Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Lady-Frage

Hallo liebes Lady-Blog-Team,
ich bin eine treue Leserin Eures Bloges und fühle mich durch Eure Einträge inspiriert. Nun zu meinem Anliegen: Ich suche nach einem schönen Jungennamen und Mädchennamen. Er sollte edel, klangvoll und mehrsilbig sein. Auch möchten wir nicht, dass er zu geläufig ist. Vielleicht fällt Euch ja was ein und Ihr habt ein paar nette Vorschläge für uns.

Liebe Grüße
Rosa

Liebe Rosa,

aus aktuellem Anlass möchte ich gerne die Beantwortung Deiner Frage übernehmen. Dir jetzt konkrete Vorschläge für Vornamen zu geben, finde ich schwierig, denn dafür ist der Name einfach etwas viel zu Persönliches. Höre auf Dein Bauchgefühl, dann wird er auch zu Deinem Kind und Deiner Familie passen. Nichts finde ich schlimmer, als ein aufgesetzter Name, der auf eine besondere Weltoffenheit, Individualität, finanziellen, akademischen, familiären Background oder andere Gruppenzugehörigkeit hinweisen soll.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn ein bestimmter Name in der Region (Kilian, Severin) verankert ist oder in der Familie Tradition hat. Als mein Papa von meiner Schwangerschaft erfuhr, stöberte er erst einmal in den Geburtsurkunden unserer Vorfahren und schrieb mir eine ganze Liste mit wunderbaren alten Vornamen. Es gibt wohl kaum etwas Schöneres, als seine Großeltern oder Urgroßeltern auf diese Weise zu ehren. Das kann aber natürlich auch mit einem zweiten oder dritten Vornamen geschehen.

Ich würde Dir auch raten, Dich nicht zu sehr von Trends beeinflussen zu lassen. Wichtiger ist m.E. eine eindeutige Schreibweise des Namens und ein Klang, der zum Nachnamen passt. Außerdem würde ich immer die Vollform des Namens wählen (Friederike statt Frieda). Schnapp Dir einfach ein Vornamenbuch und gehe mit Deinem Partner oder einem anderen Familienmitglied die Namen durch, die Dir auf Anhieb besonders gut gefallen – das macht sehr viel Spaß und am Ende habt Ihr bestimmt zwei bis drei Namen für das Kind parat. Ob diese dann wirklich zum Baby passen, stellt man manchmal erst nach der Geburt fest.

Herzliche Grüße
Dani

Bild-Credit: Shutterstock.com

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24 Kommentare
  • Eva sagt:

    Ich denke auch, dass Euch die Wahl niemand abnehmen kann und sollte. Wie Dani schon geschrieben hat, gibt es viele Faktoren, die die Namenswahl beeinflussen. Ich persönlich finde auch, dass der Vorname klanglich zum Nachnamen passen sollte.
    Und auch die Bedeutung eines Namens ist mir persönlich wichtig. (Ich selbst bin seeeehr zufrieden mit meinen beiden Vornamen und deren Herkunft bzw. Bedeutung :) )

    Ich bin mir sicher, dass Du und Dein Partner eine Wahl treffen werdet, die zu Eurer Familie passt.

  • Maja sagt:

    Ich habe jetzt auch keinen passenden Namen aber einen Einwand. Ich finde man sollte sich nicht umbedingt den Namen passend zum Nachnamen wählen. Irgendwann kann es ja mal vorkommen, das sich dieser wechselt und dann bleibt nur der Vorname.
    Und der Vorname sollte auch im Erwachsenenalter passen. Manche (Trend-)Namen klingen ja als Kind niedlich aber als Erwachsener peinlich.

  • Constanze sagt:

    Liebe Rosa,

    so ganz kann ich mich dann doch nicht zurückhalten und muss meinen Senf dazugeben. :-)

    Bitte, bitte, bitte achte auf die „richtige“ Schreibweise. Individualität ist wundervoll, aber diese kleinen Striche über den Buchstaben haben einen Sinn und französische und englische Namen sollten wie in der Herkunftssprache ausgesprochen werden und zum Nachnamen passen.

    Mir persönlich ist auch immer die Bedeutung des Namens wichtig. Kein Mädchen mag gern „die Bohnenpflückerin“ heißen, da klingt „die Löwin“ doch besser.

    Ihr werdet sicherlich einen wundervollen Namen finden, der perfekt zu euch und dem kleinen Wunder passt!

