Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
10 Tipps für eine klassische Kindergarderobe

Amalias Garderobe ist nicht groß. Sie besitzt lediglich eine Kommode und einen kleinen Kleiderständer für alle ihre Sachen. Die Stücke habe ich jedoch mit Bedacht ausgesucht. Sie sollen zeitlos, gut untereinander kombinierbar und natürlich aus bester Qualität gefertigt sein. Nachdem ich Euch beim letzten Mal die schönsten klassischen Kinderlabels vorgestellt habe, möchte ich Euch heute 10 Tipps geben, wie Ihr eine klassische Kindergarderobe aufbauen könnt.

1. Weniger ist mehr!

Meine Grundregel lautet: Weniger ist mehr. Vermeidet zu viele verschiedene Farben, zu viele Rüschchen, Verzierungen, Schleifen und verzichtet am besten weitgehend auf die „kindlichen“ Bildchen auf T-Shirts und Pullovern. Bei uns gibt es weder Hello Kitty noch Bob der Baumeister oder Elsa-Motive auf der Kleidung. Wie stilvoll das sein kann, zeigt uns die französische Kindermode. Übrigens: Ich bin davon überzeugt, dass man den kindlichen Geschmack früh prägen kann.

2. Greift zu klassischen Farbtönen!

Nicht zu viele Farben zu verwenden, meint jedoch nicht, dass knallige Farben schlecht sind – neben Cremetönen sind auch ein knalliges Pink und ein farbenfrohes Gelb (vor allem bei Gummistiefeln und Regenjacken) klassische Farbtöne. Auch Rot und Grün können richtig arrangiert sehr schön aussehen. Mein absoluter Favorit ist jedoch die Farbe Blau – ob Hellblau, Himmelblau oder Marineblau – die Farbe steht fast jedem Kind und lässt sich leicht kombinieren.

Klassische Kindergarderobe

3.  Bevorzugt zeitlose Schnitte und Verarbeitungen!

Es gibt Kinderkleidung, die ist heute zeitlos schön, und sie war es auch schon als wir oder gar unsere Eltern Kinder waren. Bei guter Pflege können solche Stücke sogar an die nächste Generation weitergegeben werden. Echte Klassiker sind z.B. Latzhosen und -röcke (im Winter aus Kord, im Sommer z.B. mit Vichy-Karo), Stepp- und Wachsjacken, Blusen mit Lochstickereien, Flügelärmelchen oder Wellensaum, Shirts und Socken mit Mäusezähnchen sowie Matrosenkragen.

4. Investiert in hochwertige Materialien!

Ob (Bio-)Baumwolle, Kaschmir, Alpaka, Seide, Leinen, Schurwolle oder ein Mix aus diesen Materialien – bei den Stoffen könnt Ihr Euch austoben. Nur Kunstfasern wie Polyester würde ich vermeiden. Tipp: Besonders edel sehen Jäckchen mit echten Perlmuttknöpfen aus (und sie lassen in der Regel auf eine hochwertige Verarbeitung schließen).

Klassische Kindergarderobe

5. Ein Hoch auf Oberteile und Kleidchen mit Bubikragen!

Mein Favorit in Sachen Blusen, Pullover und Kleidchen sind ja schöne Kragen. Der Klassiker sind die wunderschönen Bubikragen (also Kragen mit rundem Abschluss). Fündig werdet Ihr auf jeden Fall bei den französischen Modelabels wie Jacadi oder Cyrillus – hier könnt Ihr auch immer wieder mal ausgefallenere Varianten entdecken z.B. Blütenkragen.

6. Ahoi: Wir lieben Streifen und den Matrosenlook!

Streifen gehen immer – nicht nur bei uns Erwachsenen sondern auch bei Kindern sehen Ringelpullover und blau-weiß-gestreifte Blusen (oder Latzhosen) immer zeitlos schön aus. Vor allem im Norden können kleine Mädchen und Jungen auch mit einem Matrosenanzug eine gute Figur machen – wie wäre es z.B. mit einer Variante von Der fesche Ferdl?

Klassische Kindermode

7. Einfach fabelhaft: Liberty-Stoffe und Mille-Fleur-Muster!

Bei Kinderbekleidung gehören neben Vichy-Karo die Liberty- bzw. Mille-Fleur-Muster zu meinen absoluten Lieblingsstoffen. Greift Ihr zu einem Blüslein mit Blumendessin, dann achtet allerdings darauf, dass der Rest des Outfits schlicht gehalten ist, sonst wirkt der Look überladen. Fündig werdet Ihr wieder bei den Franzosen (Jacadi, Cyrillus).

8. Strickjäckchen sind immer eine gute Idee!

In Amalias Kleiderschrank befinden sich mindestens genauso viele unterschiedliche Cardigans wie Pullover – und das schon, seit sie ein Baby war. Denn Strickjäckchen lassen sich hübsch über der Bluse tragen, sie können sehr leicht an- und ausgezogen werden und sind ideal für die Handtasche, wenn man befürchtet, dass es kälter werden könnt.

