Lady-Frage

Liebes Lady-Blog-Team,
zunächst einmal Gratulation zu diesem tollen Blog. Endlich einmal kein „Stil-Mix“ oder über 30-Jährige, die sich wie Teenager aufführen und anziehen. Ich habe eine Frage bezüglich des Rauchens von Zigaretten: Kann man dies heutzutage noch als ladylike bezeichnen? Es gab schließlich Zeiten, in denen das Rauchen als „schick“ galt.

Viele Grüße,
Ein Lady-Blog-Fan

Lieber Lady-Blog-Fan,

rauchende Ladys waren früher unabhängige Frauen, die sich nicht um jede Konvention scherten und daher galt das Rauchen wohl auch als „schick“. Heute sind Raucher eher ungern gesehen. In öffentlichen Gebäuden (und teilweise auch auf öffentlichem Grund) ist das Rauchen heute aus gutem Grund untersagt, wobei ich persönlich mich sehr freue, wieder im Norden zu leben und beim Kaffee oder Tanzengehen nicht mehr vor der Tür bibbern zu müssen, sondern einfach in den Raucherbereich gehen zu können. Beim Rauchen sollte, wie bei allen Dingen, die Rücksichtnahme nicht vergessen werden. Dass man wenn Kinder und Schwangere im Raum sind nicht raucht ist selbstverständlich, dass es in gehobenen Restaurants dem Tischnachbarn vielleicht das Essen verdirbt auch. Bei Erwachsenen, die sich im Biergarten über Raucher am Nachbartisch beschweren, hört allerdings auch bei mir die Rücksichtnahme auf.

Interessant find ich, dass es gesellschaftlich akzeptabler scheint, wenn jemand Pfeife oder Zigarre raucht. Diese Art des Rauchens scheint nach wie vor mit Genuss in Verbindung gebracht zu werden. Würde Dani diese Frage beantworten, stände hier sicherlich, dass Rauchen nicht ladylike ist. Dass es stinkt, ungesund und schlecht für die Haut ist, dass es unglaublich teuer ist und keine Sucht etwas Gutes sein kann. Alle diese Punkte stimmen absolut und dennoch rauche ich einfach viel zu gern. Ich genieße meine Zigaretten und sei es nur die fünf Minuten, die man einfach mal um die Ecke verschwindet und die Bibliothek oder die Arbeit kurz nicht sehen muss. Ich bin jetzt schon gespannt auf Eure Kommentare.

Alles Liebe
Constanze, die die offenen Gespräche in der Raucherecke bei der Arbeit nicht missen möchte

Bild-Credit: Shutterstock.com

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23 Kommentare
  • Dani sagt:

    Hehe liebe Constanze,

    na ganz so strikt lehne ich es dann doch nicht ab, siehe dieser alte Artikel von mir: http://www.lady-blog.de/stilvolles-rauchen/

    Herzliche Grüße
    Dani, die sich als Kaffee- und Lindtschokoladensüchtling outet

  • Rena sagt:

    Liebe Constanze,

    dass Nichtraucher durchaus gesellschaftliche Nachteile haben können, hat mich auch schon beschäftigt :) Was ich persönlich alles andere als ladylike empfinde, ist Rauchen auf offener Straße während dem Gehen …

    Liebe Grüße, Rena

    http://www.dressedwithsoul.blogspot.de

  • Brockdorff sagt:

    Das negative Image des Rauchers in unserer, der heutigen Zeit, hängt auch stark mit dem bis jetzt andauernden Gesundheits- und Ökobewusstsein zusammen. Rauchende Menschen gelten dann als schwach, weil sie sich ihrer Sucht hingeben, gelten als träge und faul, weil sie rauchen…Und Raucherei , im öffentlichen Bewusstsein, wird mehr und mehr zum Laster der sozial schwachen stilisiert…Aber auch Damen können ladylike rauchen. Rauchen ist dann auch hier eine Sache des guten, oder des schlechten Stils…

  • Justine D sagt:

    Hallo meine lieben Damen –

    ich habe früher gern geraucht. Ich besaß Zigarettenspitzen, und zu meinem „Image“ als 16jährige gehörte es, Black Ladies (das waren Zigaretten mit violettem Zigarettenpapier und goldenem Mundstück) zu rauchen und Whiskey on the rocks zu trinken. Ich kam mir ziemlich verrucht vor! Natürlich hatte ich auch das dazu gehörende outfit: Pagenköpfe mit langem Pony à la Twiggy, gerade Etuikleider, die meine Mutter mir nach Vogue-Vorlagen nähte, ein Augen-Make-Up, das heutzutage „smoky eyes“ genannt wird.

