Lady-Frage

Hallo Ihr Lieben,
wir haben eine Frage zum Preppy-Thema. Trägt man beim Preppy-Stil aktuell Hemd- und Polokragen oben (popped up collar) oder klappt man sie besser brav nach unten? In unseren vier Semestern BWL in Passau war das Aufklappen quasi Pflicht, in der niedersächsischen Unistadt, in der wir seit Oktober studieren, sieht das allerdings anders aus. Auch sonst haben wir das Gefühl, dass man den Look weniger häufig sieht und dass er manchmal sogar als Modesünde gebrandmarkt wird. Wir finden, dass popped up collars gerade in klassischer Kombi mit Tuch und Perlen den Gegensatz aus brav und lässig unterstreichen, der den Preppy-Style ja ausmacht. Wie ist Eure Einschätzung? Im Netz haben wir außer einigen ziemlich niveaulosen Blogeinträgen nichts zum Thema gefunden.

Liebe Grüße
Nora und Chris


Liebe Nora, liebe Chris,

jaja am Kragen scheiden sich die Geister. Als Norddeutsche habe ich ihn schon vor meinem Studium immer gerne hochgeklappt. Hier in Würzburg trugen vor einigen Jahren vor allem die Mädels und Jungs aus Juristen- und Verbindungskreisen ihren Kragen stets oben. Aber auch wir haben festgestellt, dass diese Mode-Welle wohl abgeklungen ist. Vielleicht haben es einige mit dem Übereinanderziehen von zwei oder mehr Polo- und/oder Hemdkragen einfach ins Lächerliche getrieben. Als Modesünde wird der Trend allerdings nicht bezeichnet, weil er unästhetisch ausschaut. Mit einem hochgestellten Kragen positioniert Ihr Euch allerdings eindeutig zu einer bestimmten Mode- und Lebensanschauung – es ist ein Statement.

Ich sehe das ganz einfach: Es gibt Frauen und auch Männer, denen der popped up collar am Polo steht und es gibt jene, bei denen ein klassisch getragener Kragen schöner aussieht. Hochgeklappte Blusenkragen sehen nett aus, wenn der Kragen nicht zu groß ist – sonst schaut Ihr aus, wie frisch aus den 70ern geschlüpft. Ein hochgeklappter Kragen bringt eine gewisse lockere Note in das Outfit und sieht, wenn er zum Rest passt, niemals albern aus. Eure Kombi mit Tuch und Perlen gefällt mir besonders gut. Eine Mischung aus chic und lässig erhaltet Ihr auch mit einem „brav“ getragenen Kragen und einem knalligen, schräg geknoteten Nicituch.

Alles Liebe
Constanze, die auch am St. Pauli Polo den Kragen hochstellt

Bild-Credit: Shutterstock.com

47 Kommentare
  • Chrissy sagt:

    :) Schöne Frage.
    Ich bin seit einiger Zeit Fan von Blusen mit kleinen Stehkrägen, da erübrigt sich die Frage eh und selbst Polos gibt es mittlerweile mit Stehkragen.
    Ansonsten: immer hoch damit!

  • Hallo ihr Lieben,
    Ich finde , bei der Kombi Bluse, Blazer/Pulli, Halstuch, Perlenohrstecker schaut es besser aus, wenn der Kragen hochgestellt ist. Das ist einfach klassisch und elegant, aber es stimmt schon, dass man sich da eindeutig zu einer bestimmten Lebensanschauung positioniert ;-)
    Die Unizeit ist bei mir schon ein bisschen vorbei, also kann ich nicht sagen, was da derzeit beim Preppy-Style in ist, aber ich finde, wenn man einen bestimmten Stil für sich gefunden hat, muss man den nicht zwangsweise ändern.
    Claire con http://www.countessclaire.com

  • Juraristin sagt:

    Wer ernsthaft über diese Frage nachdenkt, sollte am besten seine gesamte Lebenseinstellung überdenken.

    Ein Poloshirt wird auch nicht durchs Hochstellen des Kragens „lässig“ oder „locker“, ebenso wenig durch ein „knalliges, schräg geknoteten Nicituch“ (wie verrückt!). Ein gewollt peppiges Accessoire gehört ja bereits auch zu dieser Uniform.

    Klassische Poloshirts und Blusen sind wie kein anderes Kleidungsstück Ausdruck von Uninspiririertheit und Anpassung (bezeichnend das Wort „Pflicht“ bei den Fragestellern). Wer sie noch (ebenfalls ganz klassisch) mit Tüchern und Perlen kombiniert, hat nicht „seinen Stil gefunden“, sondern einen bereits seit Jahren vorhandenen Stil adaptiert. Wer also durch seine Kleidung zeigen möchte, dass er keinen Wert auf Individualität und Kreativität legt, sondern auf Nachahmen und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, der sollte zu Poloshirt und Standardbluse greifen. Das Hochstellen macht dann auch keinen Unterschied mehr. Sinn ergibt es allerdings nur als Sonnenschutz auf dem Segelboot.