Klassische Kindermode

9. Kauft Leggings anstatt von Jeanshosen!

Amalia besitzt keine einzige Jeanshose. Ich kann gar nicht verstehen, warum Babys und Kleinkinder schon Jeans tragen müssen, sie sind unbequem am Bündchen, viel zu steif und – nunja – besonders hübsch finde ich sie eigentlich auch nicht. Wir greifen darum seit jeher zu Leggings, am liebsten solchen im Reiterlook mit Verstärkungen an den Bein-Innenseiten und mit süßen Schleifchen am Beinabschluss. Die schönsten Varianten findet Ihr bei Ralph Lauren.

10. Accessoires: Klassische Kinderschuhe und hübscher Haarschmuck

Wie heißt es immer so schön: Das A und O eines guten Outfits sind die Accessoires. Bei den Kindern beschränken sich diese auf gutes, klassisches Schuhwerk (dazu gibt es bald einen gesonderten Beitrag) sowie hübschen Haarschmuck. Seit Amalia längeres Haar hat, trägt sie täglich hübsche kleine Schleifchen- oder Pompom-Haarspangen.

Preppy Kindermode

Habe ich etwas vergessen? Was gehört Eurer Meinung nach unbedingt noch in die klassische Kindergarderobe? Übrigens: Auf Mamikreisel verkaufen wir regelmäßig die gut erhaltene Bekleidung von Amalia

*Diese Collage enthält Affiliate-Links (ich werde am Umsatz beteiligt)

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13 Kommentare
  • Helena sagt:

    Hey Dani,

    ich gebe Dir völlig Recht: Leggins sind für Kinder viel besser geeignet als Jeans. Außerdem bequem sind noch Latzhosen, die Du ja auch weiter oben erwähnt hast. Ich mag Leggins sogar lieber als Röcke mit Strumpfhosen, weil die Kinder sie – zumindest im Alter von ungefähr zwei Jahren – selbstständiger an- und ausziehen können.

    Viele Grüße
    Helena

    P.S.: Amalias Haare sehen richtig hübsch aus!

  • Rena sagt:

    Eine wunderbare Aufzählung! Ich finde, auch eine gute, klassische Windjacke gehört noch zu einer solchen Garderobe.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  • Dani sagt:

    Liebe Helena,

    ja um ihre Haare beneide ich Amalia auch. :-) Schön, dass Du mir zustimmst!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Dani sagt:

    Liebe Rena,

    wir haben eine Steppjacke und eine Regenjacke – damit kommen wir gut zurecht. Ansonsten natürlich verschiedene Cardigans und einen kuscheligen Poncho. Wann verwendet Ihr die Windjacke?

    Herzliche Grüße
    Dani

  • M. Daniela sagt:

    Liebe Dani,

    ein wunderbarer Artikel. Ich bin ganz begeistert.
    Als Mama von zwei Buben (und einem Mädchen) mag ich noch folgendes ergänzen.
    Zur klassischen Bubengarderobe gehören Chinos, kurze Stoffhosen, Polos und Hemden. Vor allem Hemden, sei es Leinen im Sommer oder Baumwolle in den anderen Jahreszeiten. Auch hier macht sich ein Cardigan prima, genauso wie ein Pullunder oder eine Steppweste.

    Die klassische Wachsjacke tragen alle meine Kinder. Aber auch ein Trenchcoat oder Mantel allgemein ist stets edel und passt zu allem. Bei Buben darf natürlich ein Dufflecoat und/bzw Caban nicht fehlen.

    Das Thema Accessoires ergänze ich noch durch Strümpfe. Es gibt für Mädchen diese zuckersüßen mit Rüschen und Schleifen. Ich finde, der Schuh kann noch so edel sein, mit der falschen Strumpfware ist das Gesamtbild wie bei den Großen, schnell gestört.

    Ich freue mich schon sehr auf den Artikel über Schuhe

    Herzliche Grüße,
    Daniela

  • Dani sagt:

    Liebe Daniela,

    vielen Dank für Deine super Ergänzungen – stimmt schon, mein Artikel ist etwas „mädelslastig“! :-)

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Bianca sagt:

    Eine sehr schöne Zusammenfassung für Kinderkleidung. Ich mag an meinem Sohn helle und freundliche Farbe und bemühe mich, dass sein Kleiderschrank nicht nur aus Blautönen besteht. Allerdings setzt jetzt mit 4 Jahren die Zeit ein, in der er sich gezielt die typischen Kindermotive wie Lego, Paw Patrol, Cars etc. wünscht, weil seine Freunde sowas auch im Kindergarten tragen. Da gebe ich als Mama dann aber gerne nach.
    Liebe Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

  • Marlena sagt:

    Sehr schöner Artikel liebe Dani!

