Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Lady-Frage: Norddeutsche Alternative zum Dirndl?

Liebe Ladys,
mein Mann ist beruflich momentan viel in Bayern unterwegs und hat dort auch einige Bekanntschaften gemacht. Wir kommen aus dem Norden Deutschlands. Nun hat er sich beim letzten Besuch in Regensburg eine Lederhose samt Hemd und Weste gekauft. Er möchte gern, dass ich ihn auf eine Reise begleite und ein Dirndl trage. Ich denke allerdings, dass ich eine Süddeutsche Tracht „zu Hause“ nicht tragen kann. Nun meine Frage: Gibt es eine Alternative, die ich mit meinem eher maritimen, sportlichem Stil kombinieren und für mich alltagstauglich tragen kann?

Vielen Dank für Deine Hilfe, Swenja

punkt

Liebe Swenja,

na klar, es gibt eine tolle Alternative zum Dirndl und die heißt Janker! Ein Janker ist ein Blazer mit Trachtenelementen wie Hornknöpfen und andersfarbig abgesetzte Stoffkanten. Er ist aus Schurwolle, Leinen, Loden, Samt, Filz oder Baumwolle gefertigt und kann auch wunderbar vom norddeutschen Deern ausgeführt werden. Hamburg dürfte neben München sogar eine der deutschen Janker-Hochburgen sein. Die Investition in einen Janker rentiert sich also für Dich, weil Du ihn auch außerhalb des „Weißwurstäquators“ tragen kannst. Während Herrenjanker klassischerweise aus Loden oder Filz gefertigt werden, können wir Frauen durchaus auch zu Schur- oder Baumwolle greifen.

Vor allem die dezenteren Modelle aus Schurwolle lassen sich vielfältig kombinieren, mir persönlichen gefallen aber auch sehr farbenfrohe Varianten. Um einem Janker einen modernen Anstrich zu geben, sollte man ihn am besten casual kombinieren – perfekt also für Deinen sportlich-maritimen Stil. Führe ihn also beispielsweise zur weißen Bluse, Jeans und Loafern aus. Klassische Janker findest Du bei Lodenfrey oder Frankonia, besonders schöne und ausgefallene (aber auch sehr preisintensive) Varianten bei der Münchner Manufaktur oder beim Familienunternehmen von Dörnberg.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Janker-Kauf!
Dani

Diese Collage enthält Affiliate-Links, das heißt ich werde am Umsatz beteiligt

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3 Kommentare
  • Rena sagt:

    Ich finde die Alternative, die Du empfiehlst, einen Janker, als sehr passend. Dein Beitrag heute freut mich besonders, da ich hier gerade im Dirndl am Schreibtisch sitze, was in Bayern für eine Bayerin auch an gewöhnlichen Wochentagen durchaus nichts Ungewöhnliches ist. Meiner Meinung nach kann auch jemand, der nicht aus Bayern stammt, ohne Weiteres ein Dirndl tragen – denn für mich bedeutet das schlichtweg eine Hommage an Bayern.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  • Swenja sagt:

    Liebe Dani,
    die Idee einen Janker zu tragen, finde ich sehr gut. Ein Janker ist zwar Tracht, aber ein dieses würde ich mich auch „trauen“ hier in Cuxhaven zu tragen. Ich fände es sehr schade ein Kleidungsstück zu haben, welches ich nicht ausführen mag, weil es nicht zur „Landschaft“ passt bzw. ich mich darin unwohl fühle. Ich werde mich direkt mal durch die Links klicken und auf Pinterest umschauen, welches Modell in Frage kommen könnte. Gekauft wird jedoch erst dann, wenn ich in Bayern bin! Es soll ja auch ein wenig Urlaubsmitbringsel sein!
    Liebe Grüße, Swenja

  • Käthi sagt:

    …ich habe auch ein Dirndl, welches ich nördlich des Weißwurst-Äquators oder sagen wir in der Mitte Deutschlands trage. Es passt zwar vielleicht nicht unbedingt in den nicht-bayrischen Alltag oder ins Büro, aber zu Familienfeiern oder zu größeren Außenveranstaltungen zieh´ ich mein Dirndl – meines ist schlicht dunkelblau mit weißer Bluse und pinkfarbener Schürze – auch hier gern an…
    LG
    Käthi

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