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Jede Hochzeit ist ein Spiegel ihrer Zeit – das zeigt sich nicht nur am Brautkleid, der Blumendeko und der Wahl der Location, sondern auch am Verlobungsring. Trotzdem gibt es einige Ring-Klassiker ,die immer noch oder wieder erhältlich sind. Ob Gold, Silber oder Roségold, Diamant, Rubin oder Smaragd, rund, oval, quadratisch, verschnörkelt oder schlicht – der Bräutigam in spe hat hier die Qual der Wahl. Wir haben die Ring-Highlights der letzten Jahrzehnte!
Die Wahl des Verlobungsrings…
… stellt Euren Zukünftigen vor eine große Herausforderung. Der Ring soll einerseits zeitlos sein, aber andererseits auch modisch. Und obendrein soll er Euch auch noch gefallen und Euren Stil widerspiegeln. Momentan sind Vintage-Ringe in Mode, das heißt die Auswahl ist riesig. In den letzten 100 Jahren gab es immer wieder Trends in Sachen Verlobungsring. Fast alle Klassiker sind inzwischen auf Plattformen wie 77Diamonds erhältlich und könnten nach Euren Wünschen gestaltet werden. Schaut Euch doch einmal um. Übrigens: Historiker sind sich einig, dass der erste dokumentierte Verlobungsring 1477 überreicht wurde – vom österreichischen Erzherzog Maximilian an Maria von Burgund. Der Ring war aus Gold gefertigt und mit kleinen Diamanten in Form eines „M“ besetzt. Ein schönes historisches Detail!
1800: Romantische Symbole
Die viktorianische Ära war nicht nur die Zeit, in der England zur führenden Weltmacht aufstieg – sie war auch zutiefst romantisch geprägt. Königin Viktoria liebte ihren Ehemann Albert aufrichtig, was bei königlichen Ehen selten war. Diese Liebe spiegelte sich auch in den Verlobungsringen der Zeit wider: Herzen, Schleifen, Blumen – kunstvoll mit Diamanten verziert – galten als Ausdruck tiefer Zuneigung. Derzeit sind diese viktorianische Designs wieder sehr beliebt.
Der Ring „1477 Classic“ von 77Diamonds in Gelbgold mit einem Herz-Diamanten kombiniert Schlichtheit mit Eleganz; der Diamant sitzt in einer filigranen, offenen Fassung – für maximale Sichtbarkeit
1886-1920: Der Solitärring
Elegant, schlicht, ikonisch: Der Solitärring gilt bis heute als der Verlobungsring schlechthin. Entworfen wurde das Modell 1886 von Tiffany & Co. Ein einzelner Diamant, kunstvoll gefasst in einem schlichten Ring aus Platin oder Weißgold – mehr braucht es nicht für einen großen Auftritt. Viele Designer, darunter Cartier mit seinem Klassiker Solitair 1895, haben sich an diesem Original orientiert. Mit diesem Ring kann man(n) nichts falsch machen.
Solitärringe bestehen aus einem schmalen Metallband, das den Diamanten in vier oder sechs Krappen hält; die elegante Schlichtheit lässt den Diamanten besonders zur Geltung kommen
1920-1930: Art Deco und Jugendstil
In den wilden 20ern wehte ein frischer Wind durch die Schmuckwelt: Klare Linien, geometrische Formen und ein Hauch Extravaganz prägten das Design – beeinflusst von den Stilrichtungen Art Déco und Jugendstil. Verlobungsringe der Zeit bestanden oft aus Platin oder Weißgold und waren üppig mit Diamanten oder farbigen Edelsteinen besetzt. Statt verspielter Romantik dominierten kühle Eleganz und kantiger Chic. Übrigens: Der Trend, zur Verlobung einen Diamantring zu verschenken, wurde durch eine clevere Werbekampagne in den 30ern ausgelöst, mit dem berühmten Slogan: „A diamond is forever.“ Einen Verlobungsring mit geometrischem Design besitzt z.B. Scarlett Johansson.
