Dani

Daniela ist promovierte Germanistin und freie Journalistin für verschiedene Magazine. Den Lady-Blog gründete sie nach einem Praktikum bei einem Berliner Start-up im Jahr 2010.
Getestet: Weekender von Gusti Leder

Vom Newcomer-Label Gusti-Leder habe ich in letzter Zeit häufiger gelesen. So wurden im letzten TWEED und im Dolzer-Magazin stylische Weekender mit toller Vintage-Patina des Rostocker Taschenherstellers vorgestellt. Das Sortiment von Gusti-Leder besteht zu 90 Prozent aus Ziegenleder. Und obwohl die Taschen hochwertig und unter fairen Bedingungen produziert werden, sind sie preisgünstig. Grund genug, sich das Unternehmen genauer anzusehen.

Umweltfreundliche Herstellung

Das Ziegen- und Rindsleder für die Gusti-Taschen stammt von indischen und marokkanischen Tieren,  deren Zucht primär der Fleischgewinnung und Nachzucht dienen. Die Häute werden vegetabil (pflanzlich) gegerbt. Dieses traditionelle Verfahren, bei dem in der Grube gegerbt wird, ist besonders umweltfreundlich. Auf giftige, chemische Zusätze, wie beispielsweise das gesundheitsschädliche Chrom, wird verzichtet, stattdessen verwerden die Gerber Stoffe aus der Rinde des Babool tree. Und auch die Färbung erfolgt auf natürlicher Basis mit Öl, Safran, Indigo und Mohn. Dank dieser natürlichen Verarbeitung erhalten die Taschen ihre hübsche charakteristische Vintage-Patina. Daneben wird großer Wert auf eine faire Produktion gelegt.

Faire Arbeitsbedingungen

Alle Produkte werden in kleinen Familienbetrieben mit maximal 15 Mitarbeitern hergestellt, die angemessen bezahlt werden. Jeder Mitarbeiter muss einen Vertrag gegen Kinderarbeit unterschreiben. Ihr findet diesen sogar auf der Website von Gusti-Leder – sehr transparent! Einmal im Jahr fährt der CEO des Unternehmens Christian Pietsch persönlich und ohne Vorwarnung in die Produktionsstätten und überprüft die Bedingungen vor Ort. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Chef und Gründer dabei wirklich ein realistisches Bild machen kann. Im Warenkorb habt Ihr übrigens die Möglichkeit, ein paar Euro zusätzlich zu spenden, z.B. für qualitativ hochwertige Hosen und Handschuhe für die Gerber oder ein indisches Schulprojekt.

Günstiger Preis – und die Qualität?

Und warum sind die Taschen jetzt so günstig? Natürlich, ein Grund ist, dass die Taschen nicht hierzulande hergestellt werden. Gusti-Leder arbeitet jedoch auch ohne Zwischenhändler und Subunternehmen. Da die Produzenten vor Ort ihre benötigten Materialien ebenfalls von dort ansässigen Lieferanten beziehen, gibt es außerdem nur kurze Transportwege. Wir haben uns für den Weekender „Michael“ entschieden, der gerade einmal 78 Euro kostet. Die Reisetasche aus naturgegerbtem Ziegenleder wird in Indien hergestellt und überzeugte uns vor allem mit ihrem klassischen Design und der schönen Vintage-Patina. Was sofort auffiel, war der starke Geruch nach Ziegenleder. Der sollte sich aber erfahrungsgemäß in den nächsten Tagen legen.

Unser Weekender von Gusti Leder

Der Lady-Blog testet: Weekender von Gusti-Leder

Der Weekender „Michael“ macht insgesamt einen tollen Eindruck: Er ist sehr gut verarbeitet und die Haptik des Leders ist auch überzeugend; eine Instagramerin berichtete uns, dass das Leder bei Regen abfärbt – dazu können wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts berichten

Unsere Gusti Leder Erfahrungen

Unserer Tasche lag ein handgeschriebener Brief von einem indischen Mitarbeiter bei

Unsere Gusti Leder Erfahrungen

Die Tasche ist groß genug um sie auf ein Wochenendausflug mitzunehmen, aber nicht so goß, dass sie sperrig wird oder schlecht über der Schulter getragen werden kann

Im Test: Weekender von Gusti Leder

Dank des klassischen Designs kann mein Mann sie ebenso verwenden wie ich

Gusti Leder: Kabelbinder aus Leder

Lag der Bestellung ebenfalls bei: Ein Kabelbinder aus Leder – tolle Idee!

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Gusti Leder gemacht? Dann teilt sie gerne mit uns.

***

Nachtrag: Leider sind wir von der Qualität der Taschen nicht mehr ganz überzeugt: In der Tat färben sie – wie schon in einem Leserkommentar angemerkt – an die Kleidung ab, außerdem ist bei unserem Weekender ein Gurt abgerissen (nach zweimaliger Nutzung).

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7 Kommentare
  • Maja sagt:

    Tolle Tasche und auch eine gute Idee hinter der Firma.
    Ich greife seit längerem nur noch zu L.L.Bean Canvas, Longchamp Nylon oder Louis Vuitton Reisetasche wg des Eigengewichtes. Auch nehme ich deswegen fast keine Lederhandtaschen mehr. Wie schwer ist denn die Tasche?
    Auf jedenfall werde ich mir das merken wg des Preises. Die kann man auch mal verschenken ohne gleich arm zu werden :)
    LG
    Maja

  • Franziska sagt:

    Eine wirklich schöne Tasche und ein spannedes Label! Danke für den Tipp :) LG Franziska

  • Simone sagt:

    Du sprichst immer von deinem Mann. Habt ihr etwa geheiratet? Wenn ja würde ich ja total gerne, ähnlich wie die Taufe, davon erfahren….

  • Lederking sagt:

    Die Ledertasche ist hervorragend, wie ich finde. Vielleicht sollte auch ich mir ein so schickes Modell wie dieses mal in der nächsten Zeit zulegen.

    … mal schauen …

    Herzliche Grüße,
    Lederking

  • Sabrina sagt:

    Die Tasche ist auf jeden Fall ein richtiger Hingucker. Mein Freund hat zwar nicht die gleich, aber so eine ähnliche und die steht ihm auch so gut

    Grüße
    Sabrina

  • Basti sagt:

    Also den selben Brief hatten wir auch drin. Selbe Schrift, selber Text, anderer Name.

  • Eva sagt:

    Die Tasche ist wirklich toll. Ich habe direkt danach noch die Handtasche Cecilia gekauft, die ebenfalls ganz toll und sehr schön ist. Allerdings nutze ich beide nicht mehr, seit ich auf der Seite von Gusti gelesen habe, dass das von ihnen verwendete Leder ausschließlich von geschächteten Tieren stammt. Das konnte ich mit meinem Gewissen dann doch nicht vereinbaren.
    Ich finde es aber gut, dass die Firma damit ganz offen umgeht. So kann jeder selber entscheiden, ob er das für sich in Ordnung findet.

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