Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Kunstdrucke: Geht oder geht gar nicht?*

{*Anzeige} Bevor ich mich für ein Germanistik-Studium entschied, war ein Kunst-Studium lange Zeit mein großer Traum. Und bis heute bin ich ein großer Fan von Malerei und Kunsthandwerk. In unserer Wohnung finden sich nur Originale und ich habe mich lange Zeit standhaft geweigert, mir einen Kunstdruck an die Wand zu hängen. Doch dann schrieb mich das schwedische Unternehmen Desenio* an und forderte mich dazu auf, Euch zu zeigen, wie stilvoll man Kunstdrucke in die eigene Wohnung integrieren kann. Dieser Herausforderung konnte ich einfach nicht widerstehen.

Was meiner Meinung nach gegen Kunstdrucke spricht: Sie sind sehr unpersönlich, nicht einzigartig, besitzen so gut wie keinen Wert (werden also mit der Zeit auch nicht wertvoller, so wie viele Originale) und sie erinnern mich einfach stark an meine Jugend, in der Poster von „Die fabelhafte Welt der Amelie“ neben Kurt Cobain hingen. Wer nicht viel Geld für ein Kunstwerk ausgegeben kann oder möchte, der kann auf Flohmärkten immer wieder erstaunlich schöne und günstige Originale erstehen. ABER: Im richtigen Umfeld können die modischen Kunstdrucke durchaus gut aussehen.

Meine Grundregeln für Kunstdrucke:

1. Vermeidet Kunstdrucke in repräsentativen Räumen wie dem Wohnzimmer
2. Die Bildaussage sollte zum Raum passen, wählt also beispielsweise Pflanzenmotive für die Küche, und kühle Landschaften für das Schlafzimmer – das Motiv kann die Stimmung des ganzen Zimmers beeinflussen
3. Vermeidet Motive, die Ihr schon in etlichen Wohnblogs und Wohnzeitschriften gesehen habt
4. Ein Kunstdruck sollte immer gerahmt werden
5. Der Rahmen sollte farblich zum Rest des Zimmers passen
6. Ein alter Rahmen verleiht einem Kunstdruck ein hochwertigeres Äußeres
7. Besonders schön wirken Drucke, wenn Ihr sie zusammenhängt, zum Beispiel in der Petersburger Hängung
8. Aufwerten könnt Ihr einen Kunstdruck auch durch Kombination mit echten Gemälden
9. Drucke müssen nicht unbedingt hängen, sondern sehen auch gestellt toll aus
10. Nicht jede Wand benötigt ein Bild – gebt Eurem Druck genügend Raum, damit er wirken kann

In der Küche sehen Pflanzenmotive, aber auch Typografien wie dieses schlichte „Bon appètit“ sehr schön aus – ein Bild muss nicht unbedingt hängen, sondern kann auch aufgestellt werden//In unsere Küche passen schlichte silberne Rahmen am besten, denn diese finden sich z.B. in den Möbelknäufen wieder

In ein Gästezimmer passen kühle Landschaftsaufnahmen, zum Beispiel von Bergen//das „ländlich-rustikale“ Motiv wird durch den Holzrahmen verstärkt und passt perfekt in die alpine Umgebung

Dass die Schweden ein Händchen für Design haben, wissen wir spätestens, seitdem IKEA die Welt erobert. Und so war ich auch von der Produktpalette Desenios sehr angetan. Das Unternehmen aus Stockholm führt ein großes Sortiment an hochwertigen Postern und Plakaten, z.B. Typografie-Poster, Kinderposter, Schwarz-Weiß-Fotografien, Illustrationen usw. – und das alles zu sehr günstigen Preisen. Viele der Motive wurden vom Desenio-Team selbst designt, daneben findet Ihr aber auch Kunstwerke verschiedenster Künstler aus der ganzen Welt. Die Plakate werden auf qualitativ hochwertigem mattem, ungestrichenem Premiumpapier (200 g) mit sehr edlem Oberflächenfinish gedruckt.

Und jetzt bin ich sehr gespannt: Wie steht Ihr denn zu Kunstdrucken?