    Das ist eine Ewigkeit her!
    Ich bin nun über 60, rauche seit etwa 20 Jahren nicht mehr und finde Rauchen heutzutage unangenehm, unappetitlich, störend. In meinem Haus ist es verboten, Raucher dürfen die Terasse benutzen.

    So inkonsequent kann man im Alter werden!

    Herzliche Grüße und weiter so mit dem blog, ich sehe sehr gern hinein!

    Justine D

  • Anne sagt:

    Ich bin zwar Nichtraucher, finde aber das einer Dame eine Zigarette in der Hand überhaupt nicht steht. Wie oft sehe ich Frauen mit Zigaretten auf der Straße, Verkäuferinnen vor dem Laden und und und….
    Nicht ladylike ! Vorallem aber stört es sehr, wenn man der Person schon von weitem anriecht, dass sie eben geraucht hat. Und das ist m.E. das nicht „ladylike“! Man kann sich noch so sehr in private Bereiche zurückziehen, der Geruch haftet an der Kleidung, den Fingern, am Haar…….
    Also liebe Damen, besser darauf verzichten ! Liebe Grüße Anne ( die vor Jahren auch selbst geraucht hat)

  • Sandra T. sagt:

    Liebe Justine,

    ich sehe Sie gerade vor mir, so schön beschreiben Sie Ihr Bild mit sechzehn und muss schmunzeln. Es ist schön, dass Sie nicht vergessen haben, wie cool man sich als Teenie fühlt und später selbst lächeln muss, wie man (frau) sich dargestellt hat in der Öffentlichkeit … sehr sympathisch, Ihre Ausführungen! Herzlichen Dank dafür!

    Ich war nie Raucher, habe aber dennoch den Eindruck, dass die ehemaligen Raucher ein wenig intoleranter gegenüber ihren rauchenden Mitmenschen sind als die „Schon-seit-immer-Nichtraucher“ ;o) Vielleicht quält sie der – zugegebenermaßen – störende Geruch mehr als ihre Nichtraucher-Kollegen.
    Wie ist diesbezüglich Euer Eindruck?

  • Sibylle sagt:

    @Anne: wie du berichtest, ist es nicht ladylike, wenn Frauen auf der Strasse stehen und rauchen.
    Es ist mittlerweile verboten am Arbeitsplatz zu rauchen. Nicht jeder Arbeitgeber ist freundlich zu seinen rauchenden Mitarbeiterinnen und stellt im Hof ein Zelt oder eine Raucherkabine auf.

    Was den Geruch von Rauch an Kleidung angeht, Parfum kann durchaus die Nasen der Mitmenschen quälen und das den ganzen Tag im Büro.

    Ich finde, wenn Frauen rauchen möchten, dann ist es ihre ureigenste Entscheidung.
    Ob ladylike oder nicht, es ist wie mit der Mode. Wie transportiert der Mensch dies nach außen.

    Die nächste Frage ob ladylike oder nicht wird die Frage nach Alkohol sein.

    Dieser Wahn nach absoluter Gesundheit und Jugend, ich persönlich finde es so krankhaft.

  • Dani sagt:

    Liebe Sibylle,

    die Alkohol-Frage hatten wir hier schon: http://www.lady-blog.de/die-lady-frage-wie-viel-alkohol-ist-stilvoll/

    Herzliche Grüße
    Dani

  • Mariam sagt:

    Ich finde Rauchen absolut unakzeptabel. Unter meinen Bekannten, mit den ich einigermassen gerne spreche, gibt es nur 2-3 Raucher. Und die toleriere ich, weil sie es irgendwie so schaffen, dass sie nicht selber nach Rauch stinken.