  • Resl sagt:

    Liebe Rosa,

    es gibt ja bekanntlich soviele Meinungen, wie Sterne am Himmel und das ist auch gut so. Ich finde die Namen von mir und meinen Geschwistern ehrlich gesagt ganz schön. Wir heißen Katharina, Theresa und Konstantin. Daneben gefallen mir Namen wie Victoria, Ferdinand, Maximilian oder Elisabeth, Charlotte, Victoria ganz gut. Auch Julius oder Friedrich finde ich sehr hübsche Männernamen. Wenn man es noch klassicher mag Hubertus, Konstanze, Friederike, Marlene.

    Vielleicht ist ja etwas für dich dabei!?

    Viele Grüße und alles Gute für die Schwangerschaft und Geburt

    Theresa

  • Isi sagt:

    Frida oder Frieda ist überigens ein eigener Name und keine Ableitung von Friederike :)

  • Verena sagt:

    Liebe Rosa,

    meinen Vorrednerinnen kann ich mich nur anschließen: Eines der wichtigsten Kriterien ist, dass Vor- und Nachname gut harmonieren (z.B. kein allzu langer Vorname bei einem ohnehin schon langen Nachnamen) und gut zusammen klingen. Auf Trends würde ich auch nicht unbedingt setzen, sondern eher etwas „klassisches“ wählen. Allerdings schadet ein Blick auf die Hitlisten sicher nicht. So kann man ausschließen, einen der häufigsten Namen des Jahrgangs zu verwenden. Vielleicht findet sich ja auch in der „Ahnengalerie“ ein schöner Name?

    Richtige Schreibweise, Eindeutigkeit (manche Namen wie Luca, Andrea oder Kim sind z.B. je nach Sprachraum einem anderen Geschlecht zugeordnet) und Bedeutung des Namens finde ich auch wichtig. Constanze hat mit der Löwin und der Bohnenpflückerin schon Beispiele gebracht. Eventuell kann man, wenn man mag, einen Namen zu wählen, der in mehreren Sprachräumen in irgendeiner Form existiert.

    Mir gefallen z.B.: Elisabeth, Klara und Laura sowie Maximilian, Paul, und Konstantin recht gut.

    Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Suche

  • Brockdorff sagt:

    Hey,

    auch ich möchte mich an dieser schönen Plauderei beteiligen: Meine Cousinen z.B. tragen alle englische Namen. An sich ein absolutes No-Go in Deutschland ( ,,Kevinismus“).Aber: da die drei halbe US-Amerikaner sind, halte ich die Namensgebung in diesem Fall für gut und richtig.

    Ich persönlich bevorzuge aber klassische Namen. Am besten Zwei. Ist so Tradition in meiner Familie. Die Namen sollten natürlich zueinander passen. Klingen sollten diese dann am besten wie eine Symphonie.
    Besonders häufig bei uns: Friedrich.

    Zu einem meiner Lieblingsvornamen gehört übrigens der meines an der Ostfront gefallenen Urgroßvaters: Friedrich Ludwig.

  • Mia sagt:

    Ich liebe die Namen Wiona, Leonora, Katherine, Oliver, Stefan
    mein Sohn heißt Johannes Ferdinand, bei uns speziell, mein Großvater heißt Hans und der Großvater meines Mannes (der auch Ferdinand heißt) heißt Johann… so haben wir unsere Großväter geehrt und den Namen meines Mann es hinzugefügt. Beides passt sehr gut zu unseren Vornamen, und natürlich zum Nachnamen. Ich finde es wichtig dass der Name, egal wofür man sich entscheidet, gut durchdacht ist, und man sich sicher ist dass einem der Name auch später noch gefällt. Ich finde der Name meines Sohnes lässt ihm immer noch viel Spielraum sich Spitznamen zuzulegen wenn er es möchte :-)

  • Stil-Box sagt:

    Hach, was für ein schönes Thema! Ich liebe es, mit meinen Freundinnen Namen zu besprechen und zu diskutieren… :-)

    In meiner Familie gibt es übrirgens eine ganz lustige Tradition: Bei den Mädchen ist der Zweitname immer der, der Mutter. Schon seit vielen Generationen wird das bei uns so gemacht. Sofern ich im Sommer auch ein Mädchen bekomme, werde ich aber vielleicht mit der Tradition brechen. Mal schauen. Wir sind auch schon am überlegen.

    Ich habe viele (alte) Namen im Kopf und wir wissen, was wir auf keinen Fall wollen: neumodische Namenskreationen (Milena, Joelina, Tiana, Alea…)! Persönlich finde ich die ganz furchtbar. Auch bestimmte Namen, die ich eigentlich schön finde, wie zum Beispiel MIA oder LEA, scheiden aus, weil dies sehr beliebte Namen sind und wir bestimmt fünf Mädchen im Freundeskreis kennen, die so heißen.

