DAS Seidentuch schlechthin stammt von Hèrmes

Das Seidentuch gehört zu den Klassikern der Lady-Mode und in jeden Kleiderschrank. Es gibt kaum ein Accessoire, das Ihr so flexibel verwenden könnt und das Euren unterschiedlichsten Outfits immer wieder einen neuen Look verleiht. Ob als Halstuch oder Gürtelersatz, als Deko für die Handtasche, Haarband oder Top – die Möglichkeiten, die ein Seidentuch bietet, sind äußerst vielfältig. DAS Seidentuch schlechthin stammt von Hèrmes. von Sybille

Hèrmes-Carré: Liebling der Society

Das Seidentuch hat eine lange Geschichte als Krawatte, Bohèmeschleife oder Jabot für den Gentleman. Zum wandelbaren Modeaccessoire für die Frau avancierte es allerdings erst durch das Unternehmen Hèrmes. 1937 brachte die ehemalige Sattlerei erste Seidencarrés auf den Markt, die sich in der Folgezeit zu den Lieblingen der Society entpuppten. Wer etwas auf sich hielt, trug ein Hèrmes-Carré. Auch andere Luxusfirmen entdeckten das Thema für sich. Während Hèrmes durch seinen detailreichen Stil und leuchtende Farben überzeugt, setzen Modehäuser wie Ferragamo, Dior, Chanel, Louis Vuitton oder Gucci häufig auf plakative oder abstrakte Motive, Logoprints oder Symbole.

Eine aufwändige Produktion

Gemeinsam haben diese exklusiven Tücher eine aufwändige Produktion: Das Muster wird im Siebdruckverfahren auf hochwertige Seidenstoffe aufgebracht. Der erste Druckvorgang sorgt für die Konturen des Musters, dann folgt der Farbauftrag, der bis zu 18 unterschiedliche Töne (manchmal sogar mehr) umfassen kann. Nach dem Druck muss das Tuch vollständig trocknen, dann folgen die Fixierung und Veredelung der Seide. Beim abschließenden Konfektionieren werden die Tücher zugeschnitten und die Kanten von Hand umsäumt. Bei weniger hochwertigen Modellen wird die Konfektion von einer Maschine übernommen. Der Unterschied ist übrigens gut zu erkennen: Nur die von Hand gefertigten Tücher verfügen über präzise gearbeitete Ecken.

Vorsicht bei der Pflege

Die kostbaren Tücher verlangen allerdings eine entsprechende Pflege und gehören direkt in die Reinigung. Bei der Handwäsche könnten die Farben ausbluten und dann ist das gute Stück hin. Seidentücher gibt es in vielen Größen: Ein kleines sogenanntes Nickituch hat etwa die Größe 50cm x 50cm. Standardgrößen sind 70cm x 70cm, 90cm x 90cm oder 110cm x 110cm. Seidenschals oder Foulards haben eine längliche Form. Außerdem gibt es unzählige Seidenarten, beispielsweise Chiffon, Crêpe de Chine, Seidentwill, Seidensatin, Georgette oder Wildseide. Das klassische Seidentuch ist quadratisch, aus reinem Seidentwill und 90cm x 90cm groß.

Unzählige Tragemöglichkeiten

Ein Hèrmes-Seidentuch ist auf jeden Fall eine Investition für’s Leben. Die wunderbaren Muster und das hochwertige Material sind zeitlos und werten jedes Outfit auf. Aber auch für den kleineren Geldbeutel gibt es schöne Tücher. Klickt doch einmal auf die Seiten von Codello, Roeckl oder Fraas. Hier findet Ihr schöne Modelle in vielen Farben und Formen. Das Wunderbare an Seidentüchern ist jedoch nicht nur ihre hervorragende Qualität sondern auch ihre immense Wandelbarkeit. Deshalb gibt es einige Blogs, die sich ausschließlich mit den Tragemöglichkeiten der attraktiven Stoffvierecke beschäftigen, beispielsweise MaiTai, den Dani Euch hier schon vorgestellt hat.