    Ich achte auch darauf, das Theodors Garderobe nicht zu unübersichtlich wird. Klassische Farben und Marken dominieren,aber auch ein Feuerwehrmann Sam Tshirt findet man bei ihm. Ganz auf so etwas zu verzichten wird mit zunehmenden Alter und dem Gang in die Kita schwierig. Ich kann diesem überbunten nicht viel abgewinnen (was nicht heißt das es nichts buntes gibt. Streifen gehen schließlich immer!) Meine Vorliebe für weisses bzw. helle Farben muss ich wohl bei unserem anstehenden zweiten Baby überdenken – stellte es sich doch in der Vergangenheit bei uns auf dem Bauernhof als eher unpraktisch heraus – leider ;)

  • Katrin sagt:

    Hallo Dani, so ähnlich mache ich es auch bei meinen Mädels, wobei ich auch T-Shirts mit Applikationen (von Sigikid und Boden) gerne kaufe – die Kinder mögen gerne Tiere und Motive auf ihren Sachen, und mir gefällt daran, dass diese zeitloser und edler aussehen als Drucke. Auf diese Weise haben sie auch nie so sehr nach Klamotten mit Figuren aus Filmen o.ä. gefragt, glaube ich;-). Und indem ich ihnen Oberteile mit applizierten Enten, Igeln oder Gänsen gekauft habe, habe ich die von mir ungeliebten Pferde und Delfine vermieden. Das mit den Jeans sehr ich ganz genauso – ich habe ab und zu Hosen aus dünnem Jeansstoff in pludrigen Schnitten mit Gummibund gekauft, aber nie enge, feste Jeans. Wenn ich Babys und Kleinkinder in solchen Hosen sehe, tun sie mir immer leid. Kinderkleidung muss doch vor allem bequem sein und Bewegungsfreiheit lassen- das ist doch das Wichtigste.

  • Katrin sagt:

    P.S. noch: Meine ältere Tochter ist jetzt sieben, und ich würde auch Deine These unterschreiben, dass man als Eltern erheblich zur Geschmacksbildung beitragen kann – das sehe ich an ihr. Während sie mit 3/4 Jahren am liebsten alles in Rosa, Pink und Gelb gehabt hätte und jedes neutralisierende Element in einem Outfit (wie blaue Leggins und Strumpfhosen) bekämpft hat (es waren harte Zeiten für mich;-)), mag sie es inzwischen selber nicht mehr allzu bunt und bevorzugt ruhige Outfits, gerne ein bisschen romantisch und mädchenhaft, aber nie kitschig. Wir beide lieben z.B. Noa Noa und Cyrillus (für Kindersachen)- wir haben praktisch den gleichen Geschmack, wenn es um ihre Kleider geht, es ist herrlich! Dabei habe ich sie natürlich nie gezwungen, etwas anzuziehen, was ihr nicht gefiel, sondern bin ihren Wünschen schon entgegengekommen. Aber ich habe eben auch keine Sachen gekauft, die ich hässlich fand, auch wenn sie sie geliebt hätte (also knallpink mit Glitzer usw. – die ganzen Kitschsachen).

  • SusiE sagt:

    Liebe Daniela,

    ich liebe deinen Artikel. Schade das ich erst jetzt auf deinen Blog gestoßen bin. Ab jetzt verpasse ich keinen Artikel mehr.
    Vielen Dank für deine Inspiration.

  • Miriam sagt:

    Liebe Daniela,
    Ich habe erst vor kurzem den Lady-Blog entdeckt, verfolge aber seitdem gerne die neusten Artikel. Ich selbst habe noch keine Kinder, doch meine Cousine, welche etwas älter ist als ich, hat eine sechs Jahre alte Tochter. Sie ist wirklich lieb und umgänglich, aber bei der Auswahl der Kleidung gibt es immer Streitereien, da sie die Meise Kleidung nicht mag. Außerdem möchte sie immer selbst aussuchen was sie anzieht. Ich persönlich denke, sie sollte ihre Kleine ihren eigenen Stil entwickeln lassen, so lange die Kleidung zum Wetter passt. Meine Cousine allerdings versucht ihr stilistisch gut zusammenpassende Outfits auf zu drängen, weil sie nicht möchte, dass ihr Tochter sich später ärgert, wenn sie Fotos nicht perfekt gestylt ist. Was würden sie mir, beziehungsweise meiner Cousine raten? Oder sollte ich mich da lieber raushalten?
    Viele Grüße
    Miranda

  • Dani sagt:

    Liebe Miranda,

    ich bin durchaus der Meinung, dass man einem etwas älteren Kind die Möglichkeit geben sollte, sich seine Kleidungsstücke selbst auszuwählen. Denn nur so kann es lernen, was zusammen passt und was nicht. Wir lösen es momentan mit einem Kompromiss: Ich stelle Amalia verschiedene Hosen/Röcke und passende Oberteile zur Verfügung und sie darf dann selbst auswählen, was sie tragen möchte. Außerdem frage ich sie häufig: Was meinst Du, was würde hübsch dazu aussehen? Und wenn man grundsätzlich eine Kindergarderobe anlegt, bei der alles einigermaßen zusammenpasst, dann sollte auch nichts „passieren“ wenn sich das Kind seine Kleidung ganz alleine aussucht.

    Herzliche Grüße,
    Dani

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