    Ich selber habe nie eine Zigarette probiert und werde es auch nie tun. Ich habe Asthma und meine Mutter ist am Lungenkrebs gestorben. Sie war Nichtraucherin, aber sie hat wahrscheinlich in ihrem Arbeitsumfeld zu viel Rauch eingeatmet. Warum jemand sich selber so langsam und qualvoll umbringen möchte, kapiere ich nicht. Es gibt doch schnellere und weniger schmerzvolle Möglichkeiten, Selbstmord zu begehen!

    In Estland hat man in der letzten Zeit viel gegen Rauchen gemacht. In Fernsehen gab es nie Zigarettenwerbung (wenigstens nicht in meiner Lebenszeit), vom outdoor verschwanden die Werbungen in den 90er Jahren. Danach wurde Rauchen in öffentlichen Innenräumen, Restaurants, Cafes usw. verboten. Jetzt gibt es auch vor vielen Türen (Einkaufszentren, Universitäten) Halbkreise mit einem 5-10 m Radius, wo man nicht rauchen darf, damit Rauch nicht ins Gebäude reinkommt. Natürlich ist Rauchen auch in der Nähe von Schulen, gesundheitlichen Insitutionen und in allen Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Und tatsächlich raucht auch niemand in einer Haltestelle, sondern geht lieber 20 m weg und raucht dort.

    Die vorigen Kommentare behaupten, dass es in Deutschland eine „Anti-Rauchen“ Mentalität gibt, aber das gibt es kaum. Ich habe bisher nur 2 Deutschen gefunden, die meinen, das Rauchen sie stört. Die meisten merken es gar nicht, auch wenn sie selbst Nichtraucher sind. Rauchen ist ein starker Teil des deutschen Selbstbildes.

    Auf der Strasse gibt es Zigarettenwerbung, auf jeder Strassenecke einen Zigarettenautomat, sogar im Stall gibt es einen. Die Pferdebesitzer scheinen es im Kauf zu nehmen, dass sie früher oder später den Stall abfackeln und vielleicht dann auch ihre Tiere los sind. Man raucht in Bushaltestellen und auch ganz unverschämt in den „rauchfreien“ Bahnhöfen. Ich wollte letztens die einzige Raucherin, die tatsächlich im Raucherbereich geraucht hat (während duzende andere Raucher sich überall auf dem Gleis gestreut haben), danken zu gehen. Nur ist mein Zug in dem Moment eingefahren und ich musste einsteigen.

    An der Uni ist es nicht besser. Ungefähr 50% von der Nachwuchs-Intelligenz zerstört ihre Gesundheit und die Gesundheit von ihren Mitstudenten mit ständigem Rauchen. Sie stehen gleich vor den Türen, damit das ganze Erdgeschoss schön voller Rauch ist und durch Treppenhaus auch zu den höheren Stockwerken reicht. In manchen Räumen kommt der Rauch sogar durch Lüftung ein.

    Ich sage nichts, weil ich als Ausländerin kein Recht habe, den Deutschen zu sagen, wie sie ihr Leben führen sollten. Aber das Rauchen ist der grösste Grund, weswegen ich möglichst schnell zurück nach Estland ziehen will, sobald ich meinen Masterabschluss habe. Sonst mag ich Deutschland sehr und das Studium hat eine hohe Qualität. Nur meinen Lungen geht es hier immer schlechter und ich muss immer öfter meinen Notfall-Inhalator benutzen.

    Mir ist bewusst, dass ich jetzt so manche Feinde gemacht habe. Aber ich glaube, ich musste das Ganze aufschreiben, weil das Verdrängen auch nicht gesund ist.

  • Isa sagt:

    Ganz ehrlich? Ich bin froh, dass ich nicht mit dem Rauchen angefangen habe. Mein Vater hatte geraucht – Gottseidank hat er damit vor Jahren aufgehört – und ich fand das als Kind furchtbar, den Rauch mit einzuatmen. Auch in meiner Lehrzeit hatte ich rauchende Kolleginnen; da war es mit den Arbeitsschutz leider noch nicht so weit und Rauchen vielerorts erlaubt.