  • Dani sagt:

    Liebe Juraristin (oder doch Juristin?),

    verrückt ist nur eines: Die Annahme, dass man mit seiner Kleidung Individualität ausdrücken kann. Auch wenn Du mit Chucks und Batiktüchern über den Campus läufst, zeigst Du doch damit die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Ja, selbst wenn Du mit Nietengürteln und Punkfrisur am Bahnhof Deine Zeit fristet (was Du als Juraristin sicherlich nicht tun wirst), dann bekennst Du Dich zu einer Gruppe. Einfallslos ist für mich nur der, der sich keine Gedanken um seine Kleidung macht und das kauft, was es gerade bei H&M im Angebot gibt. Mich würde ja mal interessieren, wie Du als Juraristin ohne die Klassiker durch den Berufsalltag gehst?

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Carlotta sagt:

    Eine schöne Antwort, liebe Dani! ;-)

    Ich denke man sollte sich im Leben nie zu ernst nehmen, ich würde den Kragen nicht hoch tragen, weil es für mich als Juristin „Pflicht“ ist. Aber wenn man das Ganze mit einem gewissen Augenzwinkern sieht, dann kann es durchaus gut aussehen. Btw: Auch das Preppy-Handbuch, wurde, soweit ich weiß, nicht als Milieustudie angelegt, sondern sollte den Stil ein bisschen aufs Korn nehmen.

    Liebe Grüße, Carlotta

  • an_ni sagt:

    Liebe Dani,
    super Antwort, kann mich deiner Meinung nur anschließen!

  • Bernhard sagt:

    Nachdem ich meine gesamte Lebenseinstellung überdacht habe bleibe ich dabei: Ich mag Poloshirts.

  • Applaus an Dani und Bernhard!

  • Tina sagt:

    Applaus an Anna!

  • Constanze sagt:

    Wow, was man alles so in ein kleines Stückchen Stoff hineininterpretieren kann.
    Ich trage übrigens grade eine Thermoleggings, Wollstrümpfe und eine dicke Strickjacke von meinem Freund… das ist kein Statement, keine politische Aussage und keine Modeentscheidung… das ist einfach gemütlich, wenn man den ganzen Tag zuhause am Schreibtisch sitzt. :) Aber vielleicht finden sich ja noch Gleichgesinnte und dann machen wir eine neue Szene auf: „Die kuscheligen Schreibtischtäter“.

  • Dani sagt:

    Pfui Spinne Constanze, zieh Dir gefälligst sofort einen Kragen an! :-)

  • Astrid sagt:

    Manchmal ist der Kragen hoch auch einfach nur ein guter Schutz vor Regen, Wind oder Sonne.

  • Juraristin sagt:

    Ahaha, die Uniformität des Spießerlooks findet auch Ausdruck in seiner Verteidigung, wie herrlich.

    „verrückt ist nur eines: Die Annahme, dass man mit seiner Kleidung Individualität ausdrücken kann.“

    Traurig, wenn du davon ausgehst. Individualität entsteht dort, wo Kleidungstücke und Accessoires und andere Attribute (z.B. Frisur, Make-up usw.) entweder keiner gängigen Kategorie entstammen oder zumindest nicht nach einer der gängigen Kategorie kombiniert werden. Ich habe nicht abgestritten, dass es Einheitserscheinungen auch bei anderen Gruppierungen gibt. Die sind natürlich ebenso unkreativ, aber bestenfalls immerhin rebellisch und insofern mit einer diskussionswürdigen Aussage verbunden. Was ist die Botschaft der Polohemden-Fraktion?

    „Einfallslos ist für mich nur der, der sich keine Gedanken um seine Kleidung macht und das kauft, was es gerade bei H&M im Angebot gibt.“

    Menschen, die sich keine Gedanken um Kleidung machen, können mitunter ganz faszinierende, weil unkonventionelle Eigenartigkeiten in ihrem Stil entwickeln, mit unbewusster Kreativität und gleichzeitig der schönen Botschaft, dass ihnen der Modezirkus gleichgültig ist. Wer kauft, was es bei H&M im Angebot gibt, kann bei Auswahl und Kombination immer noch kreativ und ungewöhnlich sein, denn der Laden bedient diverse Stilrichtungen. [Die ethische Fragen blenden wir hier jetzt mal aus.]