Der Ring „Lola“ von 77Diamonds in Weißgold strahlt Finesse aus und ist mit zwei weißen Diamanten verziert
1940-1950: Florale Designs und Memoire-Ring
Gravierte Muster, florale Fassungen und kunstvoll gearbeitete Ringe aus Weißgold waren in den 40er und 50er Jahre en vogue. Ein ikonisches Schmuckstück dieser Zeit: der Memoire-Ring, den Baseballlegende Joe DiMaggio Marilyn Monroe am Silvesterabend 1953 überreichte. Der schmale Ring war mit 35 funkelnden Diamanten besetzt – ein echtes Statement. Zuletzt ein wenig in Vergessenheit geraten, feierte der Memoire-Ring ab 2016 ein fulminantes Comeback. Kein Wunder: Er schmeichelt jeder Hand, ist schlicht, edel und voller Symbolik. Bei besonderen Lebensereignissen wird traditionell ein weiterer Diamant hinzugefügt – romantischer geht’s kaum. Eine prominente Trägerin ist Miley Cyrus, die einen vom Stil der 40er inspirierten Gelbgoldring mit floralen Motiven und kleinen Wirbeln trägt.
Der Memoire-Ring, bzw. Eternity-Ring, mit in Krappenfassung gesetzten, brillant geschliffenen Diamanten eignet sich perfekt, um ihn mit bereits vorhandenen Ringen zu kombinieren
1960-1970: Blauer Saphir & Smaragdschliff
In den 60ern kamen farbige Edelsteine wie Smaragde, Rubine oder Saphire in Mode. Das berühmteste Beispiel: der blaue Saphir von Prinzessin Diana. Der glamouröse Ring mit einem blauen Saphir umrahmt von edlen Brillanten strahlt royalen Luxus aus (und wurde später von Herzogin Kate weitergetragen). Die Hollywood-Stars begannen indes ihre diamantenen Verlobungsringe zur Schau zur Stellen: Je größer der Diamant, desto besser. So erhielt Elizabeth Taylor von Richard Burton einen Diamanten von nicht weniger als 33 Karat. In den 70ern wurde der Prinzessschliff erfunden, eine moderne, eckige Variante des klassischen Brillanten. Ebenfalls beliebt: der Smaragdschliff (Emerald Cut), der klare Linien mit Vintage-Charme verbindet. Angelina Jolie, Beyoncé und Amal Clooney setzten auf genau diesen Look.
Der Ring „Hampstead“ verfügt über zwei kleine, birnenförmige Diamanten und einen funkelnden Halo aus Diamanten, die einen blauen Saphir umrunden; die „Alexandria Trilogie“ im Stil der 1920er-Jahre besitzt zwei spitz zulaufende Diamanten und einen Mittelstein im Smaragdschliff – das sorgt für ein geometrisches, vom Art déco inspiriertes Erscheinungsbild
1980-1990: Marquise-Schliff
In den 80ern sind tropfen- bzw. birnenförmige Steine und Gelbgold sehr angesagt. Besonders beliebt ist der elegante Marquise-Schliff, der von Stars wie Catherine Zeta-Jones getragen wird. Der Legende nach geht dieser Schliff auf die Marquise de Pompadour zurück, die Mätresse von König Ludwig XV. Der Herrscher beauftragte seinen Hofjuwelier damit, einen neuen Diamantschliff in der Form der Lippen seiner Geliebten anzufertigen: Diamanten im Marquise-Schliff besitzen die Form eines länglichen Ovals welches an den Enden spitz zuläuft – glamourös und extravagant!