Wie tragt Ihr Eure Seidentücher am liebsten?

©Bild-Credit: Hèrmes

11 Kommentare
  • Classionista sagt:

    Na, wenn das mal kein Thema für mich ist ;-)
    Ich trage mein Seidentuch im Moment am Liebsten so: http://www.theclassionista.com/das-fallende-dreieck
    Der Winter war so kalt und lang, da hab ich dann eher Tragemöglichkeiten bevorzugt, die am Hals anliegen.

  • Dani sagt:

    Wow, das ist echt hübsch! Wir planen übrigens eine Blogparade zum Thema Tuch binden – ich hoffe, da bist Du dann ganz vorne mit dabei! :-)

  • Sybille sagt:

    Das sieht toll aus – und wie du richtig anmerkst: warm! Das werde ich mir für den nächsten Winter merken.

  • Classionista sagt:

    Blogparade ? Klar, ich werd dabei sein :-)
    Ja, das fallende Dreieck ist toll, kann im Winter wärmne. Und wenns wärmer wird, kann man es „offener“ tragen.

  • Janni sagt:

    Danke für das gute Video. Ich finde gerade bei Dingen, die man manchmal ein bisschen tricky erscheinen, sind einfache Texterklärungen nicht wirklich hilfreich.

    Gruß
    Janni

  • Cara sagt:

    Danke für den schönen Artikel und das super Video!
    Aber wenn Fraas und Codello erwähnt werden, dann bitte auch padmera nicht vergessen. Ist vielleicht noch nicht so groß, aber das fnde ich gerade gut, dass man die nicht überall sieht. Und Preis/Leistung stimmen da noch.

  • Claudia sagt:

    Hallo die Damen,
    eine Freundin hat ihr Hermès Tuch reinigen lassen und sehr schlechte Erfahrungen gemacht: Es war farblich verblasst und der Duft wurde auch nicht wirklich frischer. Mein Tuch ist knallorange, da wäre jeder Farbverlust eine Katastrophe. Schmutzig ist es nicht, aber eben nicht mehr frisch nach 1 Jahr Tragen. Wer hat hier Erfahrungen gemacht.
    Liebe Grüße
    Claudia

  • Sybille sagt:

    Liebe Claudia,

    das ist wirklich ärgerlich. Ich habe Deine Anfrage jetzt einmal an Hermès weitergeleitet. Sobald ich Nachricht habe, melde ich mich wieder.

    Viele Grüße von Sybille, deren Freundin ihre Hermès-Tücher in der Maschine wäscht.

  • Sybille sagt:

    Liebe Claudia,

    leider habe ich bis jetzt keine Antwort von Hermès erhalten. Daher verrate ich dir jetzt, wie meine Freundin ihre Tücher seit Jahren pflegt. Sie wäscht die Tücher per Hand im Waschbecken. Dazu fügt sie dem Wasser etwas Shampoo gegen fettiges Haar hinzu, zieht das Tuch leicht durch das Wasser, bis ein leichter Film auf dem Wasser schwimmt, wiederholt die Prozedur noch einmal und spült dann mit klarem Wasser nach. Das Tuch darf nicht ausgewrungen werden, sondern muss im Liegen getrocknet werden.

    Sie hat damit nur gute Erfahrungen gemacht. Aber eine Garantie können wir natürlich nicht geben.

    Viele Grüße
    Sybille

  • Sybille sagt:

    Hallo Claudia,

    da meine Ansprechpartnerin bei Hermès im Urlaub war, konnte sie leider nicht so schnell antworten. Hier nun ihre Antwort: „Dass ein Carrè bei der Reinigung farblich verblasst, darf natürlich nicht passieren. Die Hermès-Boutiquen haben gute Adressen und geben diese Kontakte auch sehr gerne weiter.“

    Also: Das Verblassen des Tuches liegt nicht unbedingt an der Qualiät des Tuches, sondern wurde u.U. durch die Reinigung verursacht.

    Ich hoffe, wir konnten Dir weiterhelfen
    Sybille

Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.