    „Mich würde ja mal interessieren, wie Du als Juraristin ohne die Klassiker durch den Berufsalltag gehst?“

    Ich trage im Büro, was ich möchte. Ich besitze keine einzige Bluse und kenne wenig Grenzen, was Farben, Muster und Schnitte und deren Kombination sowie ausgefallenen Schmuck angeht. Heute u.a. Leggings mit psychedelischen Mustern, Discogürtel aus den 70ern, ein afrikanisch anmutendes pinkes Kopftuch. Es macht soviel Spaß, etwas außerhalb der Regeln zu versuchen, tut es auch mal. Es bereichert alle und vor allem das Verständnis von konturlosen Begriffen wie „Stil“ oder „Mode“. Selbst etwas schaffen und unabhängig sein.

  • Juraristin sagt:

    P.S.: Constanze, wenn du nicht mit der Öffentlichkeit kommunizierst, weil zuhause abhängst, lässt sich auch kein Statement und keine politische Aussage transportieren. Da muss man Privats- und Öffentlichkeitssphäre trennen. So verpuffen die Argumente in deiner Privatsphäre.

  • Constanze sagt:

    Liebe Juraristin,

    da hast du aber einen wirklich toleranten Arbeitgeber… für mich verlangt ein seriöser Beruf auch nach seriöser Kleidung.

    Dani ging es nicht darum, dass man sich auch mit Kleidung der großen Ketten kreativ kleiden kann. Es ging vielmehr darum etwas eigenes zu finden. Ich denke, dass wir hier auf dem Blog oft genug Dinge und Möglichkeiten vorstellen, sich mit Klassikern individuell anzuziehen. Es geht uns immer um Qualität und Nachhaltigkeit – Kleidung, von der man lange etwas hat.

    Mit seiner Kleidung sagt man immer auch etwas aus, ob es Extravaganz oder Anpassung oder irgendetwas dazwischen ist. Auch jemand, der sich von jeglicher Mode lossagt, gibt damit ein Statement ab.

    Ein Poloshirt sagt glaube ich gar nichts aus, ebenso wie Jeans. Es sind einfach praktische, alltägliche Kleidungsstücke.

  • Dani sagt:

    Liebe Juraristin,

    im Gegensatz zu Dir bin ich da ganz tolerant: Ich wünsche Dir mit Deinen „rebellischen“ und „unbewusst kreativen“ Leggings mit psychedelischen Mustern, Discogürteln aus den 70ern und afrikanisch anmutenden pinken Kopftüchern alles Gute!

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Juraristin sagt:

    „Ein Poloshirt sagt glaube ich gar nichts aus, ebenso wie Jeans.“

    Deswegen besitze ich weder Poloshirt noch Jeans.

    „für mich verlangt ein seriöser Beruf auch nach seriöser Kleidung.“

    Und Individualität verlängt nach individueller Kleidung. Ich wünsche mir, dass die Businessuniformen eines Tages nicht mehr gebraucht werden, denn Seriösität entsteht vielmehr durch Intellekt und Kompetenz. Im Übrigen ist meine Kleidung nicht unseriös, höchstens unkonventionell. Das ist ein Denkfehler der selbsternannten „Ladies“.

    P.S.: Allen Interessierten empfehle ich zur Lektüre die Philosophie der Mode von Simmel. Dort lässt sich einiges lernen über Nachahmung und Absonderung durch Mode. Und Bildung steht ja jedem/r gut. Ich persönlich sondere mich lieber ab.

  • Juraristin sagt:

    „rebellischen und unbewusst kreativen“

    Habe ich nicht für mich in Anspruch genommen, sondern damit andere Phänomene damit charakterisiert. Lesen hilft. Selber denken auch.

  • Dani sagt:

    Liebe Juraristin,

    Die Behauptung „Kleider machen Leute“ kannst Du gerne so viel abstreiten wie Du möchtest. Ich möchte Dein Gesicht aber gerne in einer Gerichtsverhandlung sehen, bei der der Richter im Hawaiihemd, mit Strohhut und Flipflops auftaucht. Ein förmlicher oder feierlicher Anlass verdient auch eine entsprechende Würdigung durch die Bekleidung, das gilt m.E. für eine Verhandlung vor Gericht genauso wie für einen Besuch in der Staatsoper. Ach ja: Ich denke mangelnde Bildung bzw. ein mangelndes Interesse an Bildung müssen wir uns hier alle nicht vorwerfen lassen – aber trotzdem vielen Dank für den Buch-Tipp. Ich werde es mir auf jeden Fall mal anschauen.

