Lady-Frage: Sind Damenverbindungen ladylike?

Liebe Virginia,
heute wende ich mich mit einer Frage an Dich „Organisationstalent“. Ich habe bei Instagram mal gesehen, dass Du eine Erinnerungskiste für Dich und deine Familie angelegt hast. Sammelst Du dort auch die Bilder, Basteleien und Co. von Deinem Sohn? Meine Tochter schenkt mir jeden Tag so viele Schätze und ich weiß nicht wohin damit. Natürlich werfe ich auch einen Teil weg, aber viele Sachen sind einfach zu schade und ich möchte sie irgendwo sammeln und aufbewahren. Eine Idee?

Liebste Grüße
Antonia 

punkt

Liebe Antonia,

eine sehr gute Frage, die ich mir selbst häufig gestellt habe. Bei uns hat jedes Familienmitglied eine eigene Erinnerungskiste. Mein Mann und ich besitzen zwei identische hochwertige Holzboxen mit eingravierten Namen (maßgefertigt bei Avie & Oak), welche die Dinge enthalten, die jedem von uns wichtig und teuer sind: Die liebsten Bücher aus der Kindheit, alte Tagebücher, Briefe, Postkarten, Schulhefte, alte und neue Fotos, das Babyalbum, besondere Bilder und Gebasteltes unseres Sohnes, Urlaubserinnerungen, alte Notenblätter, Urkunden… kurzum: Wenn es brennen würde, wäre die Box das Erste, was ich in Sicherheit bringen würde! Für unseren Sohn haben wir eine große Holztruhe angeschafft, in der neben Babyalbum, Fotos, Gemaltem und Gebasteltem, dem ersten Baby-Outfit, usw. über die Jahre auch besonders geliebte Kuscheltiere, Bücher und allerlei weitere Schätze Platz gefunden haben.

Prinzipiell ist man geneigt, alles aufzuheben. Jedes Bild, jedes Vater- und Muttertagsgeschenk, jedes Weihnachtspräsent… Doch je älter die Kinder werden, desto mehr wird einem klar, dass sich diese Unmengen an Kram kaum jemand jemals wieder ansehen wird! Ein rigoroses aussortieren ist zwar mitunter unglaublich schmerzvoll, lenkt aber den Blick auf die Dinge, die wirklich „aufhebenswert“ sind. Ein guter Mittelweg wäre es vielleicht auch, die allerschönsten Werke „in echt“ zu behalten und alles andere als Scans auf einem Stick, sortiert nach Jahren, aufzubewahren. Wir haben entschieden, dass es für uns den größten Sinn macht, uns auf eine übersichtliche Menge an Kunstwerken ohne Scans zu beschränken (und es sind immer noch so wahnsinnig viele!). Ich habe z.B. die schönsten Bilder meines Sohnes bis zu seinem 6. Lebensjahr zu einer Art Büchlein zusammengeheftet. Beim Blättern hat er so eine Übersicht über seine schönsten Kunstwerke, seit er zum ersten Mal einen Stift in den Händen hielt.

Die schönsten Bilder seit Schulbeginn werden bis heute in einer großen Bildermappe gesammelt. In mehreren kleineren Kartons haben wir Verschiedenes thematisch gesammelt und sortiert, z.B. Gebautes und Gebasteltes, Kleinkram wie Murmeln, besondere kleine Spielzeuge wie Autos und Co., Urlaubserinnerungen und Muscheln, Fotos, Briefe und Postkarten, Kleidung (erster Body/Strampler/Schuhe) usw. Auf diese Weise schafft man für jeden Teilbereich eine natürliche Obergrenze und merkt schnell, wenn sich in einem Bereich zu viel ansammelt. Zudem findet alles sortiert und übersichtlich einen Platz in der großen Truhe. Zu seinem 18. Geburtstag möchten wir der Truhe noch ein paar Dinge aus seinem Geburtsjahr beilegen, z.B. einen Sampler mit den größten Hits aus 2005, einen  guten 18-jährigen Whiskey, die Tageszeitung seines Geburtstages 2005 und 2023 aus seiner Geburtsstadt,… Ich mag die Idee sehr, dass die Essenz seiner ersten 18 Lebensjahre in einer Erinnerungstruhe ihren Platz findet!

Herzliche Grüße,
Virginia

Erinnerungsbox: Die Geschenke der Kinder aufbewahren

Und wie bewahrt Ihr Eure Kindheitserinnerungen und die Schätze Eurer Kinder auf?

MEHR ZUM THEMA


1 Kommentar
  • Alexandra sagt:

    Also so eine Erinnerungskiste finde ich ja eine ganz wunderbare Idee. Ich hebe nur sehr wenige Kunstwerke meiner Kinder auf, muss ich ehrlich sagen. Einmal bekomme ich wirklich Kartonweise Gemälde und Basteleien aus der Kita, und die sind nicht alle Picassos und zweitens haben die Kinder bei uns im Kindergarten ja auch so Entwicklungsordner, in denen die “ Abschluss“ arbeiten der Themen, die sie bearbeitet haben, aufgehoben werden. Sollte mal etwas ganz besonderes bei den frei gebastelten Sachen dabei sein, dann hänge ich es den Kindern übers Bett, da ist schon eine sehr schöne Galerie entstanden und es freut uns immer, wenn wir sie uns anschauen. In einem Kinderzimmer darf es auch bunt sein, finde ich. Was ich aber in kleinen Bündeln aufhebe sind die Geburtstagskarten. Außerdem schreibe ich meinen Kindern zu jeden ihrer Geburtstage einen kleinen Brief und dokumentiere darin, wo sie gerade im Leben stehen, was sie können oder gerade lernen, was ihnen Freude macht und was sie für Träume haben. Man selbst vergisst es als Erwachsener so schnell, dass ich es schöner finde, wenn wir alle gemeinsam etwas zum Erinnern haben.

    Bei https://glueckundsegen.de/ gibt es auch ganz wunderbare Leinen überzogene Aufbewahrungsboxen, auch für den Nachwuchs oder die Hochzeit. So eine haben wir und finde ich auch echt hübsch und praktisch!

    Liebe Grüße,
    Alexandra

Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.