Dani
Hereinspaziert: Zu Besuch bei Karen im Gründerzeit-Landhaus

Karen lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem charmanten Gründerzeit-Haus zwischen Apfelbäumen in einem der bezaubernden Dörfer in der Magdeburger Börde. Gekauft haben die zwei das Haus gleich nach dem Studium vor 4 Jahren. Seitdem versucht die 28-jährige ihre „alte Dame“ nach und nach zu sanieren und vorsichtig wieder in ihren Ursprungszustand zurück zu versetzen. Auf Instagram findet Ihr sie unter Karenkaramell.

Liebe Karen, wie würdest Du Deinen Einrichtungsstil beschreiben?

Unseren Einrichtungsstil würde ich als Klassisch, luftig und hell beschreiben. Wir sind nicht festgefahren, aber versuchen, Altes mit Neuem, Design-Klassikern und Selbsgebautem zu mischen. Wir lieben Familienerbstücke (auch wenn es oft die der Nachbarsfamilien und nicht unserer eigenen sind) und legen vor allem Wert auf Qualität und eine „Seele“ der Dinge. Wir lieben den romantischen Stil schwedischer Landhäuser um 1900 und natürlich englische Cottages. Ich denke, daraus picken wir uns passende Häppchen heraus und vermischen alles ein bisschen.

Homestory: Zu Besuch bei Karen in einem Gründerzeit-Landhaus

In welchem Zimmer hältst Du Dich am liebsten auf?

Eine Entscheidung zwischen den einzelnen Räumen in unserem Gründerzeit-Haus fällt mir sehr schwer. Müsste ich mich aber entscheiden, so würde ich „meinen“ Platz am Esstisch auswählen. Von dort habe ich den Blick auf unseren alten Kachelofen und kann einmal durch die Flucht aus Salon und Wohnzimmer bis in den Garten sehen. Besonders zauberhaft sieht es natürlich aus, wenn draußen die Apfelbäume blühen.

Homestory in einem Gründerzeit-Landhaus

Homestory in einem Gründerzeit-Haus

Woher beziehst Du Deine Möbel und Einrichtungsgegenstände?

Unsere Möbel finden eher uns, als wir sie. Die wenigsten Dinge haben wir neu gekauft. Wir haben in Halle an der Saale studiert und dort stehen immer wieder Schätzchen, die nicht mehr gebraucht werden, an der Straße. Auch der Dachboden unserer Nachbarn ist eine riesige Fundgrube für uns. Einiges haben wir einfach beim Hauskauf von den Vorbesitzern übernommen und praktischerweise können mein Mann und sein Bruder wunderschöne Kleinmöbel fertigen. Hier und da findet sich natürlich auch etwas vom Möbelschweden – gerade diesen Mix mögen wir sehr.

Hast Du ein Lieblingsmöbelstück? Erzähle uns seine Geschichte!

Den großen Bauernschrank in unserer Küche mag ich am liebsten. Als wir unser Haus gekauft haben, haben wir ihn in der Garage der Vorbesitzer gefunden. Er war schwarz gestrichen, über und über mit Reiseaufklebern verziert und sollte eigentlich entsorgt werden. Jetzt darf er wieder strahlen und dient uns als Speisekammer-Ersatz. Jedes Mal wenn ich ihn ansehe, freue ich mich und bin dankbar dafür, dass wir hier leben dürfen. Er symbolisiert ein bisschen die Reise, die wir gemeinsam mit unserem Haus gehen: Sehen, was da ist – hervorholen – und wertschätzen.

Homestory in einem Gründerzeit-Haus

Zu Besuch bei Karen in einem Gründerzeit-Haus

Bist Du „fertig“ eingerichtet oder stellst Du immer mal wieder alles um?

Ich befürchte, dass wir nie ganz „fertig“ sein werden. Schon allein aus den noch fehlenden Baumaßnahmen ergeben sich immer mal wieder Notwendigkeiten, etwas umzustellen. Zum Beispiel darf in diesem Jahr ein wunderschöner antiker schwedischer Kachelofen in unser Wohnzimmer einziehen. Da muss dann einfach umgeräumt werden.

Gründerzeit-Haus Einrichtungstipps

Wo lässt Du Dich für Dein Gründerzeit-Haus inspirieren?

Natürlich komme auch ich nicht an Instagram und Pinterest vorbei, aber es baut bei mir durch die gezeigte Perfektion oft unterschwellig einen Druck auf. Entspannter finde ich es da, mich von Ausflügen in schöne Städte inspirieren zu lassen. Das Goethehaus in Weimar zum Beispiel hat einen großen Eindruck hinterlassen. Die beste Art, Ideen zu finden, ist aber in der Hängematte unter unseren Apfelbäumen zu liegen und in Zeitschriften wie dem SALON zu blättern.

Homestory in einem nostalgischen Gründerzeit-Haus Homestory: Zu Besuch in der Magdeburger Börde

Was ist Dir bei Deiner Einrichtung wichtig?

Seit unsere Tochter auf der Welt ist, ist mir neben der Ästhetik und Gemütlichkeit auch eine gewisse Praktikabilität wichtig. Ich versuche zwar, dass es ordentlich und hochwertig aussieht, möchte aber nicht den ganzen Tag „nein“ sagen müssen. Daher müssen Dinge auch kleine Hände und Missgeschicke aushalten können. Außerdem braucht alles einen festen Platz, denn sonst dauert das Aufräumen und Saubermachen viel zu lange.

Homestory: Gründerzeit-Haus Einrichtungsideen

Hast Du noch einen Einrichtungstipp für unsere Leser?

Der wertvollste Tipp, den ich einmal von einer guten Freundin bekommen habe, ist der, mit und nicht gegen ein Haus oder eine Wohnung zu arbeiten. Wie kann ich aus dem, was da ist, etwas schönes erreichen? Welche Sichtachsen ergeben sich zum Beispiel durch die Anordnung von Fenstern und Türen? Wenn man sich bei der Platzierung der Möbel oder der Verteilung der Zimmer danach richtet und etwas flexibel ist, ergeben sich oft ungeahnte Möglichkeiten.

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Liebe Karen, herzlichen Dank, dass wir bei in Dein wunderschönes Gründerzeit-Haus hereinspazieren durften!

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2 Kommentare
  • Dani sagt:

    Liebe Karen,

    ein Haus voller Licht und so herrlich nostalgisch! Ganz toller Stil! Mein Highlight ist der Ofen. :-)

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Sandra T. sagt:

    Es ist wirklich außergewöhnlich schön. Und ich weiß, wie viel Arbeit in der behutsamen Renovierung und Restaurierung alter Häuser samt der dazugehörenden (Einrichtungs-)Gegenstände steckt. Ganz großen Respekt für die Leistung, die finanzielle und die mit Muskelkraft.

    Herzlich, Sandra T.

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