    Herzliche Grüße
    Dani

    P.S.: Ich hoffe, Du schaust öfter noch einmal bei uns vorbei, vielleicht kannst Du dem einen oder anderen „Klassiker“ aus tollen Materialien und in bester Verarbeitung ja doch etwas abgewinnen.

  • Alexandra sagt:

    Also 1. ich bin sehr für Kragen hoch, wenn er nicht zu lang ist. Ich finde, dass das ganz wunderbar optisch den Hals verlängert und gerade, wenn man seine Haare dann relativ hoch bindet, zB. in einen Dutt, sehr schön den Hinterkopf betont. Ein schöner Hinterkopf kann auch entzücken ;-)

    2. Ich bin fast die einzige in meinem Freundeskreis, die den Kragen ihrer Polohemden hoch stellt, damit fühle ich mich tatsächlich individuell. Während alle anderen ganz normal den Kragen unten lassen, das ist ja dann wohl die Mehrzahl und nicht individuell…oder?
    Auf die Masse der Weltbevölkerung hin betrachtet bin wohl auch ich nur eine von vielen mit dem Kragen aufgestellt, aber wie 1. hoffentlich erklärt, ich sehe darin eine modisch reizvolle Selbstdarstellungsmethode… nur darum geht es mir.

    3. Solange wir alle Sachen kaufen, die auf der ganzen Welt millionenmal hergestellt und verkauft werden…tue ich mich ehrlich gesagt überhaupt schwer von Individualismus zu sprechen. Es gibt so viele Menschen auf der Welt, dass man nicht davon ausgehen kann, dass nicht irgendwo einer rum läuft, der ein ähnliches Individualismus-streben entwickelt hat, wie die ganz Individuellen unter uns… sodass man dann schon wieder nicht mehr ganz so individuell dar steht. Das bedingt für mich :

    4. Wirklicher realer Individualismus kann nur dann gewährleistet sein, wenn man sich die Mühe macht seine nach außen getragenen Merkmale wie Kleidung, Körperschmuck etc. selbst her zu stellen, oder wenigstens selbst zu entwerfen. Aber auch das ist…:

    5. meine individuelle Einzelmeinung und muss von niemandem akzeptiert oder anerkannt werden, nur weil ich den modischen Individualismus durch mein Polohemdenkragenhochtragen an den Nagel gehängt habe….

    Beste Grüße
    Alexandra

  • Constanze sagt:

    Ein sehr schöner Kommentar, liebe Alexandra :)

  • Sonnenstrahl sagt:

    Ich frage mich gerade, liebe Juraristin, wie Du denn auf diesem Blog gelandet bist, wenn Dir die hier vertretenden Lebenseinstellung nicht zusagen. Und warum Du die hier getroffenen Ausführungen so arg angreifst und nicht einfach wegclickst.

    Hier auf dem Blog haben sich Interessierte zusammengefunden, deren Lebensart ähnlich ist. Wir wollen uns hier austauschen und unser Leben nach unseren Vorstellungen gestalten, so wie Du es mit Deiner Kleidung auch machst. Und wenn wir in Deinen Augen spießig sind, dann lass uns doch.

    Für mich zeichnet sich Toleranz genau dadurch aus, was Dani schrieb – jeden zu akzeptieren, wie er ist. Ich mag nicht beurteilen, ob Dein Kleidungsstil unkonventionell, unseriös oder was auch immer ist, denn ich kenne Dich nicht. Aber zumindest zeigt er Deine Lebensart. Wenn Du den Blog hier ausführlich verfolgenst, wirst Du sehen, dass hier nie jemand angegriffen oder herabgesetzt wird, weil er sich entgegen unserer Vorstellungen kleidet. Denn auch das gehört zu unserer Lebensart – Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen.

    Ich oute mich – auch für mich gehört seriöse Businesskleidung zum Alltag, ich liebe meine spießigen Seidenbluse und ich mache mir auch Gedanken, ob zu einem Outfit der Kragen besser hochgeklappt oder runter passt. Dennoch gehe ich vorurteilsfrei in jedes Gespräch – und ich habe beruflich mit jeglichem Typ Mensch zu tun -, bin immer offen und freundlich und finde zu jedem Zugang.

    Na ja, sagen wir fast – schwer fällt es mir bei den Leuten, die mit genau solchen Vorurteilen wie Du vor mir sitzen. Und das ist schade!

