Die Drayton Bar in Berlin

In der Rubrik „Der Lady-Tipp“ präsentieren wir Euch kleine Fundstücke aus dem Internet, Ausstellungen, Aktionen, Bücher oder Läden. Diese Woche ließ ich mich von F. Scott Fitzgeralds Literaturklassiker Der große Gatsby inspirieren, den Ihr wieder auf der Kinoleinwand bewundern könnt. Mit dabei: die Szenebar „Drayton Bar“, die Swing-Tanzschule „Jeder ist tanzbar“ sowie meine zum Flapper-Stil passenden neuen, fedrigen Lieblingsaccessoires. von Nastasia

1. Probiert: Drinks der 20er Jahre

Behrenstr. 55 in Berlin Mitte. Verwinkelt, in einem Hinterhof, an den Mülltonnen vorbei und in der Lieferantenzufahrt findet Ihr eine kleine Tür, die von einem Satz Glühbirnen in der Betondecke beleuchtet wird. An der Tür habt Ihr zu klingeln, nur so wird Euch der Zutritt in die glamouröse Welt der Zwanziger Jahre gewährt. Die 2012 eröffnete Drayton Bar in Berlin ist ein edles Unikat in der Barszenerie der Hauptstadt. Hier erwarten Euch schweres Holz, Brokat-Samt, Gold-Elemente, Ledersofas sowie zwei wunderschöne, den Raum dominierende Pfauenlampen im Art-Déco-Stil. Dazu werden Drink-Klassiker der 20er und 30er Jahre serviert. Die Bar ist von Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr geöffnet.

Drayton Bar

Ein Abend im Stil der Zwanziger: In der Berliner Drayton Bar wird’s möglich/Bild-Credits: Drayton Bar

2. Mitgemacht: Swing in Berlin

Habt Ihr auch einmal Lust, Euch wie ein Flapper-Girl zum Jazz der Zwanziger Jahre zu bewegen? In der Berliner Tanzschule Jeder ist tanzbar könnt Ihr die Tanzschritte des Charleston, Lindy Hop und Swing erlernen. Seit April 2010 werden hier nämlich ausschließlich die Tänze der Zwanziger Jahre gelehrt. Fast täglich finden Kurse, regelmäßige Wochenend-Workshops mit internationalen Lehrern, Solo-Klassen sowie eigene Swingparties statt. Eine originelle Idee ist auch die offene Klasse. Jeden Montag könnt Ihr unangemeldet sowohl solo als auch als Paar vorbeikommen und das Tanzbein schwingen. Dabei steht Euch ein Team von sympathischen und erfahrenen Lehrern zur Seite. Probiert’s aus!

Swing in Berlin

Let’s Swing! Einmal Tanzen wie unsere Groß- und Urgroßmütter/Foto: Jeder ist tanzbar

3. Anprobiert: Federn, Federn, Federn

Nach dem bitteren Ersten Weltkrieg, dem Millionen von Menschen zum Opfer fielen, stehen die Zwanziger Jahre für wahre Lebensfreude. All die Schrecken des vergangenen Jahrzehnts sollten verdrängt und das Leben genossen werden. Auch die Mode war davon nicht ausgenommen. Die Kleider wurden kürzer und befreiten sich von den engen Korsetts, die Haare wurden zum modischen Bob geschnitten und umrahmten den frechen Bubikopf. Armreifen, Perlenketten, Hüte und insbesondere Federn waren als Accessoires unabdingbar. Auch ich habe mich in den Stil der Zwanziger Jahre verliebt und wunderschöne Head Pieces aus Federn vom Label Billies auf Dawanda entdeckt.

Federschmuck von BilliesDieser wunderschöne Federschmuck im Stil der 20er stammt vom Dawanda-Shop Billies/Foto: Billies


5 Kommentare
  • Irgendwie so faszinierend, dass die 1920er Jahre so faszinieren…

    Herzlichst,
    Anna

    http://stil-box.net/

  • Katrin sagt:

    Hier ein Buchtipp passend zum Thema: „Charlston Girl“ von Sophia Kinsella

  • JL sagt:

    Und welcher Gatsby ist jetzt der Schönere: Redford oder diCaprio? Oder kann man die beiden Gatsy-Filme gar nicht wirklich vergleichen?
    LG Julia
    http://www.dieblauenstunden.com

  • Die Anwort ist sonnenklar. Robert Redford!! Aber ich werde mir den Di Caprio Film sicher auch noch anschauen. :-)

  • Nastasia sagt:

    Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Kommentare!

    @ Anna: Ja, die 20er Jahre sind doch so schön glamourös und versprühen so viel Lebensfreude! Aber letztendlich: Faszinieren nicht auch die 30er, 50er, 60er, 70er?

    @ Katrin: Vielen lieben Dank für den Buchtipp! Ich werde gleich einmal auf Amazon nachschauen!

    @ JL + groschenroman: Ich habe mir beide Filme in den letzten zwei Wochen angeschaut und ich muss sagen, dass sie beide auf ihre eigene Art und Weise überzeugen. Denn: Sie spiegeln auch beide die Zeit wider, in der sie gedreht wurden. Der Redford-Film lässt sich mehr Zeit und erinnert in seiner Aufmachung an alte Sissi-Filme. Die Figur der Daisy Buchanan bekommt mehr Raum und ist viel fröhlicher als im aktuellen Film. In dem DiCaprio-Film steht natürlich mehr DiCaprio im Vordergrund, der aber wirklich sehr gut und facettenreich spielt. Der Film ist schnelllebiger, die Autofahrten und Partys wilder, die Dekadenz spürbarer. Ich kann Euch den neuen Film daher wirklich nur empfehlen!

    Alles Liebe
    Nastasia

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