Diese DIY-Naturkosmetik bewirkt an stressigen Tagen Wunder
Dani

Bei aller Liebe für Weihnachten ist der Dezember für mich wohl der stressigste Monat im Jahr. Und im Januar geht es häufig nicht besser weiter. Was ich am Ende des Jahres nicht geschafft habe, muss ich im neuen Jahr aufarbeiten. Die Feiertagserholung ist darum leider schnell wieder futsch. Was mir dann wirklich hilft, sind bewusste Auszeiten. Anlässlich unserer Weniger-ist-mehr-Woche möchte ich Euch drei Rezepte für selbstgemachte Kosmetik zeigen, die Ihr gezielt gegen Stress einsetzen könnt. Nicht nur das Pflegen, auch schon die Herstellung ist entspannend.

Ätherische Öle bewirken richtig eingesetzt kleine Wunder

Ich bin ja ein großer Fan von ätherischen Ölen: Sie duften fantastisch und haben nebenbei auch noch viele heilsame Wirkungen. Am Anfang habe ich mir vor allem die fertigen Raumsprays von Primavera gekauft – probiert mal „Gute Laune“ aus, so toll! Doch ich wollte mehr! Da man bei der Verwendung und Anwendung einiges beachten muss, habe ich im letzten Jahr begonnen, mich ein bisschen in das Thema einzulesen, habe mir ein Duftlämpchen zugelegt und erste Produkte daraus selbst hergestellt. Besonders begeistert bin ich von Zitrus-Düften wie Orange, Grapefruit und Mandarine. Diese wirken – ebenso wie Lavendel und Benzoe – herrlich stimmungsaufhellend und entspannend. Gerade Orange und Benzoe (duftet wie eine Weihnachtsschokolade nach Kakao und Vanille) sind eine herrliche Kombination.

Dreamteam: Diese ätherischen Öle eignen sich für Anti-Stress-Kosmetik

Benzoe: entspannend, hautfreundlich, hautregenerierend, schleimlösend, stimmungshellend
Lavendel: antibakteriell, entspannend, hautfreundlich, hautregenerierend, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend
Mandarine: antibakteriell, entspannend, konzentrationsfördernd, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend
Orange: antibakteriell, entspannend, konzentrationsfördernd, stimmungsaufhellend
Rose: antibakteriell, antiviral, entspannend, hautfreundlich, -regenerierend, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend
Zirbelkiefer: antiviral, entspannend, schleimlösend, schmerzlindernd, stimmungsaufhellend

So stellt Ihr Naturkosmetik mit ätherischen Ölen her

Die Herstellung einer Bodylotion, eines Massageöls oder einer Handcreme ist denkbar einfach und dauert nur wenige Minuten: Als Basis jeder Creme, jedes Balsams oder Hautöls benötigt Ihr ein sogenanntes Trägeröl. Besonders geeignet für Naturkosmetik ist Mandelöl, Jojobaöl, Kokosöl, Sheabutter und Kakaobutter. Sie dienen mit ihren wertvollen Eigenschaften nicht nur dazu, die ätherischen Öle zu verdünnen sondern pflegen und reparieren Eure Haut. Manchmal müsst Ihr für die Festigkeit (z.B. bei einem Lippenpflegestift) noch Bienenwachs hinzufügen. Das feste Öl wird langsam in einem Wasserbad geschmolzen, dann werden wenige Tropfen (!) der ätherischen Öle hinzugefügt und schließlich das Ganze gut geschüttelt. Füllt Eure Masse anschließend in ein Schraubglas und lasst sie härten. Auch Peelings und Badessalze (hier zum Beispiel vorgestellt) könnt Ihr mit ätherischen Ölen anreichern. Die Mischungen halten in der Regel ca. 2 Monate. Achtet bei der Herstellung unbedingt auf eine hygienische Umgebung, ähnlich wie beim Einkochen.

