Hautpflege: Welchen Hauttyp habt Ihr eigentlich?
Virginia

Eine gesunde Haut ist wichtig für ein gutes Körpergefühl. Wir wollen uns schließlich „wohl in unserer Haut fühlen“. Der Zustand unserer Haut wird von vielen Faktoren beeinflusst. Neben der Genetik spielen z.B. Umwelteinflüsse eine Rolle, das Klima, in dem wir leben, unsere Ernährung natürlich, aber auch Hormone, Stress, trockene Heizungsluft und – Pflegefehler. Unsere Pflegeprodukte sollten nämlich immer auf den Hauttyp abgestimmt sein. von Virginia

Weniger ist mehr gilt auch bei der Hautpflege!

Euer Hauttyp ist vermutlich genetisch veranlagt, kann sich über die Jahre aber wandeln. Dabei spielt neben zunehmendem Alter und veränderter Hormonlage auch die Ernährung und der Lebensstil im Allgemeinen eine große Rolle. Unsere Genetik können wir nicht beeinflussen, jedoch können wir zu einer möglichst gesunden Lebensweise finden, die unserem gesamten Wohlbefinden zugutekommt. Eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft, ein entschleunigter Alltag mit weniger Stress, ein gutes soziales Netz und das Vermeiden von Alkohol und Nikotin bilden eine gute Basis für Eure körperliche und mentale Gesundheit. Achten wir auf eine ausgewogene Lebensweise benötigen wir auch gar keine Wagenladungen an Pflegeprodukten, die meist einzig durch leere Werbeversprechen punkten. „Weniger ist mehr“ – ist auch bei der Hautpflege die Devise! Wichtig ist jedoch, dass Eure Produkte sorgfältig auf den Hauttyp und Hautzustand abgestimmt sind. Habt Ihr Euch mit den beiden Begriffen einmal auseinandergesetzt, ist es kinderleicht, sich in der Flut an Pflegeprodukten zurechtzufinden.

Sehr tolle, auf Eure jeweilige Haut abgestimmte Pflegeprodukte hat z.B Junglück

Welchen Hauttyp habe ich eigentlich?

Achten wir auf eine ausgewogene Lebensweise, braucht es in Sachen Hautpflege meist gar nicht mehr viel; wichtig: eine tägliche Gesichtsreinigung trägt entscheidend zu einem gesunden und gepflegten Hautbild bei

Die vier Hauttypen – Ein Überblick

Normale bzw. ausgeglichene Haut (Eudermie)

Bei einer ausgeglichenen Haut ist die Talgproduktion gut reguliert, sodass die Haut weder zu trockenen noch fettigen Stellen neigt. Sie hat einen leichten, gesunden Glanz, wirkt glatt und ebenmäßig und hat keine auffallend großen Poren.

Teint: leichter Hautglanz, frische und rosige Optik
Hautelastizität: prall, fest, kleine Fältchen um die Augen herum
Poren: fein und kaum sichtbar, keine Unreinheiten
Sensitivität: neigt nicht zu Empfindlichkeit

Trockene Haut (Xerose)

Wenn die Haut zu wenig Talg produziert, ist das Resultat eine zu trockene Haut, die schnell austrocknet, sich abschuppt oder gar rissig wird. Die Haut wirkt papierartig und die Gesichtsfarbe nicht frisch und rosig sondern blässlich und grau. Die Poren sind sehr fein und kaum sichtbar. Trockener Haut fehlt es an den Lipiden, die einen Feuchtigkeitsverlust verhindern und die Haut vor äußeren Einflüssen schützen.

Teint: kein Hautglanz, matt und fahle Optik
Hautelastizität: sichtbar trocken, schuppig/rissig und papierartig, Spannungsgefühl, evtl. Juckreiz
Poren: nicht sichtbar
Sensitivität: reagiert schneller mit Irritationen und Rötungen

Fettige Haut (Seborrhö)

Produziert die Haut zu viel Talg ist das Hautbild ölig und leicht glänzend. Wenn der überschüssige Talg nicht schnell genug abfließen kann, verstopft er die Poren und verursacht insbesondere in der T-Zone – Stirn, Nase und Kinn – aber auch auf den Wangen Unreinheiten wie Pickel und Mitesser.