Der Ring „1477 Vintage“ von 77Diamonds in Gelbgold ist ein wahrhaft klassischer Ring mit einem Marquise-Diamanten, der auf einem feinen 1.8 mm breiten Band gesetzt ist
2000-2010: Drei-Steine- & Halo-Ringe
Der „Drei-Steine-Ring“ kam um die Jahrtausendwende in Mode. Die drei Steine symbolisieren die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Trägers. Klassischerweise verfügt der Ring über einen größeren zentralen Stein und zwei kleinere Steine an den Seiten. Nicole Kidman erhielt von Keath Urban einen Vintage-Drei-Steine-Ring von Cartier. Ebenfalls stark im Trend: sogenannte Halo-Ringe, bei denen ein zentraler Diamant von einem funkelnden Kranz kleinerer Steine umgeben ist. Ansonsten wird getragen was gefällt – neben Ringen mit farbigen Steinen sieht man häufiger auch roségoldene Verlobungsringe. Verliebte Hollywood-Stars üben sich selbst als Goldschmied.
Der Ring „Aphrodite“ von 77Diamonds in Weißgold verfügt über einen glitzernden Halo (Heiligenschein) von Brillanten, der den mittigen Diamanten sehr gut zur Geltung bringt
2010 bis heute: Twin-Sets & Nachhaltigkeit
Wie so viele Trends in der Hochzeitsbranche schwappte auch dieser aus den USA zu uns herüber: Sogenannte Twin-Sets, bestehend aus zwei Ringen die übereinander getragen werden, wurden auch in Deutschland sehr beliebt. Ein Ring wird zur Verlobung getragen, der zweite kommt zur Hochzeit dazu und dient als Ehering. Traditionellerweise ist der Verlobungsring ein kunstvoller, schmaler Ring mit Stein, der Ehering ein breiterer, schlichter Ring. Der Wunsch nach Individualität beim Verlobungsring wurde in diesem Jahrzehnt immer größer. Roségold entwickelte sich zum Trendmetall, auch farbige Edelsteine wie Morganit, Mondstein oder Opal eroberten die Ringboxen. Gleichzeitig rückte Nachhaltigkeit stärker in den Fokus: Immer mehr Paare wünschten sich konfliktfreie Diamanten, recycelte Edelmetalle oder Vintage-Steine – ein klares Zeichen, dass Schönheit und Verantwortung sich nicht ausschließen müssen.












Sehr interessanter Beitrag über die Verlobungsringe, danke dafür!
Danke für die unterschiedlichen Typen von Verlobungsringen. Ich möchte meiner Freundin einen Antrag machen, bin aber total planlos. Twin-Sets klingen auf jeden Fall sehr praktisch. Mir gefällt der Ring Lola in Weißgold. Ich werde mal einen Juwelier aufsuchen.
Mir hat der Solitärring ganz gut gefallen. Ein echter Klassiker mit einem eingefassten Diamanten. Bescheiden und recht schön, eben zu der Verlobung passend. Mein Dankeschön für die Ideen!
Das ist ja eine echt tolle Zusammenfassung über Stile und Wandel der Verlobungsrnge. Sie werden und sollen immer etwas besonderes bleiben. Weiter so
Hey, vielen Dank für die Zusammenfassung, den lesenswerten Text und die Tollen Bilder :) Finde die Zusammenfassung der Verlobungsringe super :D Liebe Grüsse!
Vielen Dank für den Artikel, das war echt mal ein interessanter Überblick. Ich habe tatsächlich so ein Zweierset: einen Beisteckring sozusagen, der vorher als Verlobungsring diente und jetzt den Ehering ergänzt.
Mein Bruder möchte seiner Frau einen Antrag machen und ist nun auf der Suche nach einem Ring. Er möchte gerne einen Ring mit Diamanten kaufen und ich soll ihm bei der Auswahl helfen. Ich persönlich finde den Solitärring als den klassischen Verlobungsring und kann mir auch vorstellen, dass es seiner Zukünftigen gefällt. Ich werde ihm aber auch die anderen Modelle zeigen und mal schauen, wofür er sich entscheidet.
Schöner Beitrag. Modetrends ändern sich mit der Zeit genau wie Verlobungsringe. Im Grunde sollte es aber zum Paar bzw. zur Braut passen. Wer keinen Steinbesatz mag, dem sollte man auch keine Verlobungsringe mit Diamanten anstecken :)
Hallo,
danke für Ihren interessanten Beitrag über Verlobungsring