*In Kooperation mit Desenio entstanden

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4 Kommentare
  • Marie W. sagt:

    Bilder an den Wänden, egal welcher Art, sind mir sehr wichtig. Für eine erste Wohnung finde ich Kunstdrucke durchaus akzeptabel, sofern sie gerahmt sind. Nach und nach lassen sie sich dann je nach Geschmack durch Grafiken oder alte Stiche ergänzen. Oder durch den einen oder anderen Fund in Antiquitätenläden oder Flohmärkten. Wir hatten in unserer Studentenwohnung gerne Ausstellungsplakate an den Wänden, sehr bald dann aber auch alte Pflanzenstiche und Stadtansichten. Dann kam die eine oder andere Grafik und Zeichnung dazu und bald schon das erste Gemälde. Wenn man seine Bilder gerne häufig wechselt, sind Kunstdrucke sicher eine gute Wahl. Oder auch gerahmte eigene großformatige Fotografien. Diese mag ich besonders als Schwarz-Weiß- Aufnahmen mit Passepartout in dunklen schlichten Rahmen. Wichtig ist aber, dass die „Kunst an der Wand“ zu den Bewohnern passt.

  • Stefanie sagt:

    Bei uns im Wohnzimmer hängen 2 wunderbare Holzschnitte, die ich selbst gestaltet und gedruckt habe und auf die ich sehr stolz bin. Gleiches Motiv, eines mit schwarzer Druckfarbe, das andere rot und schwarz. Wir haben sie kurz nach dem Einzug aufwändig rahmen lassen und werden von jedem (!) Besucher darauf angesprochen. Leider ist der Druckstock verloren gegangen – darüber könnte ich mich schwarz ärgern!

  • Kathrin sagt:

    Hallo Dani,

    ich bin bei Kunstdrucken auch ein bisschen zwiegespalten. Einerseits finde ich viele Arbeiten von Grafikern wirklich schön – Zeichnungen, Typografien, etc. – andererseits gefällt mir der Gedanke gar nicht, mir etwas an die Wand zu hängen, was ich in jeder zweiten Wohnung wiederfinde. Insofern fallen für mich IKEA-Drucke in die No-Go-Kategorie, Anbieter wie juniqe oder desenio habe ich in der Vergangenheit aber sehr wohl schon genutzt und war mit der Qualität der Drucke und Rahmen bisher auch immer sehr zufrieden. Ich finde auch, dass ein gewisser Mix den Charme einer Einrichtung ausmacht. Komplettpakete wirken auf mich häufig eher lieblos „wie aus dem Katalog gekauft“. Deshalb haben wir uns für eine Mischung aus Drucken, Acrylbildern, gerahmten (eigenen) Fotografien und alten Stichen entschieden.
    Danke für den Tipp mit den Flohmärkten – die hatte ich bisher als Bezugsquelle für Bilder so gar nicht auf dem Zettel und habe eher nach anderen Dingen geschaut.

    Liebe Grüße

    Kathrin

  • Carla sagt:

    Was ist nach Deiner Definition ein Kunstdruck? Ist ein Kupferstich , eine Aquatinta oder auch ein Stahlstich ein Kunstdruck? Mir fehlt irgendwie die Abgrenzung in diesem Artikel.
    Im Druckbereich, insbesondere der künstlerischen Drucktechniken, gibt es an die einhundert verschiedene Verfahren für Drucke und Reproduktionen. Schaut man sich allein die Kupferdrucke, auf der Basis von Radierungen, Kupferstichen, Heliogravuren, et cetera, auf einer Handpresse an, dann ist nahezu jeder Abzug in reiner Handarbeit entstanden. Was ist das jetzt? Kopie oder Original, Kunst, Handwerk? Seit Jahrhunderten arbeiten nahezu alle rahmenhaften Künstler mit verschiedenen Vervielfältungstechniken. Schaut man sich eine 120 Jahre alte Chromolithografie, per Definition ein Kunstdruck, an, so muss ich schon neidlos zugeben das das vom Standpunkt des Handwerkes auch heutzutage unübertroffen ist.

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