Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Der Verlobungsring im Wandel der Zeit

Jede Hochzeit ist ein Kind ihrer Zeit. Ablesen lässt sich das nicht nur an der Wahl des Brautkleides, des Blumenschmucks und der Hochzeitslocation, sondern auch am Verlobungsring. Ja, auch diese sind Mode unterworfen – der Trend in diesem Jahr lautet „Vintage“. Fast alle Klassiker sind noch oder wieder erhältlich. Ob Gold, Silber oder Roségold, Diamant, Rubin oder Smaragd, rund, oval, quadratisch, verschnörkelt oder schlicht – der Bräutigam in spe hat die Qual der Wahl. Wir haben darum die Ring-Highlights der letzten Jahrzehnte für Euch zusammengefasst. {*Anzeige}

Die Wahl des Verlobungsrings stellt Euren Zukünftigen vor eine große Herausforderung. Der Ring soll einerseits zeitlos sein, aber andererseits auch modisch. Und obendrein soll er Euch auch noch gefallen und Euren Stil widerspiegeln. Momentan sind Vintage-Ringe in Mode, das heißt die Auswahl ist riesig. In den letzten 100 Jahren gab es immer wieder Trends in Sachen Verlobungsring. Fast alle Klassiker sind inzwischen auf Plattformen wie 77Diamonds* erhältlich und könnten nach Euren Wünschen gestaltet werden. Schaut Euch doch einmal um. Die meisten Historiker sind sich übrigens einig, dass der Verlobungsring bereits 1477 erstand. Erzherzog Maximilian von Österreich überreichte Maria von Burgund einen goldenen Ring mit dem Buchstaben M ausgearbeitet in kleinen Diamanten – eine hübsche Idee!

1800: Romantische Symbole

Die viktorianische Ära war nicht nur die Zeit, in der England zur führenden Weltmacht aufstieg, sondern es war auch eine romantische Periode. Königin Viktoria liebte ihren Ehemann Albert sehr, was bei königlichen Ehen selten war, die oft aus wirtschaftlichen Gründen zustande kamen. Viktorianische Verlobungsringe bestanden häufig aus mit Diamanten besetzten Herzen, Schleifen, Blumen oder ähnlichem. Derzeit sind diese Modelle wieder sehr beliebt.

Die Geschichte des Verlobungsringes: um 1800 romantische Symbole

Der Ring „1477 Classic“ in Gelbgold mit einem Herz-Diamanten kombiniert Schlichtheit mit Eleganz; der Diamant sitzt in einer filigranen, offenen Fassung – für maximale Sichtbarkeit

1886-1920: Der Solitärring

Der Solitärring gilt als der Verlobungsring schlechthin, denn der silberne Ring mit einem einzigen eingefassten Diamanten oder Edelstein ist ein zeitloser Klassiker. Das über 100 Jahre alte Modell wurde von Tiffany & Co. erfunden und dient bis heute vielen Schmuckdesignern als Vorbild. Auch von Cartier gibt es einen Klassiker, den Solitair 1895, der mit seiner zeitlosen Eleganz begeistert. Mit diesem wunderschönen Ring kann man(n) nichts falsch machen.

Geschichte des Verlobungsringes: Der Solitärring

Solitärringe bestehen aus einem schmalen Metallband, das den Diamanten in vier oder sechs Krappen hält; die elegante Schlichtheit lässt den Diamanten besonders zur Geltung kommen

1920-1930: Art Deco und Jugendstil

Verlobungsringe der 20er und 30er waren weniger weiblich. Dank des Einflusses von Bewegungen wie Art Déco und Jugendstil sind sie durch geometrisches Design gekennzeichnet. Die Ringe waren meistens aus Platin oder Weißgold gefertigt und reichlich mit Diamanten und/oder Edelsteinen besetzt. Der amerikanische Trend, zur Verlobung einen Diamantring zu schenken, geht übrigens auf eine Werbekampange aus den 30ern zurück, in welcher der Diamantring exzessiv beworben wurde. Einen Verlobungsring mit geometrischem Design besitzt z.B. Scarlett Johansson.

Geschichte des Verlobungsringes: Art Deco und Jugendstil

Der Ring „Lola“ in Weißgold strahlt Finesse aus und ist mit zwei weißen Diamanten verziert

1940-1950: Florale Designs und Memoire-Ring

Florale Designs waren in den 40er und 50er Jahre in Mode. Außerdem trugen die Frauen gerne gravierte, aufwändige Settings in Weißgold. Miley Cyrus besitzt beispielsweise einen 40er-Jahre inspirierten Gelbgoldring mit floralen Mustern samt kleinen Wirbeln. Am Sylvesterabend 1953 hielt der Baseballspieler Joe DiMaggio um die Hand von Marilyn Monroe an. Er überreichte ihr den inzwischen legendären Memoire-Ring, gefasst mit 35 geschliffenen Diamanten. Zuletzt ein wenig in Vergessenheit geraten, feiert der Ring, wie viele andere Vintage-Ringe, 2016 sein Comeback. Schmal und funkelnd schmeichelt er jeder Hand und ist dabei zeitlos schön. Der Memoire-Ring ist überdies ein symbolträchtiges Schmuckstück: Bei großen Ereignissen im Leben seiner Trägerin erhält der Ring einen Diamanten.

