Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Hipster-Rucksack: Geht oder geht gar nicht?

Ok, bevor wir uns der Problematik „Hipster-Rucksack“ zuwenden, gilt es, erst einmal eine grundsätzliche Frage zu klären: Rucksack – ja oder nein? Ich bin ja eigentlich gar kein Fan des Rückengepäcks. Seit meiner Schulzeit (Eastpack!), ist darum auch kein Rucksack mehr in meinen Besitz gewandert. Auch eher modische Varianten von Longchamp oder Louis Vuitton konnten mich bisher nicht überzeugen. Rucksäcke sind meines Erachtens einfach unsexy und machen keine gute Figur. Nachdem ich mir für meine Bergtouren jedoch eine sportliche Variante von Jack Wolfskin zugelegt hatte, ist mir wieder aufgefallen, wie praktisch ein Rückengepäck doch ist. Hinzu kommt: Die stylischen und irgendwie auch echt chicen Varianten von Fjällräven oder BROOKS sind aus dem Straßengeschehen nicht mehr wegzudenken. Allerdings sieht man sie vor allem bei diesem bestimmten Typ Mann mit Bart und Jutebeutel.

BROOKS ENGLAND LTD., das ist diese Firma mit den edlen Ledersätteln – habt Ihr bestimmt schon einmal gesehen. Das hippe, bereits 1866 gegründete Traditionsunternehmen führt jedoch auch anderes hochwertiges Fahrradzubehör: Griffe aus Leder, Fahrradtaschen und eben Rucksäcke. Das Design soll die Unkompliziertheit und Einfachheit des urbanen Radfahrens verkörpern. Die Rucksäcke bestehen aus wasserdichtem Segeltuch, original BROOKS-Lederriemen und werden von Kunsthandwerkern in der italienischen Toskana gefertigt.

BROOKS ENGLAND ist einer der letzten Hersteller für Sättel aus Kernleder

BROOKS ENGLAND ist einer der letzten Hersteller für Sättel aus Kernleder; die in Handarbeit hergestellten Sättel werden von ihren Besitzern oft ein Leben lang gefahren

Rucksäcke von BROOKS ENGLAND: Pickwick und Dalston

Der „Pickwick“ (links) ist ein vielseitiger großer Rucksack aus Leinen im Roll-Top-Style, der Dalston wird aus wasserdichtem Stoff und natürlich gegerbtem Leder hergestellt

Rucksack von BROOKS ENGLAND: Eton

Der „Eton“ ist ein Redesign aus dem Jahre 1910; der Tornister besteht aus dem gleichen hochwertigen Leder, das auch bei BROOKS-Sätteln zum Einsatz kommt

Das 1960 gegründete schwedische Unternehmen Fjällräven hat sich auf Outdoor-Ausrüstung und (gewachste) Funktionsbekleidung spezialisiert. Immer häufiger sieht man die Bekleidung und vor allem die Vintage-Rucksack Modelle auch im Straßengeschehen. Die klassischen Fjällräven-Rucksäcke bestehen aus einem gewachsten, robusten, wasser- und windabweisenden Gewebe und naturfarbenem Leder. Häufig besitzen sie einen Schneefang und ein herausnehmbares Sitzkissen. Preislich liegen die Rucksäcke – ebenso wie die Varianten von BROOKS – bei 230 Euro. Ihren Preis sind die Rucksäcke sicherlich wert, denn sie werden Euch bei guter Pflege ein Leben begleiten. Aber wie gefallen Euch die Hipster-Rucksäcke – geeignet für’s Stadtgeschehen, oder eher für die nächste Rad- oder Bergtour?

Der Klassische Rucksack No. 21 von Fjällräven

Der geräumige Rucksack No. 21 im klassischen Fjällräven-Stil aus gewachstem G-1000-Gewebe eignet sich für die Stadt ebenso wie für die Berge

Bild-Credits: Fjällräven/Otto.de

11 Kommentare
  • One Moment sagt:

    Mag die Rucksäcke so in den Pressebildern ganz gern, aber getragen werden Sie diese Form ja nicht behalten – deshalb von mir: GEHT GAR NICHT.