    Was genussvoll am Rauchen ist, weiß ich nicht. Ich stelle im Bekanntenkreis fest, dass bei Rauchern der Geruchs- und Geschmackssinn darunter leidet. Genuss bringen meiner Meinung nach lieber gute Genussmittel wie Wein, Tee, Kaffee, Schokolade etc. Die feinen Nuancen herauszuschmecken geben so viel mehr – Zigaretten bringen nur schalen Mundgeruch und stinkende Kleidung.

  • Caroline sagt:

    Liebe Ladies,

    Justine hat herrlich beschrieben warum man sich beim Rauchen ganz toll finden kann… aber eines lässt sich doch leider nicht abstreiten: Es stinkt. Und es stinkt auch im Freien, so eine ausgepustete Wolke die einem der Wind ins Gesicht treibt kann, wenn man es nicht gewöhnt ist, gewaltig brennen.

    Ich hab schon häufiger als mir lieb ist erfahren, dass man als Spielverderber bezeichnet wird oder sich Raucher von mir beleidigt fühlen, weil ich nicht in der Nähe sein möchte wenn jemand qualmt.
    Dass Rauchen nicht gesund ist kann man heutzutage einfach nicht mehr abstreiten und daher möchten sich Menschen die giftigen Rauch produzieren doch bitte von mir fernhalten. Den Nichtraucher anzumeckern ist für mich nur ein Zeichen dafür, dass man eigentlich ganz genau weiß, dass man im Unrecht ist.

    Wobei ich die Frage interessant finde warum ehemalige Raucher (dazu muss ich im übrigen auch mich rechnen) oft so intolerant reagieren… intoleranter als Noch-Nie-Raucher… vielleicht weil man sich moralisch so meilenweit im Vorteil fühlt? ;)

    Caroline,
    die heute ziemlich böse wurde als sie Schulhefte einsammelte und ihr daraus beim Korrigieren Zigarettenrauch entgegenduftete.

  • Brockdorff sagt:

    Ich hab vor meiner Bundeswehrzeit aus Fitness -und Karrieregründen bewusst mit dem rauchen aufgehört…und gehöre jetzt wohl zu den radikalen Nichtrauchern..

  • Anonym sagt:

    Rauchen ist in keiner Form ladylike. Es ist einfach nur widerlich. Und das sagt eine Schon-Immer-Nichtraucherin.

  • Lauren sagt:

    Liebe Constanze,

    Ladylike ist es für mich auf gar keinen Fall, eine gut gekleidetete schöne Frau mit Zigarette zu sehen. Gefällt mir überhaupt nicht, weil es unangenehm riecht, teuer ist und gesundheitsschädlich. Außerdem hindert es einem beim Sport und das ist für mich das schlimmste Kriterium.
    Aber so ist es nun mal, dass man sich damals als Jungendlicher so cool geführt hat, gegen jede Konvention und mit einem eingebildeten „einfach-das-machen-wozu-man-Lust-hat“-Image. Heute kann man darüber schmunzeln, genauso wie über die viel zu dunkel geschminkten Augen und die zu kurzen Röcke oder was man sonst als Jugendlicher so merkwürdiges getragen hat;)…für mich gehört es also eher in die Kategorie Jugendsünde und Erwachsene-Kettenraucher kann ich überhaupt nicht verstehen. Im Gegensatz zu seltenen „Genussrauchern“, denn ob eine Tafel Schokolade AUSNAHMSWEISE nicht ungesünder ist, als eine Zigarette AUSNAHMSWEISE kann ich nicht beurteilen;).
    Also wie heißt es so schön: Leben und leben lassen…

    Liebe Grüße
    Lauren

  • Michael sagt:

    Grundsätzlich sollte bei dem Wunsch nach einer Zigarette auf das im Kinderzimmer ausgewichen werden, um Gästen den unangenehmen Zigarettengeruch zu ersparen. Falls kein Kinderzimmer vorhanden ist, muss der Genussraucher auf den Balkon ausweichen. Falls auch kein Balkon vorhanden ist, sollte bereits aus Armutsgründen keine Zigaretten verköstigt werden. Falls man zu arm ist, um auf Zigaretten verzichten zu können gilt das eben Dargestellte möglicherweise wenige strikt.
    Genussraucher und Genussalkoholiker sind von diesen Regelungen freilich ausgenommen. Für sie gilt nach wie vor – bon chic bon genre – der Leitspruch: hauptsache es knallt.

