Die Preisverleihung der Stiftung Buchkunst 2014

Da ich seit einem Jahr in Berlin lebe, wollte ich Euch eigentlich als „die Neue aus Berlin“ meine schönsten Entdeckungen in der Hauptstadt vorstellen, für meinen ersten Beitrag auf dem Lady-Blog allerdings kehre ich an meinen Studienort Frankfurt am Main zurück, wo ich neben Geschichte auch Englische Literatur und Politologie studiert habe: Anfang September nahm ich an der Preisverleihung der Stiftung Buchkunst teil, welche die 5 x 5 schönsten Bücher Deutschlands prämierte – Sybille hatte sie Euch hier bereits angekündigt. von Alexandra

Bücher sind ein Kulturgut, das wir schützen müssen

Frankfurt. Stadt der Buchmesse. Stadt der deutschen Nationalbibliothek. Stadt der Buchkunst. Aus dieser Perspektive hat man die Mainmetropole vermutlich selten betrachtet. Meine kleine bibliophile Seele freute sich also sehr, als ich Anfang September die Gelegenheit bekam, die Preisverleihung der Stiftung Buchkunst zu besuchen. Den 20.000 Euro starken Hauptpreis gewann ein Kinderbuch und ich finde das richtig so, denn das Buch ist ein Kulturgut, das wir schützen und bewahren müssen. Je früher man Kinder und Jugendliche mit Hilfe von guten und schönen Büchern mit der Buchsucht infizieren kann, desto länger wird das Überleben des gedruckten Buches gewährleistet sein. Oder wie Gerhard Hauptmann (1862 – 1946) sagte:

Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch, nichts Wunderbareres und nichts, das wichtiger wäre.

Was sind denn eigentlich die Kriterien für ein gutes Buch?

In den meisten Fällen wohl die Geschichte, die sich zwischen den Seiten entfaltet, einen mitreist, entführt und eintauchen lässt in eine andere Welt. Aber kennt Ihr das, wenn man ein richtig ästhetisches Buch in der Hand hält und es gar nicht mehr loslassen möchte? Eine perfekte Komposition aus Haptik, Geist, Bildung, Phantasie, äußerer Gestalt, Design und Druck? Genau nach diesen Büchern sucht die Stiftung Buchkunst, diese Bücher machen das gedruckte Buch heute noch zu einem unvergesslichen Erlebnis, das uns ein E-Reader nicht bieten kann. Die Schönheit eines Buches ist hingegen kein Selbstzweck, wie auch von den Rednern der Preisverleihung festgestellt wurde, sie macht Lust darauf ein Buch zu besitzen, um sich darin zu verlieren, sich damit zu bereichern und sich daran zu erfreuen.

Ich hatte die Gelegenheit fast alle Bücher einmal in die Hand zu nehmen und zu betrachten, meine drei persönlichen Highlights stelle ich Euch vor, die Gewinner-Liste findet Ihr hier.

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1. Kat Menschik: Der goldene Grubber

Ein Buch über die Arbeit im Garten, jede Seite außergewöhnlich und schön im blumigen Stil des Art Deco gestaltet. Interieur und Exterieur etwas ganz Besonderes. Mehr als ein Coffeetablebook und für 34,99 € eine schöne Investition.

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2. Torben Kuhlmann : Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Ein Kinderbuch, aber so schön gestaltet, dass man auch als Erwachsene das Buch kaum aus der Hand legen kann. Für 17,95 € kein Schnäppchen, aber bestimmt sein Geld wert. Eine Geschichte über eine kleine Maus und die Anfänge des Fliegens.

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3. Eymard Toledo : Bené, schneller als das schnellste Huhn

Ebenfalls ein Kinderbuch, aber die Gestaltung zieht sofort alle Blicke auf sich. Die Geschichte handelt von dem kleinen Jungen Bené, dessen Familie in Brasilien Fußbälle näht. Die Bilder des 15,90 € kostenden Buches sind nicht gemalt, sondern aus tatsächlichen Materialien, mit denen Kinder in Brasilien aufwachsen zusammengelegt.


1 Kommentar
  • Dani sagt:

    Liebe Alex,

    vielen Dank für die tollen Buch-Tipps – vor allem Lindbergh hat es mir ja sehr angetan!

    Herzliche Grüße
    Dani

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