bei mir mal geguckt – kommt gut hin mit 3-4 cm Wohlfühlhohe.
    Liebe Grüße
    Ines

  • Ilonca sagt:

    Schön geschrieben, ich trage tatsächlich bei der Arbeit Stützstrümpfe, nicht wie Constanze schrieb Thrombosestrümpfe. Diese müssten nämlich verschrieben werden und individuell angepasst werden. Stützstrümpfe gibt es auch in 140den und entlasten die Beine enorm. Sie haben einen gewissen Druck, so dass das Blut nicht in den Füßen versackt. Ich stehe beruflich fast ausschließlich, nicht auf hohen Hacken, aber auch nur das lange Stehen kann schon fatal sein. Stützstrümpfe gibt es auch als Strumpfhosen, einfach mal in der Apotheke des Vertrauens nachfragen ;)
    Außerdem mache ich immer wieder ein paar Übungen ;) Ich stelle mich mal nur auf die Zehen oder mal nur auf die Ballen. Solche Tipps gibt es auch im Internet, sicher auch mit Anleitung.
    Natürlich sehen hohe Hacken schön aus, aber ich würde auch so oft wie möglich drauf verzichten, die Gesundheit gibt einem schließlich niemand mehr zurück!

  • Constanze sagt:

    Liebe Ines,
    Ich kann Dir gar nicht sagen, woher ich den Tipp hab, aber ich glaub, es war so was wie Taff oder Frühstücksfernsehen oder so ;-) Auf jeden Fall kommt es hin. :-)

  • Elena sagt:

    liebe Bernadette,

    viele haben ja bereits kommentiert, dass flache Schuhe gesünder sind und wenn es schon high-heels sein sollen, dann qualitativ hochwertige. Ich habe vor einiger Zeit Geox-Schuhe für mich entdeckt. Die Schuhe, die ich da gekauft habe sind zwar hoch, haben aber den Ansatz von einem Fußbett und sind relativ weich, so dass sie etwas federn können. Ansonsten kannst du auch eine Pelotte (das ist eine Unterstützung für den Mittelfuß) in deine Schuhe kleben – das nimmt den Druck etwas runter. :)

  • Stil-Box sagt:

    Wisst Ihr, was ich fast noch schlimmer finde?

    Wenn ich keine Strümpfe zu High Heels trage, bekomme ich noch schneller nicht nur einen schmerzenden Fuß, sondern teilweise ganz böse Blasen oder Schlimmeres.

    Daher: Ich persönlich trage sehr selten High Heels, ansonsten gerne halbhohe Schuhe oder (elegenante) ganz flache (Salvatore Ferragamo macht mit die schönsten).

    Was wir Frauen uns nicht alles antun…

    Liebe Grüße
    Anna

    http://stil-box.net/

  • Dani sagt:

    Liebe Anna,

    auf Ferragamos setze ich auch, wenn ich flache, elegante Schuhe benötige. Passen sogar zu einem Kleid. :-)

    Liebe Grüße
    Dani

  • Grundsätzlich kann man noch anmerken das Füße Vielfalt bzw. Abwechslung mögen. Deswegen kann man ihnen auch mal etwas zumuten. Als Grundregel gilt, Am Morgen barfuß, während des Tages doch eher flache Absätze und Abends, wenn es denn sein muß, High Heels. Denn unterschiedliche Schuhe bewirken, dass die Füße unterschiedlich belastet werden, was Muskulatur und Bänder trainiert und Schmerzen der Füsse entgegenwirkt.

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