Lady-Frage

Liebe Constanze,
zum Glück betrifft es mich nicht, aber wenn ich denn mal vor der Situation stehen sollte: Was nimmt eine Lady mit ins Krankenhaus?

Liebe Grüße,
Sybille


Liebe Sybille,

schön, dass ich auch Dir mal eine Frage beantworten darf. Ich habe gerade erst im Radio gehört, dass der Mensch im Durchschnitt mehrmals in seinem Leben in ein Krankenhaus muss. Deine Frage ist also wohl irgendwann für jeden von uns einmal aktuell. In einem Krankenhaus ist man untergebracht, weil man gesund werden möchte oder – und das gehört zu den schönen Dingen im Krankhausalltag – weil ein kleines Wesen unterwegs ist. Wichtig ist vor allem bequeme Kleidung. Es muss nicht unbedingt ein Schlafanzug sein, aber gegen einen Hausanzug oder eine Jogginghose spricht in dem Fall mal gar nichts. Für das eigene Zimmer sind sicherlich auch Hausschuhe sehr angenehm.

Mir persönlich geht es allerdings oft so, dass ich mich schon viel besser fühle, wenn ich mich „richtig“ anziehe. Wenn man aufstehen darf ist eine bequeme Jeans oder Stoffhose, ein Polo-Shirt und ein Paschminaschal nicht das Schlechteste. Neben der Kleidung benötigt Ihr auch praktische Dinge: den Kulturbeutel, etwas zu Lesen, Ohropax und vielleicht auch den Laptop und gute Kopfhörer zum Filme schauen oder Hörspiele hören. Wenn wir uns wohlfühlen, werden wir schneller wieder gesund. Das geliebte Kuschelkissen vom heimischen Sofa oder auch der manchmal schon in Vergessenheit geratene Teddybär trösten uns. Für frisches Obst, Blümchen, den Lieblingssaft und das ein oder andere Stück Schoki (wenn man sie denn essen darf) sorgen sicherlich die Liebsten gern. Bleibt alle gesund!

Alles Liebe
Constanze, die als kleines Kind mal ins Krankenhaus musste und es dort eigentlich ganz nett fand. So viele andere Kinder, ein tolles Spielzimmer und die Mama durfte auch dableiben.

Bild-Credit: Shutterstock.com

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13 Kommentare
  • Dani sagt:

    Liebe Constanze,

    ich bin wie Du der Ansicht, dass der „Wohlfühlfaktor“ eine ganz entscheidene Rolle im Gesundungsprozess spielt. Ich versuche darum stets, auch einen Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, ziehe dann meine liebste Wohlfühlkleidung an, schaue, dass ich mir trotzdem so gut es geht die Haare mache und umgebe mich mit persönlichen und angenehmen Dingen wie Lieblingsbuch, Zeitschrift, iPod und Kuschelkissen.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Katinka sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    mit dem Wohlfühlfaktor der mitzunehmenden Kleidung, Kosmetika und Dinge liegt Ihr goldrichtig.
    Jedoch vernachlässigt Ihr den praktischen Aspekt bei der Kleidung. Es kommt doch immer drauf an, warum man in ein Krankenhaus muss. Bei einer Schulter-OP braucht man ganz andere Kleidung als bei einer Blinddarmentzündung. Es ist etwas anderes, ob man ein neues Kreuzband bekommt oder ein Baby. (;

    Sonnige Grüße,
    Katinka

  • Maja sagt:

    Oh hoffentlich nix schlimmes!
    Die Liste oben ist schon gut aber ich würde noch eine Schlafbrille hinzufügen. Das hat mir den Schlaf gegeben den ich brauchte (zusammen mit Ohropax). Ich hatte vor 3 Jahren auch mein eigenes Schlafkissen dabei. Nimm auf jeden Fall nichts wertvolles mit. Dann kann es nicht wegkommen.

  • Krankenhausaufenthalte sind immer doof. Auch wenn der Anlass erfreulich ist (Baby und so). Ich war erst einmal (gottlob) im Krankenhaus und da habe ich meine Jogginghose total vermisst. Sie hat mir nicht gepasst. Ich war schwanger und der Meinung, gleich nach der Geburt würde mir alles wieder passen. Von wegen. Aber die Erfahrung hat mich gelehrt: Nie ohne Jogginghose ins Krankenhaus.

  • Mareike sagt:

    Ich kann auch bestätigen, dass es wesentlich würdevoller für eine Frau ist, wenn sie kurz nach der Geburt Besuch empfängt und nicht im Schlafanzug rumschlurft. Ich habe mich sehr schnell wieder zurecht gemacht und mich dadurch auch gleich viel wohler gefühlt. Selbst wenn man sich nur mal eben einen Tee holen geht, begegnen einem ständig jede Menge fremde Menschen, die vollständig angezogen sind. Ich wäre mir da total doof in ausgeleiertem Kram vorgekommen. Kleidung ist auch immer für die Seele. Es sollte eindeutig bequem und für die Untersuchungen praktisch sein, aber auch ein Krankenhaus ist öffentlicher Raum und ein wenig Stil kann man sich auch dort wahren.
    Liebe Grüße,
    Mareike (nach mehreren Krankenhausaufenthalten)

  • Dani sagt:

    Liebe Mareike, ich stimme Dir vollkommen zu! Das Gleiche gilt im übrigen auch für eine Krankheit in den eigenen vier Wänden.

  • Amalia sagt:

    Neben allen praktischen Dingen nimmt die Lady vor allem die Haltung mit, die sie zur Lady macht: Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber Besuchern, Zimmernachbarn, Pflegepersonal und Ärzten, auch wenn es einmal länger dauert, auch wenn man sich gar nicht gut fühlt.