    mfg

  • Lina Tiarella sagt:

    Hallo Sandra, hallo Justine und ihr alle,

    oh wie habe ich sie bewundert – meine verruchten Mitschülerinnen! Ich habe es auch versucht und bin kläglich gescheitert – ich habe mich immer nur verschluckt. Gott sei Dank. Meine Tochter dann, als man sie in der Klasse anmachte, weil sie nicht rauchte, hustete dann nur hohl und behauptete, sie hätte eine zu kleine Lunge und dürfte nicht rauchen. Genial, das hat sie mir aber erst nach Jahren erzählt.

    Ich denke – abgesehen vom gesteigerten Gesundheitsbewusstsein – sind die Raucher auch selbst schuld an ihrem Image. Früher lagen überall die Kippen herum, keiner fragte im Restaurant ob man rauchen darf und – der schlimmste Fall, der mir je passiert ist – drückte seine Kippe im Teller mit dem halb aufgegessenen Essen aus. Als einer meiner kettenrauchenden Arbeitskollegen eine Lungentransplantation bekam, alle sechs Wochen ins Krankenhaus zum Überprüfen musste und schließlich nach ein paar Jahren doch starb – da hat es mir als Krankenkassenbeitragszahler dann doch etwas gestunken.

    Ich finde eine Zigarette vor der Türe in Ordnung, aber nicht auf der Straße und nicht mit nach Rauch riechenden Kleidern. Das finde ich gar nicht ladylike.

    Noch etwas am Rande: In Teeniezeiten von Justine und mir kursierte der Spruch: Rauchen ist „die Rache des Roten Mannes an den Weißen – so kriegen wir sie endlich klein“, – so das Gerücht.

    In diesem Sinne und danke für den interessanten Blog
    Lina

  • Schwedenlady sagt:

    Liebe Ladys, die Fragen, die ich mir jetzt gestellt habe, lauten: Ist das Rauchen Gentleman-like oder gelten selbst heute für Männer und Frauen andere Image-Regeln? Wie halten es die eventuellen Vorbilder? Die Lady, beispielsweise, der man als Junglady nacheifert?

    Raucht die Queen eigentlich?
    Warum ehemalige Raucher kritisch sind, kommt wahrscheinlich daher, weil man sich das Rauchen schlechtreden musste. Dieses Phänomen kenne ich von mir bei Fisch, meine Schilddrüse zerstört sich, wenn ich Jod esse, anstatt zu arbeiten. Ich habe mir alles aus dem Meer schlechtgeredet. Deshalb bin ich auch gegen die „Verjodierung“ der Lebensmittel und muss bei Salzbretzel etc. vorsichtig sein.

    Rauchen habe ich nie angefangen, meine Oma war Kettenraucherin, Opa ist an Lungenkrebs gestorben. Es riecht auch nicht gut und schädigt Lungen und Stimmbänder usw.

    Für mich kommt es nicht in Frage, ob Lady-like oder nicht, weil ich einfach nie auf die Idee kommen würde, anzufangen.

    Ist Böden wischen Ladylike? Ich muss als Blinde auf den Knieen über die Böden rutschen, da ich immer mit den Händen fühlen muss, ob dort, wo ich geputzt habe, auch alles sauber ist. Mein Mann kann es gar nicht sehen, weil es mich bei der Größe der Flächen sehr anstrengt, er es mit dem Schrubber im Verhältnis dazu wesentlich leichter hat und er den Anblick als erniedrigend empfindet. Als er den letzten Punkt dieser Liste äußerte, habe ich herzhaft gelacht, schließlich habe ich, bevor ich ihn kennen lernte, auch Böden geputzt. Wäre ich alleine, bliebe mir nichts anderes übrig oder ich würde mir Hilfe holen.