Trägeröle: Diese Basisöle eignen sich für Anti-Stress-Kosmetik

Jojobaöl: entzündungshemmend, feuchtigkeitsregulierend, hautpflegend, duftet neutral
Kokosöl: kühlend, hautstabilisierend, -regenerierend, -pflegend, duftet nach Kokos
Mandelöl: wärmend, feuchtigkeitsspendend, (baby)hautpflegend, juckreizlindernd, duftet fein, blumig
Sheabutter: feuchtigkeitsbindend, narbenpflegend, hautregenerierend, bindegewebesstärkend, duftet neural

1. Fußbalsam „Schäfchen zählen“

– 30 g Sheabutter
– 20 ml Mandelöl (Alternativ Jojobaöl)
– 2 Tropfen Lavendel
– 3 Tropfen Benzoe
– 2 Tropfen Mandarine rot (Alternativ Orange)

Schmelzt Eure Sheabutter langsam im Wasserbad, gebt das Mandelöl und die ätherischen Öle hinzu. Schüttelt die Flüssigkeit in einem Schraubglas kräftig einige Minuten und lasst sie dann aushärten. Der Fußbalsam eignet sich für Kinder ab 1 Jahr bei Unruhe und Einschlafproblemen. Massiert ihn sanft in die Füßchen. Natürlich könnt Ihr ihn auch für Euch selbst verwenden und etwas mehr ätherische Öle hinzugeben. Als Richtwert gilt bei 30 g Trägeröl: 3 Tropfen bei sehr empfindlicher Haut, Schwangeren und Senioren, 6-7 Tropfen bei Kindern und 10-12 Tropfen bei Erwachsenen. Seid v.a. beim Lavendel vorsichtig, ein Zuviel kann Unruhe auslösen. Ansonsten gilt: Es gibt kaum eine Beschwerde, die Lavendelöl nicht lindert. Die beruhigende, angstlindernde Wirkung wurde durch zahlreiche Studien belegt.

Siehe auch: Heilpflanzen-Portrait: Der echte Lavendel & seine Anwendung

Nicht jeder verträgt und mag ätherische Öle, tastet Euch da langsam vor und probiert den Fussbalsam ruhig erst einmal mit dem dezenten Duft – unsere Tochter liebt Ihn sehr und cremt sich damit auch die Hände ein

2. Körperbalsam „Süße Wonne“

– 50 Tropfen Kokosöl
– 4 Tropfen Mandarine rot (Alternativ Orange)
– 2 Tropfen Zirbelkiefer
– 2 Tropfen Rose
– 2 Tropfen Benzoe

Erwärmt das Kokosöl langsam im Wasserbad, gebt die ätherischen Öle hinzu, mischt das Ganze gut und lasst es abkühlen. Die Menge reicht ungefähr für ein halbes IKEA-Gewürzglas (siehe Foto), Ihr könnt sie auch verdoppeln.

Der Körperbalsam duftet herrlich nach Kokos, Orange und Vanille – laut meinem Mann, zum reinbeißen lecker

3. Bauchöl „Stressbauch“

– 50 Tropfen Jojobaöl (alternativ Mandelöl)
– 4 Tropfen Bitterorange (alternativ Orange, Mandarine rot)
– 4 Tropfen Lavendel
– 2 Tropfen Benzoe

Bei mir schlägt Stress immer sofort auf den Magen. Wenn das bei Euch ähnlich ist, dann probiert doch mal dieses Bauchöl aus! Mischt dafür einfach das Jojobaöl mit den ätherischen Ölen. Gebt bei Bedarf 1 TL des Bauchöls in die Hand, wärmt es etwas zwischen den Handflächen auf und reibt es im Uhrzeigersinn langsam und sanft in Euren Bauch ein.

Ihr könnt statt Orange auch stets Bitterorange oder Mandarine rot verwenden, Orangenöl ist allerdings das günstigste und eignet sich sehr vielseitig; Prinzipiell gilt: Kauft erst einmal 1-2 ätherische Öle, die Ihr künftig häufig verwenden werdet zum ausprobieren, denn diese sind nicht günstig (im Schnitt 10 Euro pro Fläschchen) und haben eine begrenzte Haltbarkeit

Die Rezepte stammen, in leicht abgewandelter Form aus dem Buch „Basics Ätherische Öle“ von Sabrina Herber
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