  • Emi sagt:

    Hallo, wollte mal fragen, ob wer Erfahrungen mit den Longchamp Rucksäcken hat und ob ihr sie mir weiterempfehlen würdet? :-) Bzw. andere preppy Rucksäcke kennt? Danke

  • Helena sagt:

    Die Rucksäcke auf den Pressefotos gefallen mir ausgesprochen gut!! Rucksäcke sind einfach superpraktisch: man hat die Hände frei und das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Da ich immer viel zu viel mit mit rumschleppe, kommt einiges an Gewicht zusammen. Wenn ich die Wahl habe zwischen Handtasche und Rucksack greife ich IMMER zum Rucksack!! Für den Alltag und für ins Büro einfach unschlagbar. Klar gibts auch Anlässe zu denen ich nicht zum Rucksack greife, aber ich stelle immer wieder fest, dass ich dann ‚das Gefühl‘ vermisse :-)

  • Brockdorff sagt:

    Grundsätzlich mag ich klassische Rucksäcke, natürlich aus hochwertigen Materialien, die nach britischem Weltkriegsoffizier aussehen oder Jahrhundertwende-Antarktisexpeditionsteilnehmer -Flair verbreiten. So z.B. diese tollen Exemplare hier:

    http://www.zalando.de/sandqvist-stig-rucksack-khaki-cognac-sv054a009-n00.html
    http://www.zalando.de/sandqvist-stig-rucksack-blue-cognac-brown-sv054a007-k00.html
    http://www.zalando.de/sandqvist-roald-rucksack-blue-sv054a004-k00.html.

    Für einen längeren Spaziergang (mit Picknick) oder Radtour sind diese stilvollen Rucksäcke wunderbar geeignet.

    Was Rucksacktragen auf dem Campus anbetrifft, so habe ich frisch nach der Bundeswehr als Erstsemesterstudent , aus Mangel an Alternativen, übergangsweise meinen Flecktarnrucksack getragen. Da sich dann aber herausgestellt hat, dass Rucksäcke eher weniger unitauglich sind (sehr unpraktisch), habe ich mir lieber eine kompakte, aber auch klassische Lederumhängetasche zugelegt…

    Und diese bärtigen Hipstertypen finde ich ganz schrecklich…Was immer diese meinen darstellen zu wollen…

  • Catarina sagt:

    Ich tue mich auch immer ein bisschen schwer mit Rucksäcken. Keine Frage, sie sind sehr praktisch und es gibt ja auch tatsächlich welche die im Regal hübsch sind. Ich weiß aber nicht, ob ich sie am Rücken hübsch genug finde und man kann ja meist auch sehr leicht daraus stehlen… Da mir auf einer Privatparty meine neue Lederjacke geklaut wurde, achte ich wieder sehr auf solche Aspekte…

  • Lauren sagt:

    Ein interessantes Thema, ich bin eindeutig auf der Contra Seite.
    Rucksäcke sind im Alltag ein absolutes NoGo für mich -egal ob bei einem Mann oder Frau. Es gibt einfach keine Begründung für mich, die das Tragen eines Rucksacks(außer Reisen, Radtour…) rechtfertigen. Sie zerstören das ganze Outfit…von Longchamp gibt es zum Beispiel sehr schöne und geräumige Umhängetaschen, die sogar chic aussehen.
    Rucksäcke wirken irgendwie so kindlich, vermutlich weil die meisten Träger noch zur Grundschule gehen.

    Liebe Grüße
    Lauren

  • The Heritage*ladys sagt:

    Leider sehen die nur ausgestopft schick aus- sobald man mal nicht drei Wechseljacken und vier Trinkflaschen drin hat und der kleine Kerl in sich zusammen fällt, erinnert der uns immer ein wenig an die Schultasche in der 5. Klasse. Praktisch: ja. Deswegen schick? Leider nein.

    The heritage*ladys

  • Daniel sagt:

    Geht nicht! Für Models in Ordnung, auf der Straße: Nein danke!

  • Marie sagt:

    Hi Dani, ich glaube es ist eine Geschmackssache und hängt stark vom eigenen Style ab. Mein Fjällräven Kanken begleitet mich auf jeden Fall seit über 2 Jahren und ich finde ihn nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich stylisch. Ich möchte nicht mehr auf ihn verzichten.
    Ich war etwas überrascht, als ich die negativen Kommentare gelesen habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen einen Rucksack als „NoGo“ zu bezeichnen. Aber vielleicht hat sich da auch in den letzten Jahren etwas geändert? Heute sieht man ja so viele Frauen, die einen Rucksack tragen. Mir gefällt das, ich bin eindeutig auf der Pro-Seite.

    Liebe Grüße
    Marie

  • Marc sagt:

    Hallo,

    wollte mal fragen, ob du Erfahrungen mit den Longchamp Rucksäcken hast und ob du sie mir weiterempfehlen würdet? :)

    Gruß Marc.

  • Dani sagt:

    Liebe Emi, lieber Marc,

    ich habe leider keine Erfahrungen mit den Longchamp-Rucksäcken.

    Herzliche Grüße
    Dani

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