Dani
Gummistiefel von Burberry

Plitsch platsch: Die ungemütliche Jahreszeit hat begonnen. Ob auf einer Landpartie, bei der Jagd oder beim Spaziergang mit dem Hund: Gummistiefel sind praktisch und bringen mit knalligen Farben oder extravaganten Details ein bisschen gute Laune in die grauen Monate. Passend zum momentanen Wetter stelle ich Euch dieses Mal meine liebsten Gummistiefel von Burberry vor. Lasst Euch inspirieren und erzählt uns Eure Gummistiefel-Geschichte!

Burberry-Gummistiefel: Ein Gefühl von Freiheit

Gummistiefel gehören zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen: Durch die Pfützen zu laufen und in Blätterberge zu springen, ohne auf die guten Schuhe Acht geben zu müssen, gab mir ein Gefühl von Freiheit. Das ist auch heute manchmal noch so, wenn ich mit meinen Burberry-Gummistiefeln* durch Wald und Wiesen spaziere. Entdeckt habe ich die Schuhe in Düsseldorf und wusste sofort: Die sind’s. Denn durch den kleinen Absatz verhindern die Stiefel einen schlurfenden Gang und sind durchaus stadttauglich. Zur Jeans sehen sie genauso gut aus wie zum Rock oder Kleid.

Geschichte der Gummistiefel: Entdeckt in einem Chemie-Labor

Gummistiefel sind traditionell waden- bis kniehoch, wasserdicht und bestehen aus Gummi. Mittlerweile kann man auch Gummistiefel aus thermoplastischen Kunststoffen in den Läden entdecken. Ihre hochwertigen Vertreter werden jedoch heute noch aus echtem Naturkautschuk produziert und sind damit erheblich reißfester und beständiger als Kunststoff-Stiefel. Ihre Geburtstunde erleben die Gummi-Schuhe im Jahr 1839 in einem Chemie-Labor: Charles Goodyear entdeckt beim Herumexperimentieren mit verschiedenen Materialien, dass plastischer Kautschuk durch die sogenannte Vulkanisierung dauerhaft elastisch bleibt und nicht mehr klebt. Die Geschichte der Gummistiefel beginnt.

Daniela Uhrich vom Lady-Blog trägt Gummistiefel von Burberry

Spaziergang in den Weinbergen von Würzburg

Gummistiefel-Geschichte: Das Ende der Holz-Clogs

Der Ingenieur Hiram Hutchinson erkennt das Potential für wasserfestes Schuhwerk und erwirbt von Goodyear die Exklusivrechte auf die Herstellung von Gummistiefeln. 1853 gründet der Amerikaner eine kleine Firma namens A l’Aigle in Frankreich. Warum Frankreich? Ende des 19. Jahrhunderts arbeiten 95 Prozent der Franzosen auf den Feldern – mit Holz-Clogs. Hutchinson zieht nach Europa und versorgt die Franzosen fortan mit wasserfesten Sohlen. Nur der Adler, das amerikanische Wappentier, verrät seine Herkunft. Heute ist Aigle ein internationes Unternehmen, das hochwertige Gummi- und Reitstiefel produziert.

Der größte Gummistiefel-Fan: Die Queen

Eine weitere Gummistiefel-Ikone ist der Amerikaner Henry Lee Norris. Auch er bleibt nicht in den heimischen Gefilden, sondern gründet drei Jahre nach Hutchinson die North British Rubber Company in Edinburgh. Was er leider nicht mehr erlebt: Hundert Jahre nach der Gründung verkauft die Firma erstmals die berümten Hunter-Boots. Bis heute ist Hunter Hoflieferant des britischen Königshauses, denn eine der größten Fans ist die Queen persönlich. Der dritte im Gummistiefel-Bunde ist der Franzose Claude Chamot. Sein Spitzname Le Chameau (das Kamel) gibt im Jahr 1927 einer weiteren traditionsreichen Gummistiefel-Firma einen Namen.

Die Geschichte der Gummistiefel

Gummistiefel von Burberry

Konkurrenz von Gore-Tex

Jahrzehntelang waren die Stiefel von Le Chameau, Aigle oder Hunter das bevorzugte Schuhwerk auf dem Feld und bei nassem Wetter. In den 80ern kommen allerdings Schuhe mit Gore-Tex und anderen synthetischen Materialien auf den Markt. Immer seltener trifft man die Gummitreter auf den Straßen und Feldwegen an – bis zur Jahrtausendwende. Plötzlich zeigen sich zahlreiche Promis wie Kate Moss, Nicole Richie, Lilly Allen oder Kate Hudson mit wasserfesten Stiefeln – erst auf Festivals, dann auch in einschlägigen Londoner Nachtclubs.

Der Gummistiefel ist zurück

Die Modedesigner reagieren auf den Straßentrend und schicken farbige und gemusterte Varianten, in Kroko- oder Schlangenoptik, metallic oder rosarot, mit Absatz, Schleifen oder Schnürung ins Rennen. Doch nicht nur der immer noch anhaltende Modetrend und die große Auswahl an Modellen sind ein Grund ab und an Lederstiefel gegen Gummistiefel einzutauschen: Es gibt einfach keine besser Möglichkeit dem tristen Wetter den Kampf anzusagen. Und kombiniert mit Trenchcoat, Fischerhütchen und Gutelaune-Regenschirm ist keine Pfütze vor Euch sicher.

Weinberge von WürzburgDaniela Uhrich vom Lady-Blog trägt Schal und Gummistiefel von Burberry

Outfitpost: Dufflecoat: Zara/scarf & rubber boots: Burberry/gloves: Ralph Lauren/bag: English Leather Satchel (here)

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2 Kommentare
  • Martina sagt:

    hey

    Ich liebe Gumistiefel sehr und es gibt so viele verschiedene Modelle, dass man sich gleich mehrere kaufen könnte.

    Lg Martina

  • Hans Wegmann sagt:

    Meine Frau kaufte sich kürzlich ein Paar Vierzon Lady-Gummistiefel, noir, von Le Chameau. Diese Stiefel sehen wirklich genial aus. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Stiefeln glänzen die von Hand aus Naturkautschuck hergestellten Stiefel nicht. Der Nachteil ist, diese Stiefel sind relativ teuer zu kaufen und nur in Fachgeschäften erhältlich.

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