  • Charlotte sagt:

    Ziemlich amüsiert habe ich mir nun einige Kommentare hier durchgelesen. Der einzige Zweck eines solchen Blogs ist es (und bitte verbessere mich,Dani,falls dies nicht stimmt) dass sich Gleichgesinnte über schöne Dinge austauschen. Meines Erachtens erkennt man eine Lady nicht daran, ob sie Nietengürtel (um Himmels Willen,wie schrecklich….) trägt,sondern vielmehr daran, wie sie sich anderen Menschen gegenüber verhält. Einen Blog zu „stürmen“ auf dem Gleichgesinnte in schöner und entspannter Atmosphäre miteinander in Kontakt treten um sich über deren Geschmack oder sogar Intellekt lustig zu machen, weist denjenigen schon ganz bewusst in eine bestimmte Kategorie.Und dies ist definitiv nicht die Kategorie einer Lady!
    Desweiteren bin auch ich Juristin (oder Juraristin,wie das in der Nietengürtel-Fraktion genannt wird) und könnte es mir sicher NICHT erlauben, derart „individuell“ aufzutreten. Aber das schöne an einem gewissen Stil ist,dass man sich nicht verkleiden muss sondern diesen Stil lebt.Das ist vielmehr als Kleidung,liebe Juraristin.Dazu gehört auch Toleranz,Bildung und der Sinn für schöne Dinge.Für Ästhetik,für Qualität und vorallem für Wert. Heutzutage kennen alle Menschen den Preis von etwas,aber nicht mehr ihren Wert.Genau DIES würde einer Lady nicht passieren.Daher tut es mir schon richtig Leid für dich,liebe Juraristin,dass du in diesen Genuss scheinbar gar nicht kommst.Denn lass dir eines versichert sein: es ist ein wunderschöner Lebenstil,den ich für keinen Nietengürtel dieser Welt eintauschen wollen würde!
    Liebe Grüße an alle echten Ladys da draußen!
    Von Charlotte, die mit Perlenohrringen, Seidentuch und Kaschmir-Cardigan durch das Leben geht – und es genießt!

  • Sol sagt:

    „für mich verlangt ein seriöser Beruf auch nach seriöser Kleidung“ – was ist denn ein seriöser Beruf? ;) Das lässt doch ziemlich viel Raum für Interpretationen.

  • Ihr Lieben: Köstlich, ganz köstlich ist das hier alles zu lesen. :-)

  • Amalia sagt:

    Liebe Ladies,

    dürfte ich in diesem Zusammenhang eine thematisch verwandte Frage stellen: Was stellt Ihr mit dem Kragen einer klassischen Hemdbluse an, wenn Ihr dazu einen Blazer tragt: Bleibt er unter dem Kragen des Blazers oder legt Ihr ihn flach darauf? Beim Pop up gibt es dieses Problem ja nicht, aber was tun, wenn das bei manchen Gelegenheiten zu leger erscheint?

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Dani sagt:

    @ Sol: Ja stimmt, da muss ich Dir zustimmen. Da hat sich die Constanze etwas unglücklich ausgedrückt. :-)

    @ Anna: Oh ja, ganz großartig! Danke für Eure tollen Beiträge!

    @ Amalia: Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe: Willst Du den Blusenkragen über den Blazer legen? Ich würde ihn unter einem Blazer immer ganz „normal“ tragen.

  • Anna sagt:

    Hui, was ist denn hier los?

    Da steht man hier nichtsahnend morgens in Sydney auf und sieht eine heiße Diskussion auf dem Ladyblog…

    Ich finde es sehr spannend all eure Kommentare zu lesen, wir sollten öfter so eine Diskussion in Gang bringen!

    Liebe Grüße
    Anna

  • Amalia sagt:

    Liebe Dani,

    doch, ich glaube, Du hast mich schon richtig verstanden, meine Frage zielt darauf, ob man den Blusenkragen flach über den Blazer legt (was bei dünnen Stoffblazern ganz hübsch aussehen kann, bei dicken Tweedjackets hingegen fatal), oder ob man ihn unter dem Blazer trägt wie die Herren der Schöpfung, nur eben ohne Krawatte – ich vermute, das wäre dann die Variante, die Du „normal“ nennst, stimmt’s?
    Mit der „normalen“ Variante habe ich allerdings schon wiederholt vor dem Spiegel gestanden und fand, es sah irgendwie nicht optimal aus. Könnte es evtl. sein, das ein kleines Foulard für die Normalvariante bei der Dame so obligatorisch dazugehört wie der Binder beim Herren?