Geschichte des Verlobungsringes: Der Memoire-Ring

Der Memoire-Ring, bzw. Eternity-Ring, mit in Krappenfassung gesetzten, brillant geschliffenen Diamanten eignet sich perfekt, um ihn mit bereits vorhandenen Ringen zu kombinieren

1960-1970: Blauer Saphir und Smaragdschliff

In den 60ern kamen farbige Edelsteine in Mode – das berühmteste Beispiel: der blaue Saphir von Prinzessin Diana. Der glamouröse Ring mit einem blauen Edelstein umrahmt von edlen Brillanten strahlt royalen Luxus aus. Die Hollywood-Stars begannen unterdes ihre diamantenen Verlobungsringe zur Schau zur Stellen: Je größer der Diamant, desto besser. So erhielt Elizabeth Taylor von Richard Burton einen Diamanten von nicht weniger als 33 Karat. In den 70ern entstand der Prinzessschliff, eine Alternative zum klassischen Brillanten. Ringe mit Diamanten im Smaragdschliff (Emerald Cut) in Weißgold kommen nach den 20ern abermals in Mode. Angelina Jolie, Beyoncé und Amal Clooney tragen Varianten.

Geschichte des Verlobungsringes: Smaragd-Schliff

Der Ring „Roma“ in Weißgold besitzt einen Smaragd-Diamanten und zwei passende Brillant-Diamanten gesetzt auf einem 2,2 mm breiten, sich verjüngenden Band

1980-1990: Marquise-Schliff

In den 80ern sind tropfen- bzw. birnenförmige Steine und Gelbgold der letzte Schrei. Diamanten im Marquise-Schliff werden von Stars wie Catherine Zeta-Jones getragen. Der Marquise-Schliff wurde angeblich nach der Marquise de Pompadour, der Mätresse von König Ludwig dem 15. benannt. Der Herrscher beauftragte seinen Hofjuwelier damit, einen neuen Diamantschliff in der Form der Lippen seiner Geliebten anzufertigen: Diamanten im Marquise-Schliff besitzen die Form eines länglichen Ovals welches an den Enden spitz zuläuft.

Geschichte des Verlobungsringes: Marquise-Schliff

Der Ring „1477 Vintage“ in Gelbgold ist ein wahrhaft klassischer Ring mit einem Marquise-Diamanten, der auf einem feinen 1.8 mm breiten Band gesetzt ist

2000-2010: Drei-Steine-Ring und Halo-Ringe

Der drei-Steine-Ring kam um die Jahrtausendwende in Mode. Die drei Steine symbolisieren die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Trägers. Klassischerweise verfügt der Ring über einen größeren zentralen Stein und zwei kleinere Steine an den Seiten. Nicole Kidman erhielt von Keath Urban einen Vintage Drei-Steine-Ring von Cartier. In den letzten Jahren haben Halo-Ringe mit ringförmig angeordneten Diamanten erheblich an Beliebtheit gewonnen. Ansonsten wird getragen was gefällt – neben Ringen mit farbigen Steinen sieht man häufiger auch roségoldene Verlobungsringe. Verliebte Hollywood-Stars üben sich als Goldschmied.

Geschichte des Verlobungsringes: Halo-Ringe

Der Ring „Aphrodite“ in Weißgold verfügt über einen glitzernden Halo (Heiligenschein) von Brillanten, der den mittigen Diamanten sehr gut zur Geltung bringt

Heute: Twin-Sets

Wie so viele Trends in der Hochzeitsbranche schwappte auch dieser aus den USA zu uns herüber: Sogenannte Twin-Sets, bestehend aus zwei Ringen die übereinander getragen werden, sind jetzt auch in Deutschland sehr beliebt. Ein Ring wird meistens zur Verlobung getragen, der zweite dient dann als Ehering. Traditionellerweise ist der Verlobungsring ein kunstvoller, schmaler Ring mit Stein, der Ehering ein breiterer, schlichter Ring.

Bild-Credits: 77Diamonds *Dieser Beitrag ist in Kooperation mit 77Diamonds entstanden

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


1 Kommentar

Hinterlasse doch einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.