Teint: öliger Glanz, oft einhergehend mit Hautrötungen
Hautelastizität: prall, wenig bis keine Falten um die feine Augenhaut herum
Poren: vergrößert, oft viele Mitesser
Sensitivität: oft empfindlich durch bereits vorhandene Entzündungen der Haut

Mischhaut (Seborrhoe sicca)

Die Mischhaut vereint die Merkmale trockener und fettiger Haut in einem Hauttyp. Hierbei neigt insbesondere die T-Zone zu öliger Haut und vergrößerten Poren und Mitessern während die restliche Haut wie Wangen und die Augenpartie eher trocken ist und durchaus schuppig und faltig erscheinen kann.

Teint: in der T-Zone glänzend/ölig, die restliche Haut eher matt
Hautelastizität: in der T-Zone straff, um die trockene Augenpartie herum oftmals feine Fältchen
Poren: vergrößerte Poren und Unreinheiten in der T-Zone
Sensitivität: neigt stärker zu Irritationen als ausgeglichene Haut

Die vier Hauttypen – Ein Überblick

Mein Hauttyp & Tipp für ein Zucker-Lavendel-Peeling

Ich habe eine ausgeglichene Haut, die aber manchmal zu Dehydration neigt. Ich reinige meine Haut mit Alepposeife und pflege sie lediglich mit einem hochwertigen Arganöl, dem ich ein paar Tropfen ätherisches Nelkenöl zusetze. Arganöl hilft reifer Haut, die Feuchtigkeit zu halten und nicht so schnell auszutrocknen. Nelkenöl hat einen hohen Gehalt an Polyphenolen, die zu den stärksten Antioxidantien zählen, die es in der Pflanzenwelt gibt. Insgesamt tut meiner Haut weniger Pflege gut. Bei Bedarf mache ich ein sanftes Zucker-Lavendel-Peeling: Dazu mischt man ein hochwertiges Öl, das zum Hauttyp passt im Verhältnis 1:4 mit Zucker und gibt 1-2 Tropfen ätherisches Lavendelöl zu. Fertig ist ein sanftes Peeling für Körper und Gesicht aus natürlichen Zutaten!

Der Hautzustand – Euer Wegweiser zur richtigen Hautpflege

Während der Hauttyp vor allem von genetischen Faktoren abhängt, wird der Hautzustand jedoch maßgeblich von inneren und äußeren Faktoren bestimmt. Diese Zustände sind temporär und können sich im Laufe Eures Lebens verändern. Es ist daher wichtig, Veränderungen der Haut aufmerksam zu beobachten und die bisherige Hautpflege gegebenenfalls anzupassen. Good to know: Es können auch mehrere Hautzustände gleichzeitig zutreffen! An dieser Stelle wird es interessant, denn hier könnt Ihr Eure Haut gezielt unterstützen. Man unterscheidet vier Hautzustände:

Dehydrierte Haut

Die Haut leidet unter sichtbarem Feuchtigkeitsmangel. Folgen sind Spannungsgefühle der Haut, feine Linien und Fältchen sowie eine erhöhte Neigung zu Hautflecken. Achtung! Dehydrierte Haut bitte nicht verwechseln mit trockener Haut – dehydrierte Haut benötigt Feuchtigkeit, trockene Haut Lipide!

Empfindliche Haut

Die Haut reagiert stark auf äußere Einflüsse wie Kälte, Wärme oder Pflegeprodukte, wirkt unregelmäßig und oft gereizt.

Reife Haut

Diesen Hautzustand erkennt man durch deutlich sichtbare Fältchenbildung, eine verminderte Hautelastizität und Konturverlust. Insgesamt wirkt die Haut trocken, schlaffer und neigt nicht selten zu Pigmentflecken.

Unreine Haut

Die Haut wirkt uneben und ungesund. Verstopfte Poren, Mitesser, Entzündungen, Rötungen bestimmen das Hautbild.

Darauf kommt es bei der Hautpflege an

Wie bei den meisten Dingen im Leben ist es wichtig, Funktionsweisen zu verstehen um zu wissen, wie man auftretende Probleme angehen kann. So ist es auch bei einer guten Hautpflege: Habt Ihr Euren Hauttyp und Euren Hautzustand erst einmal bestimmt, könnt Ihr Eure Pflegeroutinen nach und nach an die Bedürfnisse Eurer Haut anpassen und optimieren. Mein absoluter Pro-Tipp: eine tägliche Gesichtsreinigung morgens und abends trägt entscheidend zu einem gesunden und gepflegten Hautbild bei. Bei fettiger Haut natürlich umso mehr, um den überschüssigen Talg regelmäßig zu entfernen und ein Verstopfen der Poren und daraus resultierende Entzündungen zu vermeiden. Aber auch eine ausgeglichene Haut freut sich über sanfte Pflegeroutinen, die das Hautbild schön und ebenmäßig erhalten.

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