Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Fashion-Week Rückblick: Tag 1 und Tag 2

Eigentlich ist es immer das Gleiche: Sobald ich nach einer Fashion-Week meine Wohnungstür daheim betreten, erwischt mich eine ordentliche Erkältung. Dank meiner Touren an der Ostsee und in den Bergen hatte mich die Krankheit dieses Mal allerdings schon am zweiten Tag der Modewoche in ihren Fängen und ich konnte nur einen Bruchteil der Veranstaltungen besuchen, die eigentlich auf meinem Stundenplan standen. Einen kleinen Einblick in die ersten beiden Tage meiner und Nastasias Berliner Fashion-Week möchte ich Euch heute trotzdem geben.

tag1-2tag1-5

Bevor die Fashion-Week am Dienstag richtig losging, traf ich mich am Montag Abend mit meiner lieben Instagram-Kollegin und Freundin Alexandra im wunderschönen Kaffeehaus Grosz am Kurfürstendamm. Obwohl es schon 18 Uhr war, genossen wir unseren Afternoon-Tea (für mich gab’s Kaffee im wunderschönen Meißner Porzellan) mit einer Etagerie voller Köstlichkeiten. Das Kaffeehaus mit seinen acht Meter hohen Decken, cremefarbenen Jugendstilsäulen und Marmorböden öffnete im letzten Jahr nach einer aufwändigen Sanierung seine Tore – Besitzer ist Roland Mary.

Kaffeehaus GROSZ
Kurfürstendamm 193
10707 Berlin
Tel.: 030 652142199

tag1-4

Die Mercedes Benz Fashion-Week fand auch heuer wieder direkt am Brandenburger Tor statt

tag1-10

tag1-9

tag1-12

Eines meiner Highlights am ersten Tag war die Kollektion von Lena Hoschek. Farbenfroh und ausgefallen waren nicht nur die Gäste der Show: Wie gewohnt präsentierte uns die Österreicherin wieder figurbetonte Kleider in Blumenprints, überraschte aber auch mit einigen eleganten Abendkleidern.

tag1-1

tag1-18

Nastasia im Gespräch mit Designerin Niki Osl, die den wunderschönen Haarschmuck von Lena Hoschek herstellt, sowie Ex-GNTM-Juror Rolf Rolfe Scheider.

tag1-7

tag1-16

Während der Fashion-Week finden in Berlin nicht nur etliche Schauen statt, sondern auch mehrere Modemessen. Die bekanntesten sind neben der Bread & Butter, die Premium, die Show & Order und die Panorama. Die etwas exklusivere Premium gefällt mir aufgrund der Markenauswahl und der Größe am besten – hier schlendere ich sehr gerne einfach durch die Hallen und lasse mich inspirieren…

tag1-17

Besonders aufgefallen sind mir dieses Mal die robusten Bergschuhe mit den farbenfrohen Schnürsenkeln von Sentier. Das italienische Label zeichnet sich durch seine Leidenschaft für die traditionelle landestypische Schumacherkunst aus. Von erfahrenen Handwerkern und mit den feinsten Materialien werden die Lederschuhe mit großer Geduld, Liebe und Präzision gefertigt. Erwerben könnt Ihr sie beispielsweise im MEINDL in München
tag1-15

Außerdem angetan haben es mir die klassischen, britischen Dufflecoats von Menil. Gefertigt werden die Mäntel aus extradicker Doubleface-Wolle mit Knebelverschlüssen aus Jute und Holz in East London – und zwar auf die gleiche Art wie sie vor über einem Jahrhundert bereits für die Royal Navy hergestellt wurden. Die Dufflecoats sind in 14 Farben und drei Modellen erhältlich und kosten zwischen 299 und 399 Euro.

tag1-3

Die Bread & Butter fand auch dieses Mal wieder im ehemaligen Flughafen Tempelhof statt. Die Dimensionen der Anlage machen Euch vielleicht deutlich, wie groß diese Messe sein muss.

tag1-14 tag1-13

Nastasia und ich haben unter anderem die sympathische Designerin Lotte Erfurt Hjort für ein Interview am Stand getroffen. Seit 1997 könnt Ihr bei dem dänischen Label ERFURT ausgefallene (Baum)wolle-, Seiden- und Kaschmirtücher erwerben. Besonders angesagt im nächsten Winter sind dicke Wolltücher mit Stickereien und Bommeln

tag1-21

 

Am zweiten Tag habe ich es leider nur noch in eine Show geschafft, bevor es mich für 24 Stunden dahinraffte. Sehenswert ist die Kollektion des Labels mit dem interessanten Namen VONSCHWANENFLÜGELPUPKE jedoch auf jeden Fall. Elenore von Schwanenflügel und Stephanie Pupke lernten sich 2005 während ihrer Arbeit bei Wunderkind in Berlin kennen und gründeten 2011 ihr eigenes Label. Ihr Markenzeichen ist die Verwendung von viel Seide mit großen gegenständlichen, häufig witzig-ironischen, Drucken. In der Herbst-Winter-Kollektion 2014/15 dreht sich alles um Gedecke und Porzellanobjekte.


2 Kommentare
  • Jana sagt:

    Gute Besserung! :)

    Die Kleider von Lena Hoschek sind wirklich wunderbar. Sie wirken nicht vollkommen abgehoben und sind richtig feminin. Da werd ich ganz neidisch, dass du das live sehen konntest!!

  • Ja, so geht’s mir auch jedes Mal, wenn ich Deine Berichte von der Fashion Week sehe. Ich beneide Dich wirklich. Gute Besserung wünsche ich!

Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.