    LG,
    Amalia

  • Silberdistel sagt:

    Ich kann mich den Empfehlungen bequeme Kleidung mitzunehmen anschliessen. Eine warme Trainingsjacke ist auch nicht schlecht, denn wenn es einem nicht so gut geht, hat man ja oft etwas kühl.
    Empfehlen würde ich auch eine leichte getönte Tagescreme, einen Lippenbalsam (evtl. mit etwas Farbe) und Wimperntusche. So sieht man etwas frischer und wacher aus, ich fühlte mich da gleich wohler…

  • Samt &Seide sagt:

    Liebste Freunde des tollen Lady- Blogs !
    Hier kommt die Sicht der anderen Seite, als Krankenschwester, am meisten hat mich die Sicht von Amalia berührt !!!
    Ich erlebe 100 jährige die wahre junggebliebene Ladys sind, durch ihr offenes weises und nachsichtiges Verhalten. Auch fällt uns sofort der Kulturbeutel der Patienten auf unser Handwerkskoffer, wenn wir ihnen beim waschen helfen, dabei macht eine gute Seife ( der Renner Chanel Mademoiselle ), eine ordentliche Zahnbürste mit Zahnpasta und Zahnputzbecher sofort den ersten Eindruck aus.
    Bademäntel sind Out, leichte Morgenmäntel hoch erwünscht und natürlich fällt der Blick auf ein schönes Qualitätshandtuch mit dem guten alten Waschlappen und zwar je für oben UND unten :-)
    Um ehrlich zu sein gibt es auch noch den guten alten Brauch des Abschiedtrinkgeldes 20.-€ für gute Pflege freuen die Schwestern ( die den Ärzten auch mal einen Kaffe spendieren) sehr ! Liebste Grüße Sr. Babsi

  • Constanze sagt:

    Ihr Lieben,

    mir ist gerade noch eine schöne Geschichte eingefallen. Ich habe mal ein Praktikum bei einem mobilen Pflegedienst gemacht. Eine der alten Damen war wirklich schon sehr betagt. Sie musste die meiste Zeit in ihrem Bett zubringen. Gott sei Dank hatte sie tolle Verwandte, die sich liebevoll gekümmert haben. An einem Mittag habe ich ihr beim Essen Gesellschaft geleistet. Am Nachmittag sollte ein Techniker kommen, um den Fernseher zu reparieren. Für sie war es sehr unangenehm, ihn im Bett empfangen zu müssen – an Aufstehen war an dem Tag leider nicht zu denken. Sie lag also vollständig angezogen im Bett. Einen Besucher (und erst recht einen männlichen) konnte sie ja schließlich nicht empfangen, als wären wir hier „im Nachtjackenviertel“. Sie hatte sich beeindruckend perfekt zurecht gemacht. Ein kleines Problem gab es allerdings: Sie schaffte es nicht mehr ihre Haare so zu frisieren, wie sie es gerne hätte. Also zog sie recht verschämt einen Kamm hervor und bat mich, ob ich ihr nicht helfen könne, auch wenn ihr klar sei, dass dies nicht in den Aufgebenbereich einer (in meinem Fall völlig ungelernter) Schwester falle. Ich fand es wundervoll, dass die alte Dame so sehr auf sich selbst geachtet hat. Ein wenig Eitelkeit, kann durchaus inspirierend sein.

  • Charlotte sagt:

    Was ich immer gerne ins Krankenhaus mitnehme, ist ein Raumspray mit meinem Lieblingsduft. Ein paar Spritzer auch auf die Bettwäsche und schon riecht das Zimmer nicht mehr so sehr nach Krankenhaus sondern ein wenig nach zuhause…. Sehr empfehlen kann ich da die Düfte von Crabtree & Evelyn.
    Und auch eine gute Allzwecks-Fettcreme hat sich bei mir schon häufiger bewährt (eingerissene Mundwinkel nach der OP, wunde Stellen, Narbenpflege oder einfach gegen trockene Haut). Ich habe immer eine Tube 8-Hour-Cream dabei. Aber auch der Klassiker von Kaufmann ist hier super!

    Allen, die (vielleicht) derzeit im Krankenhaus liegen: Gute Besserung!!!!

  • M.Daniela sagt:

    Mir ist heute im Laufe des Vormittags noch etwas eingefallen, dass ich nach meinem Krankenhausaufenthalt vor ein paar Wochen schreiben wollte.

    Was braucht die Lady im Krankenhaus,wenn sie ungeplant dort liegt?

    Ich kam mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus und hatte keine Möglichkeit irgendwie den Aufenthalt auch nur zu planen.
    Mein Mann hatte neben Beruf und Kindern schnell eine Tasche gepackt und das Meiste vergessen.
    Am nächsten Vormittag stand dann meine geliebte Oma vor mir.
    Mit Ihren 85 Jahren ist sie mit dem Taxi gefahren, da „sie sich dachte,dass ich gewiss nicht das Wichtigste bei mir habe…“

    Es war einfach klasse. In ihrer Tasche waren zwei Nachthemden aus Baumwolle und Seide, Handtücher,Waschlappen,eine Kosmetiktasche mit allem was eine Frau so benötigt.
    Selbst ein Parfüm war dabei.

    Auch wenn es nicht meine eigenen Düfte und Kosmetika waren, war ich doch so unendlich dankbar für Ihr mitdenken.
    So konnte ich mich trotz aller Krankheit in meiner Haut wohler fühlen und der Duft auf dem eigenen Kopfkissen hat mich immer an meine Oma erinnert,von der ich mich so geliebt fühle.

    Was benötigt eine Lady bisweilen im Krankenhaus?
    „Eine andere Lady die für sie da ist und im Notfall an alles denkt.“

  • Amalia sagt:

    Oh, wundervoll!!!
    Liebe Grüße
    Amalia

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