    Liebe Grüße
    Amalia, die neulich ein Familienfoto vom Fotographen bekommen hat, auf dem ihr Kragen halb drinnen, halb draußen steckte…

  • Jenny sagt:

    Ihr Lieben,

    jedem Tierchen sein Plaisierchen.
    Das wichtigste an dieser ganzen Thematik ist doch, dass jeder sich wohl fühlt – in seiner Haut, in seiner Kleidung, in seinem Umfeld.
    Prinzipiell ist es begrüßenswert, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen – was ich allerdings wirklich sehr schade finde, ist, dass sich an so einer Thematik wie Kragen hoch oder nicht sich anscheinend die Gemüter stark erhitzen können.
    Gewisse Kleidungs- und Umgangsformen sind soziologisch gesehen fest in der Gesellschaft verankert und bedingen in entsprechenden Kontexten das Einhalten von Erwartungen, Regeln und Konventionen. Ein guter Jurist (oder was auch immer) zeichnet sich in seiner Kompetenz doch nicht durch seinen Kleidungsstil aus. Jedoch existiert eine kollektive gesellschaftliche Erwartungshaltung und ein Habitus, der respektiert werden sollte – je nach Kontext. An einem Arzt erwartete man den weißen Kittel oder zumindest weiße Kleidung.
    m.E. ist auch mit Poloshirt und klassischem Büro-Outfit Individualität umzusetzen – der Haarschnitt, die Brille, der Gürtel, eine ausgefallene Farbkombination, Schmuck, eine ausgefallene Handtasche…
    Und das kann dann der H&M-Rock zu einzigartigen Schuhen aus dem Vintage-Shop zur aktuellen Designer-Handtasche, einer alten Uhr und Perlenohrringen sein.

    Geschmack ist doch, was gefällt. Und, gesagt wird doch auch: über Geschmack lässt sich nicht streiten.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    P.S. Perlen-Paula und Kragen-Karin sind prima. Kragen hoch, gerne auch zur grauen Sweatshirt-Hoodie-Jacke von H&M. Prada-Tasche zu Chucks. Und Blusenkragen unter dem Blazer.

  • Dani sagt:

    Amalia, ich kann mir vorstellen was Du meinst: Du hast das Gefühl, es sieht leer am Hals aus oder etwas fehlt? Also ich würde dann echt zum Seidentüchlein oder einer netten Kette greifen, aber den Blusenkragen glaube ich nie über dem Blazer tragen (und ihn auch nicht hochstellen). Haha, oh, das mit dem Familienfoto ist natürlich ärgerlich. :-)

  • Amalia sagt:

    Habe gerade noch ein bißchen im Netz gesucht, ob ich Bilder von Frauen mit Blazer und Blusenkragen draußen finde – zugegebenermaßen kein Suchraster, auf das Google wirklich gut anspringt.

    Aber eine Bildersuche zu der RTL-Managerin Anke Schäferkordt, als ganz willkürliches Beispiel einer Business-Lady, ergibt einige Treffer, auf denen sie den Kragen über dem Blazer trägt – nur, damit Ihr Euch vorstellen könnt, was ich meine.

    Persönlich werde ich jetzt erst einmal die Kragen-rein-Variante für mich erkunden!

    Liebe Grüße
    Amalia

  • Jakaster sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    in meiner Heimatstadt diente der Kragen als Erkennungsmerkmal. Schüler des Gymnasiums trugen ihn hochgeklappt (und tun es noch), alle anderen eben nach unten. Es ist wohl also sowohl eine persönliche Frage aber gerade in jüngeren Jahren wohl auch eine Frage der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

    Liebe Grüße
    Jakaster

  • Brockdorff sagt:

    Als Jurist und Burschenschafter kann ich zu der Kragen-Frage nur folgendermaßen äußern:
    Kragen unten ist Understatement und Kragen hoch in Kombination mit pinken Polohemd kann schnell Proletentum charakterisieren.

  • Brockdorff sagt:

    Im Übrigen stelle ich den Kragen tatsächlich nur beim Segeln hoch.

  • Constanze sagt:

    Liebe Amalia,

    ich trag meinen Blusenkragen mal so mal so zum Blazer. Ich finde beides hübsch.

    Lieber Brockdorff,

    da dachte ich immer, Sie wären Corpstudent und nun sind Sie doch Burschenschafter. (Wie man ja auch unschwer an Ihrem Kragen erkennen könnte ;) )

    Liebe Jenny,

    du sprichst mir mit deinem Stil aus der Seele. :)

    Alles Liebe

    Constanze

  • Maja sagt:

    Haha herzlich gelacht bei den Beiträgen hier. Kommt mir so vor als hat sich hier ein kleiner Hund reinverirrt der nach allem Schnappt was grad daherkommt.

    Das Polohemd ist für mich ein Mittelding zwischen T-Shirt und Bluse. Ein bisschen aber nicht zu viel Chic und je nach Temperatur kann man ein paar Knöpfe mehr oder weniger aufmachen. Ich trage Kragen unten, weil nach oben sieht bei mir einfach lächerlich aus. Denke ich an Kragen nach oben sehe ich Sprösslinge aus reichen Familien die Jura studieren und ein Klischee bedienen. Aber jeder darf doch tragen was er mag.

