Der Lady-Blog liest: 3x Bücher über starke Frauen Teil 2

Seid Ihr auf der Suche nach ein paar Büchern für die immer noch langen Abende? Ich stelle Euch mal wieder drei sehr wunderbare Frauen-Bücher vor, die vom Tagebuch der selbstbewussten Marie-Bruns Bode über eine Beschreibung der Frauen rund um Walter Gropius bis hin zum fiktiven Tagebuch eines Tauentzien-Girls reichen. von Sybille

 1. Marie Bruns-Bode: Mit einem Mann möchte ich nicht tauschen*


Marie Bruns-Bode war die Tochter von Wilhelm von Bode – Generaldirektor der Berliner Museen – und in eine äußerst anregende kulturelle Atmosphäre hineingeboren. Durch Vermittlung ihres Vaters wurde die junge Frau 1907 Lehrerin für Kunstgeschichte von Prinzessin Viktoria Luise von Preußen, ging also am Kaiserhof in Berlin und Potsdam ein und aus. 1915 heiratete sie Viktor Bruns, internationaler Richter beim Völkerbund in Den Haag und Begründer des Kaiser Wilhelm Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin. In ihren Tagebuchtexten und auch in Briefen, ausgewählt und kommentiert durch Rainer Noltenius, entsteht das Bild einer kreativen und humorvollen Frau, die trotz der autoritär männlich geprägtern Gesellschaft, in der sie lebt, erstaunlich emanzipatorisch denkt und wirkt. Eingebunden in das gesellschaftliche Leben des Berliner Bildungsbürgertums zeichnet sie dessen Porträt, von den Zeiten Kaiser Wilhelms II. bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs – sehr unterhaltsam und lebendig geschrieben.

„Mit einem Mann möchte ich nicht tauschen“ ist für 29 Euro im Reimer-Mann-Verlag erhältlich.

2. Ursula Muscheler: Mutter, Muse und Frau Bauhaus*


Das Bauhaus feiert 100. Geburtstag und dementsprechend viele Bücher kommen aktuell auf den Markt. „Mutter, Muse und Frau Bauhaus“ hat die Frauen im Umfeld von Walter Gropius zum Thema. Die Autorin, Ursula Muscheler, blickt hinter die Kulisse des Architekten auf seine klugen, gebildeten, tatkräftigen Gehilfinnen: Manon Gropius, Alma Mahler, Lily Hildebrandt, Maria Benemann und Ise Gropius. Nach der Lektüre habe ich jede Hochachtung vor Herrn Gropius verloren, der in seinem Privatleben eine ehe jammervolle Figur abgab und – mir unverständlich – immer wieder die begabtesten Frauen als Gefährtinnen gewann. Nun ja: Der Volksmund sagt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. Dass (nicht nur) die im Buch beschriebenen Frauen zeitlebens im Schatten von Gropius und anderen Männern standen, ist die bedauerliche Pointe dieser liebevollen Skizze – absolute Leseempfehlung!

Das 160 Seiten starke Buch ist für 24 Euro im Berenberg Verlag erhältlich.

3. Emma Nuss: Aus dem Tagebuch eines Tauentzien-Girls*


1914 erschien in einem kleinen Berliner Verlag sehr erfolgreich und in mehreren Auflagen das fiktive Tagebuch eines „Tauentzien-Girls“ von Emma Nuss (Emma Mahner-Mons). Litta, ein vierzehnjähriger ‚Backfisch‘ aus gutem Hause, verkörpert einen neuen, souveränen und selbstbewussten Mädchentyp. Während ihre Mutter ahnungslos Zuhause sitzt, amüsiert sie sich, hat erotische Abenteuer, lässt sich von unbekannten Herren ins Caféhaus einladen, steht zweifelhaften Künstlern Modell oder geht ins Kino. All das vertraut sie schonungslos offen und sehr humorvoll ihrem Tagebuch an. Für mich ein großer Spaß!

Das kleine Büchlein, im Walde-Graf-Verlag erschienen, ist  für 14,99 Euro erhältlich.

 

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