    Bei der Wahl des Jungennamens ist es uns damals sehr schwer gefallen (Dani, wir sprachen drüber ;-) ) Letztendlich waren viele fast schon geschockt von unserer Wahl, aber eigentlich passt der Name wie die Faust auf`s Auge und nun finden alle den Namen „eigentlich voll schön“.

    Auch wenn dieser Name es aus verschiedenen Gründen nicht geworden ist, finde ich JULIUS immer noch ganz ganz toll!

  • knittiongwoman sagt:

    Hallo,

    da du ja einen Bezug zu Würzburg hast, wären Kilian oder Tilman oder Amadeus eine Idee, fürs weibliche Geschlecht Constanze als Bezug zu Mozarts Frau oder Gwendolyn, ein Bezug zur Regisseurinb des Chambinsky
    oder geh einfach mal das Straßenverzeichnis durch, da gibt es viele Persönliochkeiten mit klnagvollen und seltenen Namen, Balthasar z.B.
    liebe Grüße
    knittingwoman

  • Amalia sagt:

    @ Brockdorff: „Kevinismus“ – *hihi* :)

    Wir sind in der Namensgebung völlig frei, und gratis ist die Auswahl auch noch – trotzdem geht immer wieder erstaunlich viel schief, wenn es ernst wird.

    Da gibt es die offensichtlichen Entgleisungen (Cheyenne Blue), die Klangmonster (Horst-Otto Molotow), die Verniedlichungen, die vielleicht den Aufstieg in die Chefetage erschweren (Lilly und Benny statt Elisabeth und Benjamin), schwer einzuordnende Regionalnamen wie friesisch Foelke (Jungenname) oder Hiske (Mädchenname), Namen, die das Kind vermutlich am Ende der Grundschule noch nicht fehlerfrei schreiben kann (Anaximander, Sophonisbe), Ausspracheextravaganzen („Schreibt sich Andrew, aber gesprochen bitte: André“), bildungsbürgerlichen Overkill (Nathan Heinrich, jawohl, wie Lessings Titelfigur und Goethes Faust) etc.!

    Wir haben auch die Ahnenreihen durchgesehen, um etwas Hübsches zu finden. Außerdem empfehle ich, die Namen in der engeren Wahl einmal im ganzen Satz zu sprechen: „Guten Tag, mein Name ist xyz.“ Läßt es sich sagen, klingt es gut, klingt es so, wie Ihr möchtet, dass Eure Kinder von ihrer Umwelt wahrgenommen werden?

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Dani sagt:

    Knittingwoman, wie kommst Du darauf, dass Rosa einen Bezug zu Würzburg hat? :-)

    Amalia, ich gebe Dir völlig Recht – bis auf die Regionalnamen, da steh ich ja irgendwie drauf. Finde für Kinder aus Norddeutschland ja z.B. Hilke, Eike, Olaf, Magnus usw. ganz toll.

  • Bianca sagt:

    Liebe Rosa,
    auch ich habe mich während meiner Schwangerschaft sehr schwer getan, einen Namen für meinen Sohn zu finden. Mädchennamen hatte ich viele, bei Jungen sah das schon anders aus. Wichtig ist mir, dass das Kind den Namen schnell aussprechen und später auch schreiben kann. Außerdem wollte ich, dass mein Sohn später vielleicht der einzige in Kindergarten oder Schule ist, der diesen Namen trägt. So fielen die Trendnamen gleich weg. Schlussendlich haben wir uns für Adam entschieden, der auch als Erwachsener noch schön klingt. Und der Name kann nicht verniedlicht werden – das war mir auch sehr wichtig.
    Viele liebe Grüße und viel Spaß bei der Namensfindung!
    Bianca

  • Nicola sagt:

    Hallo,
    wir haben lange überlegt wie die Jungs heissen sollten. Schliesslich haben wir einen „eigenen“ Namen als ersten gewählt und die Namen der Groß/Urgroßväter teilweise hinzugefügt. Heraus kam: Leonhard Martin Hubertus
    Timotheus Jonathan Nikolaus .
    Leider sind die Herrn in dem Alter, wo diese Namen „uncool“ sind. Sie werden von allen anderen Leo und TJ (gesprochen englisch TiJay) genannt und findes klasse.
    Fazit: man kann den Kindern die schönsten klassischsten Namen geben, was dabei rauskommt bestimmt dann doch die Umwelt.
    Trotzdem: viel Spaß beim überlegen

  • knittiongwoman sagt:

    @ dani

    Fotos vor Würzburger Kulisse

  • Dani sagt:

    Knittingwoman: Ja klar, ich lebe in Würzburg (und wir haben übrigens schon einen Namen für unser Kind :-) ), aber unsere Leserin Rosa doch nicht. Zumindest nicht soweit ich weiß.