    Maja
    Die im Büro sitzt und eine Cashmerejacke trägt….es gibt nichts kuscheligeres und wärmeres!

  • NoraChris sagt:

    Hallo!
    Wir sind super überrascht, was wir hier losgetreten haben :) . Erstmal danke für die vielen Antworten und vor allem @ Constanze, die uns als Expertin unsere Angst genommen hat stilmäßig jezt total daneben zu liegen, wenn wir weiter popped up tragen. Die Blicke, die wir hier manchmal damit ziehen werden wir aushalten :). Interessant ist der Kommentar „Mit einem hochgestellten Kragen positioniert Ihr Euch allerdings eindeutig zu einer bestimmten Mode- und Lebensanschauung – es ist ein Statement.“ Das klingt ja fast schon philosophisch :) es wäre super nice und echt spannend wenn du das noch etwas erklären könntest, was popped up für dich aussagt. Und: was ist genau ein St. Pauli-Polo?

    @claire: dein Blog ist so toll, gerade das Outfit beim country style hat uns echt umgehauen. Das gelbe Hermèstuch ist echt sagenhaft schön. Auch ich liebe generell diese Kombi – Blazer – dann Tuch über der Bluse und die Perlenkette als Blickfang pur am Hals. Muster und Tuchknoten müssen dabei allerdings echt ein Hingucker sein und sieht bei Dir einfach nur perfekt aus!

    Echt gern würden wir uns noch mit der „popped up Fraktion“ über Stylingtipps austauschen. Ich finde es zum Beispiel auch sehr klasse, eine schlichte Bluse (weiß, hellblau) popped up unter einem klass. farblich passenden (rosa, weiß) Tennispulli mit Rundausschnitt zu tragen und dann eine etwas größere oder zweireihige Perlenkette über Kragen und Pulli zu legen, so das die Kette auf dem Pulli richtig strahlen kann. Bei dieser Variante trag ich den Kragen aber nur hinten aufgeklappt, die Kragenenden gucken nach unten (hoffe ich habe mich klar ausgedrückt :).
    Chris trägt oft die Kombi mit schlichter Businessbluse, Perlen und lässig darüber geknotetem Burberry Schal, die ich auch sehr preppy finde weil sie schön gegensätzlich ist indem sie outdoor Wintergarderobe mit business chic kombiniert

    Was meint Ihr zu diesen Outfits? Und wer kennt noch andere popped-up Outfits, die man ausprobieren sollte?

    Outen müssen wir uns auch noch, weil wir zugeben müssen im Sommer auch ab und zu zwei Polos übereinander zu tragen, ich finde das aber auch gar nicht so verkehrt wenn die Farben einen netten Kontrast machen. Schlimm? Scham :(

    xox
    Nora (Chris lässt grüßen)

  • Maja sagt:

    Liebe Nora
    Habt ihr einen Blog? Denn ich würde eure Kombis nur zu gerne sehen. Ausser seeperlen.blogspot.de kenne ich leider keinen deutschen Preppy Blog in eurem Stiel. Vielleicht schaut ihr mal bei Katrin in den Blog rein, denn der ist wirklich schön gemacht und voll mit pfiffigen klassischen bunten Outfits.

    Maja

  • Brockdorff sagt:

    Man sollte das ,,Projekt Kragen “ nur nicht übertreiben. Niemand möchte karikaturesk ausschauen.
    Abgesehen davon: Bescheidenheit ist die wichtigste Tugend. Guter Stil geht bekanntlich mit Bescheidenheit einher.

  • Dani sagt:

    Danke Brockdorff, dem kann ich nur zustimmen. Ein St.-Pauli-Polo ist übrigens ein Fan-Artikel des St.-Pauli-Fussballclubs. :-)

    Herzliche Grüße
    Dani, die ihren Kragen gelegentlich aufstellt, wenn sie ein Tuch oder Schal trägt

  • Shari sagt:

