Design-Klassiker: Das Bauhaus-Porzellan von KPM

Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum reeditiert die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin ihre Porzellan-Klassiker der Ära, denn für KPM war die Bauhauszeit eine sehr wichtige Schaffensphase. Die Design-Edition „Vase Halle“ und das Mokka-Dejeuner (Frühstücksgeschirr) „Hallesche Form“ sind streng limitiert. von Sybille

Bauhaus: Porzellan für eine neue Wohnung

Beide Entwürfe – die „Vase Halle“ und das Geschirr „Hallesche Form“ – stammen von Marguerite Friedlaender-Wildenhain. Sie war an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein als Leiterin der Keramischen Versuchsanstalt tätig und gewann schnell an Ansehen. Sie wurde zusammen mit anderen Bauhaus-Künstlern vom damaligen Direktor der Porzellan-Manufaktur, Günther von Pechmann, zur KPM gebracht. Pechmann war selbst Mitglied des Werkbundes und stellte die Produktpalette der KPM nach dem Leitbild „Porzellan für die neue Wohnung“ um. Die Stücke wurden kombinierbar und so Teil einer neuen Art, sich einzurichten. Typisch für das Mokka-Dejeuner Hallesche Form sind seine klare Ästhetik und die trichterförmige Tülle als Detail an Kanne und Sahnegießer.

Streifen in den Bauhaus-Grundfarben Blau, Gelb, Rot, Schwarz

Dekoriert wird das Bauhaus-Porzellan mit einem Malereidekor von Ernst Böhm mit echtem Poliergold. Zwischen 1925 und 1930 entwarf dieser ikonische Malereien für die Hauptstadt-Manufaktur. Das kleine Dejeuner ist auf zehn Sammler-Exemplare limitiert. Die Vase Halle wurde im Jahr 1930/31 von Marguerite Friedlaender-Wildenhain erdacht. In der handbemalten Re-Edition kommt die Bauhaus-Ästhetik der Vase in besonderem Maße zur Geltung: Den von der Form des Kreises abgeleiteten Korpus und trichterförmigen Hals der Vase schmücken nun geometrische Streifen in den Bauhaus-Grundfarben Blau, Gelb und Rot sowie Schwarz. Die handbemalte Vase ist in drei unterschiedlichen Größen erhältlich und auf pro Größe auf je 100 Stück limitiert.

Bauhaus-Porzellan: Das Geschirr HALLE'SCHE FORM von KPM

Die handbemalte Edition des Dejeuners HALLE’SCHE FORM von Friedlaender-Wildenhain stammt dem Jahr 1930

Bild-Credits: KPM

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