  • Samt & Seide sagt:

    Also ich dachte schon Du fragst nie:

    Mädchen: Annabell Marie Luise ( AMLU) auf der personifizierten Le Pilage Tasche der Hammer !
    Junge: Sebastian (SU) auf dem bestickten Polo von Lands End, wenn es bei Deinem schönen Nachnamen bleibt
    Und Hey in jedem Fall ist bei diesen Namen der spätere Dr. Titel miteingerechnet !

  • Dani sagt:

    Ihr Lieben, liebe Samt & Seide,

    ich bin nicht auf der Suche nach einem Vornamen – der Name für unser Kind steht schon länger fest. :-) Die Frage stammt von Leserin Rosa! :-)

    Herzliche Grüße
    Daniela

  • sabine s. sagt:

    Liebe Rosa,
    ich kann alles obige mittragen, möchte jedoch darauf hinweisen, wie wichtig es ist, erstens den Namen zu wählen, der auch im englischen Sprachraum auszusprechen ist. Mein Sohn (27) heisst Thorsten und den Namen konnte an seiner englischen Uni keiner aussprechen wg, th. So nannten sie ihn Tall Tree oder TR wegen seines zweiten Vornamens. Zweitens ist der abgekürzte Mittelname international wichtig. besonders auf Visitenkarten. Leider wussten das meine Eltern nicht, denn ich und auch mein Mann haben nur einen Namen.
    Das Leben ist heute global, ob wir es gut finden oder nicht. Alles Gute für die Geburt.
    Sabine S.

  • Amalia sagt:

    @ Dani: Die von Dir genannten nordischen Namen sind ja alle überregional bekannt und völlig unverfänglich – meine Bedenken richten sich eher auf Hardcore-Regionalismen wie Ubbo, Redelf, Tjark oder Afke, Renste, Sötje… ;-)

    @ sabine s.: Ich würde mich Dir bis vor fünf Sekunden voll und nachdrücklich angeschlossen haben – aber wenn man dann so einen tollen Spitznamen wie „Tall Tree“ bekommt, ist ein Zungenbrecher doch das beste, was einem im Ausland passieren kann!

    Liebe Grüße
    Amalia

  • T. sagt:

    Nehmt einfach was ihr am schönsten findet!
    Auf jeden Namen kommt eine Oma, die ihn anfangs zu modern oder zu altmodisch findet, ein fieser Klassenkamerad, der sich eine Verarschung des Namens einfallen lässt, ein wenig intelligenter Mensch, der ihn immer falsch buchstabiert, ein Computer, der einen Frauen- für einen Männernamen hält, etc.
    Was ich damit sagen will: Lasst euch von sowas nicht beeindrucken. Ich selbst trage einen seltenen Regionalnamen, und obwohl ich als Kind manchmal gerne einen „normalen“ Namen gehabt hätte, finde ich es inzwischen ganz toll, dass mein Name so selten ist.

  • Brockdorff sagt:

    Ein Kommilitone von mir hieß damals( und er war natürlich kein Engländer, auch die Eltern, Großeltern, Urgoßeltern nicht): Wesley James Meier. Und er wird seinen Eltern wohl ewig dankbar sein…

  • Charlotte sagt:

    Ich lese ja immer sehr gerne den Lady Blog, aber was hier für Namen auftauchen… Da schaudert es mir. Mag sein, dass ein Kind mit 30 gerne Ferdinand oder Hubertus heisst…

    Aber in der Grundschule und auf dem Gymnasium ist so etwas eine Strafe. Für meinen zweiten Namen bin ich bis heute nicht dankbar, obwohl ich eine Person mit starkem Selbstbewusstsein bin. Ich finde es von Eltern einfach sehr egoistisch nicht an die verschiedenen Laufbahnen und Alter eines Kindes zu denken.

    Es ist wichtig, dass der Name mit jedem Alter funktioniert, leicht lesbar ist und nicht zu „altmodisch“. Es ist schön Ahnen und Familienmitglieder zu Ehren, aber noch schöner ist es für ein individuelles, neues Wesen einen ebenso passenden und neuen Namen zu geben.

    Liebst, Charlotte

  • Lennart sagt:

    Ich finde die Frage tricky, ob man einen Namen nehmen sollte, der mir als Elternteil gefällt oder ob ich versuchen sollte, eine Wahl zu treffen die später auch dem Kind gefällt. Damit meine ich jetzt nicht völlig freakige Namen, sondern schon die alltagstauglichen Vornamen. Der Supergau wäre wenn mein Kind mich jedesmal innerlich verwünscht, wenn es angesprochen wird. Wie habt ihr das gehandhabt?

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