Mode von ARTISTA

Ladys aufgepasst – wir haben Neuigkeiten für Euch. Der Lady-Blog vergrößert sich um eine hübsche, neue Kategorie: „Designer-Entdeckung“. Hier dreht sich alles um junge, kreative Modemacher, die Ihr vermutlich noch nicht kennt, die sich aber hinter den großen Marken nicht zu verstecken brauchen. Denn die kleinen Labels punkten durch gute Qualität, herausragende Kreationen und vor allem durch viel, viel Herzblut. von Nastasia

Die Besonderheit: Extravagante Details

Den Anfang machen heute Katalin Imre, Nora Racz und Katalin Stampf von ARTISTA – meine persönlichen Designer des Jahres 2012. Viele Teile des ungarischen Labels wirken auf den ersten Blick recht schlicht. Die Besonderheit des ready-to-wear-Designs versteckt sich jedoch in extravaganten Details. So werden straight geschnittene Mäntel mit Revers besetzt, die sich elegant um den Hals der Trägerin schlängeln und Blazer aus verschiedenen Materialien zu einem asymmetrischen Ganzen zusammengenäht. Durch die kreativen Details umweht die Kleidung ein Hauch zarter Eleganz und Chicness. Obwohl es ARTISTA schon seit 19 Jahren gibt, fiel mir das Label auf der Wiener Fashion-Week auf.

In Ungarn zählt ARTISTA zu den renommiertesten Labels und wird häufig von den dortigen Schauspielern und Sänger getragen; hierzuland ist die Marke jedoch noch weitgehend unbekannt. Dies soll sich nun ändern, denn das Unternehmen möchte auch den deutschen Markt bezaubern. Die drei Designerinnen Katalin Imre, Nora Racz und Katalin Stampf haben an der Academy of Art and Design in Budapest, an der Universität in Brighton und der Instituto Marangoni in Mailand Mode studiert. Doch lassen wir Katalin Imre doch selbst zu Wort kommen:

Mode von ARTISTA

Katalin Stampf, Katrin Imre und Nora Racz vom Label ARTISTA Katalin Stampf, Katrin Imre und Nora Racz vom Label ARTISTA aus Ungarn/Foto: Artista

Frau Imre, was bedeutet der Name ARTISTA?

An der Academy nannten wir Dinge, die uns auffielen und gefielen: „Artista“. Es bedeutet auf deutsch „kunstvoll“, aber in einem lustigen Sinn.

Was fasziniert Sie an Mode?

Der Wandel von Zeit, Orten, Styles. Unsere Kollektionen sind inspiriert vom Leben in Budapest, Tokyo und Wien. Wir reisen sehr viel und zeigten unsere Kollektionen schon in China wie in Tokyo, Kyoto oder Dalian. Auch in Österreich sind wir viel unterwegs, beispielsweise in Wien, Graz und Linz. Vor einem Monat waren wir auch auf den Shows der Pariser Veranstaltung „Who’s Next“ zu sehen. Dieses Reisen haben einen großen Einfluss auf uns.

Welche Materialien verwenden Sie und wo wird die Kleidung verarbeitet? 

Wir gehen zweimal im Jahr auf die Messe nach Mailand und suchen unsere Materialien vor Ort aus, beziehungsweise bestellen sie dort auch gleich. Wir arbeiten mit Seide, Wolle, Baumwolle, aber auch synthetischen Materialien. Die Sample Collections werden bei uns im Studio in Budapest gefertigt. Dort haben wir drei Näherinnen, einen Pattern Maker und eine Schneiderin. Die größeren Bestellungen laufen über unseren Subcontractor in Budapest. Alle Teile unserer Kollektionen sind handgemacht.

Was ist der Trend für den kommenden Frühling/Sommer?

Ach, ich denke, der Trend ist einfach einzigartig zu sein. Ich meine, wir mögen Street-Fashion sehr. Wenn Leute einfach außergewöhnliche Kombinationen tragen, ohne darüber nachzudenken, ob dies nun ein Trend sei oder ob sie damit kulturelle Grenzen überschreiten. Mode sollte ein Stück Freiheit bedeuten. Das wichtigste ist dabei, sich selbst zu finden, seine eigene Persönlichkeit zu entdecken. Und das sollte er mögen, sich selbst sollte er mögen.

Und wo kann ich die ARTISTA-Mode kaufen? Gibt es einen Laden in Deutschland?

Leider haben wir in Deutschland noch keinen Agenten oder Laden. Im Moment kann unsere Kollektion nur außerhalb gekauft werden – in mehreren Geschäften in Wien, beispielsweise im Combinat im Museumsquartier, in Läden in Budapest, Italien, Japan, Kuweit sowie in Onlinestores wie nelou.com. Natürlich versenden wir Teile unserer Kollektion per Post, wenn ein Kunde aus Deutschland diese anfordert. Aber wir würden uns sehr freuen, wenn wir unsere Kollektion auch bald in Deutschland in einem On- oder Offline-Shop anbieten könnten.

Wie geht es außerdem in diesem Jahr weiter?

Wir werden unsere Herbst-/Winterkollektion in Tokyo diesen März präsentieren. Danach steht der Modepalast in Graz und die Central European Fashion Days in Budapest an.


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