    Eindeutig für Team Brockdorff und auch ein gutes Stück für Juraristin.
    Der hochgestellte Polo-Kragen hat sich in den nuller Jahren eindeutig zum Stilattribut prätentiöser BWL-/Jurastudenten und sonnenbankgebräunter Prolls auf Ausgehmeilen abgelaufen. Zumindest kann ich das für Köln so sagen. Vor meinem Studium fand ich sogar, dass es gut aussieht, aber direkt im ersten Semester merkt man dann schnell den hochgestellten Kragen als Warnhinweis vor Möchtegerns zu deuten. Deswegen ist er außerhalb eurer Kreise so verpönt wie es bei euch Jogginghosen ins Büro wären. Worauf wir auf den nächsten Punkt kämen. Ist der diskutierte Punkt nicht eher in der Freizeit zu verorten? Den Kragen stellt man doch im Grunde nur hoch, wenn man sich in lockerer Umgebung befindet, wie beim Golfen, Segeln auf einer Terrasse in Martha’s Vineyard zum Tee…das wären die einzigen Situationen an denen ich den Hochstelllook passend empfinden würde…wenn wir schon bei Klassikern sind, dann wieso auch nicht klassisches Verhalten? Ihr stellt doch so gern Regeln auf.
    Zu der Diskussion an sich möchte ich sagen, dass einige Teilnehmer gut zurückgebellt haben anstatt die Situation zu entschärfen. Im Netz kommt vieles ruppiger rüber und ich bin mir sicher, dass Frau Juraristin ursprünglich keinen gezielten Angriff starten und nur lediglich ihre Meinung kundtun wollte.
    Außerdem ist es doch gut, dass Menschen mit anderem Denken und Styleempfinden sich auf diesem Blog einfinden und sich sogar animiert fühlen einen Kommentar abzugeben. (Zeige dabei auch auf mich) Das erweitert den Horizont beider Seiten und eröffnet euch den Blick darauf, dass es ne Menge Leute gibt, die euren Style furchtbar (gezwungen) finden. Behaltet das im Hinterkopf. Und damit sprech ich mich nicht gegen das Handwerk an sich aus. Jedenfalls kann ich so besser verstehen wie die „Preppy-Fraktion“ tickt.
    Wünschenswert wäre, wenn ihr nicht so intensiv auf negative Kommentare eingeht (und vielleicht auch weniger werbetextisch über die Unternehmen, die ihr mögt, schreibt.)

  • Brockdorff sagt:

    Jetzt kann ich nachvollziehen, wie sich ein Gastgeber fühlen muss, der zum Umtrunk geladen hat, mit 10 Mann rechnete, 100 kamen, ihm hinterücks das Silber stahlen und der Gastgeber letztlich auf der Wache landete (weil man ihm Brandstiftung vorwarf).

    Unser kleiner Mode-Ausstausch wird wohl für eine erzwungene politische Grundsatzdiskussion missbraucht.

    Selbst Zuhause ist man nicht alleine.

  • Dani sagt:

    Liebe Shari,

    ich freue mich immer, wenn Du bei uns vorbeischaust und ich freue mich auch über Deine kritischen Kommentare. Denn ein Blog lebt nicht nur von Lobhudelei, gegenseitigen Kopfnicken und Händeschütteln, sondern auch von Kritik. Ich bemühe mich eigentlich, nicht so sehr in Werbetextmanier zu schreiben und ggf. auch negative Aspekte eines Unternehmens oder Produktes aufzuzeigen, aber wenn es anders rüberkommt, dann bin ich Dir dankbar für den Hinweis. Ein Unternehmen zerreißen, werde ich wohl niemals hier auf dem Blog, denn das ist nicht Sinn und Zweck des Lady-Blogs. Das überlasse ich den Produkt-Test-Blogs. Aber geh bitte davon aus, dass ich eine kritische Vorauswahl treffe, welche Unternehmen wir hier überhaupt vorstellen.

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Sophie sagt:

    TRAGT DOCH EINFACH WAS EUCH GEFÄLLT UND STEHT!
    Dann kommt ihr authentisch und auch individuell rüber trotz der zig Anderen, die vemrutlich die selbe Hose, Bluse, das gleiche Tuch o.ä. im Schrank haben. Wer sich wohl fühlt und dazu steht und dieses verkörpert wirkt stilsicher.

    Stil ist doch aber viel mehr als ein Kragen oder Kleidung ;-) Stil ist in erster Linie eine charakteristisch ausgeprägte Art der Ausführung menschlicher Tätigkeiten, d.h. erst wer sich vernünftig Ausdrücken kann, dieses reflektiert und über sich und sein Verhalten nachdenkt hat wirklich Stil. Die Kleidung kommt erst später Mädels :-)

    In diesem Sinne wünsche ich weiterhin eine stilsicheres Auftreten, von der die weiß was ihr steht, ob oben oder unten ;-) Leben und leben lassen!

    Liebe Grüße
    Sophie

  • Stephanie sagt:

    so do I :)

    bevorzuge seit längerem zugeknöpften Blusenkragen oder Stehkragen.
    Sehr gern, wenn`s passt mit vorgesteckter Brosche oder Kragennadel.

    Und das sieht bei zugeknöpftem und hochgestelltem Kragen allemale genial aus.

    liebe Grüße
    Steph

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