    Mal nur so aus Interesse: Wie hielten es adelige Damen mit dem Rauchen? Was machen Königinnen und Kronprinzessinnen in Europa? Hollywood war und ist keine Messlatte für mich hier, dort werden ja auch Drogen verkonsummiert. Da können Schauspielerinnen noch so die Lady spielen, sie spielen eben und machen sow, nichts anderes.

    Herzliche Grüße,

    Schwedenlady

  • Brockdorff sagt:

    Rauchen war auch in Deuschland in den hohen Adelskreisen zu Kaisers Zeiten en vogue..Die Schattenseiten der ,,unangenehmen Angewohnheit“ waren aber damals schon durchaus bekannt: Kaiser Friedrich III. starb 1888 an Kehlkopfkrebs (starker Raucher) und auch der letzte preußische-deutsche Kronprinz, Wilhelm, soll an einem durch Kettenraucherei bedingten Herzinfarkt gestorben sein..

  • Constanze sagt:

    Ihr Lieben,

    hach, genau dieses Stimmungsbild habe ich erwartet. :)
    Ich habe auch den Eindruck, dass es den ehemaligen Rauchern nochmehr „stinkt“, als den „Schon-immer-Nichtrauchern“.
    Ganz spannend ist natürlich auch die Frage nach dem rauchenden Mann. Gibt es da einen geschlechtsspezifischen Unterschied?

  • Constanze sagt:

    Nachtrag: Liebe Sandra, Du kannst gar nicht „unladylike“ sein! Ich kenne kaum eine Frau, die so stark ist, wie Du! Es ist immer wieder bewundernswert, wie Du Dein Leben und Deinen Alltag eigenständig meisterst und Deinen eigenen Weg findest.

  • Sonja sagt:

    Zur „Ladylikeness“ gehört meiner Meinung nach immer auch eine gehörige Portion Souveränität. Und die umfasst auch, dass es einem nur zu einem begrenzten Maß wichtig ist, was andere über einen denken. Die Männer sind uns in dieser Beziehung leider oft ein wenig voraus …

    Natürlich sollte man Rücksicht nehmen und niemanden zum Passivrauchen nötigen – im Übrigen bleibt es freilich der Lady überlassen, ob sie Gefallen am Rauchen findet, ob sie es für „chic“ hält und wie sie die unstreitig damit verbundenen Risiken dagegen abwägt.

    Ich persönlich genehmige mir zu besonderen Anlässen hier und da ein Zigarillo. Ich habe aber auch Verständnis, wenn jemand anders etwas mehr rauchen möchte.

  • Als Exraucherin kann ich nur sagen, dass Rauchen alles andere als ladylike ist – weil man eben nicht lasziv-sexy an der Bar raucht, sondern meist seine Sucht frierend an der Bushaltestelle befriedigt.

    Ich persönlich habe mithilfe des Buchs „Endlich Nichtraucher – für Frauen“ von Allen Carr aufgehört und berichte aktuell auf meinem (brandneuen) persönlichen Blog darüber und würde mich sehr freuen, wenn die eine oder andere von euch meinen Blog ebenfalls liked – oder vielleicht sogar meinen Artikel als Anstoß zum Aufhören nimmt! :)
    http://steirerblutundhimbeersaft.wordpress.com/2014/02/07/kettenrauchend-zum-marathon/

    Alles Liebe, Heike

  • Samt &Seide sagt:

    Bei manchen ( meine Friseurinnen) riecht man gar nichts ! Im Krankenhaus wird ein Gummihandschuh angelassen, was auch zur Geruchsvermeidung hilft !
    Es sind vorallem wie Du sagtest die kleinen Vertrauten Pausen unter Kollegen, die es so angenehm machen, mal schnell eine zu Rauchen.
    Deshalb gibt es jetzt bei mir eine Esspresso Maschine in einer schönen Ecke mit tollen Tassen und italienischem Mandelgebäck für die Nichtraucher, die sich in der Zeit auch 5 Minuten rausstehlen dürfen, in Gemeinschaft bei einem Tässchen und was toll wäre, ein Aufsteller in Lebensgröße von George Clooney !
    Der Gemeinschaftliche Genuss von irgendetwas ist nicht zu unterschätzen, hier das richtige zu finden ist eine Lady like Aufgabe.

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